Das Pflanzenpflege-Handbuch von OBI zum Download
Das Zusammenleben mit einer Zimmerpflanze ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Damit sie gesund und kräftig wächst und gedeiht, braucht sie jedoch die richtige Pflege und ein bisschen Fürsorge. Hier kommen wir ins Spiel: Wir nehmen dich an die Hand und vermitteln dir mit einem kleinen Pflanzen-Guide das Wissen, damit sich deine Pflanze so richtig wohlfühlt. Und weil jede Pflanze einzigartig ist, findest du neben dem Grundwissen zur Pflege von Zimmerpflanzen spezifische Tipps, die auf jede Pflanzenart zugeschnitten sind.
Kakteen und Sukkulenten – Was ist eigentlich der Unterschied?
Die Frage nach dem Unterschied zwischen Kakteen und Sukkulenten ist schnell beantwortet: Kakteen sind Sukkulenten. Sukkulenten sind allerdings deshalb nicht auch Kakteen. Der wesentliche Unterschied ist, dass Kakteen Aureolen besitzen. Daraus bilden sie Stacheln, um sich vor Fressfeinden und Verdunstung zu schützen. Sukkulenten haben diese Aureolen nicht. Der Name „Sukkulenten“ kommt von dem lateinischen Wort „suculentus“, was soviel wie „saftreich“ bedeutet.
Wo kommen Kakteen und Sukkulenten her?
Die Heimat beider Pflanzen ist vor allem eines: trocken. Kakteen sind ursprünglich in Südamerika beheimatet, während Sukkulenten ursprünglich aus den Halbwüsten Südafrikas kommen. An die dort herrschenden kargen Bedingungen haben sie sich ideal angepasst, indem sie Wasservorräte für trockenere Zeiten speichern. Dadurch eignen sie sich besonders für Menschen, die nicht regelmäßig zum Gießen kommen.
Was für Arten gibt es?
Sukkulenten unterscheidet man in Stamm-, Wurzel- und Blattsukkulenten. Fast alle Kakteen zählen zu den Stammsukkulenten. Die bekannteste Sukkulente ist wahrscheinlich die Aloe Vera. Sie ist als Heilpflanze geläufig und wird auch für viele Kosmetikprodukte verwendet.




Kakteen und Sukkulenten richtig gießen
Als Wüstengewächse mögen Kakteen und Sukkulenten keine Staunässe. Deshalb wässerst du sie am besten erst einmal ordentlich, schüttest dann aber nach zehn Minuten überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer weg.
Gieße dann erst wieder, wenn die Erde fast komplett trocken ist. Wie lange das dauert, hängt von der Jahreszeit und Temperatur ab. Im Winter musst du weniger gießen als im Sommer.
Der richtige Standort für Sukkulenten
Kakteen und Sukkulenten wachsen vom Frühjahr an bis in den Herbst hinein. Erst im Winter machen sie eine Pause. Höhere Temperaturen machen ihnen im Winter zwar nichts aus, besonders wohl fühlen sie sich aber bei 10 °C bis 15 °C.
Im Sommer kannst du deine Sukkulenten auf den Balkon oder die Terrasse stellen. Sinkt die Temperatur dauerhaft unter 15 °C, holst du sie zum Überwintern wieder in die Wohnung oder ins Haus.
Einige Sukkulenten sind allerdings auch winterhart. Die Fetthenne gehört dazu, genauso wie Hauswurz und Steinbrech. Diese Sorten kannst du also auch im Garten oder als Dachbegrünung pflanzen.
Kakteen und Sukkulenten umtopfen

Zur Pflege der Sukkulenten gehört auch das regelmäßige Umtopfen. Wie oft das nötig ist, hängt vom Wachstum ab.
Zur Pflege gehört auch das regelmäßige Umtopfen. Wie oft das nötig ist, hängt vom Wachstum ab. Das kann schon nach einem, häufiger aber eher nach circa fünf Jahren so weit sein. Der richtige Moment zum Umtopfen ist gekommen, wenn der Kaktus oder die Sukkulente im Topf keinen ausreichenden Platz mehr für die Wurzeln hat – also dann, wenn die Wurzeln sich im gesamten Topf ausgebreitet haben.
Idealerweise topfst du im Frühjahr um. Denn dann beginnen die Pflanzen wieder zu wachsen. Es gibt extra Kakteen- und Sukkulentenerde, die deine Pflanzen mit den richtigen Nährstoffen versorgt und durch den hohen Sandanteil besonders wasserdurchlässig ist.
Tipp: Umtopfen ist für die Pflanzen anstrengend. Gönne ihnen danach ungefähr eine Woche lang einen Platz im Halbschatten. Erst danach solltest du zum ersten Mal im neuen Topf gießen.
Kakteen und Sukkulenten vermehren
Es ist recht einfach, Kakteen und Sukkulenten zu vermehren. Die einfachste Möglichkeit ist es, Ableger zu verwenden. Eine zweite, auch recht einfache Variante ist das Schneiden von Stecklingen. Dazu schneidest du mit einem scharfen Messer ein Stück des Triebes bzw. Blattes ab, und lässt es danach abtrocknen. Nach wenigen Tagen sollte sich eine Schutzhaut oder sogar schon erste Wurzelansätze gebildet haben. Dann kannst du den Steckling in einen kleinen Topf mit trockener, nährstoffarmer Anzuchterde setzen. Am Anfang solltest du das Substrat vorerst nicht gießen, sondern nur besprühen. Bei Sukkulenten kannst du auch eine Blattrosette abtrennen und in sandige Erde setzen.




Sukkulenten als exotische Deko
Kakteen und Sukkulenten brauchen kaum Pflege und machen dir somit wenig Arbeit, aber umso mehr Freude. Sie sorgen für interessante Hingucker im Raum. Bei entsprechender Pflege blühen die Pflanzen auch und sehen dann gleich noch hübscher aus. Aber auch ohne Blüten sehen sie ansprechend aus. Ihre besondere Wuchsform ist so völlig anders als bei anderen Pflanzen, sodass es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt.
Willst du optisch das Meiste aus deinen Pflanzen herausholen, verwendest du am besten Töpfe, die sich an der Oberfläche der Blätter orientieren. Übertöpfe in mattem Grün machen sich beispielsweise sehr gut. Diese können aus Keramik oder auch aus Steinzeug sein. Magst du es lieber bunt, setzt du auf Töpfe in mehreren Grüntönen oder kombinierst diese mit knalligen Farben wie Orange oder Pink.
Am besten wirkt es, wenn du bei der Wahl der Töpfe die richtige Höhe wählst. Dabei machen Topf und Übertopf zwei Drittel der Höhe aus und die Pflanzhöhe das letzte Drittel.
Kakteen und Sukkulenten gibt es in verschiedenen Grüntönen. Noch mehr Exotik und Vielfalt bringst du rein, wenn du unterschiedliche Sorten miteinander kombinierst.

Sukkulenten gibt es in verschiedenen Grüntönen. Kombiniere unterschiedliche Sorten. Dann sind die Sukkulenten eine schöne Dekoration.








