
Elefantenfuß – Eigenschaften im Überblick
Der Elefantenfuß ist als Zimmerpflanze sehr pflegeleicht. Wir zeigen dir, was du bei der Pflege beachten solltest und wie du die Pflanze vermehren kannst.
Woher kommt der Elefantenfuß?
Der Elefantenfuß (Beaucarnea recurvata) ist ebenfalls unter den Bezeichnungen Flaschenbaum, Wasserpalme oder Elefantenbaum bekannt. Auch der alte Gattungsname Nolina ist ab und zu noch zu finden.
Botanisch gehört der Elefantenfuß zur Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Das macht ihn zu einem Verwandten der Yucca. Äußerlich ähnelt er zwar dem Australischen Flaschenbaum (Brachychiton rupestris), die beiden sind jedoch nicht miteinander verwandt.
Die Heimat des Elefantenfußes ist in Mexiko. Dort bevorzugt er tropische Trockenwälder. In freier Natur kann die Pflanze bis zu 9 m hoch werden. Der Stamm hat dann einen Durchmesser von bis zu 1 m. Kultivierst du ihn hierzulande im Topf, bleibt er kleiner.
Wie sieht der Elefantenfuß aus?
Charakteristisch für den Elefantenfuß ist seine verdickte Basis, die sich nach oben hin verjüngt. Seine Wuchsform erinnert ein wenig an eine Flasche, weswegen er auch Flaschenbaum genannt wird. Der dicke, borkige „Fuß“ dient als Wasserspeicher.
Die Blätter wachsen überhängend und sind sehr schmal im Vergleich zu ihrer Länge. Sie sind graugrün und bis zu 50 cm lang. Um den Trieb herum ordnen sie sich schraubig an. Nach unten hin sterben die Blätter mit der Zeit ab, sodass nur noch das Triebende beblättert ist.
Bei guter Pflege und mit viel Geduld wird der Elefantenfuß in Zimmerkultur bis zu 1,5 m hoch. Die Zimmerpflanze wächst sehr langsam. In der Regel wächst ein Trieb aus dem Stamm, selten sind es mehrere.
Der Elefantenfuß blüht nur selten. Erst nach einigen Jahren kann es sein, dass er lange Rispen bildet. An ihnen sitzen kleine, weiße Blüten. Allerdings muss der Standort dafür sehr günstig sein.

Der Elefantenfuß erreicht bei guten Bedingungen eine stattliche Größe.
Der richtige Standort
Da der Elefantenfuß aus trockenen Regionen stammt, bevorzugt er einen Platz an der Sonne. Zu viel Schatten lässt ihn langsamer wachsen. Achte aber darauf, dass die Blätter vor zu starker Sonneneinstrahlung am Mittag geschützt sind, sonst gibt es Verbrennungen.
Bei den Temperaturen gilt: je höher, desto besser. Im Winter sollten sie zwischen 10 °C und 15 °C liegen.
Nicht sehr gut vertragen Elefantenfüße Zugluft und Bodenkälte. Im Sommer stellst du den Kübel auf den Balkon oder die Terrasse. Plane aber etwa zwei Wochen Gewöhnung an den neuen Standort ein. Zunächst wählst du einen schattigeren Platz, der Tag für Tag etwas heller und sonniger werden darf. So gewöhnst du die Blätter an das Sonnenlicht.
Das Substrat für einen Elefantenfuß sollte durchlässig und locker sein. Gut geeignet ist zum Beispiel Kakteenerde. Du kannst auch eine humusreiche Lauberde nehmen, wenn du sie mit viel grobem Sand vermengst.
Elefantenfuß pflegen
Der Stamm dient dem Elefantenfuß als Wasserspeicher. Daher braucht er nicht viel Wasser. Gieße ihn eher sparsam. Als Faustregel gilt: Wässere ihn so lange, bis die ersten Tropfen aus dem Abflussloch des Topfes fließen.
Überschüssiges Wasser entfernst du aus dem Übertopf. Staunässe und ständig nasses Substrat führt zunächst dazu, dass die Blätter braun werden, und anschließend zu Wurzelfäule. Im Winter hält der Elefantenfuß Ruhezeit, dann musst du gar nicht mehr gießen.
Da die Zimmerpflanze es eher nährstoffarm mag, düngst du lediglich im Frühling und Sommer je einmal. Dafür nimmst du Kakteendünger.
Umtopfen musst du den Elefantenfuß nicht häufig. Wasser und Nährstoffe speichert die Pflanze im Stamm, daher benötigt sie nicht sehr viel Substrat. Den richtigen Zeitpunkt zum Umtopfen erkennst du daran, wenn das untere Ende des Stamms den Topfrand erreicht hat. Auch dann, wenn der Wurzelballen sich bereits aus dem Gefäß herausdrückt, ist es Zeit, den Kübel zu wechseln.
Umgetopft wird im späten Winter oder zeitigen Frühjahr von Mitte Februar bis Ende März. Wähle ein Gefäß aus, das eher flach und breit als tief ist. Denn der Elefantenfuß gehört zu den Flachwurzlern.

Topfe den Elefantenfuß im Frühjahr um. Erledige das immer dann, wenn der Stamm der Pflanze den Rand des alten Topfs erreicht hat.
Elefantenfuß schneiden
Elefantenfüße kannst du jederzeit zurückschneiden. Dafür kappst du den Stamm mit einer Garten- oder Astschere in beliebiger Höhe. So bilden sich Seitentriebe unterhalb der Schnittstelle. Versiegele sie mit einem Wundverschluss, so trocknet sie nicht aus.
Elefantenfuß vermehren
Elefantenfüße vermehrst du über ihre Nebensprossen. Diese Seitentriebe schneidest du im Sommer ab und setzt sie in ein Gemisch aus Sand und Torf. Halte das Behältnis mit der Pflanze konstant warm. Idealerweise nimmst du ein geschlossenes Anzuchtbeet. So geht nicht viel Feuchtigkeit verloren, während sich Wurzeln bilden.
Eine andere Methode für die Vermehrung des Elefantenfußes ist die Aussaat. Da die Pflanzen aber selten blühen, ist es schwierig, geeignetes Saatgut selbst zu sammeln.
Krankheiten und Schädlinge

Schmierläuse am Elefantenfuß erkennst du an den Gespinsten der Tiere.
Junge Blätter, die sich gelb färben und weich werden, sind ein Hinweis auf mögliche Staunässe. Aber auch starke Temperaturunterschiede im Winter können der Grund für gelbe Blätter sein.
Steht der Kübel auf einem kalten Steinfußboden, legst du im Winter eine Polystyrolplatte oder ein Holzbrett darunter. So isolierst du die Wurzeln gegen Bodenkälte.
Ist die Umgebungsluft zu trocken, können Schildläuse und Spinnmilben auftreten. Das erkennst du gut an den Spinnweben an den Blattachseln und Blatträndern. Vor allem im Winter solltest du den Elefantenfuß daher regelmäßig auf einen möglichen Schädlingsbefall untersuchen.
Gelegentlich kommen auch Schmierläuse oder Wollläuse vor. Sie produzieren ein Gespinst, das einem Wattebausch ähnlich sieht. Daran erkennst du einen Befall. Isoliere die betroffenen Blätter. Nicht befallene Blätter behandelst du vorsorglich mit einer Lösung aus Schmierseife.








