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Drachenbaum in der Natur

Der Drachenbaum ist ein besonderer Blickfang für deine Wohnung. Wir zeigen dir, wie du ihn richtig pflanzt und pflegst. Außerdem erfährst du, wie du die Zimmerpflanze vermehrst.

Woher kommt der Drachenbaum?

Der Drachenbaum (Dracaena) gehört zu den Agavengewächsen (Agavoideae). Diese wiederum sind der Familie der Spargelgewächse zugehörig. Ursprünglich stammen die meisten Arten dieser Gattung aus den Tropen und Subtropen. Heute wachsen sie allerdings auf den Kanarischen Inseln und dem afrikanischen Kontinent, in Asien sowie Australien.

Der Drachenbaum ist vor allem als Büro- und Zimmerpflanze beliebt. Der Kanarische Drachenbaum (Dracaena draco) zählt zu den bekanntesten Arten der Gattung. Ein enger Verwandter ist die Keulenlilie (Cordyline australis), die dem Drachenbaum sehr ähnelt.

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So sieht der Drachenbaum aus

Zwar heißt die Pflanze Drachenbaum, aber es handelt sich nicht um einen echten Baum. Lediglich der palmenähnliche Stamm ist verholzt. Die Blätter wachsen in dichten Schöpfen aus den langen, schlanken bis dicken Stämmen.

Drachenbäume erreichen in der Natur eine Höhe von mehreren Metern. Als Zimmerpflanze wächst der Drachenbaum in der Regel bis zu 2 m hoch.

Die Blätter sind lang und spitz zulaufend. Je nach Art sind sie steif aufrecht oder geneigt überhängend. Abhängig von der Sorte sind die Blätter grün, gesprenkelt oder gestreift. Der Kanarische Drachenbaum hat zum Beispiel grünes Laub. Der Duftende, Gerandete sowie der Verzweigte Drachenbaum besitzen hingegen buntes Laub.

Die Blüten des Drachenbaumes stehen in Rispen zusammen.

Der Drachenbaum hat lange, spitze Blätter. Blüten entwickeln oft erst ältere Exemplare. Sie blühen eher im Sommer.

Drachenbäume blühen oft erst, wenn sie älter sind. Die meisten Arten bilden im Sommer ihre Blüten, die weiß-rötlich, grünlich-weiß oder rahmweiß gefärbt sind. Sie wachsen in lockeren Dolden oder Rispen. Einige Sorten bilden duftende Blüten aus, wie etwa der Duftende Drachenbaum. Aus den Blüten entwickeln sich orange bis rot gefärbte runde Früchte. Als Zimmerpflanze kultiviert bilden Drachenbäume jedoch meist keine Früchte.

Wie bereits erwähnt ähnelt die Keulenlilie dem Drachenbaum. Unterscheiden kannst du sie anhand ihrer Wurzeln: Drachenbäume haben orangegelbe Wurzeln. Bei Keulenlilien sind sie weiß und haben Speicherknollen.

Standort und Substrat für Drachenbäume

Stelle deinen Drachenbaum an einen Standort, der das ganze Jahr über hell ist. Vermeide dabei allerdings volle Sonneneinstrahlung. Halte den Platz warm und luftfeucht.

Die meisten Arten brauchen im Winter eine Temperatur zwischen 15 °C und 18 °C. Achte darauf, dass keine Zugluft oder Bodenkälte herrscht. Einige Arten können im Sommer auch im Freien stehen. Dazu gehört der Kanarische Drachenbaum. Dafür ist ein wind- und regengeschützter Ort geeignet. Im Winter verträgt er Temperaturen bis 10 °C.

Verwende für die Zimmerpflanze ein durchlässiges, mäßig nährstoff- sowie humusreiches Substrat. Drachenbäume brauchen ein leicht saures Substrat. Ein pH-Wert von sechs ist am besten geeignet. Dafür bietet sich Grünpflanzen- oder Palmenerde an. Du kannst auch Blumenerde verwenden. Bessere diese mit Kies, Tongranulat oder Sand auf. Drachenbäume bieten sich auch für eine Hydrokultur an.

Drachenbaum pflanzen

Eine Frau mit schwarzer Schürze hält einen Drachenbaum in der Hand. Sie steht in einem Geschäft neben einer Ablage mit mehreren Exemplaren.

Topfe den Drachenbaum direkt nach dem Kauf um, damit er ausreichend Platz zum Wachsen hat.

Nach dem Kauf eines Drachenbaums topfst du ihn am besten direkt um, denn in den meisten Fällen benötigt er mehr Platz und neues Substrat. Verwende hierfür ein größeres Gefäß. Dieses füllst du mit einem nahrhaften und durchlässigen Humussubstrat.

Hinweis: Bei Allergikern, Kindern und Tieren im Haushalt ist Vorsicht geboten, da der Drachenbaum leicht giftig ist.

Die richtige Pflege

Drachenbäume brauchen etwas Pflege, damit sie gut wachsen. Sie benötigen regelmäßig Wasser. Halte sie also das ganze Jahr über gleichmäßig feucht. Fehlt dem Gewächs Feuchtigkeit und ist der Wurzelballen trocken, erkennst du dies an den Blättern. Ihre Spitzen verfärben sich dann braun.

Gieße die Pflanze, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Vermeide allerdings Staunässe, da ansonsten die Wurzeln faulen. Im Winter legen einige Arten eine Ruhepause ein. In diesem Fall gießt du sie etwas weniger.

Verwende im besten Fall zum Gießen Regenwasser. Gibst du deinem Drachenbaum Leitungswasser, musst du es gegebenenfalls zunächst entkalken. Bei geringer Luftfeuchtigkeit besprühst du die Zimmerpflanze mit einer einfachen Sprühflasche. Nutze dafür zimmerwarmes, kalkarmes Wasser.

Nahaufnahme der Blätter eines Drachenbaums, die mit Tropfen benetzt sind.

Regenwasser eignet sich besonders gut zum Gießen und Besprühen des Drachenbaums. Leitungswasser enthält oftmals zu viel Kalk für die Pflanze.

Von März bis September düngst du Drachenbäume. Gib alle zwei Wochen flüssigen Grünpflanzendünger ins Gießwasser. Von Oktober bis Februar düngst du die Pflanze nur alle vier bis sechs Wochen.

Sind die Drachenbäume noch jung, wachsen sie sehr schnell. Topfe sie deshalb jedes Jahr im Frühjahr um. Je älter die Pflanzen sind, desto seltener benötigen sie einen neuen Topf. Alle zwei bis drei Jahre ist dann ausreichend. Setze den Drachenbaum in einen Topf, dessen Durchmesser mindestens 3 cm größer ist als der alte.

Steht die Pflanze an einem dunklen Standort, wachsen meist kahle, lange Triebe. An ihnen entwickeln sich nur schwächliche Blattschöpfe. Mit einem Schnitt regst du die Pflanze dazu an, sich zu verzweigen. Verwende dafür eine scharfe Gartenschere.

Du kannst das Gewächs das ganze Jahr über schneiden. Alle Arten sind gut schnittverträglich. Am besten eignet sich aber das Frühjahr für den Schnitt. Wirf das Schnittgut nicht weg. Du kannst es verwenden, um deinen Drachenbaum zu vermehren.

Arten und Sorten: ein Überblick

  • Kanarischer Drachenbaum (Dracaena draco): Er stammt von den Kanarischen Inseln. Seine Blätter sind lang und dunkelgrün. Als Zimmerpflanze erreicht er eine Höhe von maximal 2 m.

  • Verzweigter Drachenbaum (Dracaena surculosa): Auf den Blättern zeigen sich Punkte. Wegen der Ähnlichkeit seiner Triebe mit Bambus trägt diese Art auch den Namen Bambus-Drachenbaum.

  • Gerandeter Drachenbaum (Dracaena marginata): Sein Laub ist braunrot und hat dünne Streifen an den Rändern.

  • Duftender Drachenbaum (Dracaena fragrans): Dieser hat seinen Namen von seinen duftenden Blütentrauben. In der Natur wachsen sie von März bis Mai. Die Wildart hat einfache, grüne Blätter. Die Sorte „Massangeana“ hat Laub mit gelben Streifen. Dunkelgrüne Blätter hat „Compacta“. Sie wächst besonders dicht. Einen gelben Rand haben die hellgrünen Blätter von „Lemon Lime“. „Janet Craig“ zeichnet dunkelgrüne Blätter aus, die sich nach außen neigen.

Drachenbaum vermehren

Für die Vermehrung des Drachenbaums verwendest du Kopf- oder Stammstecklinge. Stelle sie zum Bewurzeln in ein Glas mit Wasser. Alternativ bietet sich ein Anzuchttopf mit feuchter, nährstoffarmer Erde an. Einige Arten kannst du auch durch Aussaat vermehren. Bringe sie im Frühjahr aus. Die Samen keimen bei etwa 25 °C.

Behandschuhte Hände drücken Erde um einen Drachenbaum im Topf fest.

Drachenbäume kannst du über Stecklinge vermehren.

Krankheiten und Schädlinge

Von Schädlingen wird der Drachenbaum nur bei Pflegefehlern befallen. Ansonsten ist die Zimmerpflanze sehr robust. Bekannte Schädlinge sind unter anderem Schildläuse, Spinnmilben und Thripse, die du mit entsprechenden Schädlingsbekämpfungsmitteln beseitigen kannst. Ist der Ballen zu trocknen, verfärben sich die Blattspitzen braun. Auch trockene Zugluft und Überdüngung können mögliche Gründe dafür sein.

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