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Blühende Gardenie mit weißen Blüten im Topf.

Dieser Ratgeber zeigt dir, was bei der Pflanzung und Pflege einer Gardenie wichtig ist. Erfahre vieles über Standort, Boden, Pflege und Aussehen der blühenden und duftenden Zimmerpflanze.

Woher kommt die Gardenie?

Die Gardenie (Gardenia jasminoides) gehört zu den Rötegewächsen (Rubiaceae) und hat ihre Heimat in Ostasien. Sie wächst dort hauptsächlich in tropischen Wäldern.

Die Gardenie ist auch bekannt als Knopflochblume und Jasminrose.

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So wächst die Gardenie

In Österreich kannst du die Gardenie nur als Zimmerpflanze halten. Sie ist immergrün und giftig. Die Gardenie erreicht eine Höhe von 60 cm und hat einen buschigen Wuchs. In den Subtropen wird die Pflanze auch als reich blühende Heckenpflanze eingesetzt.

Blätter, Blüten und Früchte

Die Gardenie hat glänzende, dunkelgrüne Blätter, die oval geformt sind. Das Laub ist 6 cm bis 7 cm lang und wächst gegenständig.

Von Juli bis Oktober blüht die Blume. Sie hat gefüllte, cremeweiße Blüten, die etwa 10 cm bis 12 cm groß werden. Diese sind schalenförmig und haben einen starken Duft.

Hinweis: Aus den Blüten entwickeln sich gelbe Beeren. Sie sind der giftigste Teil der Gardenie. Stelle die Pflanze deshalb an einen erhöhten und für Kinder oder Haustiere unzugänglichen Platz. Die Giftstoffe führen zu Magendarmbeschwerden mit Durchfall. In China wird sie aufgrund dieser Funktion auch als abführende Heilpflanze verwendet.

Weiße geöffnete Blüte der Gardenie

Standort und Substrat

Die Gardenie hat als Zimmerpflanze einige Ansprüche. Wähle für sie einen Standort, der das ganze Jahr über hell ist. Vermeide aber dennoch, dass sie zu lange im direkten Sonnenlicht steht. An einem Platz am Fenster zur Südseite ist gegebenenfalls ein Sonnenschutz nötig, wenn die Pflanze mehrere Stunden direkt der Sonne ausgesetzt ist.

Achte darauf, dass die Temperatur im Sommer zwischen 18 °C und 25 °C liegt. In milden Regionen kannst du sie im Sommer auch ins Freie stellen. Im Winter sind 10 °C bis 15 °C am besten. An hellen Plätzen hält die Gardenie bis zu 18 °C in den kalten Monaten aus. Du kannst die Zimmerpflanze auch in einem temperierten Wintergarten überwintern.

Verwende eine kalkarme Topferde mit einem pH-Wert von 5. Mit einem Teststreifen testest du den pH-Wert der Erde, um sicherzugehen. Als Alternative setzt du deine Gardenie in Rhododendron-Substrat oder Azaleen-Erde. Diese bieten ebenfalls die richtigen Bedingungen.

Gardenie gießen und düngen

Gieße die Gardenie sparsam und so, dass der Wurzelballen am besten gleichmäßig feucht ist. Vermeide aber Staunässe. Setze die Pflanze gegebenenfalls in ein Gefäß mit einer Drainage.

Ist die Oberfläche der Erde leicht angetrocknet, gießt du die Blume wieder. Verwende dafür nur kalkarmes, zimmerwarmes Wasser. Hartes Leitungswasser solltest du vor dem Gießen entkalken und anschließend mit Regenwasser mischen.

Die Gardenie braucht außerdem eine hohe Luftfeuchtigkeit. Besprühe sie deshalb zusätzlich mit Wasser. Mache dies aber nur vor der Blüte – vor allem im Knospenstadium. Achte darauf, dass die Blüten nicht nass werden, da sie sich bei direktem Kontakt mit Wasser verfärben. Ab Herbst gießt du die Zimmerpflanze deutlich weniger. Sie darf im Winter jedoch nicht austrocknen.

Alle ein bis zwei Wochen gibst du der Pflanze Dünger. Der richtige Zeitpunkt dafür ist zwischen März und August. Bringe kalkarmen und sauer reagierenden Dünger in niedriger Dosis aus. Gut geeignet sind zum Beispiel Azaleen- oder Rhododendrondünger.

Mehrmals im Jahr gibst du deiner Pflanze bei Bedarf niedrig dosierten Stickstoffdünger. Dafür bietet sich Ammoniumsulfat an. Dieser Dünger hilft auch gegen gelbe Verfärbungen und abfallende Blätter.

Umtopfen und schneiden

Person pflanzt Gardenie in neuen Pflanztopf um.

Topfe deine Gardenien alle ein bis zwei Jahre im Frühling um. Setze sie in ein frisches, geeignetes Substrat.

Die Pflanze musst du in der Regel nicht schneiden. Ist deine Gardenie allerdings verkahlt, schneidest du sie im Frühjahr kräftig zurück.

Sonstige Pflege

Gardenien haben einen hohen Pflegeanspruch, den die Pflanze aber mit einer reichen und duftenden Blütenpracht belohnt. Sobald sie ihre Knospen bildet, stellst du die Pflanze nicht mehr an einen neuen Standort. Achte in dieser Zeit auch darauf, dass das Substrat nicht austrocknet, denn das kann dazu führen, dass sie ihre Blüten verliert. Außerdem verträgt die Gardenie keine starken Temperaturschwankungen während der Knospenbildung.

Beliebte Sorten

Es gibt mehr als 200 Sorten, die sich unter anderem durch ihre Höhe, Blütengröße und Blütezeit unterscheiden. Nicht alle Sorten der Gardenie werden 60 cm hoch.

„Radicans“ beispielsweise erreicht eine Größe von circa 30 cm. Sie wird damit nur rund halb so hoch wie andere Sorten, wächst jedoch stärker in die Breite. Zudem hat sie deutlich kleinere Blüten als höher wachsende Sorten.

„Florida“ wächst vergleichsweise hoch und ihre Blüten erreichen einen Durchmesser von fast 10 cm. „Forest Gardenia“ ist eine Waldgardenie, die in Wintergärten beliebt ist. Ihre Blüten sind rahmweiß und werden bis zu 8 cm groß.

Etwas pflegeleichter und frostunempfindlich ist „Crown Jewel“. Sie kann in milden Regionen auch im Garten angepflanzt werden und bildet einen niedrigen Wuchs mit trichterförmigen Doppelblüten.

Gartentisch mit Stühlen in Garten mit Gardenien

Setze Gardenien im Garten in die Nähe von Sitzecken. So kannst du den Duft der Pflanzen genießen.

Vermehrung

Gardenien vermehrst du durch Kopfstecklinge. Diese schneidest du im Frühjahr vor der Knospenbildung oder im Herbst mit einer Länge von rund 7 cm ab. Tauche sie zunächst mit dem unteren Ende in Bewurzelungspulver, sodass sie bestmöglich anwachsen.

Setze die Stecklinge anschließend in das Substrat. Idealerweise ist das ein feuchtes Gemisch aus Torf und Sand. Stülpe über den Anzuchttopf einen Kunststoffbeutel, der als Verdunstungsschutz dient. Stelle die jungen Pflanzen dann an einen hellen Standort mit Raumtemperatur um 25 °C. Stutze die Pflanzen nach dem Anwachsen kräftig ein, sodass sie sich gut verzweigen können.

Krankheiten und Schädlinge

Bekommt die Zimmerpflanze nicht genügend Licht oder ist die Temperatur zu hoch, wirft sie die Blätter und Knospen ab. Das Laub färbt sich gelblich-weiß, wenn der Boden zu kalt oder zu nass ist oder die Pflanze nicht die richtige Pflege erhält. Achte darauf, dass du beim Gießen die Blüten nicht mit Wasser benetzt.

Bekannte Schädlinge sind Schildläuse. Die Tiere mit ihren flach ovalen bis halbkugelförmigen Schilden halten sich in der Regel auf der Blattunterseite auf. Auch Spinnmilben befallen das Gewächs häufiger. Du erkennst einen Befall an silbrigen Sprenkeln auf den Blättern, die vertrocknen und schließlich abfallen.

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