Hand mit Spachtel auf Tapete

Alte Tapeten entfernen – Schritt für Schritt

Wer bei der Renovierung neu tapezieren möchte, muss zunächst die alte Tapete und sämtliche Tapetenrückstände komplett von der Wand entfernen. Wie das schnell geht und welche Geräte helfen, erklärt diese Anleitung.

Wie lassen sich alte Tapeten richtig entfernen?

Im Idealfall lässt sich die vorhandene Tapete zwar trocken abziehen. Wenn dies nicht möglich ist oder wenn nach dem trockenen Abziehen Rückstände bleiben, brauchen Sie Hilfsmittel. 

Die Wand muss vor dem Tapezieren eben sein, damit es nicht nachher zu Unebenheiten kommt und die neue Tapete mit dem Kleister ausreichend Halt findet. Wenn Tapetenrückstände entfernt werden, muss die Tapete in Flüssigkeit eingeweicht und dann abgespachtelt werden.

Je nach Art der Rückstände gibt es zwei Vorgehensweisen, alte Tapeten zu entfernen. Dünne Rückstände können direkt mit Wasser und Tapetenlöser eingeweicht werden. Dickere und wasserundurchlässige Tapeten können vorher mit einer Nagelwalze oder einem Tapetenwolf bearbeitet werden, um die Tapete durchlässiger für Wasser und Tapetenlöser zu machen. 

Alte Tapeten entfernen

4 Schritte

1
Tapete mit Nagelwalze oder einem Tapetenwolf bearbeiten
Hand mit Nagelwalze auf Tapete
Auf einen Blick
  • Alte Tapete bearbeiten
So wird es gemacht

Je nach Art der Rückstände, gibt es zu Beginn zwei Vorgehensweisen, die Tapeten zu entfernen:

Dünne Rückstände direkt mit Wasser und Tapetenlöser einweichen (siehe Ratgeber Schritt 2).

Dickere und wasserundurchlässige Tapeten (z. B. Vinyltapeten oder Tapeten mit wasserundurchlässigen Anstrichen) vorher mit einer Nagelwalze oder einem Tapetenwolf bearbeiten, um die Tapete durchlässiger für Wasser und Tapetenlöser zu machen. Dazu großflächig mit den Geräten über die Tapete fahren und so alle Bereiche perforieren. Vorsichtig vorgehen, um die Wand nicht zu beschädigen.

2
Tapetenlöser ansetzen und auftragen
Hand mit Quast auf Tapete
Auf einen Blick
  • Tapetenlöser verdünnen
  • Tapetenlöser auf Tapetenreste auftragen
  • Tapetenlöser einwirken lassen
So wird es gemacht

Tapetenlöser gemäß der Verpackungsanleitung in einem Eimer mit warmem Wasser verdünnen. Mischung gut umrühren.

Verdünnten Tapetenlöser satt mit einem Quast auf die Tapetenreste auftragen. Löser dazu großzügig auf der Wand verteilen, bis alle Rückstände sichtbar durchfeuchtet sind.

Tapetenlöser einwirken lassen. Die Dauer der Einwirkzeit ist ebenfalls auf dem Produkt angegeben und bewegt sich zumeist zwischen 15 und 40 Minuten.

3
Tapetenrückstände mit Spachtel oder Dampftapetenablöser entfernen
Frau mit Spachtel vor Tapete
Auf einen Blick
  • Tapetenrückstände abkratzen
So wird es gemacht

Tapetenrückstände vorsichtig mit einem Spachtel abkratzen. Dazu den Spachtel unter die durchfeuchteten Reste schieben und nach und nach vorarbeiten, bis alle Tapetenreste abgelöst sind. Ein möglichst breiter Spachtel erleichtert die Arbeit.

Beim Abkratzen immer darauf achten, dass die Tapetenrückstände gut durchgeweicht sind. Sollten sie nicht sofort nachgeben, weiteren Tapetenlöser aufstreichen. Die Tapeten sollten Sie dabei immer feucht halten und Zugluft vermeiden.

Ergänzend kann mit einem Dampftapetenablöser gearbeitet werden. Der heiße Dampf dringt tief in die Tapete ein und erleichtert so das Ablösen zusätzlich.

4
Wand zum Tapezieren vorbereiten
Frau mit Bürste vor Wand
Auf einen Blick
  • Wand prüfen
  • Löcher und Risse ausbessern
  • Untergrund vorbereiten
So wird es gemacht

Sind alle Tapetenrückstände entfernt, prüfen Sie die Wand gründlich auf Verunreinigungen, Schäden und verbliebene kleine Tapetenreste. Letztere können Sie vorsichtig mit dem Spachtel abschaben.

Staub und andere Verschmutzungen sollten Sie mit einer Bürste entfernen und Wasserlösliche Verunreinigungen mit Fleckendecker isolieren, um ein späteres Durchschlagen der Flecken zu vermeiden. Etwaige Löcher und Risse bessern Sie mit einer Spachtelmasse aus. Sandende, kreidende und poröse Untergründe behandeln Sie hingegen mit Tiefengrund vor, um einen tragfähigen Untergrund für die neue Tapete herzustellen. Auch bei stark saugenden Untergründen wie Gipskarton ist eine Grundierung empfehlenswert.

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Spachtel
  • Nagelwalze
  • Tapetenwolf
  • Tapetenlöser
  • Quast
  • Dampftapetenablöser
  • Grundierungen und Fleckenisolierungen
  • Eimer

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