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Sicherheitslösungen für Zuhause

Zuletzt aktualisiert: 13.08.20195 Minuten
Sicherheitslösungen für Zuhause Frau mit Einkäufen vor Türschloss mit Code

Schutzmaßnahmen sichern Ihr Zuhause effektiv gegen Einbrecher und geben ein sicheres Gefühl. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt.

Wie lässt sich das Heim vor Einbrechern schützen?

Wegen der hohen Einbruchzahlen in Deutschland ist die Prävention nicht nur für die Polizei ein wichtiges Thema. Auch privat gibt es einige Mittel und Wege, Einbrüche zu verhindern

Einige grundständige Sicherheitstipps helfen bereits, das eigene Zuhause besser vor Einbrechern zu schützen: 

  • Haustüren immer zweifach abschließen
  • Fenster, Balkon- oder Terrassentüren verschließen (keine gekippten Fenster hinterlassen)
  • Schlüssel niemals in den Schlössern stecken lassen
  • Verstecken Sie Ihre Schlüssel auf keinen Fall draußen oder in der Garage
  • Simulieren Sie Ihre Anwesenheit und lassen Sie Ihre Rollläden keinesfalls geschlossen
  • Hinterlassen Sie keine Abwesenheitsnotiz auf Ihrer Mailbox, an Ihrer Haustüre oder in sozialen Netzwerken

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit von mechanischen, elektrischen oder Smart-Home-Lösungen. Bei mechanischen Lösungen handelt es sich beispielsweise um zusätzliche Schlösser oder Tresore, in denen Sie Ihre Wertsachen sicher unterbringen können. Die elektrischen Lösungen reichen von einer Außenbeleuchtung, die potentielle Einbrecher abschreckt, über Videoüberwachungssysteme bis hin zu Alarmanlagen. Bei Smart-Home-Systemen handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Sie Tür- und Fensteröffnungen genauso über das Smartphone steuern können wie beispielsweise Ihre Heizung. 

Mechanische Sicherheitslösungen

Generell kann festgehalten werden, dass Sie alle Gebäudeöffnungen, die einem potentiellen Einbrecher problemlos zugänglich sind, mechanisch sichern sollten. Dies gilt besonders für Öffnungen im Erdgeschoss aber auch für höhere Geschosse, die leicht erklettert werden können. Bei Mehrfamilienhäusern gilt dies grundsätzlich für alle Wohnungseingangstüren und leicht erreichbare Fenster und Fenstertüren. Am einfachsten lassen sich Fenster und Türen durch das Anbringen von zusätzlichen Schlössern oder speziellen Schließmechanismen sichern. Zusätzlich kann die Anschaffung eines Tresors für die sichere Aufbewahrung von Wertsachen oder wichtigen Unterlagen ratsam sein. 

Türsicherung

Viele Haustüren können Einbrecher bereits mit geringem Aufwand in nur wenigen Minuten überwinden. Die häufigsten Methoden sind dabei das Aufhebeln der Türe, das Abbrechen der Profilzylinder oder die Flippermethode, bei der mit einer Karte oder ähnlichem die Falle im Türschloss zurückgedrückt wird. Deshalb ist es zum Schutz vor Einbrüchen ratsam, in die Sicherheit der Tür zu investieren. So können es Türsicherungen wie Türzylinder mit Sicherungskarte sowie Not- und Gefahrenfunktion, Schutzbeschläge mit Ziehschutz, stabile Einsteckschlösser und geprüfte Sicherheitsschließbleche mit Mauerankern Einbrechern schwerer machen, in das Haus einzudringen. Einen zusätzlichen Schutz stellen ein Tür-Zusatzschloss in Kombination mit einer Scharnierseitensicherung oder Panzerriegeln, Schutzrosetten oder eine Tür-Scharnierseitensicherung dar.

Tipp: Sichern Sie beide Seiten der Tür – statten Sie sowohl die Schloss- als auch die Scharnierseite ausreichend aus!

Frau öffnet Haustür mit zusätzlichem Schloss für Mann, der auf das Haus zukommt

Fenstersicherung

Haupteinstiegspunkte für Einbrecher sind ungesicherte Fenster sowie Terrassen- und Balkontüren – sowohl im gekippten als auch im geschlossenen Zustand. Da handelsübliche Fenster für Einbrecher meist keine Hürde darstellen, ist eine effektive Fenstersicherung besonders wichtig. Einbruchshemmende Fensterschlösser und Fenstergriffe sind leicht nachzurüsten und stellen einen wirkungsvollen Schutz dar. Außerdem haben sie sich als Kindersicherung bewährt.

Frau schließt Fenstersicherung an Terrassentür aus Glas

Tresore

Werden bei einem Einbruch besondere Wertgegenstände und persönliche Unterlagen beschädigt oder gestohlen, ist deren Verlust oft besonders schmerzlich. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt es sich daher, wichtige Dokumente und Wertsachen in einem fest verankerten Tresor aufzubewahren, der die darin befindlichen Dinge auch im Falle eines Feuers schützen kann. Es kann ebenfalls sinnvoll sein, besonders wichtige Dinge nicht im Haus, sondern außerhalb aufzubewahren – beispielsweise in einem Bankschließfach.

Mann kniet mit Finger auf dem Eingabefeld vor Tresor

Elektronische Sicherheitslösungen

Zusätzlich zu den mechanischen Sicherungen können elektronische Systeme das Haus oder die Wohnung vor Einbrechern schützen. So können Sie es Einbrechern mit einer guten Außenbeleuchtung schwer machen, im Schutz der Dunkelheit in Ihr Haus einzudringen. Ebenso abschreckend wirken kann ein Videoüberwachungssystem oder eine Alarmanlage, die im Falle eines Einbruchversuchs ausgelöst wird.

Außenbeleuchtung

Licht ist ein effektives Mittel gegen Einbrecher, denn viele Einbrüche passieren in der Nacht. Lichtlösungen wie Außenleuchten mit Bewegungsmeldern, Smart-Home-Lichtkonzepte mit App-Steuerung oder innovative Kombinationen aus Kamera, Außenbeleuchtung und Gegensprechanlage wirken deshalb abschreckend. Mit LED-Strahlern und Bewegungsmeldern sparen Sie zusätzlich auch Strom und Geld, immerhin sparen LEDs, zusätzlich zu ihrer langen Lebensdauer, rund 80% Energie gegenüber einer konventionellen Glühlampe.

Außenbeleuchtung in der Dämmerung an modernem Gebäude mit weißer Fassade und großen Fenstern

Videoüberwachung

Mit einer Videokamera im Außenbereich haben Sie Ihre eigenen vier Wände immer im Blick und werden benachrichtigt, sobald etwas Verdächtiges geschieht. Klassische Außenkameras mit oder ohne Aufzeichnung sind eine robuste und günstige Lösung, einen bestimmten Teil Ihres Außenbereiches im Auge zu halten, wie beispielsweise das Garagentor oder den Eingangsbereich. Neben der Überwachungsmöglichkeit haben Videokameras aber auch eine abschreckende Wirkung gegenüber Einbrechern. Sehr flexibel sind sogenannte Dome-Kameras, da sich diese manuell ausrichten und schwenken lassen. Besonders einfach ist die Installation von Netzwerkkameras. Dieser Kameratyp benötigt, dank der WLAN-Datenübertragung, keine Kabelverlegung. Auf die meisten Kamerasysteme kann auch ganz einfach über das Internet zugegriffen werden. Den jeweiligen Kameratyp sollten Sie je nach individuellen Vor-Ort-Bedingungen und Anforderungsprofilen auswählen.

Überwachungskamera an Außenwand

Alarmanlagen

Eine überraschend ausgelöste Alarmanlage schlägt Einbrecher meist zuverlässig in die Flucht. Eine einfache Version der Alarmanlage ist der Durchgangsmelder. Er arbeitet mit Infrarot-Lichtschranken und gibt einen Warnton ab, sobald die Lichtschranke durchbrochen wird. Ein großer Vorteil ist die einfache Installation. Es besteht allerdings die Gefahr von Fehlalarmen, die durch Tiere oder ähnliches ausgelöst werden können. Die Installation eines kompletten Alarmsystems ist dagegen deutlich aufwendiger. Diese Systeme bestehen aus mehreren Sensoren, die per Funk oder Kabel mit einem Empfänger und einer Sirene verbunden sind. Die Sensoren überwachen ausgewählte Bereiche wie Türen, Fenster und Räume auf Fremdbewegungen oder Glasbruch und lösen entsprechend einen Alarm aus. Je nach System kann der Alarm auch direkt an ein Sicherheitsunternehmen weitergeleitet werden, ohne dass der Einbrecher dies bemerkt. Zusätzlich können mechatronische Alarmanlagen an Türen sinnvoll sein: Diese lösen bei einem Einbruchsversuch einen elektronischen Widerstand aus.

Tipp: Wenn Sie eine Alarmanlage installieren, verwenden Sie nicht die mitgelieferten Fenster-Aufkleber der Hersteller, sondern greifen Sie auf Standard-Aufkleber zurück. Der Herstellername oder das Layout des Aufklebers verraten dem Einbrecher ansonsten, welche Art der Alarmanlage Sie installiert haben.

Frau gibt Code an Alarmanlage neben Haustür ein

Smart-Home-Lösungen

Eine Smart-Home-Lösung bietet die Möglichkeit, verschiedene Sicherheitssysteme miteinander zu verbinden und gemeinsam mit anderen Funktionen im Haus zentral vom Smartphone, Tablet oder PC aus zu steuern.

Kontrolle via App

Hinter der Begrifflichkeit "Smart Home" verbirgt sich ein intelligentes Zusammenspiel verschiedener Sicherheitskomponenten und Steuerungssyteme. Smart-Home-Lösungen ermöglichen Ihnen eine flexible Haussteuerung allerorts und jederzeit. Mithilfe der intelligenten Vernetzung einzelner Geräte und der einfachen Steuerung per App können Sie Ihre Einbruchssicherung individuell festlegen. So können Sie Fenster und Türen mit einer Öffnungserkennung aus der Ferne kontrollieren oder haben Rolläden und Beleuchtung durch automatisierte Gerätesteuerung inklusive Zeitsteuerungsfunktion im Griff. Auch andere Sicherheitsaspekte wie das rechtzeitige Erkennen von Wasser - und Feuerschäden können mit verschiedenen Komponenten wie Wassersensoren und Rauchmeldern berücksichtigt werden. Zudem kann eine Smart-Home-Lösung zu einer besseren Energieeffizienz beitragen – eine smarte Heizsteuerung beispielsweise kann die Energiekosten senken. 

Die Aussteuerung der Smart-Home-Komponenten erfolgt zumeist über eine zentrale Schaltzentrale, die via WLAN-Verbindung alle Einheiten verbindet. Für Smart Home sollten Sie initiale Anschaffungskosten und sowie Zeit für Einbau und Inbetriebnahme einplanen.

Smartphone mit offener Smart-Home-App auf Holztisch

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