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Ratten vertreiben

Zuletzt aktualisiert: 19.10.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Eine Ratte auf Holz.

Ratten möchte wohl niemand im Haus oder Garten haben. Wir zeigen dir, wie du Ratten vertreibst und einen weiteren Befall effektiv verhinderst.

Ratten vertreiben: Befall erkennen

Ratten übertragen Krankheiten und richten Schaden am Haus an. Sie nagen an Leitungen, fressen Vorräte und hinterlassen Kot. Am besten bekämpfst du Ratten schnellstmöglich, bevor sie zu einer Plage werden. Dafür musst du die Anzeichen eines Befalls frühzeitig erkennen. Je länger du wartest, desto mehr Nager breiten sich aus: Die Weibchen bringen jeden Monat bis zu 20 Jungtiere zur Welt.

Nagespuren und frischer Kot sind deutliche Anzeichen für die ungewollten Bewohner. Auch der Geruch von Ammoniak ist kein gutes Zeichen. Folgst du den Spuren, kommst du in der Regel zu einem Rattennest. Dunkle Ecken, wenig genutzte Räume, Dachböden und Keller sind die bevorzugten Rückzugsorte für Ratten. Kontrolliere sie regelmäßig.

Hausratte oder Wanderratte?

Eine Ratte sitzt in einem Küchenschrank

Hausratten stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Du darfst sie deshalb nicht töten.

Die Hausratte, manchmal auch Dachratte oder Schiffsratte genannt, ist eine von über 65 bekannten Rattenarten. Du erkennst sie an ihrem kleinen und schlanken Bau. Sie hat große Ohren, einen langen Schwanz und eine spitze Schnauze. Die Hausratte steht vor dem Aussterben und wird auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten geführt. Aus diesem Grund darfst du Hausratten nicht töten – aus dem Haus vertreiben allerdings schon.

Die zweite Rattenart, die in Deutschland gelegentlich für Ärger sorgt, ist die Wanderratte oder Kanalratte. Sie unterscheidet sich von der Hausratte unter anderem durch ihr graubraunes Rückenfell. Das Bauchfell ist hellgrau bis weiß gefärbt. Ihr Schwanz ist etwas kürzer als ihr Körper. Den Namen Kanalratte verdankt der Nager seiner Lebensweise in der Nähe von Gewässern beziehungsweise Abwassersystemen.

Gefahren durch Ratten

Ratten sind potenzielle Überträger von gefährlichen Krankheiten. Besonders gesundheitsgefährdend ist die Wanderratte: Zu den möglichen Krankheiten, die von ihr ausgehen, gehören Tollwut, Tuberkulose, Hepatitis, Fleckfieber und die Amöbenruhr. Deshalb ist es notwendig, einem Rattenbefall vorzubeugen und die Schädlinge zu vertreiben. 

Spätestens wenn du Ratten im Haus entdeckst, solltest du alle Lebensmittel in fest verschlossene Dosen oder Gläser umlagern. Wasche die bisherigen Behälter vor dem Öffnen mit heißem Wasser ab.

Verschiedene Lebensmittel in zuschraubbaren Gläsern.

Lagere deine Lebensmittel in fest verschlossenen Behältern, um Ratten vorzubeugen. So hältst du sie außer Reichweite der Tiere.

So vertreibst du Ratten wirksam

Haben nur wenige Ratten dein Haus befallen, kannst du sie normalerweise selbst ohne größere Probleme vertreiben. Einen Kammerjäger brauchst du erst bei einem größeren Befall.

Möchtest du die Tiere vertreiben, sind Lebendfallen die richtige Wahl. Gefangene Ratten bringst du an einen weit entfernten Ort, wo du sie wieder freilässt. Bist du zu nah an deinem Haus, findet die Ratte schnell wieder zurück.

Der Nachteil von Lebendfallen ist, dass Ratten sie nach einiger Zeit erkennen und meiden. Kammerjäger setzen die Fallen zur Kontrolle nach einem erfolgreichen Einsatz ein. Sperrt sich ein Nager in der Falle ein, muss der Schädlingsbekämpfer noch einmal gegen die Tiere vorgehen.

Ratten bekämpfen kannst du auch mit Schlagfallen, sofern es sich nicht um eine geschützte Rattenart handelt. Diese helfen aber nur gegen kleinere Rattenfamilien oder Einzeltiere. Die Falle verfügt über einen spannbaren Metallbügel, der bei Kontakt zuschnappt. Der Bügel bricht dem Tier schnell und schmerzlos das Genick. Allerdings gewöhnen sich Artgenossen unter Umständen auch diese Fallenart und meiden sie anschließend.

Gegen einzelne Tiere hilft zum Beispiel auch Rattengift. Dieses darfst du jedoch keinesfalls gegen eine der bedrohten Rattenarten anwenden. In Gruppen lernen Ratten schnell, was für sie ungesund ist. Lege vergiftete Köder deshalb immer an neuen Orten aus. Es ist außerdem sinnvoll, die Art des Giftes von Zeit zu Zeit zu wechseln. Als Privatanwender darfst du Gifte mit den Wirkstoffen Chlorphacinon, Coumatetralyl und Warfarin beziehungsweise Natrium-Warfarin kaufen.

Hinweis: Fertige auf keinen Fall selbst Giftköder oder Wasserfallen an. Sie verstoßen gegen das Tierschutzgesetz, wodurch du dich strafbar machst.

Hol dir bei einem starken Rattenbefall stattdessen Rat bei einem Kammerjäger. Dieser kann dir passende Fallen und Gifte empfehlen. Achte aber darauf, dass der Experte tatsächlich unbedenkliche Mittel verwendet.

Ratte wird in einer Lebendfalle weggetragen.

Ratten in Lebendfallen zu fangen, ist zwar aufwendig, dafür jedoch die humanste Art, die Nager zu vertreiben.

So beugst du einem Rattenbefall vor

Damit du Ratten erst gar nicht bekämpfen musst, ist die richtige Vorbeugung wichtig. Entsorge Essensreste ausschließlich im Abfall und niemals im Ausguss oder der Toilette. Denn in der Kanalisation dienen die Reste als gute Nahrungsquelle für Ratten. Das gilt vor allem für Erdgeschosswohnungen: Dort sind Toiletten über das Abwasserrohr gut für die Schädlinge zugänglich.

Rückstauklappen verhindern, dass Ratten durch die Toilette ins Haus gelangen. In Neubauten sind sie in der Regel standardmäßig installiert. In alten Gebäuden musst du sie eventuell nachrüsten.

Die meisten Essensreste entsorgst du am besten in der Biotonne, Gartenabfälle landen direkt auf einem gut durchmischten Kompost. Fleischreste kommen hingegen unbedingt in den Restmüll. Räume zudem regelmäßig Schuppen und Keller auf – so entdeckst du mögliche Rattennester sofort.

Deinen Keller lüftest du am besten kurz, aber gründlich. So haben Ratten weniger Zeit, um ins Haus zu gelangen. Alternativ bringst du Gitter an der Außenseite von Kellerfenstern an, um die Nager draußen zu halten. Die Lichtschächte sollten ein Abdeckrost mit engen Maschen haben.

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