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8 Tipps für dein perfektes Nähzimmer

Zuletzt aktualisiert: 06.12.20218 MinutenVon: OBI Redaktion
Fertig eingerichtetes Nähzimmer mit Tisch, Regalen und Pegboard.

Dein Raum wird wahr: Du richtest dir dein eigenes Nähzimmer ein. Oder hast du schon einen Raum, eine Wand oder eine Ecke, wo du Zeit mit deinem Hobby verbringst und es dir dort ein wenig schöner, gemütlicher oder schlicht praktischer gestalten möchtest? Ganz gleich, wie dein Status ist: Wir verraten dir acht Punkte, die du bei der Einrichtung deines Nähzimmers beachten solltest und geben dir Tipps, die natürlich auch für andere kreative Hobbys funktionieren.

Sorge für eine stabile Basis

Unabhängig von deinem Platzangebot gibt es Ausrüstung, die nie fehlen sollte. Ein Tisch, auf dem deine Nähmaschine steht, zum Beispiel. Neben einem klassischen Schreibtisch eignet sich auch ein Küchentisch: sie sind meist massiver, übertragen weniger Vibrationen des Gerätes und sind dem höheren Gewicht deiner Ausstattung eher gewachsen. Sehr praktisch ist dazu eine weitere Arbeitsfläche, auf der du deine Stoffe zuschneiden und eventuell auch bügeln kannst.

Falls du gerne im Stehen arbeitest, bietet sich eine Arbeitsplatte an, die du auf Unterschränken oder mit flexibel verstellbaren Tischbeinen im Raum platzierst. Sie ist höher und lässt dich dadurch ohne krummen Rücken schneidern. Welche Höhe dabei für dich ideal ist, hängt vor allem auch mit deiner Körpergröße zusammen.

Als grobe Regel gilt: Zwischen dem Ellbogen und der Arbeitsfläche sollten etwa 15 Zentimeter liegen, damit du entspannt stehst und Fehlhaltungen vermeidest. Du hast eine Kommode, die du gerne als Stehplatz nutzen möchtest, die aber zu niedrig ist? Vielleicht lassen sich neue Füße anbringen, mit denen du die Höhe deiner Arbeitsfläche individuell anpasst. Auch Rollen sind eine Idee: Damit wächst dein Arbeitsbereich einige Zentimeter an dich heran und wird gleichzeitig sogar flexibel verschiebbar. So kannst du deinen Zuschneidetisch je nach Bedarf im Raum bewegen.

Noch individueller wird dein Arbeitsplatz mit einer ausgedienten Zimmertür:  Abgeschliffen, eventuell mit einer Glasplatte und Tischbeinen versehen, deren Höhe du individuell bestimmen kannst, wird er so schon selbst zum kreativen Blickfang.  

Schreibtisch mit Pegboard und Wollknäueln

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Achte auf Details deines Nähzimmers

Stabile Möbel bieten sich auch für deine restliche Grundausstattung an. Robuste Regalbretter halten auch größeren Stoffmengen und anderem Equipment anstandslos Stand, so dass deine Ausrüstung problemlos weiter wachsen kann, ohne dass sich die Böden biegen. Denke bei den Maßen eventueller Fächer und Schubladen direkt mit daran, was du darin verstauen möchtest, und miss zur Sicherheit am besten nochmal nach, damit alles nach dem Einrichten perfekt passt und du nicht einzelne Stoffballen oder größere Geräte wider Erwarten doch separat lagern musst.

Mindestens genauso wichtig wie die Möbel ist eine durchdachte Beleuchtung. Denke neben einer Deckenlampe bei der Planung auch an einzelne Spots, damit du an jedem Arbeitsplatz in deinem Nähzimmer genug Licht hast, ohne dir selbst einen Schatten zu werfen. Ebenfalls von Anfang an im Kopf haben solltest du ein sicheres Verstauen der Kabel, die von der Nähmaschine bis zum Bügeleisen gefährliche Stolperfallen werden können. Binde sie mit Kabelbindern zu Bündeln zusammen: die gibt es inzwischen auch mit Klettverschluss, so dass du immer nachordnen kannst. Verstecke sie alternativ wo möglich an der Wand oder unter dem Tisch in Kabelkanälen. Das ist nicht nur sicherer, sondern lässt deinen Raum direkt geordneter erscheinen.   

Regale und Utensilien im Nähzimmer

Lass Ordnung leicht werden

Die Grundstruktur deines Nähzimmers ist geschaffen. Zeit, sie mit Inhalt zu füllen! Na klar, am liebsten möchtest du direkt mit deinem ersten Projekt loslegen, und beim Schneidern werden Stoffe und Nähwerkzeuge vermutlich bunt gemischt durcheinanderfliegen, aber: Davor und danach ist es schön, wenn alles an seinem Platz ist und du nicht lange überlegen musst, was wo ist oder wohin gehört. Daher ist es absolut sinnvoll, von Anfang an ein Ordnungssystem zu schaffen, das mit dir und deinen Projekten mitwächst und Struktur ins kreative Chaos bringt. Ein aufgeräumtes Zimmer schafft nicht nur Ruhe für die Augen, sondern auch für den Geist. Damit du dich auf die wichtigen Dinge konzentrieren kannst: das Entwerfen und Fertigstellen vieler neuer Lieblingsstücke. 

Frau steckt ein Wollknäuel auf ihr Pegboard.

Verstaue dein Werkzeug naheliegend

Manche speziell für feine Stoffe, andere für schwere, dann vielleicht noch eine kleinere für Nähgarn und das eine oder andere Liebhaberstück, das dir vielleicht schon seit der Schule gute Dienste leistet oder einen anderen emotionalen Wert für dich hat: Scheren sind im Nähzimmer das, was Messer in der Küche sind. Dazu kommen noch viele weitere Helfer, die du immer wieder für deine kreative Arbeit mit Stoff und Garn benötigst. Da du deine Tische jedoch möglichst aufgeräumt brauchst, damit du beim Zuschneiden und Nähen freie Bahn hast, bietet sich eine Sortierung an, die in Reichweite ist, ohne dich bei der Arbeit zu stören. Eine Lösung ist natürlich, alle größeren Teile in Schubladen zu verstecken: mit einem Besteckeinsatz bekommst du auf diese Art eine gute Grundordnung über dein Equipment. Falls du dein Werkzeug lieber wie in einer Werkstatt allzeit im Blick haben möchtest, ist ein angesagtes Pegboard eine gute Idee. Diese Loch- oder Steckwand ist ein Brett aus Holz oder Metall, das mit vielen Löchern versehen ist. In diese Löcher lassen sich Haken oder Stäbe stecken, an denen du dann dein Material aufhängen oder Regalbretter darauflegen kannst. So hat von der Schere bis zum Rollschneider jedes Stück seinen eigenen Platz. Und je nachdem, aus welchem Material dein Board ist, bekommt es vielleicht noch einen ganz persönlichen Anstrich. Nicht nur für dein Nähzimmer, sondern auch für viele andere Räume eine kreative Lösung, um Ordnung zu schaffen und zu halten.

Pegboard mit Nähutensilien wie Scheren und Wolle
Pegboard in blau mit Nähutensilien daran

Denk auch an die kleinsten Teile

Neben Scheren und anderem größeren Equipment gehören zum Nähen natürlich viele, viele Kleinteile. Wie du diese am besten aufbewahrst, hängt von deiner Arbeitsweise hab. Lieber nach Form, nach Farbe oder doch nach Funktion? Genau wie bei den Möbeln gibt es auch hier nicht nur eine Lösung, die für alle gültig ist. Beobachte, welche Arbeitsschritte für dich zusammengehören und plane deinen Raum anhand dieser Stationen. Kleinteiliges Material wie Knöpfe, Kreiden oder Klammern, das du bei diesen Schritten häufig benötigst, verstaust du am besten in – idealerweise transparenten – Boxen und Schubladen in greifbarer Nähe: So hast du alles zur Hand, und nach dem Einsatz verschwindet es direkt wieder bis zur nächsten Näh-Session. Denke beim ersten Sortieren auch gleich ans Beschriften, damit du auf der Suche nach einem besonderen Stück nicht lange suchen musst. Gut eignen sich dafür zum Beispiel Klebeetiketten, die du bedrucken, prägen oder je nach Material auch mit Kreide immer wieder neu beschriften kannst. Wenn du keine Etiketten zur Hand hast oder sie auf der jeweiligen Oberfläche nicht haften, ist natürlich auch ein Permanentmarker eine (dann eben dauerhafte) Option für dein Ordnungssystem. Gerade für metallische Helfer bieten sich magnetische Aufbewahrungen an. Das können Dosen mit einem magnetischen Deckel sein, aber auch ein magnetisches Klebeband, das du um deinen Nähtisch oder am Rand deiner Nähmaschine aufbringst, kann bei der (spontanen) Aufbewahrung von Nadeln sehr gute Dienste leisten. 

Transparente Boxen im Nähzimmer mit Beschriftung und Klebeetiketten.
Magnetleise am Hobbywagen hält Schere und Nadeln

Gib deinem Garn eine Sonderrolle

Ein buntes Regenbogensortiment oder doch eher notwendige Standardfarben und Ergänzung bei Bedarf: Die Anzahl der Garnrollen ist vermutlich genauso variabel wie die der Stoffe in deinem Besitz. Fest steht: Schön ist, wenn dein Sortiment fest steht und nicht in Kisten oder Schubladen kreuz und quer durcheinanderfliegt. Wenn du an deinem Pegboard noch Platz hast, lassen sich die einzelnen Rollen je nach Durchmesser prima dort anstecken und bleiben so immer im Blick. Für eine größere Anzahl an Farben ist es praktisch, eine Kiste oder Schublade am Boden mit ähnlichen Holzpins oder Nägeln auszustatten, auf die du das Garn bis zum nächsten Einsatz aufsteckst. Für dekorative Bänder ist eine ausrangierte Kiste als Spender praktisch: Die einzelnen Rollen werden auf einen Holzstab aufgefädelt, den du mit Löchern in den kurzen Seitenwänden befestigst. In die lange Seitenwand kommen ebenfalls Löcher: Dort ziehst du die Bänder jeweils durch. Fertig ist dein praktischer Band-Spender, bei dem bunte Deko ohne lästige Knoten jederzeit verfügbar ist. 

Frau baut und gefüllt eine Band-Spender-Box für ihr Nähzimmer.

Sortiere Schnitte und Stoffe mustergültig

Die Hose wolltest du schon immer nähen, das Shirt steht auch schon ewig auf deiner Liste – und diese Tasche willst du unbedingt nochmal für dein Patenkind nachschneidern? 

Bei all den Plänen wird es irgendwann schwer, den Überblick zu behalten. Gut, wenn du ein Ordnungssystem für all deine aktuellen und zukünftigen Schnittmuster entwickelst, mit dem du auch nach dem hundertsten Projekt noch weißt, wo du den Lieblingspullover wiederfindest. Sinnvoll ist es, die Schnittmuster in einzelne Hängeregister abzulegen, die du wiederum in eine Box hängst. Das ist unkomplizierter, als sie einzeln abzuheften oder sie mühsam zu falten und in eine Klarsichtfolie zu pfriemeln. Dank der Beschriftung findest du so mühelos alles wieder und kannst deine Energie statt ins Suchen ins Nähen stecken. Boxen passen nicht in deine Raumgestaltung? Auch eine Garderobe ist eine Idee: Hänge deine Schnittmuster mit Klammern an Kleiderbügel. An diese passen auch gleich fertige Stücke – und vielleicht UFOs! Denn klar ist: sobald deine UFOs, die UnFertigen Objekte, in einer Kiste oder Schublade landen, sind sie meist auch aus dem Sinn. Wenn du sie nicht im Raum präsentieren möchtest, hilft es zumindest, sie regelmäßig zu sichten: Vielleicht packt dich die Inspiration, wenn du am wenigsten damit rechnest! Und wenn nicht, ist es auch vollkommen okay, das Projekt zu beenden, so dass du den Platz und den Stoff für eine neue Idee nutzen kannst. Welches System du dabei für dich entdeckst, ob du wöchentlich, monatlich oder jede Saison einmal durch alle unbeendeten Nähprojekte gehst, bleibt dabei natürlich dir überlassen. Genauso, wie die Aufbewahrung alter und neuer Stoffe. Dass es sinnvoll ist, bei der Planung von Schubladen direkt größere Teile wie Stoffballen einzurechnen, haben wir ja bereits angesprochen. Ob du lose Stoffe dann faltest und in einem offenen Regal stapelst oder lieber rollst und senkrecht in eine Kiste oder Schublade oder eben in die Ecke stellst, ist letztendlich Geschmacksache. Genau wie all die schönen neuen Lieblingsteile, die du in deinem neuen Nähzimmer entwerfen und schneidern wirst. 

Schnittmuster im Nähzimmer werden in Hängeregister in einer Box einsortiert
Aufgerollte Stoffe stehen im Nähzimmer neben einer Schneiderpuppe

Mach das Beste aus wenig Platz

Ein eigener Hobbyraum wäre großartig, aber aktuell verlangt dein Platzangebot eher nach einer minimalistischen Lösung? Ein Servierwagen als „Hobbyraum to go“ könnte dann eine gute Idee für dich sein. Individualisiere ihn so, wie er für dich und dein kreatives Hobby am besten geeignet ist. Integriere Haken an der Seite, eine Mehrfachsteckdose oder bringe ein praktisches Lochboard an, wo zusätzliche Ausrüstung Platz findet. So lässt sich auch im kleinsten Zuhause noch ein Eckchen finden, an dem dein Hobby den Raum bekommt, den es verdient.

Hobbywagen als Hobbyraum to go mit Pegboard, Haken und Steckdose

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