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In 8 Schritten zum perfekten Musikzimmer

Zuletzt aktualisiert: 22.10.20216 MinutenVon: OBI Redaktion
Ein fertig eingerichtetes Musikzimmer mit Instrumenten an den Wänden

Mach deinen Hobbyraum zum Konzertsaal. Ob großes Wohnzimmer oder kleiner Kellerraum - wir zeigen dir in 8 Schritten mit welchen Tricks du den Klang deines Musikzimmers verbesserst, erklären grundsätzliche Begriffe der Raumakustik und geben stilvolle Tipps zur Einrichtung.

Guter Sound ohne die Nachbarn zu stören?

Wenn du dich für ein Musikzimmer in deinem Zuhause entschieden hast, ist es sinnvoll, sich mit den Basics der Raumakustik zu beschäftigen. Wichtig ist es, zuerst den grundsätzlichen Unterschied zwischen Schalldämmung und Schalldämpfung zu kennen. Denn obwohl sie sehr ähnlich klingen, stellen beide Felder dich beim Ausbau deines Musikzimmers vor unterschiedliche Herausforderungen.

Schalldämmung: Auf gute Nachbarschaft

Schalldämmung verhindert, dass Schall, aus deinem Hobbyraum nach außen dringt. Denn wenn du deine Musik laut aufdrehst, übertragen Wände, Boden, Decke, Türen und Fenster den Schall nach außen. Ein Irrglaube ist, dass Schaumstoffe oder gar Eierkartons einen Raum schallisolieren können. Sie kommen nur bei der Schalldämpfung oder auch Raumakustik zum Einsatz.

Um einen Raum schalldicht zu machen, braucht es hingegen Masse: Je schwerer ein Gegenstand ist, desto schwieriger ist er durch Schallwellen in Schwingung zu bringen. Einen Raum vollständig zu isolieren kann mitunter sehr aufwendig sein. Diese Tipps können jedoch zur Optimierung beitragen:

  • Fenster und Türen gut abdichten z. B. mit Gummidichtungen oder Zugluftstoppern
  • Tür mit schweren und dichten Dämmmatten verstärken
  • Fenster mit dicken Dämmmatten verdecken
  • Bücherregale oder Kleiderschränke aufstellen – je voller, desto besser
  • Eine zweite Verschalung des Raumes bauen z. B. aus Trockenbauplatten

All das dient dem Prinzip der Entkopplung, die Schallwellen also abzufangen, bevor sie auf Fenster oder Wände treffen. Für das absolut schalldichte Zimmer sorgt jedoch nur der „Raum im Raum“ – eine Kabine aus Trockenbau- oder Holzwänden, die den Schall dadurch von deinem eigentlichen Musikzimmer isoliert.

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Schalldämpfung: Alles für den perfekten Sound

Eine Ecke des Musikzimmers mit Schallabsorbern, einem Diffusor und einer Bassfalle

Von Schalldämpfung hingegen spricht man, wenn es um die Brechung der Schallwellen innerhalb eines Raumes geht. Dieses Feld wird auch Raumakustik genannt. Ein gutes Beispiel hierfür ist, wie unterschiedlich du deine eigene Stimme in einem möblierten Raum im Gegensatz zu einem komplett leeren Raum wahrnimmst.

Je leerer ein Zimmer ist, desto direkter werden die Schallwellen von den Wänden reflektiert und es entsteht ein sogenannter Nachhall, der vor allem für Aufnahmezwecke störend ist. Um die Akustik in deinem Musikzimmer zu verbessern, gibt es viele Möglichkeiten. Wir erläutern dir hier die gängigsten:

Der Diffusor dämpft den Schall nicht, sondern verteilt ihn lediglich. Er besteht aus schallharten Materialien wie etwa Holz, Beton, Gipskarton, Glas oder Metall. Durch seine unregelmäßige Oberfläche hilft er, den Schall in alle Richtungen des Raumes zu streuen und so ein gleichmäßigeres Klangbild zu erzeugen.

Der Schallabsorber ist eine Art „Schallschlucker“, der verhindern soll, dass Schall von der Wand zurückgeworfen wird. Er besteht aus einem Holzrahmen, der mit Dämmwolle gefüllt und mit speziellem Textil überzogen ist. Der gleichen Funktion dienen auch Matten aus Pyramiden- oder Noppenschaumstoff.

Zwei Frauen hängen einen Schallabsorber im Musikzimmer auf

Die Bassfalle in den Ecken deines Musikzimmers kann genauso essenziell für die Raumakustik wie der Diffusor oder der Absorber sein. Sie ist nach demselben Prinzip konstruiert, also der Füllung eines Körpers mit einem Dämmmaterial der richtigen Dichte. Jedoch variiert ihre Form zwischen einem Zylinder, einem Rechteck oder auch einem Dreieck. Warum diese Formen? Die Schallreflexion der tiefen Frequenzen verstärkt sich in einer Raumecke, da hier zwei schallharte Wände aufeinandertreffen. Platziere also dein Modul im 45° Winkel über die Ecke, um die größtmögliche Dämpfung zu erlangen.

Auch die Decke deines Musikzimmers solltest du nicht außer Acht lassen, ist sie doch häufig die größte ungenutzte Fläche eines Raumes. Hier hilft dir ein Akustiksegel, den Hall zu reduzieren. Diese Paneele sind in der Regel mit Akustikschaum oder Dämmwolle gefüllt und ähneln somit auch in ihrer Funktion den Absorbern.

Was benötige ich also für mein Musikzimmer?

Um den Raumklang wirklich zu verbessern, funktionieren diese Elemente am besten in Kombination. Jedoch gibt es keine Universallösung, was Größe und Positionierung angeht. Jede Raumgröße stellt andere Anforderungen und das Einsprechen eines Podcasts setzt eine andere Schalldämmung voraus als das Proben einer Rock-Band. Planst du eine professionelle Nutzung, solltest du für ein perfektes Ergebnis idealerweise mit Experten für Raumakustik über dein Vorhaben sprechen.

Teppich, Holz oder Vinyl?

Frau spielt Schlagzeug

Die Wahl des richtigen Bodens ist essenziell für die Raumakustik. Im Grunde ist gilt auch hier das Prinzip der reflektierenden Schallwellen. Wer harte Böden wie Laminat oder Parkett oder auch Kork oder Vinyl bevorzugt, sollte unbedingt mit einer ausreichenden Trittschalldämmung arbeiten. Hinzu kommt, dass alle glatten Oberflächen einen Nachhall verursachen können. Denke also über Teppiche nach, welche die hohen und mittleren Frequenzen abfangen können, oder beschäftige dich mit der Schalldämmung der Decke durch Akustiksegel oder Absorber.

Wichtig ist gerade bei harten Böden auf die Entkopplung der Boxen oder Verstärker zu achten. Stelle sicher, dass du zwischen ihnen und dem blanken Boden einen Teppich oder idealerweise eine Schallschutzmatte platzierst. Wenn du weniger Aufwand möchtest, verlege von Anfang an Teppichboden (je hochfloriger, desto weniger Reflexion), um den Nachhall deiner Instrumente zu verringern.

Entspanntes Ambiente

Neben allen Bedenken zur Schalldämpfung ist es auch wichtig, dem Raum wohnlichen Charakter zu verleihen. Schließlich ist es ein Hobbyraum, indem du dich gerne aufhalten möchtest. Eine bequeme Couch, ein schweres Bücherregal vor der Wand oder eine Sitzecke mit Sesseln und einem passenden Tisch - alle Möbel tragen neben ihrer eigentlichen Funktion auch gleichzeitig dazu bei, die Schallwellen zu streuen und die Akustik zu verändern. Wenn du allerdings Ansprüche hegst, deinen Hobbyraum in einen Aufnahmeraum bzw. ein Studio zu verwandeln, spreche mit Experten für Raumakustik über die optimale Positionierung deiner Möbel.

Umgeben von Musik

Frage dich außerdem: Wie möchtest du deine Instrumente in Szene setzen? Neben üblichen Ständern für Saiten- oder Blasinstrumente kannst du sie auch mit speziellen Halterungen an der Wand befestigen. Oder wie wäre es mit einem Instrumentenschrank mit integrierter Beleuchtung? Wer Musik lieber hören als spielen möchte, kann sich über einen Plattenschrank, ein großes Regal für seine Vinyls und CDs oder Wandleisten für seine Lieblingstonträger Gedanken machen. Richte dein Musikzimmer so ein, dass es für dich den maximalen Wohlfühlcharakter hat. Auch die Beleuchtung sollte dem Zweck dienen: Während indirekte gedimmte Beleuchtung während des Musikhörens zur Entspannung beiträgt, kann es sein, dass sie zum Lesen von Noten zu dunkel ist.

Wo platziere ich meine Lautsprecher am besten?

Eine Skizze in der man sieht wie Lautpsrecher im gleichseitigen Dreieck im 60 Grad Winkel auf den Hörer gerichtet sind

Um die ideale Position für deine Lautsprecher zu finden, gibt es verschiedene Modelle. Wir stellen dir das beliebteste und zugleich einfachste vor. Zuerst ist es wichtig zu beachten, dass du deine Lautsprecher weder direkt vor einer Wand noch in einer Ecke aufstellst. Um den sogenannten „Sweet Spot“ zu finden, also genau da, wo die Schallwellen der Boxen sich überschneiden, bildet deine Sitzposition mit deinen beiden Lautsprecher ein gleichseitiges Dreieck. Der Abstand zwischen den Boxen sollte also eben so groß sein wie der Abstand zu deinem Sessel oder deiner Couch. Wenn du diesen Punkt gefunden hast, neige deine Lautsprecher um etwa 60° nach innen. 

Immer griffbereit

Eine Steckwand an der eine Gitarre hängt in einem Musikzimmer

Die Instrumente in Koffern oder Taschen zu schützen ist gerade auf Reisen unabdinglich. Um sie aber auch im Alltag schnell in der Hand zu haben, empfiehlt es sich, die Instrumente zu Hause aufzustellen oder aufzuhängen, da es nachweislich das „Üben zwischendurch“ begünstigt.

Gut organisiert

Egal ob du in deinem Musikzimmer nun Musik hören oder aber selber spielen möchtest: Ohne Stromversorgung, einen Laptop und die dazugehörigen Kabel geht heutzutage wenig. Verstaue deine Elektronik einfach in einer praktischen Lochwand und konstruiere dir den perfekten Ablageort für alles, was in deinem Musikzimmer griffbereit sein soll. Wie du eine Lochwand für Accessoires wie Kopfhörer, Anschlusskabel oder sogar für deine Instrumente baust, zeigen wir dir in der Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wenn du auf einem Schreibtisch oder Sideboard einen fest installierten Platz für deinen Laptop hast, nutze Kabelkanäle, um die Kabel zu verdecken und sorge so für ein aufgeräumtes Gesamtbild.

Die OBI Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (ÖVE/ÖNORM EN 50110-1) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach AUVA durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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