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Ein fertig eingerichtetes Musikzimmer mit Instrumenten an den Wänden

Möchtest du deinen Hobbyraum als Musikzimmer nutzen, kannst du mit einfachen Tipps für eine bessere Raumakustik sorgen. Wir zeigen dir, was du bei der Schalldämpfung und der Einrichtung deines Musikraums beachten solltest.

Schalldämmung oder Schalldämpfung?

Wenn du dich für ein Musikzimmer in deinem Zuhause entschieden hast, ist es sinnvoll, sich mit den Basics der Raumakustik zu beschäftigen. Wichtig ist es, zuerst den grundsätzlichen Unterschied zwischen Schalldämmung und Schalldämpfung zu kennen. Denn obwohl sie sehr ähnlich klingen, stellen beide Felder dich beim Ausbau deines Musikzimmers vor unterschiedliche Herausforderungen.

Schalldämmung für Entkopplung

Schalldämmung verhindert, dass Schall, aus deinem Hobbyraum nach außen dringt. Denn wenn du laut Musik hörst oder Instrumente wie zum Beispiel das Schlagzeug spielst, übertragen Wände, Boden, Decke, Türen und Fenster den Schall nach außen an andere Räume oder deine Nachbarn. Was dagegen hilft, ist das Prinzip der Entkopplung; also die Schallwellen abzufangen, bevor sie auf Fenster oder Wände treffen. Für das absolut schalldichte Zimmer sorgt nur der „Raum im Raum“ – eine Kabine aus Trockenbau- oder Holzwänden, die den Schall dadurch von deinem eigentlichen Musikzimmer isoliert. Diese Tipps können jedoch zur Optimierung der Dämmung beitragen:

  • Fenster und Türen gut abdichten mit Gummidichtungen oder Zugluftstoppern

  • Tür mit schweren und dichten Dämmmatten verstärken

  • Fenster mit dicken Dämmmatten verdecken

  • Bücherregale oder Kleiderschränke aufstellen

  • Eine zweite Verschalung des Raumes bauen aus Trockenbauplatten

Hobbyraum als Musikraum nutzen – Video

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Schalldämpfung für Raumakustik

Eine Ecke des Musikzimmers mit Schallabsorbern, einem Diffusor und einer Bassfalle

Von Schalldämpfung hingegen spricht man, wenn die Raumakustik beeinflusst wird. Je leerer ein Zimmer ist, desto direkter werden die Schallwellen von den Wänden reflektiert und es entsteht ein sogenannter Nachhall, der vor allem für Aufnahmezwecke störend ist oder wenn du dir dein eigenes Heimkino bauen möchtest. Um die Akustik in deinem Musikzimmer zu verbessern, gibt es viele Möglichkeiten:

Ein Diffusor dämpft den Schall nicht, sondern verteilt ihn lediglich. Er besteht aus schallharten Materialien wie etwa Holz, Beton, Gipskarton, Glas oder Metall. Durch seine unregelmäßige Oberfläche hilft er, den Schall in alle Richtungen des Raumes zu streuen und so ein gleichmäßigeres Klangbild zu erzeugen.

Der Schallabsorber ist eine Art „Schallschlucker“, der verhindern soll, dass Schall von der Wand zurückgeworfen wird. Er besteht aus einem Holzrahmen, der mit Dämmwolle gefüllt und mit speziellem Textil überzogen ist. Der gleichen Funktion dienen auch Matten aus Pyramiden- oder Noppenschaumstoff.

Zwei Frauen hängen einen Schallabsorber im Musikzimmer auf

Eine Bassfalle in den Ecken eines Musikzimmers kann genauso essenziell für die Raumakustik wie der Diffusor oder der Absorber sein. Auch die Bassfalle ist mit einem Dämmmaterial der richtigen Dichte gefüllt. Jedoch variiert ihre Form zwischen einem Zylinder, einem Rechteck oder auch einem Dreieck. Die Schallreflexion der tiefen Frequenzen verstärkt sich in einer Raumecke, da hier zwei schallharte Wände aufeinandertreffen. Platziere also dein Modul im 45° Winkel über die Ecke, um die größtmögliche Dämpfung zu erlangen.

Auch die Decke deines Musikzimmers solltest du nicht außer Acht lassen. Hier hilft dir ein Akustiksegel, den Hall zu reduzieren. Diese Paneele sind in der Regel mit Akustikschaum oder Dämmwolle gefüllt und ähneln somit auch in ihrer Funktion den Absorbern.

Um den Raumklang wirklich zu verbessern, funktionieren diese Elemente am besten in Kombination. Jedoch gibt es keine Universallösung, was Größe und Positionierung angeht. Jede Raumgröße stellt andere Anforderungen und das Einsprechen eines Podcasts setzt eine andere Schalldämmung voraus als die Proben einer Rock-Band.

Teppich-, Holz- oder Vinylboden?

Frau spielt Schlagzeug

Die Wahl des richtigen Bodens ist essenziell für die Raumakustik und gleichzeitig die Dämmung. Im Grunde gilt auch hier das Prinzip der reflektierenden Schallwellen. Wer harte Böden wie Laminat, Parkett, Kork oder Vinyl bevorzugt, sollte unbedingt mit einer fachgerechten Trittschalldämmung arbeiten. Hinzu kommt, dass alle glatten Oberflächen einen Nachhall verursachen können. Denke also über Teppiche nach, welche die hohen und mittleren Frequenzen abfangen können und befasse dich mit der Dämmung der Decke durch Akustiksegel oder Absorber, damit deine Nachbarn geschützt die Musik nicht hören.

Achte gerade bei harten Böden auf die Entkopplung der Boxen oder Verstärker. Stelle sicher, dass du zwischen ihnen und dem blanken Boden einen Teppich oder idealerweise eine Schallschutzmatte platzierst. Du kannst auch von Anfang an Teppichboden verlegen, um den Nachhall deiner Instrumente zu verringern. Teppichboden sorgt darüber hinaus für eine gemütliche Atmosphäre.

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Weiteres Mobiliar für Musikzimmer

Neben der Schalldämpfung ist es auch wichtig, dem Raum wohnlichen und gemütlichen Charakter durch diverse Einrichtungsgegenstände zu verleihen. Schließlich ist es ein Hobbyraum, indem du dich gerne aufhalten möchtest. Eine bequeme Couch, ein schweres Bücherregal vor der Wand oder eine Sitzecke mit Sesseln und einem passenden Tisch – alle Möbel tragen neben ihrer eigentlichen Funktion auch dazu bei, die Schallwellen zu streuen und die Akustik zu verändern. Auch Vorhänge können zu einer besseren Raumakustik beitragen. Mit der passenden Wandfarbe kannst du den Stil deines Musikzimmers oder Proberaums unterstreichen.

Wenn du deine Instrumente gerade nicht benutzt, kannst du sie mit speziellen Halterungen an der Wand befestigen oder sie aufzustellen. So hast du sie immer schnell zur Hand und kannst mit ihnen üben. Mit einem Instrumentenschrank mit integrierter Beleuchtung kannst du sie zusätzlich in Szene setzen. Auch ein Plattenschrank, ein großes Regal für Vinyls und CDs finden in Musikräumen ihren Platz. Klappbare Notenständer kannst du schnell verstauen, wenn du sie nicht benötigst. Während indirekte gedimmte Beleuchtung während des Musikhörens zur Entspannung beiträgt, kann es sein, dass sie zum Lesen von Noten zu dunkel ist.

Wo platziere ich die Lautsprecher?

Eine Skizze in der man sieht wie Lautpsrecher im gleichseitigen Dreieck im 60 Grad Winkel auf den Hörer gerichtet sind

Um die ideale Position für deine Lautsprecher zu finden, gibt es verschiedene Modelle. Wir stellen dir das einfachste vor. Zuerst ist es wichtig zu beachten, dass du deine Lautsprecher nicht direkt vor einer Wand oder in einer Ecke aufstellst. Um den Punkt zu finden, wo die Schallwellen der Boxen sich überschneiden, bildet deine Sitzposition mit deinen beiden Lautsprechern ein gleichseitiges Dreieck. Der Abstand zwischen den Boxen sollte genauso groß sein wie der Abstand zu deinem Sessel oder deiner Couch. Wenn du diesen Punkt gefunden hast, neige deine Lautsprecher um etwa 60° nach innen.

Eine Steckwand an der eine Gitarre hängt in einem Musikzimmer

Kabel und Stromversorgung

Egal ob du in deinem Musikzimmer nun gemütlich Musik hören oder selber Instrumente spielen möchtest: Eine gute Stromversorgung, eventuell auch für einen Laptop, sowie entsprechende Kabel sind auch hier sinnvoll. Verstaue deine Elektronik einfach in einer praktischen Lochwand und konstruiere dir den perfekten Ablageort für alles, was in deinem Musikzimmer griffbereit sein soll. Wenn du auf einem Schreibtisch oder Sideboard einen fest installierten Platz für deinen Laptop hast, nutze Kabelkanäle, um die Kabel zu verdecken und sorge so für ein aufgeräumtes Gesamtbild. Mithilfe von Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabeln kannst du auch Geräte an den Strom anschließen, wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

FAQ: Musikzimmer einrichten

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