
Hamsterspielzeug selber machen
Ein Hamster braucht für eine artgerechte Haltung viel Auslauf und Beschäftigung. Dafür eignen sich verschiedene Hamsterspielzeuge, die du sogar selber machen kannst. In diesem Ratgeber geben wir dir Tipps und Ideen für Hamsterzubehör sowie Spielzeug aus Holz und Pappe. In unserer DIY-Anleitung zeigen wir dir außerdem, wie du einen Hamsterbus aus Holz als neues Nagerspielzeug selber bauen kannst.
Was ist ein Hamsterspielzeug?
Hamster gehören zu den Tieren, die sich von Natur aus gerne und viel bewegen. Die kleinen Nager klettern und buddeln gerne, sie brauchen außerdem viel Auslauf. Wenn du also zu Hause einen Hamster hast, achte darauf, dein Haustier öfters aus dem Käfig zu holen und ihm genügend Freilauf zu geben.
Biete ihm auch verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten an. Eine regelmäßige Beschäftigung mit verschiedenen Spielzeugen fördert die Intelligenz deines Hamsters und hält ihn körperlich fit.
Es gibt viele Möglichkeiten, wie du Hamsterspielzeug selber bauen kannst. Von einer Wippe oder Tunnel aus leeren Toilettenpapier-Rollen bis hin zu einem Hamsterbus aus Holz – im Folgenden zeigen wir, welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen.
Hamsterhäuschen selber bauen
Beachte für eine artgerechte Haltung, dass du für dein Hamsterzubehör möglichst naturnahe Materialien wie Holz wählst. Besonders wohl fühlt sich dein Hamster, wenn er verschiedene Häuschen zur Verfügung hat. Neben den üblichen Hamsterhäuschen kannst du dafür beispielsweise einen alten Schuhkarton als Höhle aufstellen. Bei einem größeren Versandkarton schneidest du die Pappe an den Seiten ab und baust damit ein Labyrinth für deinen kleinen Nager.
Hinweis: Hamster sind kurzsichtig und können Höhen nicht richtig abschätzen. Beachte daher bei deinen Hamsterspielzeugen, dass dein Nager nicht aus größerer Höhe herunterfallen und sich verletzen kann.
Auch wenn du vorhast, zusätzlich zum Käfig ein artgerechtes Gehege für deinen Hamster zu bauen, eignen sich Materialien aus Holz, wie beispielsweise Möbelplatten, am besten. Sie enthalten keine giftigen Schadstoffe und sind deshalb unbedenklich für dein Haustier.
Hamsterspielzeug aus Holz selber bauen
3 Schritte
1Holz zuschneiden

Auf einen Blick
Schablone ausdrucken
Umrisse aussägen
2Hamsterbus zusammenbauen




Auf einen Blick
Busteile zusammenkleben
Mit Klebeband fixieren
3Spielzeug verschönern




Auf einen Blick
Die letzten Teile ankleben
Hamsterbus trocknen lassen
Bus bemalen oder bekleben
Das benötigst du für dein Projekt
Sperrholzplatten
Klebeband
Holzleim
Schablone zum Ausdrucken
Stichsäge mit feinem Blatt
Schleifpapier K80
Bleistift
Zollstock
Das benötigte Material und Werkzeug im OBI Onlineshop
Welches Spielzeug kann ich für meinen Hamster basteln?

Der Klassiker unter den Hamsterspielzeugen ist das Hamsterrad. In einem solchen Laufrad kann sich dein Haustier durch das Rennen auf der Stelle austoben und Stress abbauen. Ein artgerechtes Hamsterrad darf nicht zu klein sein, da der Hamster sich sonst den Rücken verbiegen könnte. Das wiederum kann zu Schäden an der Wirbelsäule und Schmerzen führen. Achte deshalb darauf, für einen Goldhamster ein Hamsterrad mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und bei einem Zwerghamster ein Laufrad mit mindestens 25 cm Durchmesser zu wählen.
Hinweis: Vermeide Hamsterspielzeug aus Plastik. Ein Hamster neigt dazu, an seinem Spielzeug zu nagen. Falls er das tut, gelangen Partikel vom Plastik in den Magen des Hamsters. Das kann gesundheitsgefährdend sein. Verwende stattdessen Holz oder Pappe als Ausgangsmaterialien.
Um ein Hamsterspielzeug zu basteln, nimm dir zum Beispiel leere Toiletten- oder Küchenpapierrollen. Klebe dann eine solche Rolle quer auf ein Stück Pappe. Drehst du das Ganze jetzt um, hast du eine Wippe, über die dein Hamster balancieren kann. Mit mehreren Rollen aus Pappe baust du ein Spielzeug, bei dem dein Hamster von einem Tunnel zum anderen laufen kann. Auch ein Labyrinth lässt sich aus den Rollen bauen.
Nutzt du solche Rollen als Tunnel für deinen Hamster, lege auch noch einen Ast in den Tunnel. Zur zusätzlichen Motivation beklebst du diesen mit Futter. Achte hierbei darauf, dass du nur ungiftigen Kleber verwendest. Mische dafür zum Beispiel herkömmliches Weizenmehl und Wasser zu einer klebrigen Masse zusammen. Dieser lebensmittelbasierte Kleber ist völlig unbedenklich, sodass der Hamster genüsslich an den Leckerlis am Ast knabbern kann.

Das passende Gehege für deinen Nager
Damit sich dein Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen rundum wohlfühlt, solltest du dich um ein artgerechtes Gehege bemühen. Welche Anforderungen deine Nager an ihr Heim stellen, hängt dabei von der konkreten Art ab.
Kaninchen haben etwa einen hohen Platzbedarf und sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Auf einer Grundfläche von 6 m² kannst du zwei Tiere halten, für jedes weitere Tier werden 20% zusätzlich benötigt.
Für Meerschweinchen, die ebenfalls Gruppentiere sind, kann die Grundfläche des Geheges etwas kleiner sein. Hier wird für zwei Tiere eine Fläche von 2 m² empfohlen.
Hamster oder Mäuse fühlen sich in mehrstöckigen Bauten wohl. Hier ist die Grundfläche kleiner, dafür gibt es zahlreiche Klettermöglichkeiten. Darüber hinaus kannst du ihnen mit Holzhäuschen und Weidenbrücken verschiedene Unterschlüpfe und interessante Versteckmöglichkeiten schaffen.
Das Heim Ihres Nagers kannst du mit zusätzlichen Elementen abwechslungsreich gestalten. Hierzu tragen Röhren und Wippen bei, die zum Spielen einladen. Klettermöglichkeiten fordern das Geschick des Tieres heraus. Eine Heuraufe verhindert, dass Heu auf dem Boden des Käfigs liegt und verschmutzt wird. Trinkgefäße und Trinkflaschen sorgen für die notwendige Flüssigkeitszufuhr und Futternäpfe halten die Nahrung sauber. Zusätzlich können Äste und Zweige zum Einsatz kommen, die deinen Haustieren helfen, die Nagezähne abzunutzen.








