
Küchenplanung – Tipps und Anregungen
Wie du mit einer persönlichen Küchenplanung deine Traumküche Wirklichkeit werden lässt und weitere wissenswerte Informationen, die du rund um die Küchenplanung vorab wissen solltest, stehen dir in diesem Artikel zur Verfügung.
Was sollte eine moderne Küche haben?
Eine moderne Küche zeichnet sich durch eine klare Linie mit geraden Flächen und Formen der Möbel aus. In modernen Küchen finden sich immer mehr Oberflächen mit Metalloptik. Auch Edelstahl und ungewöhnliche Farben stehen bei modernen Küchenstilen zur Verfügung, die vom traditionellen Landhausstil oder der typischen Holzoptik abweichen.
Anstelle von Fliesen beinhalten viele moderne Küchen Böden aus pflegeleichtem Laminat oder Vinylböden in Holz- oder Steinoptik. Auch neue Küchengeräte mit hohen Energieeffizienzklassen und indirekte Beleuchtung sorgen für ein modernes Aussehen der Traumküche.
Deine Traumküche planen mit dem OBI Küchenplaner
Mit dem OBI Küchenplaner erhältst du eine Maßanfertigung deiner Traumküche. Das bedeutet: Die gesamte Kücheneinrichtung inklusive aller Küchenmöbel, der Arbeitsplatte, der Spüle und der Elektrogeräte wird vor dem Küchenkauf passend für deinen Raum konzipiert.
Zur Verfügung stehen neben einfachen Küchenzeilen zum Beispiel auch Küchen in L-Form oder Küchen in U-Form, Küchen mit einer Kücheninsel innerhalb des Raumes als Arbeitsstelle oder zwei gegenüberliegende Küchenzeilen. Einbezogen werden in die Küchenplanung auch Details wie Arbeitshöhen oder die Beleuchtung.
Vereinbare deinen 2-stündigen Beratungstermin mit dem OBI Küchenplaner. Bring zum Termin gerne Bilder und Ideen mit. Inspiration für Materialien, Küchenform und Stil deiner Küche findest du in unseren Ratgebern sowie in unseren 120 OBI Küchenstudios deutschlandweit. Während des Termins besprechen unsere Experten mit dir:
Funktionalität und Ergonomie der Küche
Materialien für Fronten, Arbeitsplatten und Böden
Küchenform und -layout
Auswahl der Küchengeräte
Budget und auf Wunsch Finanzierungsoptionen
Expertentipp: Um das Beste aus deinem Beratungstermin herauszuholen, kannst du eine Grundriss-Skizze mitbringen. Wie du beim Aufmaß vorgehst, zeigen wir dir im nächsten Abschnitt in diesem Beitrag.
Nach dem Beratungsgespräch setzen wir deine Ideen in realistische 3D-Modelle um. So kannst du deine geplante Küche vorab betrachten und eventuell noch Anpassungen vornehmen. Wenn alle Details stimmen, folgt ein genaues Aufmaß durch unsere Experten. Anschließend kümmern wir uns um Lieferung und Montage mit unserem professionellen Aufbauservice.
Den Raum ideal nutzen
Bei der Planung von Einbauküchen wirst du sehr wahrscheinlich den Begriff "Küchenraster" hören. Einbauküchen werden meist aus standardisierten und fest angebrachten Möbeln zusammengesetzt – beim Küchenkauf wählst also Module, die je nach Raumgröße und Küchenform individuell nebeneinandergestellt und befestigt werden können. Diese Module bestehen aus Küchenschränken mit einer Breite von 40 cm, 60 cm oder 80 cm und können je nach Design und Zusammensetzung bei der Planung das Gesamtbild deiner Traumküche beeinflussen.
Voraussetzung für das Küchenraster sowie für jede andere Küchenplanung mit Küchenkonfigurator ist ein maßgetreuer Raumgrundriss deiner Küche. Dabei solltest du besonders auf Vorsprünge, Ecken oder Unebenheiten in Wänden und Boden achten, da diese bei deiner Planung ausgeglichen werden müssen.
Zum Ausmessen der Raumgröße müssen die Küchenmaße in Breite, Höhe und Tiefe vorliegen, woraus du mit allen Einzelheiten ein Aufmaß deiner Küche erstellen kannst. Breite und Tiefe sind für die Nutzbarkeit der Küchenmöbel relevant, denn diese Maße geben Auskunft darüber, ob genug Stauraum vorhanden ist und ob die Arbeitsfläche ausreicht.
Tipp: Markiere beim Erstellen des Aufmaßes alles, was in den Raum hineinragt (zum Beispiel Heizkörper, Belüftungsschächte, Rohre) und markiere die exakte Position von Abflüssen und Anschlüssen für Strom und Wasser.


Küchenformen


Quelle: Blanco
Nach dem Erstellen des Aufmaßes stellt sich die Frage der Küchenform. Hier lassen sich drei Küchenformen unterscheiden: die L-Form, die U-Form und die G-Form.
Die G-Küche bietet sich für große offene Räume und Wohnküchen an. Die G-Küche besitzt im Gegensatz zur U-Küche noch eine zusätzliche kurze Küchenzeile, die Halbinsel – ideal als Arbeitsplatte, Kochstelle oder Theke und kommunikatives Zentrum.
Die Küche in U-Form sollte mindestens 15 m² groß sein, um ausreichend Platz zu bieten. Dann kann sie besonders für Mehrpersonenhaushalte praktisch sein, denn sie ermöglicht viel Stauraum, Arbeitsfläche und kurze Wege dazwischen.
Die L-Küche eignet sich für nahezu alle Raumgrößen und erleichtert dir durch die kompakte Eckplanung den Küchenalltag, denn sie bietet durch die Anordnung der Möbel die ideale Distanz zwischen den wichtigsten Küchenelementen.
Designvielfalt
Als Küchenfronten bezeichnet man die Schrankoberflächen der Möbel. Sie prägen maßgeblich die verschiedenen Küchenstile – also das Aussehen deiner Küche. Einbaugeräte wie Geschirrspüler und Kühlschränke können mit dem Küchenkonfigurator in die Küchenfront integriert werden. Küchenfronten sind in verschiedenen Materialien erhältlich: Melaminharz, Folie, Lack oder Glas. Du kannst sie beim Küchenkauf auf das Design deiner Fenster und des Bodenbelages abstimmen.
Arbeitsplatten bestehen meist aus Spanplatten mit einer Oberflächenbeschichtung oder aus Naturstein. Beides macht deine Arbeitsfläche abriebfest und stoßfest. Die Arbeitsplatte sollte robust und einfach zu reinigen sein. Arbeitsplatten gibt es einfarbig, in Holzoptik, Steinoptik oder individuell bedruckt.
Die Materialien einer Küche beeinflussen nicht nur Küchenstil, Optik und Gesamteindruck, sie sind auch ausschlaggebend dafür, ob du deine Küche einfach sauber halten kannst. Durch die Kombination unterschiedlicher Materialien können dabei spannende Küchen entworfen werden.
Tipp: Eine gut geplante Küche legt neben den optischen Aspekten ein Augenmerk auf die Stellen, die durch täglichen Gebrauch am meisten belastet werden. Diese Stellen sollten durch den Einsatz von robusten Materialien besonders stabil sein. Denn schöne Materialien, die an der falschen Stelle eingesetzt sind, können innerhalb kurzer Zeit beschädigt sein und unattraktiv aussehen.


Küchenmöbel in verschiedenen Designs im OBI Onlineshop
Für eine naturnahe Gestaltung deiner Küche empfiehlt sich Holz, das aufgrund seiner vielzähligen Eigenschaften beliebt ist. Holz gleicht beispielsweise die Luftfeuchtigkeit in deiner Küche aus und gibt jeder Küche durch die unverkennbare Holzmaserung einen individuellen und lebhaften Charakter. Insbesondere im Landhausstil wird häufig mit Holz gearbeitet.
Beton zeichnet sich durch seine Wandelbarkeit und Individualität aus – da Beton gegossen wird und dann aushärtet, kannst du damit die unterschiedlichsten Formen gestalten. Durch die im Zuge des Gießens entstandenen Luftblasen und Farbverläufe ist jedes Stück ein Unikat. Zudem ist Beton langlebig und außerordentlich robust. Heutzutage gibt es Küchenarbeitsplatten, Lampen oder sogar Möbel aus Beton. Gerade in den modernen Stilrichtungen wie dem Industrial Stil wird das Material häufig verwendet.
Ein Klassiker in der Küche ist Edelstahl, welcher besonders in modernen Küchen beliebt ist. Denn er schafft eine fugenlose Einheit aus Spüle, Kochfeld und Arbeitsplatte, wobei Kanten und Ränder wegfallen. Diese exakte Formsprache von Edelstahl lässt sich mit anderen Materialien nicht so leicht umsetzen. Ob Arbeitsplatten, Elektrogeräte, Spüle oder Armatur – mit Edelstahl lassen sich gute Kontraste in der Küche schaffen.


Quelle: Blanco
Verschiedene Türgriffe
Ob aus Metall, Aluminium oder Porzellan, schmal oder breit, ob waagrecht oder senkrecht an die Küchenschränke montiert – Türgriffe für Schränke und Schubladen eröffnen eine Vielzahl an gestalterischen Möglichkeiten. Sie können elegant, auffallend oder dezent sein.
Tipp: Beachte bei der Auswahl neben dem Design auch weitere Aspekte, beispielsweise welcher Türgriff dir am besten in der Hand liegt, wie robust das Material ist und ob die Türgriffe gesondert gereinigt werden müssen. Eine interessante Alternative können außerdem grifflose Schränke sein, die häufig in puristisch gehaltenen, edlen Designer-Küchen zum Einsatz kommen.

Elektrogeräte für die Küche
Ein wichtiger Aspekt der Küchenplanung sind Einbaugeräte wie Kühlschränke, Backöfen, Geschirrspüler, Dunstabzugshauben und Kochfelder. Im Vorfeld solltest du dir überlegen, auf welche technischen Funktionen du Wert legst. Interessant kann beispielsweise ein Induktionskochfeld sein, bei dem die Hitze nicht auf dem Kochfeld, sondern sehr schnell und sehr energiesparend direkt im Topf entsteht.
Backöfen gibt es mit Selbstreinigungsfunktion, der sogenannten Pyrolyse. Temperaturen von bis zu 600 °C sorgen dafür, dass alle Rückstände zu Asche verbrennen und du diese bequem mit dem Besen entfernen kannst. Erhältlich sind auch Backöfen mit speziellen Beschichtungen, die den Reinigungsaufwand reduzieren.
Kühlschränke sind mit Gefrierfach oder als frei stehende Side-by-Side-Kühlschränke mit Doppeltür und Gefrierraum erhältlich. Du hast die Wahl zwischen der Einbau-Variante, die nahtlos in die Küchenoptik passt, und der frei stehenden Variante als optisches Design-Element.


Vielfältige Möglichkeiten der Organisation
Eine große Rolle für den Komfort beim Arbeiten in der Küche spielt die Organisation. Ordnungssysteme helfen, den Überblick in der Küche zu behalten. Mit Besteckeinsätzen, die es in vielen edlen Designs wie zum Beispiel Buche oder anderen Holzarten gibt, ist das gesuchte Besteck immer griffbereit.
Praktisch sind auch Innenschubladen, in denen nicht nur Küchenutensilien, sondern sogar Küchengeräte wie Brotmaschinen oder Toaster verstaut werden können. Auch spezielle Sensoren, durch die sich Schränke mit einem Touch-Mechanismus automatisch öffnen lassen, sind hilfreich – denn wer alle Hände voll zu tun hat, ist für diese Funktion sehr dankbar.
Tipp: Wenn du den Raum in der Küche optimal ausschöpfen möchtest, kannst du auch Eckschränke einsetzen. Eckschränke bieten Stauraum in Bereichen, die sonst meist ungenutzt bleiben.

Stauraum für deine Traumküche im OBI Onlineshop
Beleuchtung für die Küche
Das richtige Licht spielt in der Küche eine zentrale Rolle – sowohl für die Wohnatmosphäre und damit die emotionale Stimmung in der Küche als auch für den Arbeitskomfort durch die optimale Ausleuchtung des Arbeitsplatzes.
Grundsätzlich sollten über dem Kochfeld und der Arbeitsplatte direkte Lichtquellen vorhanden sein. Beim Kochfeld kann eine Beleuchtung in der Dunstabzugshaube sinnvoll sein. Für optimales Licht über der Arbeitsplatte können Unterschrankleuchten eingesetzt werden, die in Küchenoberschränke integriert werden. Dabei lassen sich Unterschrankleuchten und Lichtleisten auch nachträglich in vorgeplanten Einbauküchen installieren.
Möglich sind aber auch Beleuchtungssysteme, in denen Lampen in die Hängeschränke eingefräst werden. Zudem kannst du Regalböden, Schubkästen, Nischenrückwände und die Griffleisten spezieller Küchenschränke mit Beleuchtung ausstatten.


Küchenspülen
Auch wenn die Spülmaschine den Abwasch macht, benötigst du in deiner Küche eine Spüle. Spülen werden überwiegend rund oder eckig sowie in verschiedensten Farben und Materialien angeboten, etwa aus Edelstahl, Verbundstoffen oder Keramik. Weit verbreitet sind Spülen aus Edelstahl, weil diese hitzebeständig, robust und langlebig sind. Außerdem können sie gut gereinigt werden, sind lebensmittelecht und sehr hygienisch. Außerdem kommen häufig Spülen aus Verbundstoff zum Einsatz.
Neben verschiedenen Materialarten kannst du außerdem aus verschiedenen Einbauarten wählen. Der traditionelle Einbau erfolgt von oben. Weiterhin gibt es den optisch ansprechenderen flächenbündigen Einbau sowie Unterbau-Spülen, die von unten an die Arbeitsplatte montiert werden. In das Gesamtbild der Küche einfügen sollten sich auch die Küchenarmaturen, die es in unzähligen Designs gibt.


Vor- und Nachteile verschiedener Einbauarten für Küchenspülen
| Auflage-Einbau | |
|---|---|
| Vorteile | + Einfacher Einbau + kostengünstig + leicht |
| Nachteile | – Sichtbare Kanten, in denen sich Schmutz ansammeln kann |
| Flächenbündiger Einbau | |
| Vorteile | + Ästhetisch ansprechend + leicht zu reinigen + keine Schmutzkanten |
| Nachteile | – Höhere Kosten – aufwendiger Einbau |
| Unterbau-Einbau | |
| Vorteile | + Elegante Optik + einfache Reinigung der Arbeitsfläche |
| Nachteile | – Teurer – schwieriger Einbau – nicht für alle Arbeitsplattenmaterialien geeignet |
| Vorteile | Nachteile | |
|---|---|---|
| Auflage-Einbau | + Einfacher Einbau + kostengünstig + leicht | – Sichtbare Kanten, in denen sich Schmutz ansammeln kann |
| Flächenbündiger Einbau | + Ästhetisch ansprechend + leicht zu reinigen + keine Schmutzkanten | – Höhere Kosten – aufwendiger Einbau |
| Unterbau-Einbau | + Elegante Optik + einfache Reinigung der Arbeitsfläche | – Teurer – schwieriger Einbau – nicht für alle Arbeitsplattenmaterialien geeignet |
Individualisierte Nischenrückwand


Nischenrückwände schützen die Küchenwand – besonders die Bereiche um das Kochfeld – vor Schmutz und Spritzwasser und sind ein optisches Highlight in der Küche. Eine Alternative zu den Standard-Layouts können individuell bedruckte Nischenrückwände sein, die aus Spanplatten, Sicherheitsglas oder Alu-Dibond bestehen, einem speziellen Aluminium, das auch für Fotodrucke verwendet wird.
Individuell bedruckte Nischenrückwände sind ebenso pflegeleicht und schützen vor Verschmutzung der Wand wie geflieste Nischenrückwände. Eine persönliche Küchenplanung berücksichtigt auch sehr spezielle und ungewöhnliche bauliche Voraussetzungen.








