
Granit-Arbeitsplatte in der Küche
Granit-Arbeitsplatten in der Küche haben viele Vorteile. Wie du die Küchenarbeitsplatte flächenbündig einbauen kannst, zeigt dir dieser Ratgeber. Lies außerdem, was du bei der Pflege des Natursteins beachten solltest und welche Möglichkeiten es für die Gestaltung gibt.
Arbeitsplatte aus Granit in der Küche
Granit ist ein robuster Naturstein, der aus 2 km unterhalb der Erdoberfläche gewonnen wird. Er entsteht aus langsam erstarrtem Magma und zählt deshalb zu den magmatischen Gesteinen, die weltweit vorkommen. Durch seine besonders hohe Dichte und Abriebfestigkeit ist er ein ideales Material für die Küche.
Ein großer Vorteil von Granit ist die Unempfindlichkeit. Der Stein ist kratz- und schnittfest und außerdem hitzebeständig, sodass du einen heißen Topf direkt auf der Küchenarbeitsplatte abstellen kannst. Die Arbeitsplatte aus Granit ist pflegeleicht, wenn du ein paar wichtige Dinge beachtest. Granit ist ein deutlich härterer und robusterer Stein als Marmor und damit die bessere Wahl für die Küchenarbeitsplatte.
Granit gibt es in unterschiedlichen Maserungen und Ausführungen nach deinem Wunsch und eignet sich deshalb sowohl für moderne Hochglanzküchen als auch für Landhausküchen. Welche Möglichkeiten du bei der Küchenplanung mit Granit hast und was du bei der Pflege des Materials in der Küche beachten solltest, erfährst du in diesem Ratgeber.




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Küchenarbeitsplatten aus Granit: Vor- und Nachteile
Eine Granitplatte ist als Naturprodukt ein nachhaltiges Material, das in verschiedenen Maserungen erhältlich ist. Durch den hohen Anteil an Quarzit ist die Natursteinplatte äußerst robust, pflegeleicht und widerstandsfähig.
Vorteile
Nachteile
Granit-Arbeitsplatte einbauen
Möchtest du eine Arbeitsplatte aus Granit oder einem anderen Naturstein in deiner Küche selbst einbauen, solltest du vorab die Maße der Küchenzeile und gegebenenfalls die Abmessungen der Kochinsel nehmen und Ausfräsungen für Einbauspülen oder Kochfeld berücksichtigen. Ein Fachbetrieb schneidet dir den Stein auf Wunsch passend zu und schleift die Schnittkanten ab.
Hinweis: Lass dich beim Einbau der Arbeitsplatte aus Granit oder Marmor in deiner Küche von einer weiteren Person unterstützen.
Bevor du die Platte aus Stein befestigst, lege sie vorsichtig auf die Unterschränke, um die Passgenauigkeit zu überprüfen. Mithilfe einer Wasserwaage kontrollierst du die Ausrichtung. Befestige die Arbeitsplatte mit Querverbindungen am Unterschrank. Eine weitere Möglichkeit ist die Fixierung mit Verbindungsbeschlägen. Diese Variante hat den Vorteil, dass du sie bei Bedarf wieder lösen kannst.
Eckstücke der hitzebeständigen Granitplatte verschraubst du mit Querverbindern. Die Abschlussleisten klebst du mit Montagekleber fest und dichtest alle Kanten mit Silikon ab. Zuletzt erfolgt der Einbau von Spüle, Kochfeld und Armaturen.
Hinweis: Hole dir für den Einbau der Elektrogeräte und Wasserinstallation gegebenenfalls die Unterstützung eines Fachbetriebes, wenn du damit keine Erfahrung hast.
Optik von Granit-Arbeitsplatten
Granitplatten verleihen der Küche ein modernes und luxuriöses Aussehen und haben durch ihre Individualität als Naturprodukt eine besondere Optik. Granit-Arbeitsplatten sind im Wesentlichen eine Zusammensetzung von Feldspaten, Quarzstein und Glimmer. Alternativen sind Marmor oder Schiefer.
Eine nahezu makellose Oberfläche und Erscheinung bietet Quarzkomposit. Der Kunststein besteht zu 93 % aus Quarz und wird mit Farbstoffen und Glas kombiniert. Der Vorteil von Quarzkomposit besteht darin, dass er genauso robust und pflegeleicht wie Granit ist. Da es sich um einen Kunststein handelt, musst du diesen auch nicht imprägnieren.
Eine Arbeitsplatte aus Granit in Schwarz gibt es in natürlicher Form nicht. Meist wird der Naturstein Gabbro verwendet, der ebenfalls ein magmatisches Gestein und außerdem robust und unempfindlich ist.
Die Oberfläche von Granitplatten erhält durch die Behandlung eine matte Optik, die den Vorteil hat, dass keine Spiegelung auf dem Stein entsteht. Das macht sie zu einer beliebten Variante der Küchenarbeitsplatte. Auch eine glänzende Oberfläche ist möglich, wenn der Naturstein poliert wird. Das erleichtert die tägliche Reinigung und Pflege der Platte.
Hinweis: Für Outdoor-Küchen solltest du keinen Granit verwenden, da die Natursteinplatten anfällig gegenüber UV-Strahlung sind. Möchtest du die Optik von Naturstein in der Außenküche realisieren, greifst du auf Quarzstein zurück. Dieser wird aus Quarz und Polymerzharz hergestellt und ist deshalb unempfindlich gegenüber Säuren.




Naturstein reinigen und pflegen
Eine Granit-Arbeitsplatte ist robust und widerstandsfähig gegen Verschmutzungen und Erschütterungen. Dennoch ist die richtige Pflege von Granit wichtig, um die Langlebigkeit des Materials zu fördern.
Reinige die Arbeitsplatte im alltäglichen Gebrauch mit einem feuchten Tuch und gegebenenfalls Neutralreiniger. Wische Flüssigkeiten und Essensreste direkt auf, damit Säuren den Stein nicht beschädigen können. Da der Naturstein offenporig ist und feine Risse aufweisen kann, sollte Säure nicht die Gelegenheit bekommen, in das Material einzudringen.
Verzichte auf chemische Reinigungsmittel, die den Naturstein angreifen können. Besser eignet sich warmes Wasser mit Kernseife oder Spülmittel. Wische die Oberfläche danach mit klarem Wasser ab und trockne sie mit einem Baumwolltuch.
Eine Küchenarbeitsplatte aus Naturstein ist beim Kauf in der Regel bereits versiegelt. Vergewissere dich darüber vorab beim Fachhandel, um den Schutz für deine Arbeitsplatte sicherzustellen. Alle 1 bis 3 Jahre solltest du die Platte nachbehandeln.
Um den Stein bestmöglich zu schützen und den natürlichen Glanz des Materials zu bewahren, imprägnierst du die Oberfläche zusätzlich. Die Häufigkeit der Imprägnierung und Pflege ist abhängig von der Nutzung der Küche und liegt etwa bei 6 bis 12 Monaten.
Hinweis: Sorge dafür, dass die Arbeitsplatte komplett sauber ist, bevor du die Imprägnierung mit einem Baumwolltuch aufträgst. Nach dem Imprägniervorgang wartest du idealerweise mehrere Stunden oder einen ganzen Tag, bevor du die Arbeitsplatte wieder verwendest.

Kosten für Granit-Arbeitsplatten
Granit ist ein hochwertiges und nachhaltiges Naturprodukt, das durchschnittlich 25 Jahre hält. Aufgrund dieser Eigenschaften und da der Stein aus der Erde abgebaut werden muss, gehört er zu den höherpreisigen Materialien für Arbeitsplatten.
Die Preise variieren aufgrund der unterschiedlichen Qualität, der Herkunft, der Abbauweise und der Stärke der Platte deutlich. Die Kosten für eine Granit-Arbeitsplatte liegen zwischen circa 100 Euro pro Quadratmeter und mehreren Tausend Euro pro Quadratmeter.
Tipp: Eine günstigere Variante ist Granit in Grautönen, der weniger Blauanteil enthält und dennoch hochwertig ist.








