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Weißer Holzzaun mit Hecke

Zäunen dienen unter anderem dazu, Grundstücke zu definieren und die Privatsphäre zu schützen. Außerdem bieten sie schöne Möglichkeiten für eine ansprechende Gestaltung des eigenen Außenbereichs. Von Gartenzaun bis Sichtschutz: Vergleiche jetzt verschiedene Zaunarten und lass dich inspirieren.

Zäune im Überblick

Zäune aus Metall, Glas, Holz, WPC und Kunststoff

Zaunarten im Vergleich: das Material

Die Vielfalt von Zäunen und Sichtschutzelementen ist groß. Für deinen Gartenzaun hast du die Wahl aus unterschiedlichen Materialien und Höhen. Gartenzäune fungieren eher als symbolische Grenze. Sie sind meist zwischen 40 cm und 90 cm hoch. Sichtschutzzäune gibt es in der Regel von 170 cm bis 190 cm. In Sachen Material hast du die Wahl aus:

  • Holz

  • WPC

  • Kunststoff

  • Metall

  • Beton

  • Glas

Im Folgenden gehen wir auf die konkreten Eigenschaften der unterschiedlichen Zaunarten ein.

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Holzzäune

Holz-Sichtschutz mit variierenden Höhen.

Wenn dir neben einer natürlichen Optik auch der ökologische Aspekt von Verarbeitung und Recycling wichtig ist, solltest du dich für einen Zaun auf Holz entscheiden. Neben verschiedenen Sichtschutzzäunen aus Holz sind vor allem die flacheren Gartenzäune beliebt, um Grundstück und Garten nach außen abzugrenzen. Zu den Evergreens gehören der klassische Lattenzaun, der etwas rustikalere Staketenzaun und der über Kreuz angeordnete Jägerzaun.

Ein Lattenzaun verbindet mehrere senkrechte Latten mit zwei oder drei Querbalken. Neben dem Lattenzaun aus Holz, dessen Latten im Querschnitt rechteckig sind, gibt es auch Lattenzäune aus Aluminium. Hier sind die Latten im Querschnitt häufig rund.

Der Staketenzaun ist eine Unterart des Lattenzauns. Die einzelnen Staketen sind leicht unregelmäßig geformt und sorgen für ein natürliches Ambiente. In Frankreich und England hat der Staketenzaun Tradition, in Österreich kennt man ihn auch als Kastanienzaun oder Rollzaun.

Beim Jägerzaun werden die Holzlatten überkreuz angeordnet und ergeben ein charakteristisches Rautenmuster. Auch der Jägerzaun ist vor allem als Gartenzaun zur Begrenzung von Grundstück und Garten im Einsatz.

Holz als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: mittel

  • Haltbarkeit: mittel

  • Pflegebedarf: sehr hoch

  • Kosten: ab ca. 17 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Naturmaterial.

  • Natürliche und individuelle Optik.

  • Ökologisch empfehlenswert.

  • Hoher Pflegebedarf: Holzzäune können durch Witterung und UV Strahlung ergrauen. Ein regelmäßiges Streichen, Lasieren oder Ölen ist daher erforderlich.

WPC-Zäune

Grüner Sichtschutz-Zaun aus WPC vor einem Beet und einer angrenzenden Rasenfläche

Wähle einen Zaun aus WPC (Wood-Plastic-Composites), wenn dir Holzoptik wichtig ist, du aber wenig Zeit für Erhalt und Pflege aufwenden möchtest. Das Material ist ein Verbundwerkstoff, der aus unterschiedlichen Anteilen von Holz, Kunststoffen und Additiven besteht.

WPC als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: mittel

  • Haltbarkeit: hoch

  • Pflegebedarf: niedrig

  • Kosten: ab ca. 85 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Große Farbauswahl.

  • Holzoptik, als Verbundwerkstoff aber langlebiger als Holz.

  • Witterungsbeständig.

  • Farbbeständig.

  • Feuchtigkeitsresistent.

  • Splitter- und astfrei.

Kunststoffzäune

Loungemöbel vor einem Sichtschutz aus Kunststoff

Einen Kunststoffzaun empfehlen wir, wenn du eine besonders farb- und formbeständige Zaunvariante suchst.

Kunststoff als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: mittel

  • Haltbarkeit: hoch

  • Pflegebedarf: niedrig

  • Kosten: ab ca. 106 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Witterungsbeständig.

  • Farbbeständig.

  • Formstabil.

  • Große Farbauswahl.

Metallzäune

Vorgarten mit Metallzaun und Briefkasten vor blühendem Beet und Pflasterweg

Ein Metallzaun ist die richtige Einfriedung für Langlebigkeit und Stabilität. Das Material gibt es in unterschiedlichen Formen und Stilrichtungen. Zu den Metallzäunen gehört auch der bekannte Maschendrahtzaun, auch wenn er meist mit einem charakteristisch grünen Korrosionsschutz aus Kunststoff daherkommt. Ein niedriger Maschendrahtzaun eignet sich hervorragend als Garten-Abgrenzung in Richtung Straße oder Gehweg. Wohnst du zum Beispiel an einem Waldrand, kannst du auch auf einen höheren Maschendrahtzaun zurückgreifen, um Tiere abzuhalten.

Metall als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: mittel

  • Haltbarkeit: hoch

  • Pflegebedarf: sehr niedrig

  • Kosten: ab ca. 160 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Witterungsbeständig.

  • Farbbeständig.

  • Stabil.

Betonzäune

Loungemöbeln vor Sichtschutz aus Beton mit Hortensien.

Betonzäune sind äußerst robust, langlebig und benötigen kaum Pflege.

Beton als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: hoch

  • Haltbarkeit: sehr hoch

  • Pflegebedarf: sehr niedrig

  • Kosten: ab ca. 54 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Besonders belastbar.

  • Natürliche Optik.

  • Lärmreduzierend.

  • Hervorragender Windschutz.

Glaszäune

Glaszaun steht an Rasenfläche mit Haus und Bäumen im Hintergrund

Für einen windgeschützten und lichtdurchfluteten Garten ist Glas das richtige Material.

Glas als Sichtschutz

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • Aufwand: mittel

  • Haltbarkeit: sehr hoch

  • Pflegebedarf: mittel

  • Kosten: ab ca. 139 €/laufender Meter

Weitere Eigenschaften:

  • Witterungsbeständig.

  • Lichtdurchlässig.

  • Eignet sich besonders als Windschutz.

Berücksichtige neben dem Material auch Zweck, rechtliche Bestimmungen, Standort und Fundament bei der Planung deines Zauns. Im Folgenden geben wir ein paar Hinweise, die dir bei der Vorbereitung helfen.

Für jeden Zweck die richtige Zaunart

Zuerst solltest du dir über den Zweck deines Zauns klar werden. Soll dieser beispielsweise als subtile Abgrenzung zum Nachbargrundstück dienen oder dich vor neugierigen Blicken schützen? Soll dein Zaun mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen, bedenkst du diese Faktoren schon in der Planung und Auswahl. Ein Zaun, der die Funktion eines Sichtschutzes übernimmt, muss andere Ansprüche erfüllen als ein Zaun, der ungebetene Gäste von deinem Grundstück abhält. Falls du dir einen Zaun mit Tor wünschst, solltest du den entstehenden Mehraufwand und die höheren Kosten bedenken.

Auch die Maße des Zaunes, insbesondere Höhe und Länge, richten sich nach seinem Zweck. Darüber hinaus sind die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, auf die wir im nächsten Absatz eingehen.

Rechtliche Bestimmungen rund um den Zaun

Im zweiten Planungsschritt klärst du die baurechtlichen Vorgaben. Stimme dich außerdem frühzeitig mit deinen Nachbarn ab, um Konflikte zu vermeiden.

Auch auf den genauen Verlauf deiner Grundstücksgrenze kommt es an: Ein zentraler Bestandteil des sogenannten Nachbarrechts bestimmt, dass dein Zaun einen bestimmten Abstand zur Grenze des benachbarten Grundstücks einhalten muss. Erfrage bei der zuständigen Behörde, welche Vorgaben in deinem Bundesland beziehungsweise lokal gelten.

Auch bei der Zaunhöhe gibt es Einschränkungen. Je nach Zweck des Zauns, je nach Bundesland und Ort bestehen unterschiedliche Vorgaben. Die Behörden sprechen hier von einer „ortsüblichen Einfriedung“. So gelten für einen Sichtschutzzaun andere Vorgaben als für einen Zaun, der als Grenzmarkierung gesetzt wird.

Standort, Rahmenbedingungen und Fundament

Fast genau so wichtig wie der Zweck des Zauns sind Standortfaktoren wie Untergrund, Grundstücksverlauf und Höhenunterschiede. Diese bestimmen, wie du den Zaun befestigst – zum Beispiel mit einem belastbaren Betonfundament.

Wenn möglich schaffst du optimale Rahmenbedingungen für den Zaun. Zum Beispiel, indem du beim Bau des Zaunes störende Objekte wie Gehölz entfernst. Sollte dein Grundstück besonders kräftigen Winden ausgesetzt sein, musst du dies bei der Planung deines Zauns ebenfalls einkalkulieren.

Zaunpfosten und -pfähle

Ganz gleich, ob du einen Zaun aus Holz, Kunststoff oder Metall setzen möchtest, die Pfosten geben dem Ganzen den nötigen Halt und müssen daher mit besonderer Umsicht gesetzt werden. Dafür hast du mehrere Möglichkeiten, wie beispielsweise das Einbetonieren, die Befestigung über spezielle Schraubfundamente oder die Verwendung von Erdspießen oder Einschlaghülsen. Welche der Methoden für dein Projekt ideal ist, hängt vor allem von dem von dir gewählten Zaunmodell ab.

Grundsätzlich gilt beim Einbetonieren, dass mindestens ein Drittel des Pfostens im Erdreich verschwinden sollte, um den nötigen Halt zu gewährleisten. Zunächst gräbst du ein entsprechend großes Loch mit dem Spaten und gießt Beton ein. Direkt im Anschluss setzt du den Pfosten und kippst etwas Kies hinzu.

Bei den anderen Methoden verankerst du die Hilfsmittel wie Erdspieße, Einschlaghülsen oder Schraubfundamente im Erdreich und befestigst die Pfosten daran.

Zaun planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

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