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Terrasse aus Holz mit Tisch und Stühlen und Pflanzen

Verlegemuster für Terrassenbeläge haben einen entscheidenden Einfluss auf das Gesamtbild der Terrasse. Wie der gewählte Belag wirkt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Wie wirken verschiedene Verlegemuster?

Grundsätzlich erweitern große Formate von Platten oder Fliesen in hellen Farben die Fläche optisch, während dunkle Töne sie kleiner erscheinen lassen. Längs verlegte Dielen strecken die Terrasse in die Länge, quer gelegt lassen sie in die Breite gehen.

Kleinteilige Muster wie eine runde Anordnung der einzelnen Elemente oder ein Reihenverband eignen sich dagegen besonders für Fliesen oder Pflastersteine. Sie schaffen einen etwas verspielteren Terrassenbelag. Die Auswahl des Materials für die Terrassendielen sollte sich daher in Form und Farbe an der Größe der Fläche und der späteren Gestaltung mit Pflanzen und Mobiliar orientieren. Sofern sich der Sitzplatz direkt an das Haus anschließt, empfiehlt sich eine harmonische Abstimmung auf die Fassade und den Stil der Inneneinrichtung.

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Die Wirkung unterschiedlicher Formate und Größen

Vergleich der Wirkung von verschiedenen Verlegeformaten von Terrassen.

Die Verlegung von Stein- oder Betonplatten sowie Fliesen in großen Formaten lässt den Terrassenbelag aufgrund des geringeren Fugenanteils weiträumiger erscheinen. Sie eignen sich daher besonders für Terrassen mit begrenztem Platz.

Terrassendielen aus kleineren Fliesen oder Pflastersteinen rastern mit dem jeweiligen Fugenmuster den vorhandenen Raum sichtbar stärker und lassen ihn damit scheinbar schrumpfen. Sie sind daher eher für größere Sitzplätze geeignet. Die unterschiedlichen Verlegemuster der Terrassendielen nehmen ebenfalls Einfluss auf das Gesamtbild: Ein gleichmäßiger Verband vermittelt einen eher ruhigen Eindruck, während eine bewusst unregelmäßige Anordnung der verschiedenen Einzelelemente weniger flächig und damit lebendiger erscheint.

Farben und ihre Wirkung

Vergleich der Wirkung einer hellen und einer dunklen Terrasse.

Entscheidend für ein stimmiges Gesamtkonzept der Terrassendielen ist auch die Auswahl der Farben. Dunkle Töne wie Schwarz, Grau oder Anthrazit erscheinen eher flächig und vermitteln einen kühleren, eleganteren und insgesamt nüchterneren Eindruck. Damit eignen sie sich vor allem für eine schlichte Terrassengestaltung mit klaren Linien und einer reduzierten Formensprache. Bei starker Sonneneinstrahlung heizen sich diese Beläge jedoch deutlich mehr auf as hellere Materialien.

Platten oder Dielen in Beige, Sand oder Braun wirken natürlicher und wärmer. Sie schaffen ein wohnliches Umfeld und eignen sich daher für individuellere Konzepte mit hohem Wohlfühlfaktor. Mit helleren Farben erhöht sich jedoch bei direkter Sonneneinstrahlung auch der Blendeffekt der Terrassendielen.

Verschiedene Verlegemuster

Für unterschiedliche Materialien gibt es verschiedene Verlegemöglichkeiten, mit denen du jeweils eine etwas andere Optik erzielst. Zuweilen liefern die Hersteller bereits Anleitungen für geeignete Muster mit, sodass sich daraus die passende Variante für das eigene Projekt auswählen lässt. Dabei ist es wichtig, die Gegebenheiten vor Ort in die gewünschte Konstruktion mit einzubeziehen. Die jeweiligen Bedingungen können die Zahl der Optionen mitunter einschränken. Abgesehen von solchen funktionalen Kriterien ist die Entscheidung für ein bestimmtes Muster jedoch in erster Linie eine Frage des Geschmacks.

Betonsteinpflaster

Übersicht der verschiedenen Übersichtsmuster von Betonsteinpflaster.

Funktionspflaster mit einheitlich rechteckigen Steinen lässt sich so verlegen, dass jeweils ein anderes Muster entsteht. Der Klassiker ist der Reihenverband. Er liefert eine regelmäßige und damit sehr ruhige Grundlage für Tische, Stühle, Sonnenschirm und Grill. Mehr visuelle Abwechslung bietet der Blockverband. Besonders ausgefallen ist die Variante „Rechteckpflaster Quadrat“ und das Fischgrätmuster. Diese Varianten können allerdings besonders auf großen Flächen etwas zu sehr in den Blickpunkt rücken und von der Gesamtgestaltung ablenken.

Sofern ein Produkt in unterschiedlichen Formaten zur Verfügung steht, bietet sich eine Verlegung im Römischen Verband an. Dieses Muster wirkt ähnlich mediterran wie ein Polygonalplatten-Mosaik und lockert vor allem weitläufige Terrassen auf. Eine elegante Variante ist der mehrformatige Reihenverband. Sie eignet sich besonders gut dafür, kleinere Sitzplätze großräumiger erscheinen zu lassen.

Natursteinpflaster und Polygonalplatten

Mögliche Verlegemuster von Polygonalplatten und Natursteinpflaster.

Die unregelmäßig gebrochenen Kanten und Abstände der Natursteine fügen sich beim Polygonalplattenverband zu einem wie zufällig zusammengewürfelten Muster aneinander. Die bewusst ungleichmäßige Struktur ist ein Blickfang und eine gute Basis für rustikale oder mediterran inspirierte Möbel.

Natursteinpflaster können Sie entweder rund oder im klassischen Reihenverband verlegen. Je kleiner die Größe der einzelnen Steine, desto feinteiliger erscheint die Fläche. Entscheidend ist jedoch, die Flucht – also eine gerade Fuge zwischen den Reihen – einzuhalten. Sonst kann das Gesamtbild der Terrasse schnell zu unruhig wirken.

Beton-, Natur- und Feinsteinzeugplatten

Steinplatten in zwei verschiedenen Verlegemustern.

Für Beton-, Natur- und Feinsteinzeugplatten bieten sich der Reihen- und der Kreuzverband als Verlegemöglichkeiten an. Während im Reihenverband die einzelnen Elemente jeweils um eine halbe Länge gegeneinander versetzt angeordnet sind, sind sie beim Kreuzverband auf Kante verlegt, sodass die Fugen durchlaufen und sich jeweils in gleichmäßigen Abständen schneiden. Dieses Muster erfordert eine hohe Präzision, wirkt dann jedoch sehr gradlinig und fein. Der Reihenverband lässt die Fläche der Terrasse dagegen insgesamt aufgelockerter erscheinen.

Holz- und WPC-Dielen

Holz oder WPC-Dielen in zwei verschiedenen Verlegemustern.

Dielen aus WPC oder Holz lassen sich entweder durchgehend oder im sogenannten Englischen Verband anordnen. Dabei begegnen sich die Stöße, also die Dielenköpfe, jeweils auf der Hälfte der nächstgelegenen Diele. Dieses Muster streckt die Holzterrasse optisch in die Breite. Sofern die Länge der einzelnen Dielen und die Breite der Holzterrasse es zulassen, ist auch eine durchgehende Verlegung möglich. Dadurch ergibt das Holz ein besonders gleichmäßiges Erscheinungsbild. Unabhängig von der Wahl des Musters ist es wichtig, die Dielen der Holzterrasse jeweils quer zum Haus zu verlegen, damit Regenwasser besser abfließen kann.

Materialkombination

Großformatige Platten inmitten einer im römischen Verband verlegten Betonsteinpflasterfläche.

Die großformatigen Platten sind ein Blickfang inmitten der im römischen Verband verlegten Betonsteinpflasterfläche. Bei der Anordnung sollten die dunklen Quader möglichst exakt aufeinander ausgerichtet sein. Abweichungen fallen sofort ins Auge und stören die Symmetrie des Gesamtbildes.

Eine Kombination von Natursteinpflaster und Kies auf einer Grasfläche.

Das reizvolle Zusammenspiel von zwei unterschiedlichen Materialien gelingt in der Kombination von Natursteinpflaster und Kies besonders gut. Bei dieser Mischung ist jedoch zu berücksichtigen, dass die losen Steinchen sich bei häufiger Nutzung zunehmend auf die angrenzende Pflasterfläche verteilen könnten.

Eine Terrasse, die mit einer Kombination aus schlichten Natursteinplatten und Holz-Dielen gestaltet ist.

Die Verbindung aus schlichten Natursteinplatten und Holz-Dielen wirkt auf einer Terrasse sehr edel. Bei dieser speziellen Mischung spielt allerdings die Unterkonstruktion eine tragende Rolle. Sie muss auf den jeweiligen Belag angepasst werden und die beiden Varianten sollten gleichzeitig gut miteinander verzahnt sein. Das erfordert handwerkliches Geschick beim Verlegen und entsprechende Erfahrung beim Bau von Terrassen.

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