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Polygonalplatten verlegen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20224 MinutenVon: OBI Redaktion
Heimwerker verlegt Polygonalplatten im Garten mit Zement, einem Eimer und Rasen im Hintergrund.

Diese Anleitung zeigt dir, wie du Polygonalplatten aus Naturstein richtig verlegst – mit Tipps zum Fundament, zur Verlegung der Randsteine sowie zum Verfugen der Platten.

Was sind Polygonalplatten?

Polygonalplatten aus Natursteinen sind Bodenbeläge mit unregelmäßigen Kanten und verschiedenen Größen, die häufig für Gartenwege und Terrassen verwendet werden. Neben den Natursteinplatten gibt es alternativ Polygonalplatten aus Keramik. Die Platten aus Naturstein bieten dir unzählige Design- und Gestaltungsmöglichkeiten für Wege und Flächen sowie einen rustikalen und natürlichen Look. Polygonalplatten sind jedoch in der Regel nicht mit dem PKW befahrbar.

Das Verlegen von Polygonalplatten ist vergleichsweise einfach und bequem vom Heimwerker zu bewältigen. Eine entscheidende Rolle kommt der richtigen Vorbereitung des Untergrunds zu. Achte beispielsweise darauf, dass nach dem Verlegen kein Wasser mehr unter die Platten laufen und dort gefrieren kann. Das schädigt den Bodenbelag mit der Zeit. Zum Schutz der Polygonalplatten und des gesamten Belags ist deshalb ein passendes Fundament wichtig. Der Untergrund kann aus Beton oder einem Kiesbett bestehen. Eine ausreichend starke und gut verdichtete Tragschicht ist zudem entscheidend für die Dauerhaftigkeit des Bodenbelags. Die Tragschicht kann aus einer 10 cm dicken armierten Betonschicht und Dichtungsschlämme oder einer 15 cm bis 20 cm dicken Schotterschicht bestehen.

So verlegst du Polygonalplatten aus Naturstein

5 Schritte

1
Fundament anlegen und Platten vorbereiten
Heimwerker verdichtet Untergrund mit einer Rüttelmaschine.
Auf einen Blick
  • Unterbau ausheben
  • Natursteinplatten sortieren, reinigen und vorbereiten
  • Abschlusssteine in Form bringen
So geht das

Zunächst bereitest du den witterungsbeständigen Unterbau für die Polygonalplatten vor. Dafür hebst du mindestens 17 cm bis 22 cm Erde aus: 3 cm bis 6 cm für die Plattenstärke, 4 cm bis 6 cm für die Ausgleichssicht aus Bettungsmörtel und mindestens 10 cm für die Tragschicht. Achte beim Untergrund auf ein Gefälle von 1,5 % bis 2,0 %. Das Gefälle muss vom Gebäude weg verlaufen, damit Regenwasser gut abfließen kann.

Ist der Unterbau vorbereitet und das Fundament auf der gesamten Fläche gegossen, sortierst du die Natursteine vor dem Verlegen nach Größe und Farbvariationen. Quarzit- und Porphyr-Polygonalplatten reinigst du mit sauberem Wasser, damit keine Schmutzrückstände oder Staub die Mörtelverbindung zur Platte behindern. Bei Basalt-Polygonalplatten raust du zur Haftverbesserung die Plattenrückseiten mit einem Krallenbrett auf. Anschließend reinigst du die Platten mit Wasser und bringst eine Kontaktschlämme auf. So haften die Gehwegplatten im Anschluss besser am Untergrund.

Für den Abschluss an Terrasse oder Haus benötigst du flachkantige Steine – gegebenenfalls bringst du einzelne Steine dafür mit einer Diamantsäge oder einem Winkelschleifer in Form.

So geht das

2
Randsteine und Abschlusssteine verlegen
Heimwerker verlegt Randsteine. Er benutzt dazu eine Maurerkelle und einen Gummihammer.
Auf einen Blick
  • Randsteine einsetzen und einklopfen
  • Abschlusssteine verlegen
So geht das

Falls deine Terrasse oder der Gartenweg eine optische Begrenzung durch Randsteine erhalten soll, werden im ersten Schritt diese Steine verlegt. Mit einer gespannten Richtschnur stellst du sicher, dass die Steine in einer Linie und Höhe verlaufen. Die Randsteine werden in ein Fundament aus erdfeuchtem Magerbeton gesetzt und mit einem Gummihammer eingeklopft.

In Magerbeton werden auch die abschließenden Steine mit den geraden Kanten verlegt, sodass sie sich nicht verschieben können.

So geht das

3
Polygonalplatten verlegen
Heimwerker überprüft mit einer Wasserwaage die Ausrichtung von verlegten Polygonalplatten.
Auf einen Blick
  • Mörtel auftragen
  • Platten verlegen und Lücken ausfüllen
  • Ausrichtung der Fläche stetig prüfen
So geht das

Nun verlegst du die weiteren Steine. Trage dafür eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Bettungsmörtel auf das verdichtete Kiesbett auf und ziehe den Mörtel glatt. Lege die Fläche des Mörtelbettes immer nur so groß an, wie du für das Verlegen von zwei bis drei Steinen benötigst.

Nun kannst du die sortierten Polygonalplatten nach Belieben in den erdfeuchten Mörtel drücken und verlegen. Achte darauf, 3 cm bis 5 cm breite Fugen zu lassen, um die für Polygonalplatten typische Optik zu erzielen und die Platten vor Schäden durch Ausdehnung bei Sonnenstrahlen zu schützen. Neben den größeren Platten verwendest du auch die kleineren Plattenstücke zum Auffüllen von Lücken. Diese werden mit einem Gummihammer vollflächig im Mörtelbett festgeklopft. Vermeide unbedingt Hohlräume unter den Platten.

Prüfe die Ausrichtung der Steine fortlaufend mit einer Wasserwaage. Bei größeren Natursteinplatten empfiehlt sich die Verwendung eines Schutzbretts zwecks Vermeidung von Rissen und Spaltungen.

So geht das

4
Natursteinplatten verfugen
Heimwerker verfugt mit Zement die Zwischenräume von Polygonalplatten.
Auf einen Blick
  • Fugen mit Zement füllen
  • Verunreinigungen sofort abwischen
So geht das

Verfugen kannst du die Natursteinfläche mit Trasszement oder Fugenmörtel. Die Baustoffe werden mit der Kelle in die Fugen eingebracht oder der Zement je nach Produkt flüssig eingegossen.

Achte darauf, die Gehwegplatten oder Terrassenplatten nicht mit dem Zement oder Fugenmörtel zu verschmutzen, da eine Reinigung problematisch sein kann. Geht doch Fugenmörtel oder Zement daneben, sollte die Masse unmittelbar mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

So geht das

5
Polygonalplatten reinigen
Heimwerker reinigt Polygonalplatten mit einem Schwamm und Wasser.
Auf einen Blick
  • Grauschleier nach dem Verfugen abspülen
  • Zementschleierentferner einsetzen
So geht das

Der Grauschleier, den das Verfugen auf den Natursteinen hinterlässt, entfernst du mit klarem Wasser. Darauf folgt die Behandlung mit einem Zementschleierentferner.

Alle Reinigungsmittel müssen zum verlegten Stein passen, sonst kann die Oberfläche angegriffen werden. Säurehaltige Lösungen schaden beispielsweise Kalksteinen und sollten nicht in Kontakt mit den Fugen kommen. Lasse das Mittel nach Gebrauchsanweisung auf den Steinen einwirken und entferne den Zementschleierentferner gründlich mit sauberem Wasser und einer Bürste.

So geht das

Das benötigst du für dein Projekt

  • Schotter, Kies oder Sand
  • Beton
  • Bettungsmörtel
  • Trasszement
  • Polygonalsteine
  • ggf. Begrenzungssteine
  • Zementschleierentferner
  • Abrüttelplatte
  • Wasserwaage
  • Kammspachtel
  • Scheuerbürste
  • Winkelschleifer
  • Gummihammer
  • Richtschnur
  • Arbeitshandschuhe
  • ggf. Maurerkelle

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