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Hand mit Pinsel auf Holzplatte

Holz lässt sich mit Lacken, Lasuren und Holzölen vorbeugend vor Umwelteinflüssen schützen. Was Lack, Lasur und Öl voneinander unterscheidet und worauf es bei der Verarbeitung jeweils ankommt, zeigt dir dieser Ratgeber.

Wie schützt man Holz im Außenbereich?

Im Außenbereich ist Holz Hitze, Kälte und Regen ausgesetzt. Durch Sonneneinstrahlung verblasst die Oberfläche und das Holz kann mit der Zeit spröde werden. Regen lässt Holzmöbel morsch werden und an Stabilität einbüßen. Bestimmte Pilze und Insekten wie der Hausbockkäfer können dem Holz ohne ausreichenden Schutz zu schaffen machen. Mit Lack, Lasur oder Holzöl schützt du das Naturmaterial, beugst vorzeitiger Vergrauung, dem Aufquellen sowie Schädlingsbefall vor.

Welches Produkt das passende für dich ist, hängt neben den Witterungsverhältnissen von der Holzart und dem gewünschten Pflegeaufwand ab. Je nach Belastung solltest du die Schutzschicht nach 1 bis 5 Jahren erneuern.

Hinweis: Im Innenbereich und in Wohnräumen solltest du auf Holzschutzmittel verzichten. Die Mittel zählen zu den Bioziden, die wirksam in der Bekämpfung gegen Pilze, Bakterien und andere Schadorganismen sind. Sie enthalten auch Insektizide, um das Holz wirksam zu schützen. Da sie in die Raumluft ausdünsten und die Gesundheit beeinträchtigen können, sollten sie nur außen Anwendung finden.

Handwerker hält eine Dose mit Lack und einem Pinsel.

Holzschutz im Überblick

Merkmale
Lack
  • Deckender Anstrich

  • Viele Farben erhältlich

Lasur
  • Unsichtbarer Schutz

  • Maserung bleibt erhalten

  • Dickschichtlasur verwenden für maßhaltige Teile

Öl
  • Schutz vor Vergrauung, Austrocknung, Rissbildung

  • Auffrischung der Farben

  • Lange Haltbarkeit

Anwendungen
Lack
  • Möbel (Acryllack)

  • Fenster (Kunstharzlack)

  • Spielzeug (lösemittelarmer Speziallack)

Lasur
  • Gartenhäuser

  • Zäune, Sichtschutz

  • Hochbeete

  • Fenster und Türen (Dickschichtlasur)

  • Carports

Öl
  • Terrassendielen

  • Holzmöbel, Gartenmöbel

LackLasurÖl
Merkmale
  • Deckender Anstrich

  • Viele Farben erhältlich

  • Unsichtbarer Schutz

  • Maserung bleibt erhalten

  • Dickschichtlasur verwenden für maßhaltige Teile

  • Schutz vor Vergrauung, Austrocknung, Rissbildung

  • Auffrischung der Farben

  • Lange Haltbarkeit

Anwendungen
  • Möbel (Acryllack)

  • Fenster (Kunstharzlack)

  • Spielzeug (lösemittelarmer Speziallack)

  • Gartenhäuser

  • Zäune, Sichtschutz

  • Hochbeete

  • Fenster und Türen (Dickschichtlasur)

  • Carports

  • Terrassendielen

  • Holzmöbel, Gartenmöbel

Holzschutz mit Lack

Eine Lackierung schützt Holz vor Umwelteinflüssen und erhöht die Strapazierfähigkeit. Mit dekorativen Neu- und Renovierungsanstrichen verschönert Lack zudem das Holz. Beachte, dass Lack ein deckender Anstrich ist und die natürliche Maserung des Holzes nach dem Lackieren nicht mehr zu sehen ist.

Abhängig vom Objekt und deinen persönlichen Vorstellungen wählst du den passenden Lack. Buntlacke gibt es sowohl in zahlreichen Farben als auch mit unterschiedlicher Oberflächenoptik. Zudem sind Buntlacke als Acryllack und als Kunstharzlack erhältlich. Für maßhaltige Holzelemente wie Fenster bieten sich robuste, lösemittelhaltige Kunstharzlacke an. Für Holzmöbel eignen sich eher schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke.

Im Außenbereich bieten Wetterschutzfarben farbig deckenden Holzschutz vor Witterungseinflüssen wie UV-Strahlen und Regen. Wetterschutzfarben sind für alle nicht maßhaltigen Holzuntergründe geeignet, die einen farbig deckenden Anstrich benötigen, beispielsweise am Holzzaun.

Wie du Holz vorbeugend mit Lack schützt, erfährst du in unserer Video-Anleitung oder detailliert in der Schritt-für-Schritt-Anleitung, die du dir auch als PDF-Datei herunterladen und ausdrucken kannst.

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Holzschutz mit Lasur

Eine Lasur ist eine farbtongebende, jedoch transparente Holzbeschichtung. Da sie nicht deckt, bleibt die natürliche Maserung auch nach der Behandlung mit dem Wirkstoff sichtbar. Zusätzlich zum optischen Effekt schützt die Lasur das Holz vor Witterungseinflüssen und macht es haltbarer und widerstandsfähiger.

Generell lassen sich Dünnschicht- und Dickschichtlasuren unterscheiden. Bei Dünnschichtvarianten dringt die Lasur tief in das Holz ein, schützt es also von innen. Sie eignen sich somit ideal für die Beschichtung nicht maßhaltiger Bauteile, wie zum Beispiel Zäune oder Sichtblenden. Dickschichtlasuren dagegen bilden einen lackähnlichen Film auf der Holzoberfläche. Diese Lasuren bieten insbesondere für maßhaltige Bauteile, wie zum Beispiel Dachstühle, Fenster und Türen, einen wirksamen Schutz vor eindringender Feuchtigkeit.

Hinweis: Die meisten Holzlasuren sind nicht für Holzfußböden geeignet, da die Beanspruchung durch Gebrauch und Abnutzung in diesem Bereich zu hoch ist. Außerdem setzt du Holzlasuren aufgrund enthaltener Biozide und Insektizide nur im Außenbereich ein.

In der Schritt-für-Schritt-Anleitung sowie dem Video erfährst du detailliert, wie du Holz mit Lasur schützt.

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Holzschutz mit Öl

Hand mit Pinsel und Holzöl auf Terrassendielen

Unbehandeltes Holz trocknet mit der Zeit aus und neigt zum Vergrauen. Regelmäßige Pflege mit Holzöl verlängert die Haltbarkeit sichtbar: Das Öl dringt tief in das Holz ein, betont die natürliche Maserung und intensiviert den Farbton. Das Einsatzgebiet von Holzölen konzentriert sich auf Terrassenböden sowie Holzmöbel im Innen- und Außenbereich, zum Beispiel Balkonmöbel.

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Lackieren, Lasieren, Ölen: Tipps für ein gutes Ergebnis

Holzstühle auf geölter Terrasse

Bevor du Holz mit Holzschutzmittel lackierst, lasierst oder ölst, muss das Material trocken, sauber, tragfähig und fettfrei sein. Nach einer gründlichen Reinigung trägst du die passende Holzgrundierung auf. Sie erzeugt aufnahmefähige Oberflächen für lang anhaltende Endanstriche. Je nach Untergrund und Einsatzzweck trägst du einen Lack, eine Lasur oder ein Öl auf, nachdem der Grund trocken ist.

Beachte außerdem, dass ein Lackanstrich im Regelfall aus einem Grund-, Zwischen- und Endanstrich besteht. Vor und zwischen den jeweiligen Anstrichen schleifst du das Holz an. So entfernst du einerseits Unebenheiten im Holz, andererseits verbesserst du durch das Aufrauen mit einem Schleifmittel die Haftung der nachfolgenden Beschichtung. Ein Klarlack als Finish erhöht die Strapazierfähigkeit zusätzlich.

Das richtige Werkzeug für Lack, Lasur und Öl

Holzschutzlasur wird mit Pinsel auf Holz aufgetragen.

Entscheidend für das Streichergebnis ist die Wahl der richtigen Malerwerkzeuge. Zum Lackieren und Ölen eignen sich Pinsel mit breitem Stiel, die in verschiedenen Größen erhältlich sind. Für einfache, gerade Oberflächen und Bauteile kannst du breite Pinsel verwenden, bei verwinkelten Flächen und feinen Arbeiten sind schmalere Ausführungen zu empfehlen.

Öl lässt sich zudem mithilfe eines Tuchs oder Schwamms auftragen. Für das Lasieren gibt es spezielle Lasurpinsel. Sonderformen erhältst du abgestimmt auf das Einsatzgebiet, zum Beispiel Fensterpinsel.

Zum Lackieren größerer Flächen empfehlen sich Farbroller. Der Lack wird idealerweise mit einem kurzflorigen Mikrofaser-Lackierroller aufgetragen und direkt im Anschluss mit einer feinporigen Schaumstoffrolle nachgearbeitet.

Hinweis: Damit die Borsten des Pinsels beim Umgang mit wasserbasierten Lacken und Lasuren nicht aufquellen, kommt es auf das passende Malerwerkzeug an. Diesbezüglich informieren die Hersteller der Produkte.

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Was ist besser für Holz: Lasur oder Öl?

Beide Holzschutzmittel haben gemeinsam, dass sie das Holz schützen und für eine Langlebigkeit des Bauteils oder der Möbel sorgen. Durch die enthaltenen Biozide und Insektizide wirken sie auch vorbeugend gegen den Befall durch Insekten oder Pilze.

Sowohl durch Lackieren als auch mit einer Lasur kannst du Holzarten schützen. Lack bildet auf der Holzoberfläche eine Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und andere Umwelteinflüsse. Durch äußere Kräfte kann der Lack beschädigt werden, sodass Teile abplatzen. Um Schäden am Holz zu vermeiden, solltest du die Stelle zeitnah ausbessern.

Eine Lackschicht ist dicker als eine Lasur und verdeckt in der Regel die Holzmaserung. Dadurch ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten: Mit Buntlack kannst du dem Produkt einen neuen Anstrich geben. Anders ist das beim Klarlack, der die Sicht auf die Holzstruktur freigibt.

Eine Holzlasur dringt in das Holz ein und schützt es von innen. Wir empfehlen, eine Lasur jährlich zu erneuern. Eine Dickschichtlasur enthält mehr Feststoffanteile als eine Dünnschichtlasur, sodass sich ein schützender Film auf dem hölzernen Produkt bildet. Ähnlich wie beim Lack besteht dadurch bei Schlägen die Gefahr, dass Teile der Schutzschicht abplatzen.

Tipp: Auch Holzöl dringt in das Material ein und schützt das Holz vor dem Austrocknen und verhindert bei regelmäßiger Anwendung, dass sich Risse im Holz bilden. Durch eine Holzölschicht beugst du zudem dem vorzeitigen Vergrauen vor.

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Holzschutzmittel ohne Biozide auswählen

von Holzwurm befallenes Holz

Biozide und Insektizide können die Gesundheit beeinträchtigen und bekämpfen nicht nur unerwünschte Insekten, sondern können auch schädlich für Nützlinge sein. Mittlerweile sind einige Biozide wie Lindan verboten und es gibt immer mehr schadstoffarme Holzschutzmittel.

Produkte ohne Biozide sind häufig mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ gekennzeichnet. Statt chemischer Wirkstoffe enthalten die Holzschutzmittel Silikate, Salze und Harz und schützen so das Holz vor dem Befall durch Insekten oder Bakterien.

Sind Schädlinge in das Holz eingedrungen, kann es mittels eines Heißluftverfahrens behandelt werden. Dazu wird das Bauteil so erhitzt, dass es an der dicksten Stelle 60 °C heiß wird. Diese Hitze muss mindestens eine Stunde auf das Holz einwirken, damit es vom Befall befreit wird. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Möbel ohne chemische Holzschutzmittel auskommen, die auch auf die Gesundheit des Menschen negative Auswirkungen haben können. Das Heißluftverfahren kann sowohl bei kleinen Möbeln als auch bei Dachstühlen angewendet werden.

FAQ – Fragen und Antworten zu Holzschutzmitteln

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