
Teichsicherung im heimischen Garten
Wie jedes andere Gewässer auch, kann der eigene Gartenteich eine Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder und Tiere bedeuten. Mit wenigen Maßnahmen verwandelst du deinen Teich nicht nur in einen optisch ansprechenden, sondern auch sicheren Platz. Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du eine wirkungsvolle Teichsicherung umsetzt und was du dafür benötigst.
Teichsicherung ist ein Muss
Ein Gartenteich ist faszinierend – nicht nur für Erwachsene, sondern besonders für Kinder, denn sie verbinden mit dem Wasser Spiel und Spaß. Dabei können sie in der Regel noch nicht einschätzen, was sich unter der Wasseroberfläche befindet und wie tief der Teich eigentlich ist. Für die Besitzer ist es deshalb ratsam, die Gefahr für die Kleinen mit Sicherungsmaßnahmen einzudämmen. Auf diese Weise verhinderst du Unfälle aller Art. Aber wie genau kannst du einen Teich kindersicher machen? Ganz einfach: Mit Zäunen, Metallgittern oder Netzen sicherst du den Teichrand wirkungsvoll ab. Und das richtige Terrain rund um den Teich ermöglicht den Ausstieg im Ernstfall. Bei Hochteichen raten wir dir generell zu einer Kindersicherung.
Außerdem kannst du bereits bei der Planung des Teiches an Sicherungsmaßnahmen denken. Ein Teichrand mit flachen Uferzonen bietet in Sachen Kindersicherung deutliche Vorteil gegenüber steilen Rändern. An Steinen, die du am Teichrand platzierst, können sich Personen festhalten, falls sie tatsächlich einmal ins Wasser fallen. Auch Tiere profitieren von dieser Ausstiegshilfe. Eine üppige Bepflanzung am Gartenteich sieht nicht nur toll aus, sondern verhindert gleichzeitig, dass Kinder zu nah ans Wasser gelangen. So vereinst du einen kindersicheren Teich mit einer ansprechenden Optik.
Teichsicherung mit einem Zaun
Der klassische Weg, um im Garten verschiedene Bereiche abzugrenzen, ist der Zaun. Gerade bei der Teichsicherung sorgt eine Umzäunung dafür, dass niemand versehentlich in den Teich fällt. Eine kostengünstige Variante ist die Montage sogenannter Steckzäune. Diese platzierst du mit etwas Druck im Boden und sicherst so den Teich. Steckzäune zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität und besondere Materialvielfalt aus. Du kannst ein System von Steckzäunen jederzeit erweitern oder verkleinern. Noch mehr Stabilität erhältst du mit einer Umzäunung, die im Boden fest mit Fundamenten verankert ist. Hierbei solltest du aber bedenken, dass du mehr Zeit für den Aufbau aufwenden musst. Eine schnelle Lösung ist ein Maschendrahtzaun. Unabhängig von der Art des Zaunes empfehlen wir dir eine Mindesthöhe von circa einem Meter.
Viele Teichbesitzer schätzen zwar den Sicherheitsaspekt eines Zaunes, haben aber Bedenken in Bezug auf die Optik. Da eine Umzäunung den Blick auf den Teich einschränken kann, ist es ratsam, die Begrenzung in das Gesamtkonzept des Teiches zu integrieren. Eine passende Bepflanzung sorgt dafür, dass der Teichzaun nicht nur kindersicher ist, sondern dir auch optisch gefällt. Als Alternative raten wir dir zu natürlichen Begrenzungen wie dichten Hecken oder Rosensträuchern.

Teichsicherung per Gitter oder Netz
Wenn du keinen Zaun um das heimische Gewässer errichten möchtest, kommen alternativ sogenannte Teichgitter in Frage. Diese Metallgitter liegen je nach Art deines Teiches über der Wasseroberfläche oder befinden sich knapp darunter. Die aufliegende Variante setzt du zum Beispiel bei Gartenteichen ein, die eine feste Umrandung aus Stein oder Holz haben. An dieser kannst du das Gitter verschrauben. Auch für Hochteiche ist ein Gitter die ideale Teichabdeckung.
Bei der Gitter-Variante unterhalb der Wasseroberfläche findet die Verankerung am Teichrand statt. Das Metallgitter selbst ist dann fast unsichtbar. Fauna und Flora beeinträchtigt die Sicherungsmaßnahme in der Regel nicht. Die Teichbewohner schwimmen einfach durch die Teichabdeckung und die Pflanzen bahnen sich ebenfalls ihren Weg durch das Gitter. Mit einem Teichgitter verhinderst du zwar nicht, dass eine Person in den Teich fällt – du garantierst aber, dass sie nicht untergehen kann.
Es gibt zudem sogenannte Teichnetze. Über den Teich gespannt, sorgen sie zunächst einmal dafür, dass keine Blätter oder andere Gegenstände in den Teich fallen. Als Kindersicherung eignen sich die Netze vor allem für den temporären Einsatz, beispielsweise bei einer Feierlichkeit im eigenen Garten. Das Netz baust du nämlich schnell auf und wieder ab. Bei einem Netz ist die Verankerung wichtig, um im Ernstfall das Gewicht eines Kindes tragen zu können.

Gartenteich sichern – der rechtliche Rahmen
Eine gesetzliche Pflicht für die Teichsicherung besteht nicht. Du solltest allerdings beachten, dass du bei Unfällen zur Rechenschaft gezogen werden kannst, wenn dein Gartenteich zum Beispiel frei zugänglich ist. Wie muss ein Teich also gesichert sein, um rechtliche Konsequenzen auszuschließen? Generell gilt, dass dein Grundstück eingezäunt sein sollte. Somit gewährleistest du, dass keine anderen Personen in die Nähe des Teiches gelangen. Wohnen Kinder in der direkten Nachbarschaft, ist eine Teichsicherung angebracht, da die Kleinen die potenzielle Gefahr des Teiches noch nicht einschätzen können.
Die Nutzung von Teichnetzen kann gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Vögel oder Säugetiere können sich in der Teichabdeckung verfangen und dadurch ertrinken. Deshalb empfehlen wir, auf Teichnetze zur Abwehr von Fischreihern oder anderen Räubern eher zu verzichten und diese Methode der Teichnutzung nur temporär zu nutzen.









