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Teichfilteranlagen - Tipps & Infos

Zuletzt aktualisiert: 03.12.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Gartenteich mit Skimmer, auf dem ein Frosch sitzt.

Der Ratgeber zeigt, welcher Teichfilter sich für welchen Gartenteich eignet. Erfahre, wie du Teichfilter in Betrieb nimmst und was du bei der Installation der Filteranlage beachten solltest. Außerdem bekommst du hilfreiche Informationen zum UV-C-Klärer und zur Teichpumpe.

Teichfilteranlagen für sauberes Wasser im Gartenteich

Die meisten Gartenteiche benötigen eine Teichfilteranlage, um das Wasser sauber und klar zu halten. Insbesondere bei Gartenteichen mit dichtem Fischbesatz ist eine funktionstüchtige Filteranlage unverzichtbar. Die Teichfilteranlage entfernt Schmutzpartikel aus dem Wasser, sie verhindert die Grünfärbung des Wassers und stabilisiert das biologische Gleichgewicht

Eine Teichfilteranlage besteht üblicherweise aus zwei Komponenten, dem Filter und der Teichpumpe. Die Pumpe hat die Aufgabe, das Wasser über den Filter in den Gartenteich zu pumpen. Der Filter besteht je nach Anlage aus mehreren Filterstufen.

Eine UV-Bestrahlung mithilfe eines UV-C-Wasserklärers im Vorlauf des Filters beseitigt bereits einen Teil der Bakterien. Außerdem sorgt das UV-Licht für ein Verklumpen der freischwebenden Algen, sodass diese in den nachfolgenden Filterstufen leichter ausgefiltert werden können.

Bei der mechanischen Filterung werden größere Partikel aus dem Teichwasser herausgefiltert. Laub, Futterreste, die verklumpten Algen und andere Teilchen werden hier aus dem Teichwasser entfernt. Grobe mechanische Filter werden auch Vorfilter genannt. 

Bei der biologischen Filterung sorgen Bakterien dafür, dass Stoffwechselprodukte der Fische zersetzt werden. Diese Bakterien leben auf dem Filtermaterial. Sie bauen giftige Stoffe wie Ammonium und Nitrit ab und wandeln es zu unschädlichem Nitrat um.
 

Teichfilteranlagen findest du im OBI Online-Shop

Teichfilteranlagen Komplett-Sets für jeden Gartenteich

Bei einem Teichfilter-Set sind bereits alle nötigen Geräte sowie Bauteile, Schläuche und Anschlüsse für die Installation und Inbetriebnahme enthalten. Je nach Einsatzzweck und örtlichen Gegebenheiten stehen unterschiedliche Teichfilteranlagen für unterschiedliche Teicharten und Teichgrößen zur Auswahl. Die meistverbreiteten Modelle sind die klassischen Bio-Teichfilter und die sogenannten Druckfilter.

Beim klassischen Teichfilter sickert das Wasser beispielsweise in einer Filtertonne durch mehrere Schichten Filtermaterialien und anschließend über einen Schlauch in den Teich zurück. Bewährte Filtermedien sind Filterbürsten, Filterwürfel und Filtermatten. Damit die Funktion dieser Teichfilter gewährleistet ist, muss das Wasser frei in den Teich zurückfließen können. Das heißt, dieser Teichfilter sollte etwas höher als die Wasseroberfläche aufgestellt werden.

Möchtest du das Wasser aus dem Teichfilter zu einem höher gelegenen Bachlauf oder Wasserfall leiten, sollte ein Druckfilter zum Einsatz kommen. Dieser Teichfilter leitet das Wasser nach dem Filtervorgang in die Höhe. Er ist zumeist durch spezielle Mechanismen einfach zu reinigen und besitzt oft ein integriertes UV-C-Gerät.

Hast du dich für das passende Teichfilter Modell entschieden, solltest du weitere Kriterien für den Kauf der passenden Anlage beachten.

Für die Wahl der geeigneten Teichfilteranlage gibt es verschiedene Kriterien:

  • Teichgröße und Wasservolumen: Entscheidend für die Wahl des passenden Teichfilters sind die Teichgröße und das Wasservolumen. Hast du deinen Teich selbst angelegt, achte darauf, wie viel Wasser du für deinen Teich benötigst. Bei Fertigteichen beachte die Angaben des Herstellers.
  • Fischbesatz: Ein dichter Fischbesatz erfordert eine leistungsstärkere Filteranlage. Bedenke dabei, dass kleinere Fische wie zum Beispiel Bitterlinge oder Moderlieschen das Filtersystem kaum oder gar nicht belasten.
  • Standort: Liegt der Gartenteich die meiste Zeit des Tages in der Sonne, erwärmt er sich stärker. Wärmeres Wasser fördert die Algenbildung, sodass hier eine leistungsstärkere Filteranlage erforderlich ist. Ein Standort im Schatten oder Halbschatten hingegen stellt eine geringere Belastung des Teichwassers dar.

Installation der Filteranlage

Zur Installation des Teichfiltersystems schraube zuerst die Schlauchstutzen auf den UV-C-Klärer und die Pumpe auf. Danach verbinde Pumpe und Filter sowie UV-C-Klärer mit dem Schlauch.

Setze jetzt die Pumpe in den Teich. Positioniere die Teichpumpe möglichst nicht an der tiefsten Stelle im Teich, sondern etwas höher. So kann sie auch Schmutz aus der mittleren Teichschicht gut aufnehmen.

Den Teichfilter stellst du außerhalb des Teichs waagerecht und etwas höher auf, damit das Wasser wieder selbstständig in den Gartenteich zurücklaufen kann. Einen Druckfilter kannst du auch seitlich am Teich unterhalb der Wasseroberfläche eingraben.

Teichfilteranlage mit Zubehör und Schlauch.

Vor der Inbetriebnahme der Filtersysteme

Vor Inbetriebnahme der Filteranlage entfernst du abgestorbene oder verwelkte Pflanzen und setzt neue Teichpflanzen ein. Nur wenn der Teich mindestens zu 30 % bepflanzt ist, kann sich ein biologisches Gleichgewicht einstellen. Sauge die Schlammschicht vom Bodengrund ab, die sich über Herbst und Winter angesetzt hat. Nutze einen Schlammsauger für die Teichreinigung.

Gärtner reinigt Gartenteich mit Teichsauger.

Inbetriebnahme der Filteranlage

Teichfilteranlage in grün steht am Teich mit Uferbepflanzung.

Schalte die Pumpe und den UV-C-Teichklärer ein. Lass die Teichpumpe und den Filter stets volle 24 Stunden laufen, um ein optimales Reinigungsergebnis und eine gute Sauerstoffversorgung im Teich zu gewährleisten. Den UV-C-Wasserklärer dagegen hältst du tagsüber nur stundenweise in Betrieb. Nachts kannst du die UV-Lampe ausschalten.

Die Laufzeit des UV-C-Klärers hängt von der Trübung des Wassers ab:

  • Sehr stark getrübtes Wasser (undurchsichtig) = 12 Stunden täglich
  • Stark getrübtes Wasser (wenige Zentimeter durchsichtig) = 8 Stunden täglich
  • Leicht getrübtes Teichwasser (ca. 50 cm Sicht) = 4 Stunden täglich

Zubehör für den Gartenteich im OBI Online-Shop

Teichfilteranlage reinigen und warten

Reinige die Filterschwämme des Teichfilters nur bei sichtbarer Verschmutzung. Wenn eine Reinigung des Filtersystems notwendig ist, spüle die Schwämme in einem Eimer mit Teichwasser grob aus. Dank schonender Vorgehensweise stellst du sicher, dass die positiven Mikroorganismen nicht aus dem Teichfilter entfernt werden. Die Bio-Kugeln des Teichfilters solltest du möglichst nicht reinigen, da sonst die Bakterienkulturen zerstört werden können.

Die im Filtersystem enthaltene Teichpumpe ist relativ wartungsarm, sodass du das Gehäuse der Pumpe nur ab und zu von Schmutz befreien solltest. Bei nachlassender Förderleistung der Pumpe tauschst du gegebenenfalls das Flügelrad aus.

Spüle etwa einmal im Monat je nach Verschmutzung die Schmutzablagerungen am Bodengrund des Teichfilters weg. Bei Modulfiltern öffnest du dazu lediglich die Verschlusskappe am Boden des Filters und spülst ihn mit einem Gartenschlauch vorsichtig aus. Entnehme beim Druckfilter zunächst die Filtermaterialien, bevor du den Teichfilter dann umsichtig reinigst.

Hinweis: Beachte zur Pflege und Wartung bei allen Elementen deiner Teichfilteranlage die jeweiligen Gebrauchshinweise des Herstellers.

Ein Mensch reinigt Filtermatten einer Teichfilteranlage.

Teichfilteranlage auf den Winter vorbereiten

Entnehme dem Teichfilter zum Überwintern wiederum alle Filtermaterialien und lagere diese nach sorgsamer Reinigung in einem frostsicheren Raum ein. Der komplett vom Wasser befreite Filterkasten des Filters kann gegebenenfalls auch draußen überwintern.

Wenn dein Teich nicht tiefer als 80 cm ist, solltest du die Teichpumpe zum Winter hin entnehmen und in einem Eimer Wasser frostsicher lagern. Einige Filtersysteme bieten aber auch Pumpen, die unabhängig von der Teichtiefe bis -20 °C im Teich überwintern können. Der UV-C-Klärer kann ebenso problemlos draußen überwintern. Um mit der maximalen UV-Energie gegen Algen und Keime vorzugehen, tausche die UV-C-Lampe bestenfalls nach jeder Teichsaison aus. Den Glaskolben reinigst du einmal im Jahr mit einem feuchten Tuch, um Schwärzungen zu entfernen.

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