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Fische für den Gartenteich

Zuletzt aktualisiert: 16.06.20204 MinutenVon: OBI Redaktion
Goldfische schwimmen in einem mit Steinen angelegten Teich

Der Gartenteich ist ein eigenes Ökosystem, in dem sich zahlreiche Lebewesen ansiedeln. Neben Insekten, Mikroorganismen, Amphibien und Pflanzen fühlen sich dort besonders Fische wohl.

Der Teich – ein Ökosystem

Ein Koi schwimmt zwischen Seerosenblättern

Bevor du deinen Gartenteich mit Fischen und anderen Lebewesen bereicherst, muss das frische Wasser im Gartenteich etwa zwei Wochen lang bei laufendem Filter und durch Zugabe von Filterbakterien umgewälzt werden. Diese Bakterien bauen die Schadstoffe im Wasser ab und bieten den Teichfischen einen gesunden Lebensraum. Außerdem halten sie das Ökosystem im Gartenteich aufrecht.

Obwohl farbenfrohe Fische wie der Goldfisch oder der Koi aufgrund ihrer Optik besonders beliebt sind, kommt es bei der Auswahl der passenden Fische für deinen Teich auf andere Aspekte an. Beziehe zudem je nach Größe des Gartenteichs auch Biotopfische wie Bitterlinge, Gründlinge und Moderlieschen mit ein. Letztendlich stellen alle Fische jedoch die gleiche Anforderung an einen Teich: sauberes Wasser mit konstant hoher Qualität.

Fische für größere Gartenteiche

Kois schwimmen in einem bunt bepflanzten Teich.

Großer Beliebtheit unter den Fischenarten für den Gartenteich erfreut sich der Koikarpfen. Die prachtvollen Fische fallen unter anderem durch ihr buntes Schuppenkleid auf. Die bis zu 80 cm groß werdenden Teichfische benötigen einen großzügig bemessenen Teich mit einer hochwertigen Filteranlage sowie spezielles Koifutter. Der Koi fühlt sich in der Gesellschaft mehrerer Artgenossen besonders wohl.

Wesentlich kleiner und verbreiteter als Kois sind Goldfische sowie ihre Zuchtformen, die farbenfrohen Shubunkins und Schleierschwänze. Goldfische sind verhältnismäßig anspruchslos und können auch von weniger erfahrenen Tierfreunden gehalten werden.

Die Goldorfe glänzt ähnlich wie der Goldfisch orangerot oder silber-weißlich, während die Blauorfe einen blau gefärbten Rücken vorweist. Beide Fische halten sich gerne nah an der Wasseroberfläche auf und sind daher gut zu beobachten. Sie alle fühlen sich in einem Schwarm von mindestens acht Tieren am wohlsten.

Eine weitere Bereicherung für größere Zierteiche sind die bis zu 40 cm groß werdenden Nasen. Auch diese Teichfische bevorzugen es, im Schwarm gehalten zu werden und „grasen“ den Gartenteich nach Algen ab.

Fische für kleinere Gartenteiche

Ein kleiner Teich der am Rand üppig bepflanzt ist.

Nicht jeder Garten bietet ausreichend Platz für einen großen Teich. Aber auch ein kleinerer Gartenteich ist eine schöne Bereicherung für den eigenen Außenbereich. Um Fischen hier ausreichend Lebensraum zu bieten, sollte der Miniteich etwa 500 Liter Fassungsvermögen haben. Beachte, dass zudem eine Wassertiefe von mindestens 1 m benötigt wird, wenn die Fische im Freien überwintern sollen.

Zu den geeigneten Arten für einen kleinen Teich zählen unter anderem die Bitterlinge. Sie werden bis zu 9 cm groß und fühlen sich in einem Schwarm von mindestens zehn Fischen am wohlsten. Zusätzlich stellen diese Karpfen wenig Ansprüche an ihr Futter und haben lediglich bei der Fortpflanzung einen Sonderwunsch: Bitterlinge benötigen Teichmuscheln, um ihren Laich darin abzulegen. Teichmuscheln leben zudem nicht nur in einer Symbiose mit dem Bitterling, sondern ernähren sich auch von Schwebealgen im Wasser. Ab einer Menge von drei bis vier Teichmuscheln auf 1 m³ Wasser filtern die Muscheln das Wasser im Teich.
  
Auch das Moderlieschen und die Elritze gehören zu den Fischen, die sich gut für einen kleineren Gartenteich eignen. Die Tiere werden zwischen 6 und 9 cm groß und legen ein ausgeprägtes Schwarmverhalten an den Tag. Halte daher mindestens 15 Artgenossen bei den Moderlieschen und Elritzen. Die kleinen Fische befinden sich übrigens gerne in der Nähe der Wasseroberfläche und lassen sich somit gut beobachten.

Naturnahes Biotop mit heimischen Fischen

Ein naturnaher Teich voller Wasserpflanzen

Möchtest du einen möglichst naturnahen Teich in deinem Garten anlegen, halte vor allem heimische Fischarten. Dazu zählen beispielsweise das Moderlieschen, der Bitterling und auch der Gründling. Letztere Teichfische werden bis zu 15 cm lang und die Tiere fühlen sich in einem Gartenteich mit klarem und fließendem Wasser am wohlsten. Den Gründling hältst du – wie die meisten Fische – idealerweise mit mehreren Artgenossen. Elritze stammen ebenfalls aus heimischen Gewässern und freuen sich über ähnliche Bedingungen wie Gründlinge.

Tipp: Wenn du Elritzen regelmäßig mit Trockenfutter fütterst, werden die Teichfische oft schnell zutraulich. Die Stelle der Ausgabe für das Futter merken sich die kleinen Schwarmfische gut.

Auf diese Fische solltest du verzichten

Ein Sterlet schwimmt in einem Gewässer

Nicht jeder Fisch wird in jedem Gartenteich heimisch. Der Stör wird beispielsweise mit 2 bis 4 m Länge meist viel zu groß, um sich in einem Teich wohlzufühlen. Einzig die Stör-Art Sterlet kommt als Teichfisch infrage. Aber auch für diese Tiere muss dein Gartenteich verhältnismäßig groß sein. Abzuraten ist außerdem von den aggressiven Raubfischen Flussbarsch und Dreistacheliger Stichling. Letzterer Teichfisch wirkt auf den ersten Blick zwar harmlos, vermehrt sich jedoch schnell. Er verspeist sowohl Kaulquappen als auch den Laich anderer Fische und bedroht damit das natürliche Gleichgewicht deines Teichs.

Der Blaubandbärbling ist ein vergleichsweise friedlicher Fisch, dennoch kann er für die anderen Teichbewohner zur Bedrohung werden: Dieser Teichfisch vermehrt sich ebenfalls extrem schnell und macht anderen Tieren somit die Nahrung streitig. Als Gefahr für Teichpflanzen gilt der Graskarpfen, denn die rund 1 m großen Asiaten vertilgen mit Vorliebe jegliches Grünzeug in ihrer Umgebung. Die Fische werden häufig als Algenvernichter angepriesen, doch tatsächlich vertilgen sie diese erst, wenn alle anderen Nahrungsquellen erschöpft sind.

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