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Fische in den Teich einsetzen

Zuletzt aktualisiert: 16.06.20204 Minuten
Kind füttert Fische im Teich.

Der neue Gartenteich ist endlich fertig, nun sollen Fische wie zum Beispiel der Goldfisch oder der Koi die Wasserlandschaft beleben. Wir erklären dir, wie die Besiedlung deines Gartenteiches mit Teichfischen gelingt, wann der optimale Zeitpunkt für das Einsetzen der Fische ist und worauf du noch achten solltest.

Fische einsetzen: Der richtige Zeitpunkt

Eine gute Zeit, um Fische – beispielsweise Goldfische – in den Gartenteich zu setzen, ist der Frühling. Wenn die Temperaturen langsam wieder steigen und der Winter gerade vorbei ist, haben die Fische bis zur nächsten Kälteperiode genügend Zeit zur Eingewöhnung. Prinzipiell kannst du zwar auch im Sommer Teichfische einsetzen, doch rückt der Herbst mit kühleren Temperaturen näher, solltest du das Vorhaben lieber auf das nächste Frühjahr verschieben. Wichtig: Eine neue Teichlandschaft benötigt ausreichend Zeit, um in ein biologisches Gleichgewicht zu kommen. Außerdem muss der Gartenteich für die Fische eine optimale Wasserqualität mit entsprechenden Wasserwerten sowie eine verlässliche Versorgung mit Sauerstoff bieten. Teichpflanzen benötigen ca. 12 Wochen, um sich im neuen Biotop zu etablieren, danach können die Fische eingesetzt werden.


Auch wenn du neue Fische in einen schon länger bewohnten Teich setzen möchtest, ist das Frühjahr die ideale Zeit. Ab einer konstanten Wassertemperatur von 12 C° kommen Teichfische aus der Winterruhe und können mit dem neuen Fischbesatz zusammengesetzt werden.

Ein idyllisch angelegter Teich mit Fischen, Steg und Liegeinsel.

Ideale Bedingungen für Fische im Gartenteich

Fische sind sehr geräuschempfindliche Tiere und empfinden Bauarbeiten rund um ihren Teich als großen Stress. Deshalb ist es notwendig, alle Arbeiten vor dem Einsetzen der Teichfische zu erledigen, um den Fischen – wie dem Goldfisch oder dem Koi – die Eingewöhnung in ihren neuen Lebensraum so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Folgende Arbeitsschritte solltest du dabei berücksichtigen:

Installiere erst deine Teichtechnik, wie Teichbelüfter, Teichfilter sowie Bachläufe, und setze dann die Wasserpflanzen an die gewünschten Stellen im Gartenteich. Sauerstoffspendende Wasserpflanzen wie Wasserpest (Elodea densa), Hornkraut (Cheratophyllum dermersum) und Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) heben zusätzlich den Sauerstoffgehalt des Teichwassers.

Um sich im Teich wohlzufühlen, brauchen die Fische eine ausreichende und gut verteilte Anzahl von Pflanzen. Diese sorgen nicht nur für eine ordentliche Wasserqualität mit guten Sauerstoff- und Wasserwerten, sondern bieten den Tieren auch die benötigten Rückzugsmöglichkeiten im Gartenteich. Einige Fischarten, darunter auch der Koi, erfordern zudem eine Filteranlage. Damit die Fische im Teich überwintern können, muss dein Gartenteich tief genug sein. Achte schon beim Anlegen auf eine Tiefe von mindestens 1 Meter.

Die letzte Vorbereitung vor dem Fischkauf ist der Wassertest. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 8,5. Die Karbonathärte sollte zwischen 8 und 14 liegen.

Idyllischer Teich mit Pflanzen, Steinen und Kies.
Koikarpfen schwimmen in einem bepflanzten Teich.

Fische in den Teich einsetzen

Bei der Besiedlung deines Teiches gehe am besten Schritt für Schritt vor. Das bedeutet: Setze nicht alle Fische, die dort leben sollen, auf einmal ein. Die meisten Arten sind sehr sozial und fühlen sich alleine oder in kleiner Zahl nicht wohl – es dürfen also auch nicht zu wenige Fische sein. Informiere dich daher beim Kauf, wie groß der Schwarm an Teichfischen mindestens sein sollte. Zum Beispiel leben Bitterlinge und Goldrotfedern in Gruppen von mindestens 10 Tieren.

Gehe beim Einsetzen der Fische sehr behutsam vor, damit die Tiere sich an die Wassertemperatur gewöhnen können. Hierzu kannst du den Fisch samt Transportbeutel auf das Wasser setzen und warten, bis der Beutelinhalt ungefähr die gleiche Temperatur wie das Teichwasser erreicht hat. Ist die Temperatur erreicht, darf der Fisch in den Gartenteich schwimmen.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Fische und ihr Transportwasser behutsam in einen Eimer zu kippen und diesen anschließend mit einem Schöpfeimer langsam mit Teichwasser zu füllen. Nach ungefähr 2 bis 3 Stunden sollten sich die Fische an das neue Wasser gewöhnt haben und können in den Teich entlassen werden. Wie viele Fische insgesamt in einem Gewässer leben können, hängt jeweils von der Körper- und Teichgröße ab. Faustregel: Ein Tier von 10 cm Länge benötigt 1 m³ Wasser.

Ein kleiner Teich mit Fischen umgeben von Steinen.

Teichmuscheln – ein natürlicher Filter

Zu den nützlichsten Mitbewohnern eines Teiches zählen die Teichmuscheln. Sie ernähren sich unter anderem von Schwebealgen, die sie aus dem Wasser herausfiltern. Eine gute Filterleistung für Teiche mit Fischbesatz erreichst du bei einem Besatz von 3 bis 4 Muscheln auf 1 m³ Wasser. Ohne Fischbesatz reichen 1 bis 2 Muscheln, um deinen Gartenteich zu filtern. Auch Teichmuscheln können bei ausreichender Wassertiefe im Gartenteich überwintern.

Neben ihrer Funktion als biologischer Filter, dienen die Muscheln den Bitterlingen als Ablageplatz für ihren Laich. Willst die kleinen Fische in deinem Teich ansiedeln und vermehren, dürfen Teichmuscheln im Wasser nicht fehlen. Achte aber darauf, dass du nur heimische Muschelarten für den Gartenteich verwendest. Per Hand lässt du die Muscheln langsam an der Randzone deines Gartenteiches in das Wasser.

Tipp: Um die Muscheln in der Mitte des Teiches zu platzieren, kannst du einen Eimer mit Sand befüllen und diesen mitsamt der Muschel an der tiefsten Stelle auf den Grund lassen. Eine Schnur am Henkel dient als Rückholsicherung.

Eine Teichmuschel zwischen Steinen.

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