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Unkraut im Rasen bekämpfen

Zuletzt aktualisiert: 26.08.20194 Minuten
Rasentrimmer mäht hohes Gras an Rasenkante

Erfahren Sie hier, wie Sie Werkzeuge, Pflanzenschutzmittel und Dünger wirkungsvoll einsetzen, sodass Ihr Rasen frei von Unkraut gedeiht.

Wie lässt sich Unkraut im Rasen bekämpfen?

Hat sich Unkraut in Ihrem Garten im Rasen verbreitet, ist es Zeit, die unerwünschten Pflanzen zu bekämpfen und vernichten. Unkraut im Rasen kommt immer dann auf, wenn das Gras durch Nährstoffmangel keine optimalen Wachstumsbedingungen hat. Denn Moos, Klee, Löwenzahn und Rasen-Schmiele – sogenanntes Schneidegras – sind strapazierfähiger als das zarte Grün und setzen sich leichter durch.

Gras bevorzugt eine sonnige, nährstoffreiche und nicht zu nasse Umgebung. Indem Sie den Rasen pflegen, düngen und das Unkraut jäten, können Sie die Bedingungen in Ihrem Garten deutlich verbessern. In der Regel sind aber weitere Maßnahmen zur Vernichtung von Unkraut notwendig: Lesen Sie hier, wie Sie mit mechanischen Mitteln, Unkrautvernichtern, Dünger und der richtigen Pflege für einen unkrautfreien Rasen sorgen.

Die richtigen Werkzeuge gegen Unkraut

Vertikutierer vertikutiert Rasen

Ein erstes wirksames Mittel für eine gleichmäßig grüne Rasenfläche ist das Vertikutieren: Ein Vertikutierer schneidet die Grasnarbe ein, entfernt Moos sowie Pflanzenreste und belüftet den Boden. Dieses Vorgehen stört teppichbildende Unkräuter wie Weißklee in ihrem Wachstum.

Das Vertikutieren bekämpft jedoch nicht jedes Unkraut. Denn Pfahlwurzler wie Löwenzahn, Wegerich und einige Sorten Klee lassen sich so nicht vernichten. Hier bietet es sich an, zu einem Unkrautstecher zu greifen und die Pflanzen einzeln samt Wurzeln herauszustechen. Wenn Sie beide Maßnahmen mehrmals im Jahr durchführen, vermeiden Sie die Bildung von zu viel Unkraut im Rasen. Es empfiehlt sich, die Rasenfläche einmal im Frühjahr und einmal im Herbst zu vertikutieren. Das Jäten von Löwenzahn, Gänseblümchen und weiteren unerwünschten Pflanzen mit dem Unkrautstecher können Sie beliebig häufig durchführen.

Pflanzenschutzmittel gegen Unkraut im Rasen

Gärtner bringt Unkrautvernichter mit blauem Streuwagen auf Rasen auf.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bekämpft die Pfahlwurzler unter den Unkräutern nicht nur händisch, sondern setzt zusätzlich einen Unkrautvernichter ein. Spezielle Klee-Unkrautvernichter und Produkte, die Rasendünger und Unkrautvernichter kombinieren, enthalten einen naturidentischen Wirkstoff, der das Wachstum von zweikeimblättrigen Pflanzen hemmt. Einblättrige Gräser bleiben davon verschont.

Damit der Unkrautvernichter Ihrer Wahl optimal wirken kann, verwenden Sie ihn an frostfreien Tagen und bewässern die Rasenfläche zuvor ausreichend. Dann bringen Sie das Mittel gleichmäßig mit einem Streuwagen auf. Das Unkraut im Rasen nimmt den Wirkstoff über die Blätter auf. Lassen Sie den Rasen also vor Gebrauch des chemischen Mittels idealerweise lang stehen.

Düngen gegen Unkraut und für einen gepflegten Rasen

Gärtner düngt Rasen im Garten mit Streuwagen.

Mit einem guten Rasendünger stellen Sie sicher, dass der Rasen optimal mit Nährstoffen versorgt ist und sich gegen die genügsameren Unkräuter behaupten kann. Darüber hinaus wächst ein gut gedüngter Rasen kräftig, dicht und nimmt meist einen satten Grünton. Dadurch sieht er besonders gepflegt aus.

Die besten Zeiten, um Ihren Rasen zu düngen, liegen im Frühjahr und im Herbst – sie überschneiden sich mit den Zeiten, zu denen sich auch das Vertikutieren anbietet. Wenn Sie beide Arbeiten miteinander verbinden, dringt der Dünger optimal in den Boden ein und erreicht auch den Wurzelbereich.

Wollen Sie vertikutieren und düngen zugleich, gehen Sie folgendermaßen vor:

Mähen Sie zuerst den Rasen, bevor sie ihn vertikutieren. Denn der Vertikutierer entfernt auch das restliche Schnittgut, sodass der Rasen besonders gut wachsen kann. Anschließend geben Sie den Dünger auf die Rasenfläche und wässern ihn vorsichtig, damit der Dünger an die Rasenwurzeln gelangt. Bei Flächen, auf denen nur noch wenig Rasen vorhanden ist, säen Sie dann zusätzlich neue Rasensamen ein.

Nach dem Mähen und Vertikutieren sollten Sie bei stärkeren Düngern wie Unkraut- oder Moosvernichtern einige Tage mit dem Düngen aussetzen, damit die „Wunden“ vom Grasschnitt sich schließen können.

PH-neutraler Boden hilft gegen Moos im Rasen

Gärtner führt pH-Wert-Schnelltest auf Rasen durch.

Haben Sie auffällig viel Moos als Unkraut im Rasen? Dann prüfen Sie am besten den pH-Wert des Bodens –mit einem pH-Wert-Schnelltest geht das schnell und einfach. Liegt das Testergebnis bei einem Wert unter 6, ist der Boden zu sauer. Der zu saure Boden behindert das Wachstum des Rasens und verschafft dem Moos einen Vorteil. In diesem Fall können Sie den Boden mit Rasenkalk oder einem speziellen Bodenaktivator behandeln, der die Säure neutralisiert.

Weitere Tipps für die Rasenpflege und gegen Unkraut

Roter Rasensprenger wässert Rasen auf dem Kind spielt

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Dank regelmäßigem Mähen und ausreichender Bewässerung bekommt Ihr Rasen ein gepflegtes Aussehen. Rasenmähen empfiehlt sich immer dann, wenn das Gras zu hoch gewachsen ist und die Halme sich allmählich zur Seite neigen.

Durch richtiges Mähen können Sie Unkraut im Rasen ebenfalls bekämpfen und am Wachsen hindern: Achten Sie darauf, den Rasen nicht zu kurz zu schneiden – die typischen Unkrautsamen benötigen Licht zum Keimen. Eine Schnitthöhe von 4 cm ist optimal. So sieht der Rasen gepflegt aus und die Halme sorgen dafür, dass der Boden schattig bleibt. Viele Rasenmäher verfügen über eine zentrale Schnitthöhenverstellung, über die Sie die Schnitthöhe für den Rasen mit einem Handgriff regulieren können.

Beim Bewässern Ihrer Rasenfläche sollten Sie ebenfalls einiges beachten, damit Sie nicht nur den Rasen pflegen, sondern gleichzeitig Unkraut bekämpfen und vernichten: Da Gras eine gewisse Feuchtigkeit benötigt, während Disteln und andere ungewünschte Pflanzen auch Trockenheit verkraften, empfiehlt es sich, den Rasen – vor allem im Sommer – regelmäßig zu bewässern. Gießen Sie großzügig, damit das Wasser bis zu den Wurzeln dringt. Außerdem bildet der Rasen so längere Wurzeln, wird stabiler und resistenter gegen Trockenheit.

Tipp: Sparen Sie Wasser, indem Sie Ihren Garten morgens bewässern, denn dann ist der Boden über Nacht abgekühlt und somit verdunstet weniger Wasser.

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