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Rasen reparieren

Zuletzt aktualisiert: 30.09.20217 MinutenVon: OBI Redaktion
Gut gepflegte Rasenfläche in einem Garten mit diverse Pflanzen

Eine attraktive und gesunde Rasenfläche wertet jeden Garten auf. Welche Möglichkeiten es gibt, einen Rasen zu reparieren, zeigen wir dir in diesem Ratgeber. Erfahre unter anderem mehr zur Vorbereitung, dem Einsatz von Saatgut und Rollrasen sowie dem Bearbeiten von Lücken und kahlen Stellen.

Wissenswertes zur Rasenreparatur

Der Rasen ist in vielen Gärten das basale Herzstück der Gartengestaltung. Die Fläche verbindet verschiedene Bereiche auf attraktive Weise miteinander. Damit Rasen dauerhaft ansehnlich und gesund bleibt, ist eine regelmäßige Rasenpflege unerlässlich. Hierzu gehören unter anderem das Rasenmähen, gelegentliches Vertikutieren und das Düngen der Grünfläche.

Doch auch die beste Pflege kann unansehnliche Rasenschäden nicht immer verhindern. Krankheiten, Schädlinge und Wetterkapriolen verursachen häufig Probleme, deren Folgen weiteres Handeln bei der Rasenpflege erfordern.

Wie kann man Rasen reparieren?

In diesem Ratgeber zeigen wir dir, wie du kahle und braune Stellen ausbesserst, Rasenkrankheiten bekämpfst und Teilflächen neu anlegst. Während es bei kleineren Fehlstellen oft schon ausreicht, eine gründlich durchgeführte Nachsaat vorzunehmen, kannst du größere Flächen beispielsweise mit Rollrasen schnell wieder ansehnlich bekommen. Auch die Auswahl des passenden Rasentyps und der richtigen Rasensamen ist essenziell für die nachhaltige Aufbereitung des eigenen Grüns.

Die Basis einer prachtvollen grünen Rasenfläche ist die optimale Aussaat. Wird das Saatgut richtig gewählt und die Aussaat korrekt durchgeführt, entwickeln sich kräftige Halme und eine dichte Grasnarbe. Beides sind ideale Voraussetzungen, die bei guter Rasenpflege einen gegen etwaige Störenfriede wie Unkraut oder Krankheiten widerstandsfähigen Rasen hervorbringen. Sollten sich trotzdem mal Lücken oder Kahlstellen bilden, lassen sich diese dann auch leichter beheben.

Wann kann ich Rasen reparieren?

Der beste Zeitpunkt für die Rasenneuanlage und die Reparatur des Rasens sind der Spätsommer und das Frühjahr, wenn die Temperaturen gemäßigt sind und der Boden wärmer als 9 °C ist.

Was brauche ich für eine Rasenreparatur?

Was du genau für die Reparatur deines Rasens benötigst, hängt von den Schäden und erforderlichen Maßnahmen ab. Generell benötigst du zumeist für eine Aufwertung der Rasenfläche und deren regelmäßigen Pflege einen geeigneten Rasenmäher oder Mähroboter, einen Vertikutierer und gegebenenfalls einen Rasentrimmer.

Des Weiteren wirst du einen passenden Rasendünger und die richtigen Rasensamen brauchen. Musst du den pH-Wert oder andere Parameter des Bodens bestimmen, um beispielsweise die Notwendigkeit einer Rasenkalkung zu prüfen, ist ein Bodentest empfehlenswert.

Ansonsten helfen dir bei der regelmäßigen Rasenpflege ein Rasenrechen, ein Streuwagen und eine Walze sowie ein Paar Gartenhandschuhe.

Rasen vor dem Ausbessern vorbereiten

Jemand bereitet eine Fläche im Garten mit einer Harke vor, um Rasen zu säen.

Bevor du eine Rasenfläche ausbessern oder Löcher im Rasen reparieren kannst, bereitest du die betroffene Stelle gründlich vor. Dazu säuberst du den Bereich und entfernst jeglichen unerwünschten Bewuchs. Das kann bei stark geschädigtem Rasen auch bedeuten, dass er an dieser Stelle komplett entfernt werden muss.

Beim Neuanlegen einer größeren Fläche arbeitest du den Boden durch Einstechen eines Spatens oder einer Grabegabel circa 20 cm tief durch. Fällt der Boden sehr lehmig aus, mische etwas Sand in die Erde, um sie durchlässiger zu machen. Umgekehrt kannst du zu sandige Böden mit Gartenerde ausbessern.

Zur Vorbereitung der neuen oder alten Rasenfläche empfiehlt sich ein spezieller Rasen-Starterdünger, der den Boden mit ausreichend Phosphor anreichert. Gerade junge Gräser benötigen viel davon.

Sobald du den Dünger eingebracht hast, harkst du die Erde solange durch, bis sie feinkrümelig ist. Das bedeutet, dass die Krumen kleiner als 1 cm ausfallen. Abschließend ebnest du die Fläche mit der Rasenwalze ein.

Hinweis: Grabe bei den Arbeiten den Boden nicht komplett um. Dunkler Oberboden und hellerer Unterboden dürfen nicht durchmischt werden, sonst gerät das Bodenleben durcheinander.

Moos aus dem Rasen entfernen

Im Falle eines Moosbefalls nutzt du einen stabilen Rechen und harkst das Moos aus der Rasenfläche. Dabei kannst du ruhig etwas rabiater vorgehen. Während das Moos die strenge Behandlung nicht verträgt, weil es meist nur locker am Boden sitzt, bekommt dem Rasen das kräftige Harken in der Regel gut.

Die Arbeit kann vor allem bei einer größeren Fläche anstrengend sein, verspricht aber meist bessere Ergebnisse als nur auf Moosvernichter zu setzen. Einen geeigneten Moosvernichter kannst du gegebenenfalls zur Unterstützung bei besonders starkem Moosbefall verwenden.

Idealerweise ist nach dem Harken kein Moos mehr im Rasen zu sehen. Bei braunen Stellen und extrem schadhaftem Rasen entfernst du die entsprechende Fläche, harkst den Untergrund anschließend ordentlich durch und nutzt anschließend eine Rasenwalze, um den Boden zu glätten.

Hinweis: Das Kalken eines Rasens wird häufig ebenfalls als Mittel gegen starken Moosbefall empfohlen. Das ist aber nicht ganz richtig. Ob dein Rasen Kalk braucht, stellst du mittels Bodentests fest. Außerdem verträgt Moos teilweise auch etwas kalkhaltigere Böden. Umgekehrt vertragen viele Gräser zu viel Kalk im Boden schlecht. Eine Überkalkung gilt es also unbedingt zu vermeiden.

Neue Rasensamen ausbringen

Eine Hand mit Rasensamen, die ausgestreut werden.

Nach der Vorarbeit säst du Rasensamen auf den kahlen und von Schäden befreiten Stellen neu aus. Wiege die Samen vor der Aussaat ab. Pro Quadratmeter benötigst du etwa 25 g Saatgut. Teile beim Aussäen per Hand größere Flächen am besten vorher in Planquadrate ein, die du mit Schnüren markierst, um die Samen gleichmäßig zu verteilen.

Säe dann mit Schwung breitwürfig aus. Führe die Aussaat nur bei windstillem Wetter durch, damit die leichten Rasensamen nicht verwehen. Raue anschließend nur die Oberfläche ganz leicht mit einem feinen Rasenrechen wieder auf. Dadurch kann Wasser leichter versickern und die Samen haben einen besseren Kontakt zur Erde.

Tipp: Mit einem Streuwagen verteilst du das Saatgut und den Starterdünger gleichmäßiger.

Hinweis: Wichtig ist, dass du das passende Saatgut für den richtigen Rasen aussäst. Setze hier auf hochwertige Rasensamen. Allzu günstige Produkte enthalten oft unausgewogene Mischungen und bringen zumeist langfristig nicht den gewünschten Erfolg.

Der richtige Rasentyp für deinen Zweck

Rollrasen verlegen

Jemand verlegt eine Bahn Rollrasen.

Neben der neuen Aussaat kannst du bei der Rasenreparatur auch auf Rollrasen setzen, wenn du schneller zum attraktiven Grün kommen möchtest. Auch in diesem Fall bereitest du die Fläche so vor, wie wir es oben erklärt haben.

Ist der Boden frei von Wildwuchs und vorbereitet, beginnst du am hinteren Ende der Fläche die erste Bahn des Rollrasens zu verlegen. Die einzelnen Rasenbahnen verlegst du wie bei Dachziegeln versetzt. Das geht je nach Größe der Rasenfläche relativ schnell und erfordert nur wenige Vorkenntnisse.

Ist die Fläche soweit ausgelegt, sorge dafür, dass sie solange nicht betreten wird, bis die Gräser eingewurzelt sind. Das dauert etwa zwei Wochen.

Lücken im Rasen ausbessern

Ein Mann bessert Lücken mit Saatgut auf einer Rasenfläche aus.

Jede Rasenfläche ist mehr oder weniger starken Beanspruchungen ausgesetzt, das Gräserwachstum wird mit der Zeit lückig oder die Fläche bekommt kahle Stellen. Das ist nicht weiter schlimm, denn die Schäden kannst du leicht beheben.

Es gibt spezielle Nachsaat-Mischungen mit besonders robusten und schnellwüchsigen Gräsersorten, die du an entsprechenden Lücken ausbringst. Lockere dazu vorher den Boden mit einem Handkultivator etwas auf und gieße den behandelten Bereich nach der Einsaat gründlich.

Fertige Nachsaat-Mischungen enthalten außer geeignetem Saatgut bereits einen Starterdünger und keimförderndes Substrat, mit dem das Ausbessern besonders gut gelingt. Berücksichtige auch hier, dass du den passenden Rasentyp für deine Fläche wählst.

Nach der Reparatur gründlich wässern

Eine Fläche mit neu gesätem Rasen wird per Sprenger gewässert.

Ob du ganz neu aussäst, einen Rollrasen verlegst oder nur Löcher im Rasen reparierst, abschließend benötigt die Fläche ausreichend Wasser. Nur so keimen die Samen und die Gräser können schnell einwurzeln. Sorge dafür, dass der Boden die nächsten Wochen nicht austrocknet.

Wässere bei Bedarf täglich, damit sich dein Rasen gesund und gut entwickelt. Bei Trockenheit beregnest du den Boden mit einem Regner mehrmals täglich für circa 15 Minuten. Je nach Sorte keimen Samen in etwa 8 bis 14 Tagen.

Wenn die jungen Gräser 8 cm bis 10 cm hoch sind, mähst du die Fläche das erste Mal. Stelle den Rasenmäher auf eine Schnitthöhe von 5 cm ein und achte darauf, dass die Messer gut geschliffen sind. Das Schnittgut entfernst du anschließend.

Krankheiten und Schäden vorbeugen

Ein weißer Pilz auf einer Rasenfläche in Nahaufnahme.

Ein langer kalter und nasser Winter kann einer Rasenfläche arg zusetzen. Dann kommt es häufig zu Pilzkrankheiten oder es treten Frostschäden auf. Dagegen kannst du vor allem vorbeugend etwas tun:

Entferne Herbstlaub immer komplett von der Rasenfläche. Laubberge sind ein tierfreundliches Angebot an Igel und andere Nützlinge, aber sie schädigen den Rasen durch geförderte Fäulnisprozesse. Verzichte daher auf die Berge auf dem Rasen.

An Frosttagen betrittst du die Rasenfläche besser nicht, damit gefrorene Halme nicht abbrechen. Treten Pilze auf, vertikutiere die Grasnarbe, um Wurzelfilz zu entfernen und den Boden zu durchlüften. Gelegentliches Vertikutieren vitalisiert den Rasen und sorgt für eine optimale Durchlüftung.

Tipp: Kalium stärkt die Halme vor dem Winter. Dazu nutzt du im Herbst einen speziellen Rasendünger, der den Boden mit wertvollen Nährstoffen anreichert und den Rasen robuster gegen Krankheiten und Frostschäden macht.

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