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Moos im Rasen

Zuletzt aktualisiert: 10.03.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Eine Person hält Moos in der Hand

Moos im Rasen ist ein häufiges Ärgernis im Garten. Welche Faktoren die Moosbildung begünstigen, wie du es entfernst und wie du Moosentwicklung vorbeugst, erfährst du hier.

Wissenswertes über Moos im Rasen

Moos gehört zu den ältesten Pflanzen der Welt. Es ist extrem anpassungsfähig und breitet sich über Sporen aus. Es gibt viele Sorten. In unserem mitteleuropäischen Rasen ist ein Moos namens Sparriger Runzelbruder (Rhytidiadelphus squarrosus) weit verbreitet.

Wächst der Rasen nicht richtig, kann sich Moos in den Lücken breitmachen. Das kann viele Ursachen haben. Manchmal ist der Rasen falsch angelegt, manchmal liegt es an der Pflege.

Wichtig ist, den jeweiligen Auslöser herauszufinden und ihn zu beseitigen. Sonst schlägst du dich Jahr für Jahr erneut mit Moos im Rasen herum.

Welche Ursachen gibt es für Moos im Rasen?

Nimmt Moos im Rasen überhand, hat das meistens mehrere Gründe:

  • Nährstoffmangel, meistens zu wenig Stickstoff
  • zu schwerer, dichter Boden, oft mit Staunässe
  • ungeeignetes Saatgut
  • wenig Licht, etwa unter Bäumen
  • zu saurer Boden (pH-Wert unter dem Optimum von 5)
  • falsche Rasenpflege (zu tief oder zu selten gemäht)

Bevor du anfängst, die Ursachen für das Mooswachstum zu beseitigen, entfernst du das Moos aus dem Rasen. Dafür benötigst du nicht zwingend einen Vertikutierer. Du kannst auch eine Eisenharke nehmen und das Moos damit aus der Grasnarbe harken.

Eine Person harkt Moos aus dem Rasen

Mit einer Harke entfernst du das Moos aus dem Rasen. Danach gehst du auf Ursachensuche.

Nährstoffmangel im Rasen beseitigen

Nährstoffmangel ist der häufigste Grund für Moos im Rasen. Der lässt sich mit dem richtigen Rasendünger relativ schnell beheben.

Ein guter Rasendünger hat einen hohen Anteil an Kalium. Der macht die Gräser widerstandsfähig und standfest. Auch ein organischer Eisenanteil sollte vorhanden sein. Dieser sorgt für ordentliches Blattwachstum und ein sattes Grün. Das schließt Lücken in der Grasnarbe. So bleibt weniger Platz für Moos und Unkräuter.

Sind die Nährstoffe organisch, fördert das die Mikroorganismen. So zersetzt sich der Rasenfilz schneller. Im besten Fall wird das Vertikutieren dadurch überflüssig. Zudem wachsen die Gräser durch die langsamere Nährstoffaufnahme im Vergleich zu mineralischem Dünger eher in die Breite statt in die Länge.

Düngen solltest du jährlich. So beugst du künftigem Moosbefall vor. Rasenspezialisten düngen einmal im Frühjahr mit einem organischen Rasendünger und einmal im Herbst mit einem Kaliumdünger.

Tipp: Für hartnäckigen Moosbefall gibt es auch speziellen Rasendünger mit Moosvernichter.

Lehmige und feuchte Böden durchlässiger machen

Mann verteilt Sand auf einer Rasenfläche

Sand sorgt für einen durchlässigeren Boden. So entsteht weniger Moos im Rasen. Sande den Rasen daher in jedem Frühjahr, bis das Moos verschwunden ist.

Dort, wo es ständig feucht ist, gedeiht Moos sehr gut. Sorge daher dafür, dass die ersten 10 cm bis 15 cm der obersten Bodenschicht besonders durchlässig sind.

Bei sehr lehmigem Boden hilft das Sanden des Rasens. Mähe dafür im Frühjahr zunächst den Rasen, anschließend gibst du eine 1 cm bis 3 cm hohe Schicht groben Bausand darauf. Diesen verteilst du mit einem Rasenrakel. Die Blattspitzen des Rasens sollten etwa 1 cm aus der Sandschicht herausschauen. Das wiederholst du in jedem Frühjahr. Dann sollte nach drei bis fünf Jahren das Mooswachstum deutlich zurückgegangen sein.

Auch ein Bodenaktivator zeigt bei lehmigen Böden Wirkung. Dieser besteht aus Humus und Mikroorganismen. Er aktiviert das Bodenleben, indem er dafür sorgt, dass sich organische Rückstände schneller zersetzen.

Langfristig wirken Produkte mit Terra Preta. Der Wirkstoff enthält Pflanzenkohle, welche die Bodenstruktur dauerhaft verbessert.

Das richtige Saatgut wählen

Rasensaat besteht immer aus unterschiedlichen Gräsersorten. Diese haben unterschiedliche Eigenschaften, die sich im Idealfall ergänzen.

Die wohl bekannteste Rasenmischung ist „Berliner Tiergarten“. Allerdings ist die Bezeichnung keine Qualitätsmarke mit einer feststehenden Zusammensetzung. Vielmehr darf jeder Hersteller seine eigene Rasensaat-Mischung so nennen. Häufig finden sich darin günstige Futtergräser aus der Landwirtschaft statt speziell für Gärten gezüchtete Rasensorten. Sie wachsen stärker in die Höhe statt in die Breite. Das heißt, die Grasnarbe wird nicht dicht und lässt genug Raum für Moos und andere Unkräuter.

Abhilfe schafft eine großzügige Nachsaat mit einer hochwertigen Mischung. Dafür mähst du den vorhandenen Rasen sehr kurz ab und vertikutierst ihn mit tief eingestellten Messern. Im Anschluss bringst du das neue Saatgut aus. Darauf kommt noch eine dünne Schicht Rasenerdebevor du die Fläche gründlich mithilfe einer Rasenwalze walzt.

Zu guter Letzt beregnest du die Rasenfläche. Halte sie in den kommenden sechs bis acht Wochen gleichmäßig feucht. So wachsen die Samen gut an und schließen die Grasnarbe.

Eine Person vertikutiert einen Rasen

Löcher im Rasen beseitigst du mit einer Nachsaat. Vorher vertikutierst du die Fläche.

Was tun bei Rasen im Schatten?

Rasen braucht Licht, um zu gedeihen. Daher wird er im tiefen Schatten immer weniger dicht und tendenziell moosig sein. Auch Schattenrasen-Saat eignet sich bestenfalls für lichten Schatten.

Da die Flächen unter Bäumen meist zu trocken sind, achte darauf, immer mal wieder zu wässern. Du solltest hier den Rasenmäher nicht unter 5 cm bis 6 cm einstellen. So bleibt dem geschnittenen Rasen genug Blattmasse, um die Lichtreste zu verwerten.

Unter dichten Bäumen wie Buchen wächst auf Dauer kein Rasen. Besser aufgehoben an solchen Standorten sind Schattenpflanzen wie Efeu oder die Waldsteinie.

Sauren Boden verbessern

Ist der pH-Wert zu niedrig, fördert das die Bildung von Moos. Denn Rasen gedeiht am besten auf Böden mit einem pH-Wert über fünf wie bei Sandböden oder über sechs wie bei Lehmböden. Ist der Boden zu sauer, wächst Rasen also nicht optimal. Es entstehen Löcher in der Grasnarbe. Da Moos selbst sehr tolerant ist, was den pH-Wert des Bodens angeht, entwickelt es sich in den Lücken und setzt sich gegenüber dem Gras durch.

Generell werden Rasenflächen ohne besonderes Zutun mit der Zeit sauer, denn Reste vom Rasenschnitt setzen Huminsäuren frei. Darüber hinaus wäscht der Regen Kalk aus. Von Zeit zu Zeit ist also ein Test des pH-Wertes des Bodens sinnvoll.

Liegt der pH-Wert unter den Grenzwerten, gibt es zwei Möglichkeiten. Eine ist Moosvernichter wie Eisen-II-Sulfat. Ein solcher verbessert auch den pH-Wert des Bodens. Eine andere Maßnahme ist kohlensaurer Kalk. Diesen streust du flächendeckend dort aus, wo der Boden zu sauer ist.

Jemand kalkt eine Rasenfläche

Ist der pH-Wert im Boden zu niedrig, hilft es, Kalk auf dem Rasen auszubringen.

Moos richtig vorbeugen

  • Um der schnellen Moosbildung vorzubeugen, mähst du deinen Rasen von März bis November im besten Fall mindestens einmal pro Woche. Die Höhe sollte 4 cm nicht unterschreiten.
  • Wird es im Sommer sehr warm und trocken, hilft ein Rasensprenger dabei, Trockenheit zu vermeiden.
  • Darüber hinaus düngst du den Rasen regelmäßig im Frühjahr mit einem organischen Langzeit-Rasendünger und gegebenenfalls im Herbst noch einmal mit einem kaliumbetonten Dünger.

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