
Solarfolie für den Pool
Eine Solarfolie für den Pool erwärmt das Badewasser im Sommer kostengünstig und stromlos mit Solarenergie. Wir zeigen, worauf du bei der Auswahl einer Folie achten kannst.
Solarfolie für angenehme Pool-Temperaturen
Wenn sich die ersten warmen Sommertage ankündigen und eine Erfrischung gesucht wird, kann das Poolwasser noch zu kalt sein: Denn das Wasser im Pool braucht einige Tage, bis es eine angenehme Temperatur erreicht. Schneller geht es mit einer Solarfolie für den Pool. Sie wandelt Sonnenenergie in Wärme um.
Die Solarfolie ist ein einfaches, aber äußerst effektives Poolzubehör, das auf der Wasseroberfläche schwimmt. Sie dient gleichzeitig als Abdeckplane und reduziert nicht nur die Abkühlung über Nacht, sondern verringert auch die Verdunstung deutlich. In Kombination mit einer Sandfilteranlage und weiterer Pooltechnik lässt sich das Badeerlebnis gezielt verbessern. Wer zusätzlich eine Poolheizung nutzt, kann mit einer Solarplane sogar Energie sparen, da weniger Wärme verloren geht. Eine passende Poolabdeckung gehört deshalb zur Grundausstattung für jeden Poolbesitzer, der Wert auf Komfort, Sauberkeit und Effizienz legt.

Eine Solarfolie auf dem Pool sorgt für angenehme Badetemperaturen auch schon im frühen Sommer.
So funktioniert eine Solarfolie für den Pool
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Abdeckplane ist eine Solarfolie speziell für die Erwärmung des Poolwassers konzipiert. Ihre Oberseite ist glatt, während die Unterseite aus vielen kleinen, luftgefüllten Noppen besteht. Trifft Sonnenlicht auf die Folie, wird diese erwärmt – die Wärme gelangt bis in die Noppen und wird dort gespeichert.
Das Poolwasser zirkuliert unter der Solarfolie um die erwärmten Noppen und nimmt dabei kontinuierlich die gespeicherte Wärme auf. Je nach Sonneneinstrahlung und Größe des Pools kann die Solarfolie das Wasser um 2 bis 5 °C erwärmen.
Solarfolien bestehen aus speziellem Polyethylen, das UV-beständig ist und über einen Chlor-Schutz verfügt. Dadurch bleicht die Folie nicht so schnell aus und ist weniger brüchig. Das verlängert die Lebensdauer der Folie auf bis zu zehn Jahre – vorausgesetzt, sie wird richtig gepflegt.
Auch in der Nacht bringt die Solarfolie Vorteile: Sie wirkt isolierend und schützt das Poolwasser besser vor dem Auskühlen als einfache Abdeckplanen. So sinkt die Wassertemperatur meist nur um etwa 1 bis 2 °C – deutlich weniger als ohne Abdeckung.
So findest du die richtige Solarfolie
Es gibt einige Punkte, auf die du achten kannst, wenn du eine Solarfolie kaufen möchtest. Zunächst spielen Form und Größe eine entscheidende Rolle: Die Folie sollte idealerweise genau auf die Maße deines Pools abgestimmt sein. Es gibt bereits zugeschnittene Modelle für runde oder rechteckige Pools in verschiedenen Größen. Alternativ kannst du die Folie einfach selbst mit einer Schere auf Maß bringen.
Wichtig ist auch, dass die Plane blickdicht ist und eine dunkle Farbe hat. Auf diese Weise dringt kein Sonnenlicht durch. Das verhindert, dass sich Algen im Pool bilden. In der Regel kannst du zwischen blauen und schwarzen Folien wählen. Schwarze Solarfolien halten die UV-Strahlung meist noch etwas besser ab als blaue Planen. Eine gute Isolierung bieten Solarfolien, die eine Silberbeschichtung haben. Es gibt auch Modelle mit einer zusätzlichen Oberflächenversiegelung gegen Algen- und Schmutzablagerungen.

Die Solarfolie für den Pool sollte blau oder schwarz sein. Die schwarze Folie hält die UV-Strahlung besser ab als die blaue.
Auch die Stärke und Qualität des Materials beeinflussen die Wärmewirkung und Lebensdauer. Hochwertige Solarfolien bestehen aus UV-beständigem Polyethylen und verfügen über eine robuste Noppenstruktur, die für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt. Je dichter und dicker das Material, desto besser ist in der Regel auch die Isolierwirkung. Empfehlenswert sind Planen, die eine Stärke von rund 400 µm (Mikrometer) haben. Sehr dünne Solarfolien mit nur 160 Mikrometern Dicke sind häufig weniger widerstandsfähig und nutzen sich schneller ab.
Eine besonders langlebige Lösung bieten Solarplanen mit Chlorbeständigkeit. Das ist besonders wichtig, wenn du eine Sandfilteranlage nutzt oder regelmäßig Poolchemie einsetzt.
Als sinnvolles Poolzubehör kann sich ein Aufrollsystem erweisen. Damit lässt sich die Solarfolie mühelos auf- und abrollen. Achte außerdem darauf, ob du die Folie leicht verstauen kannst, wenn sie nicht gebraucht wird, etwa in einer Aufbewahrungstonne oder aufgerollt im Gartenhaus.
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So viel kostet eine Solarfolie
Wie erwähnt gibt es Solarfolien in unterschiedlichen Abmessungen in rund, oval, rechteckig oder achteckig. Diese Werte beeinflussen ebenso den Preis wie die Stärke und Isoliereigenschaften der Solarplane. In der Regel kostet solch eine Plane zwischen 7 € und 12 € pro Quadratmeter. Hochwertigere Modelle mit besonders starker UV-Beschichtung oder transparenter Oberfläche können auch etwas darüber liegen.
Vor allem bei großen Pools lohnt sich auch die Anschaffung einer Aufrollvorrichtung für die Plane. Mit dieser rollst du die Folie schnell und schonend auf. Dadurch lässt sie sich platzsparend lagern, wenn du die Abdeckung nicht verwendest. Die Aufroller kosten zwischen 200 € und 400 € – je nach Größe und Qualität.
Tipp: Achte beim Kauf auf die passende Größe und Angaben zu UV-Stabilität und Materialstärke – das zahlt sich langfristig aus.
Solarfolie für den Pool: Vor- und Nachteile
Die Solarfolie oder Solarplane zählt nicht nur zu den einfachsten und kostengünstigsten Methoden, im Sommer das Poolwasser zu erwärmen, sondern dient auch gleichzeitig als Poolabdeckung. Dadurch unterstützt sie auch die Poolpflege, weil weniger Schmutz, Blätter und Insekten ins Wasser gelangen. Als Abdeckplane verlangsamt sie außerdem die Ausgasung von Chlor und hemmt durch die verringerte Sonneneinstrahlung das Algenwachstum. Das reduziert den Reinigungsaufwand deutlich und senkt den Verbrauch von Pflegemitteln und Chemikalien.
Tipp: Auch bei abgedecktem Pool sollte die Wasserzirkulation gewährleistet sein. Am besten läuft die Sandfilteranlage tagsüber, während die Solarplane auf dem Wasser liegt. Ist der Pool über eine längere Zeit abgedeckt, empfiehlt es sich, die Poolfolie zusätzlich regelmäßig anzuheben oder kurz abzunehmen, um Sauerstoffaustausch zu ermöglichen und Wärmestaus zu vermeiden.
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Vor- und Nachteile auf einen Blick:
| Vorteile | Spart Stromkosten |
|---|---|
| Nachteile | Eignet sich nicht als Winterabdeckung |
| Vorteile | Schützt das Becken nachts vor Auskühlung |
| Nachteile | Ist nicht begehbar |
| Vorteile | Hält grobe Verunreinigungen fern |
| Nachteile | Weniger Heizleistung als eine Wärmepumpe |
| Vorteile | Geringerer Chemikalien- und Reinigungsbedarf |
| Nachteile | Braucht viel Zeit, um den Pool aufzuheizen |
| Vorteile | Verhindert Wasserverdunstung |
| Nachteile | |
| Vorteile | Einfache Handhabung und Lagerung |
| Nachteile | |
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
Spart Stromkosten | Eignet sich nicht als Winterabdeckung |
Schützt das Becken nachts vor Auskühlung | Ist nicht begehbar |
Hält grobe Verunreinigungen fern | Weniger Heizleistung als eine Wärmepumpe |
Geringerer Chemikalien- und Reinigungsbedarf | Braucht viel Zeit, um den Pool aufzuheizen |
Verhindert Wasserverdunstung | |
Einfache Handhabung und Lagerung |
Obwohl eine Solarplane im Sommer praktisch ist, stößt sie an ihre Grenzen, wenn höhere Heizleistungen oder eine ganzjährige Lösung benötigt werden. Dann lohnt sich ein Blick auf andere Poolheizungen wie Wärmepumpen, Wärmetauscher oder Solar-Poolheizungen.
Lagerung und Pflege der Poolabdeckung
Wenn die Solarfolie gerade nicht auf dem Pool liegt, solltest du sie unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Lege sie an heißen Tagen in den Schatten oder decke sie ab – so verhinderst du, dass sie durch die Hitze weich wird. Denn bei starker UV-Einstrahlung kann die Folie zusammenkleben, Blasen werfen und so dauerhaft beschädigt werden.
Für die kalte Jahreszeit gilt: Die Solarfolie ist nicht winterfest und sollte daher rechtzeitig vor dem ersten Frost entfernt werden. Reinige sie gründlich mit klarem Wasser, lasse sie vollständig trocknen und rolle sie anschließend locker zusammen. Der ideale Lagerort ist ein trockener, frostfreier Platz – etwa im Gartenhaus, im Keller oder in einem speziellen Aufbewahrungsbehälter. Für den Winter solltest du stattdessen eine robuste Winterplane verwenden, die Kälte, Schnee und Eis standhält.

Bei starker Sonneneinstrahlung legst du die Solarfolie nicht neben den Pool, sondern in den Schatten. Die Sonne könnte ihr sonst schaden.
Achte außerdem darauf, ausschließlich für den Pool vorgesehene Solarfolien zu verwenden. Abdeckplanen, die eigentlich für andere Einsatzbereichen konzipiert sind, eignen sich nicht für den Kontakt mit Poolwasser und können Schadstoffe freisetzen. Zudem schwimmen sie meist nicht optimal auf der Wasseroberfläche und bieten keine nennenswerte Isolierwirkung.
Auch die regelmäßige Reinigung der Solarfolie trägt wesentlich zu ihrer Langlebigkeit bei. Es genügt, die Folie in regelmäßigen Abständen mit klarem Wasser abzuspülen, um Schmutz, Blätter oder Pollen zu entfernen. Bei stärkeren Verschmutzungen kannst du die Solarplane mit einer milden Seifenlauge und einem weichen Tuch oder Schwamm reinigen. Verwende keine aggressiven Reinigungsmittel, da sie das Material angreifen können. Auch ein Hochdruckreiniger ist nicht zu empfehlen, da der starke Wasserdruck die Noppenstruktur beschädigen und das Material aufrauen kann.
Bevor du die Folie zusammenrollst oder einlagerst, sollte sie vollständig trocken sein, um Schimmelbildung und unangenehme Gerüche zu verhindern.









