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Sukkulenten – pflanzen, pflegen und vermehren

Zuletzt aktualisiert: 07.12.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Sukkulenten in Steingefäßen

Sukkulenten fallen durch ihre ungewöhnlichen Formen auf. Noch dazu sind sie besonders pflegeleicht. Wir zeigen dir, wie du die besonderen Pflanzen in Topf und Garten kultivierst.

Wo kommen Sukkulenten her?

Die meisten Sukkulenten sind in Trockengebieten heimisch, also in Wüsten oder Halbwüsten. In vielen wasserarmen Gebieten sind sie die Spezialisten für Extreme. Sie kommen mit hohen Temperaturen tagsüber genauso zurecht wie mit kalten Nächten.

Ihre fleischigen Blätter dienen als Wasserspeicher. So können sie lange Trockenperioden überstehen. Daher sind sie sowohl in Gebirgswüsten als auch an Trockenküsten, wie etwa der südamerikanischen Westküste, zu finden.

Einige Arten entstammen subtropischen und tropischen Regenwäldern rund um den Globus. Sie fühlen sich im feuchtheißen Klima Mittel- und Südamerikas, Afrikas und Asiens gleichermaßen wohl.

Auch in der lateinischen Bezeichnung der Pflanzengruppe wird das deutlich: „suculentus“ bedeutet „saftreich“. Zu den Sukkulenten zählen sowohl die klassischen Kakteen als auch die unter Pflanzenfreunden immer beliebter werdenden Arten des Hauswurz („Sempervivum“) und der Fetthennen („Sedum“). Sukkulenten-Sorten sind beispielsweise Rosetten-Dickblatt, Echeveria, Aloe vera und Gasteria.

Sukkulenten im Kaktusgarten

Sukkulenten sind in Trockengebieten heimisch. In ihren dicken Blättern speichern sie Wasser für längere Trockenphasen.

So sehen Sukkulenten aus

Sukkulenten versorgen sich sowohl über ihre Wurzeln als auch über die Feuchtigkeit aus der Luft mit Wasser.

Die sogenannten Blattsukkulenten fallen mit ihren fleischigen, wasserspeichernden Blättern auf. Häufig sind diese zusätzlich mit einer wachsartigen Schicht überzogen. Das soll die Verdunstung reduzieren. Einen ähnlichen Effekt haben haarige oder dornige Oberflächen.

Stammsukkulenten wie Kakteen besitzen dicke und saftige Sprossen.

Kreative Ideen für Sukkulenten

Sukkulenten eignen sich ideal für kreative Ideen rund ums Pflanzen. Du kannst sie für die Wohnung in Töpfe oder Schalen pflanzen, auf alte Dachziegel oder große Scherben genauso wie auf Steine. Auch Deko-Ideen lassen sich mit Sukkulenten umsetzen. Beispielsweise kannst du Bilderrahmen oder alte Fensterrahmen mit Sukkulenten bepflanzen.

Besonders lebendig wirken Sukkulenten, wenn du mehrere Arten mit unterschiedlichen Farben und unterschiedlichem Wuchs kombinierst. Du kannst sie in einzelnen Töpfen auf einem Regal drapieren oder als Blumentreppe gestalten, die zum Beispiel das Badezimmer verschönert.

Für die Verwendung in Innenräumen eignen sich die vielfältigen, nicht winterharten Arten von Sukkulenten. Das sind zum Beispiel Aloe vera, Echeveria oder Kalanchoe. Sie sind typische Zimmerpflanzen, die du im Sommer problemlos auf Balkon oder Terrasse stellen kannst.

Sukkulenten in geometrischem Glas-Terrarium

Sukkulenten kannst du für kreative Dekorationen nutzen. In ein kleines Glasgefäß gepflanzt kommen sie besonders zur Geltung.

Sukkulenten im Garten

Neben den Sukkulenten als Zimmerpflanzen gibt es zahlreiche winterharte Arten, die ganzjährig im Freien überleben. Dazu zählen beispielsweise Mauerpfeffer oder Fetthennen, Hauswurz und Feigenkakteen („Opuntien“).

Sie sind perfekt für Tröge, Steingärten, Mauern oder auch Töpfe, die im Winter draußen bleiben. Hier gilt: Je sonniger und wärmer die Pflanzen stehen, desto besser. Zu viel Nässe vertragen die Sukkulenten nicht. Das lässt sich am einfachsten mit einem passenden, sehr durchlässigen Boden erreichen, aus dem Regenwasser schnell abfließen kann.

Auch im Garten kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen: Pflanze kleine Sukkulentengruppen auf alte Dachziegel oder in ausgediente Schuhe, die du dekorativ aufstellst. Wegen ihrer Robustheit wachsen sie auch in ungewöhnlichen Orten gut an.

Sukkulenten pflanzen

Hände pflanzen Sukkulenten in einen Topf mit Erde.

Nutze als Substrat Kakteenerde für deine Sukkulenten. Im Topf sorgst du zum Beispiel mit Blähton für eine Drainage.

Sukkulenten sind die wohl mit die genügsamsten Pflanzen der Welt. In der Natur kommen sie auf den kärgsten Böden und in extremen Lagen vor.

Verwende als Substrat am besten Kakteenerde oder vermische Blumenerde mit Sand. Achte in jedem Fall darauf, dass die verwendete Erde durchlässig genug für die Sukkulenten ist. In Töpfen ist ein Ablaufloch Pflicht und eine zusätzliche Drainage empfehlenswert. Das kann eine Schicht aus Blähton oder Kieselsteinen sein. Die Hauptsache ist, dass sich Wasser nicht stauen kann.

Tipp: Wenn du auf die Erde noch eine leichte Schicht Kies aufbringst, verhinderst du, dass die Rosetten der Sukkulenten auf dem Substrat aufliegen. Damit beugst du möglicher Fäulnis vor.

Pflanzt du mehrere Sukkulenten in einen großen Trog oder in eine Schale, machen sich größere Kieselsteine zwischen den Pflanzen gut. Am besten kaufst du sie im Baustoffhandel oder im OBI Online-Shop und entnimmst sie nicht der Natur.

Sukkulenten richtig pflegen

Die dickfleischigen Pflanzen stehen am besten an einem sonnigen Platz in der Wohnung oder im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse. Dann brauchen sie auch keine spezielle Pflege.

Selbst längere Trockenphasen überleben Sukkulenten wegen der Wasserspeicher in den Blättern problemlos. Über die Blätter verdunstet zudem nur sehr wenig Feuchtigkeit. Nur in richtigen Dürreperioden oder an regengeschützten Standorten solltest du ihnen ab und an etwas Wasser spendieren. Für Sukkulenten gilt: Sie vertragen Trockenheit sehr viel besser als ständige Feuchtigkeit.

Düngen musst du Sukkulenten wenig. Alle vier Wochen eine kleine Dosis Kakteendünger ist völlig ausreichend.

Winterschutz für Sukkulenten

Im Winter stehen Zimmerpflanzen am besten an einen hellen, aber kühleren Standorten.

Kultivierst du Sukkulenten wie Hauswurz und Fetthenne draußen in Töpfen, können sie dort überwintern, sie sind frosthart. Achte jedoch darauf, dass du die Gefäße regensicher aufstellst, um Fäule vorzubeugen. Ein Frostschutz rund um den Topf bildest du mit isolierenden Materialien, damit durchgefrorene Gefäße den Wurzeln nicht schaden. Dicke Matten und Folie mit Lufteinschlüssen eignen sich hierfür.

Für im Garten gepflanzte Sukkulenten ist der beste Winterschutz ein durchlässiger Boden. Dann sind auch Frost und Schnee kein Problem. Wie im Sommer gilt auch hier: Den Dickblättern werden nicht tiefe Temperaturen zum Verhängnis, sondern stete Nässe.

Sukkulenten vermehren

Verschiedene Sukkulenten dicht beieinander gepflanzt.

Sukkulenten bilden in der Regel Ableger. So ist das Vermehren der Pflanzen besonders leicht.

Viele Sukkulenten lassen sich sehr einfach vermehren. Sie bilden Ableger oder Nebensprossen. Selbst ein abgezwicktes, einzelnes Blatt kann Wurzeln treiben. Feuchte Schnittstellen lässt du jedoch einige Tage antrocknen, sonst kann es zu Fäulnis kommen. Das Substrat feuchtest du nur leicht an.

Der beste Zeitpunkt die Vermehrung von Sukkulenten ist im Frühjahr und Sommer. Der Topf mit dem Sukkulenten-Nachwuchs gehört dann erst einmal in den Schatten, bis die Pflanze gut angewachsen ist.

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