
Strauchrosen schneiden
Nicht jede Strauchrose benötigt die gleiche Art von Schnitt. Wir zeigen dir daher, wie du die unterschiedlichen Arten schneidest und was du dabei beachten solltest.
Strauchrosen schneiden: Das solltest du beachten
Strauchrosen wachsen typischerweise buschig und aufrecht. Sie blühen an Dolden und besitzen einfache oder gefüllte Blüten. Zu den Strauchrosen zählen:
Wildrosen,
Englische und Historische Rosen, die im 19. Jahrhundert gezüchtet wurden,
öfter blühende, moderne Rosen, die ab dem 20. Jahrhundert gezüchtet wurden und werden,
Kleinstrauchrosen und
einmal blühende Parkrosen.
Es gibt nicht einen Schnitt für alle Strauchrosen. Strauchrosen umfassen unterschiedliche Rosenklassen. Diese sind jeweils anders zu schneiden. Auch, ob die jeweilige Rose einmal blühend oder öfter blühend ist, bestimmt den Schnitt.
Eines haben sie allerdings gemeinsam: Der richtige Zeitpunkt zum Schneiden ist gekommen, wenn die Forsythien blühen.

Der richtige Schnitt sorgt dafür, dass Strauchrosen immer wieder zuverlässig blühen.
Einmal blühende Strauchrosen schneiden
Einmal blühende Strauchrosen sind frosthärter als öfter blühende Sorten. In diese Gruppe fallen Rosen, die ihre Knospen ab Mai und Juni öffnen. Das sind beispielsweise viele der historischen Sorten, aber auch die Parkrosen.
Diese Rosen blühen ausschließlich am mehrjährigen Holz. Daher schneidest du im Frühjahr nur kranke und abgestorbene Triebe ab. Ansonsten verzichtest du auf einen Schnitt. Sonst geht das zulasten der Blüte.
Besonders die Historischen Rosen werden häufig von Pilzkrankheiten wie Sternrußtau befallen. Daher solltest du ältere Exemplare alle vier bis fünf Jahre auslichten. Dazu schneidest du vergreiste Äste bodennah oder über einem Neuaustrieb ab. Das hält das Innere der Rose luftig, sodass Pilzsporen wenig Chancen haben.
Alte Triebe, die sich gen Boden neigen, schneidest du bei allen Strauchrosen jedes Jahr ab.
Ist eine Strauchrose sehr vergreist, schneidest du sie idealerweise nach der Blütezeit stark zurück. So kann sie noch im selben Jahr durchtreiben. Auch eine Verjüngung ist möglich. Allerdings musst du dann zwei Jahre auf Blüten verzichten.
Öfter blühende Strauchrosen schneiden

Ohne Schnitt verkahlen Strauchrosen mit der Zeit. Greife deshalb regelmäßig zur Gartenschere.
Mehrfach blühende Strauchrosen haben zwei Hauptblütezeiten im Jahr. Die erste ist im Juni. Hier sitzen die Blüten am alten Holz. Ab Ende Juli öffnen sich dann die Knospen an den neuen Trieben. Viele Sorten blühen durchgehend bis zum ersten Frost.
Regelmäßiges Schneiden macht den Wuchs der Rosen üppiger. Sie bilden dann Knospen an den verzweigten Seitentrieben aus dem Vorjahr. Ganz ohne Schnitt verkahlen diese Rosen mit der Zeit. Daher schneidest du diese Rosen ebenfalls im Frühjahr, wenn auch nicht so stark wie Beetrosen.
Zunächst schneidest du vergreiste und abgestorbene Triebe komplett herunter. Die kräftigen Haupttriebe aus dem letzten Jahr kürzt du um ein Drittel bis zwei Drittel ein. Ihre Seitentriebe schneidest du so weit zurück, dass nur noch drei bis maximal fünf Augen stehen bleiben. Dünne Seitentriebe kappst du komplett.
Um die natürliche Wuchsform zu erhalten, achtest du darauf, dass du drei bis fünf Haupttriebe stehen lässt.
Kleinstrauchrosen schneiden
Diese Strauchrosen unterteilen sich ebenfalls in einmal und öfter blühende Sorten. Erstere lichtest du nach der Blüte nur aus und schneidest die alten Triebe im Frühjahr heraus.
Die dauerblühenden Sorten kannst du dagegen mit der Heckenschere schneiden. Dauerblühende Sorten sind sehr robust und kommen auch mit einem starken Rückschnitt gut zurecht. Du kannst im Frühjahr sämtliche Haupttriebe auf die Hälfte zurückschneiden. Alternativ kappst du alle drei Jahre im Frühjahr vor dem Austrieb sämtliche Triebe 10 cm über dem Boden.
Strauchrosen im Sommer schneiden

Schneide bei öfter blühenden Strauchrosen die verwelkten Blüten ab.
Während der Blütezeit im Sommer nimmst du bei öfter blühenden Strauchrosen lediglich die verwelkten Blüten ab. Schneide verwelkte Triebe bis zum ersten fünfteiligen Laubblatt ab. So regst du die Bildung neuer Knospen an.
Wildtriebe veredelter Rosen erkennst du meistens daran, dass ihre Blätter aus sieben Teilen bestehen. Nur selten gibt es veredelte Rosensorten mit siebenteiligen Blättern. Willst du auf Nummer sicher gehen, schau dir die Farbe der Blätter an: Die Blätter von Wildtrieben sind meist heller. Zudem besitzen die Triebe mehr Stacheln.
Zusammenfassung: Strauchrosen richtig schneiden
Strauchrosen werden geschnitten, wenn die Forsythien blühen.
Öfter blühende Sorten kürzt du um ein Drittel (Haupttriebe), beziehungsweise auf fünf Augen (Seitentriebe).
Etwas kümmerlich wachsende Strauchrosen kannst du um die Hälfte zurückschneiden.
Überalterte Triebe entfernst du komplett, das verjüngt die Rose.
Nur einmal blühende Strauchrosen lichtest du lediglich aus. Entferne hierfür überalterte, kranke und tote Triebe.








