
Liebliche Weigelie
Liebliche Weigelien sind leicht zu pflegen. Sie blühen von Mai bis zu den ersten Nachtfrösten. Was du über den Blütenstrauch wissen musst, erfährst du hier in unserem Ratgeber.
Woher kommt die Liebliche Weigelie?
Der Zierstrauch der Lieblichen Weigelie (Weigela florida) ist im Osten Asiens von Japan über Korea und die Mandschurei bis in die östlichen Regionen der Volksrepublik China heimisch. Das Gehölz wurde zudem um die Mitte des 19. Jahrhunderts als pflegeleichter und blühfreudiger Zierstrauch in hiesigen Gärten eingeführt.
Die Liebliche Weigelie zählt zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Neben der Wildart gibt es verschiedene Hybriden. Diese stammen meist aus England, Deutschland und den USA und sind dort durch Kreuzungen der Lieblichen Weigelie mit anderen Weigelien-Arten entstanden.
Wie sieht die Liebliche Weigelie aus?
Weigelien erreichen eine Höhe von 3 m bis 3,5 m. Sie werden ebenso breit. Der aufrecht wachsende Strauch ist etwas sparrig in der Form und hat lange, überhängende Blütentriebe. Die jungen Zweige schützt eine hellbraune Rinde. Diese wird mit dem Alter grau-braun und besitzt sichtbar hervorstehende Korkzellen.
Die elliptischen Blätter der Weigelie haben eine lang auslaufende Spitze und einen gesägten Rand. Sie wachsen gegenständig auf kurzen Stielen oder direkt am Zweig. An der Unterseite sind sie leicht behaart. Im Herbst bleiben sie sehr lange an den Zweigen. In der Regel verfärben sie sich nur schwach oder gar nicht.
Die Liebliche Weigelie hat weiße bis blassrosafarbene Blüten. Wenn sie verblühen, geht ihre Färbung in einen etwas deutlicheren Rosaton über. Die einzelnen 2 cm bis 3 cm langen Blüten sind kelch- bis trichterförmig. Sie wachsen einzeln oder in kleinen Gruppen in den Blattachseln der Triebe des vorangegangenen Jahres.
Die ersten Blüten öffnen sich bereits Ende April. Ab dann blüht die Weigelie bis Mitte Juni durch. Ab Juli erscheinen bis zum ersten Frost einzelne Nachblüten. Knospen, die die Pflanze während des Sommers neu bildet, öffnen sich manchmal schon vorzeitig.

Die Liebliche Weigelie blüht rosa oder weiß. Ab Ende April zeigen sich die ersten Blüten an der Pflanze.
Der richtige Standort für die Liebliche Weigelie
Was die Ansprüche an ihren Standort angeht, so ist die Liebliche Weigelie sehr anpassungsfähig. Sie bevorzugt zwar einen Platz in der vollen Sonne, gedeiht aber auch auf absonnigen und halbschattigen Plätzen. Allerdings blüht sie dort später und nicht so üppig.
Der Boden sollte für eine Weigelie frisch bis feucht sowie nährstoff- und humusreich sein. Idealerweise hat er einen pH-Wert im sauren bis schwach alkalischen Bereich.
Allerdings kommt die Liebliche Weigelie grundsätzlich mit jedem Gartenboden klar, solange dieser nicht verdichtet und zu trocken ist. Staunässe verträgt sie ebenfalls nicht.
Liebliche Weigelien pflanzen und pflegen

Ist es sehr warm und trocken, wässerst du die Liebliche Weigelie häufiger. Ein gemulchter Boden hilft ihr beim Gedeihen.
Die Liebliche Weigelie wächst sehr gut an. Du kannst sie daher fast das ganze Jahr über pflanzen. Bei einer Pflanzung im Hochsommer gießt du den Zierstrauch lediglich einige Wochen lang häufiger.
Weil Weigelien ein sehr flaches Wurzelwerk haben, gedeihen sie besonders gut in einem gemulchten Boden. Um ihre Wurzeln zu schützen, bearbeitest du den Boden rund um das Gehölz besser nicht mit einer Hacke.
Zur Pflege reicht es, den Blütenstrauch im Frühling sowie nach Schnittmaßnahmen mit 2 l bis 3 l reifem Kompost zu düngen.
Gegen Frost musst du die Liebliche Weigelie nicht schützen. In ihrer Heimat ist das Klima meist erheblich rauer als hier. Deshalb kommt sie auch mit niedrigen Temperaturen gut zurecht.
Weigelien schneiden
Weigelien leben nicht sehr lange und vergreisen bereits nach wenigen Jahren. Ältere Äste werden also mit der Zeit blühfaul und wachsen nur noch sehr langsam.
Schneidest du das Gehölz nach der Blüte, kannst du es dadurch verjüngen. Das solltest du etwa alle drei Jahre tun.
Schneide dabei die jeweils ältesten Äste in Bodennähe ab und ziehe sie aus dem Strauch heraus. So lichtest du diesen zugleich aus.
Weigelien im Garten
Weigelien blühen, wenn Frühlingsblüher wie Forsythien, Zierkirschen und Magnolien ihre Blüten abgeworfen haben.
Den Zierstrauch bindest du daher am besten in eine kleine Gehölzgruppe oder in Blütenhecken ein. Dadurch verlängerst du die Blütenpracht bis weit in den Sommer hinein.

Die Liebliche Weigelie zeigt erst dann ihre Blüten, wenn die Frühlingsblüher schon verblüht sind. Nutze dies für die farbenfrohe Gartengestaltung.
Weigelien vermehren
Eine Weigelie kannst du im Sommer recht einfach durch Stecklinge vermehren. Dazu nimmst du frische, bereits leicht verholzte Triebe.
Nachdem der Strauch im Herbst sein Laub abgeworfen hat, kannst du ihn auch durch Steckhölzer vermehren. Nimm dazu möglichst lange und stark wüchsige Triebe, die bereits vollständig verholzt sind.
Krankheiten und Schädlinge
Im Grunde ist die Weigelie sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Allenfalls taucht gelegentlich die durch Pilze verursachte Blattfleckenkrankheit auf.








