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Blühender Jasmin

Als Jasmin werden neben dem Echten Jasmin ganz unterschiedliche Pflanzen bezeichnet. Wir stellen dir die wichtigsten Arten von Jasmin beziehungsweise seine Namensvetter vor.

Echte Jasmin-Arten

Es gibt nur eine Gattung Jasminum. Diese besteht aus mehreren Jasmin-Arten. Bis auf den Winterjasmin (Jasminum nudiflorum) sind sie nicht winterhart.

Alle echten Jasmin-Arten besitzen dünne Kletterranken. An ihnen sitzen dreiteilige bis unpaarig gefiederte Blätter. Die Blüten verströmen den typischen Duft.

Am bekanntesten ist der Echte Jasmin (Jasminum officinale). Er kommt ursprünglich aus Asien, gilt aber mittlerweile auch im Mittelmeerraum als heimisch. Er ist dort in fast jedem Garten zu finden.

Der Echte Jasmin ist sehr wüchsig. Hierzulande kannst du ihn in milden Regionen durchaus im Freien pflanzen. Er benötigt aber trotzdem einen Winterschutz.

Im südlichen Europa ist Jasmin auch als Nutzpflanze bekannt. Die typischen weißen Blüten sind die Basis für Jasminöl. Das spielt bei der Herstellung von Parfum eine große Rolle.

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Duftjasmin

Ein falscher Jasmin ist der Duftjasmin oder Pfeifenstrauch (Philadelphus). Mit dem Echten Jasmin (Jasminum officinale) hat er nichts gemeinsam. Seine zahlreichen Arten sind sehr robust und blühfreudig. Sie stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden.

Je nach Sorte werden sie zwischen 2 m und 4 m hoch. Sie wachsen aufrecht und schmal. Ab Mai öffnen sich die weißen Blüten, die intensiv nach Jasmin duften. Daher stammt vermutlich auch der Name.

Manche Arten dieses Jasmins sehen Deutzien sehr ähnlich. Du kannst den Duftjasmin daran erkennen, dass seine Triebe ein weißes Mark haben. Die Triebe von Deutzien sind dagegen hohl.

Blühender Duftjasmin

Der Duftjasmin blüht besonders reichlich. Ab Mai zeigen sich die weißen Blüten an der Pflanze.

Sternjasmin

Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) ist ebenfalls ein Pseudo-Jasmin. Ähnlichkeiten zum Echten Jasmin hat er nur aufgrund seines intensiven Dufts und seiner Klettereigenschaft.

Die Pflanze ist frostempfindlich und wird meist in Kübeln gehalten. In milden Gegenden überlebt er den Winter auch im Freien, aber nur mit Winterschutz. Der Strauch kommt aus Asien und wird zwischen 2 m und 4 m hoch.

Die Blätter sind ganzrandig. Im Austrieb sowie im Herbst färben sie sich bronze-rot, sonst sind sie grün. Die weißen Blüten blühen ab Juni über den ganzen Sommer. Auch sie duften intensiv nach Jasmin.

Blühender Sternjasmin

Der Sternjasmin duftet intensiv, ist aber ebenfalls kein echter Jasmin.

Jasminblütiger Nachtschatten

Eine weitere der zahlreichen falschen Jasmin-Arten ist der Jasminblütige Nachtschatten (Solanum jasminoides). Auch er wird im Kübel kultiviert. Die Pflanze ist in Brasilien heimisch und eng verwandt mit dem Enzianstrauch (Solanum rantonnetii).

Der ideale Standort ist warm und vollsonnig bis halbschattig. Der Jasminblütige Nachtschatten ist jedoch nicht winterhart. Ein helles, kühles, aber frostfreies Winterquartier ist daher wichtig. Er steht aber auch ganzjährig in einem Wintergarten gut.

Überwinterst du ihn hell und bei mindestens 10 °C, blüht der Nachtschatten fast durchgehend. Die Blüten sind groß und weiß. Da sie ein bisschen an Kartoffelblüten erinnern, nennt der Volksmund die Pflanze auch Kartoffelstrauch.

Ein Rankgerüst hilft dem Kletterstrauch, seine bis zu 1 m langen Triebe zu sortieren. Im Frühjahr kannst du ihn mithilfe einer Gartenschere auch kräftig zurückschneiden.

Jasminblütiger Nachtschatten im Topf

Der Jasminblütige Nachtschatten wächst auch in Töpfen und Kübeln.

Chilenischer Jasmin

Chilenischer Jasmin ist eigentlich eine weißblütige Mandevillen-Art (Mandevilla laxa). Und auch, wenn der Name anderes vermuten lässt, stammt die Pflanze nicht aus Chile, sondern kommt aus Argentinien und Bolivien.

Die Ansprüche an Pflege und Haltung sind ähnlich der einer Dipladenie (Mandevilla sanderi). Auch der Chilenische Jasmin ist sehr wuchsstark und erreicht eine Höhe über 2 m. Daher benötigt er ein Spalier oder ein Rankgitter.

Die Blüten sind weiß mit einer gelben Mitte. Sie blühen vom Frühling an bis in den Herbst hinein und duften ebenfalls nach Jasmin. Willst du die Pflanze überwintern, sollte der Ort kühl und dunkel sein.

Chilenischer Jasmin

Chilenischer Jasmin stammt aus Argentinien und Bolivien. Er ist sehr wuchsstark.

Carolina-Jasmin

Beim Carolina-Jasmin (Gelsemium semperviren) handelt es sich um eine wintergrüne Kletterpflanze, die eine eigene Pflanzenfamilie bildet. Heimisch ist sie in Mittelamerika und in den Südstaaten der USA.

In Deutschland ist Carolina-Jasmin eine Kübelpflanze, kann in milden Regionen aber durchaus im Freien kultiviert werden.

Die Blüten sind gelb. Sie blühen ab dem Frühjahr bis in den Frühsommer hinein. Vor allem an hellen Standorten fällt der Flor sehr üppig aus. Auch ohne Blüten sind die rötlichen Triebe im Kontrast zu den glänzend-grünen Blättern ein Blickfang.

Der Carolina-Jasmin wird etwa 2 m bis 3 m hoch. Du überwinterst ihn am besten hell und kühl. Wichtig ist es, in der kalten Jahreszeit nicht zu viel zu gießen. Gegen Staunässe ist die Pflanze empfindlich.

Jasmin im Topf

In einem hübschen Topf macht sich Jasmin gut als Tischdekoration.

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