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Blühende Bougainvilleen

Bougainvillea ist ein Kletterstrauch, der den Garten oder die Terrasse mit seinen leuchtenden Farben erblühen lässt. Im Ratgeber zeigen wir dir, wie du den Strauch pflanzt und pflegst.

Woher kommt die Bougainvillea?

Ursprünglich stammen Bougainvillea-Arten aus den Anden in Südamerika. Sie gehören zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). Hierzulande gibt es die tropischen Klettersträucher nur als Kübelpflanzen. Sie sind auch als Drillingsblumen bekannt und hier vor allem als unterschiedliche Sorten und Hybriden der Kahlen Drillingsblume vertreten.

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So sieht die Bougainvillea aus

Bougainvillea sind Spreizklimmer. Dies bedeutet, dass die Klettersträucher keine besonderen Kletterorgane haben. Stattdessen hangeln sie sich in die Höhe. Dafür besitzen sie lange, leicht bedornte Triebe.

Wenn du die Pflanze richtig pflegst, blüht sie den ganzen Sommer über mit einigen kleinen Pausen. Die Blüten haben kräftige, leuchtende Farben. Sie reichen von Weiß, Gelborange über Rosa, Pink und Lila bis Blutrot. Ein Blütenstand hat drei farbige Hochblätter, die von cremeweißen Röhrenblättern umschlossen sind.

Die Blätter sind eiförmig und laufen spitz zu. Im Sommer ist das Laub kaum zu sehen. Die vielen Blüten überdecken es dann. In ihrer Heimat sowie im Mittelmeerraum wird die Bougainvillea über 5 m hoch. Dort wächst sie aber auch im Freien. In Mitteleuropa gibt es sie nur als Kübelpflanzen. Sie sind sehr empfindlich bei Frost und werden nur bis zu 3 m hoch.

Pinkfarbene Blüten der Bougainvillea

Bougainvillea blüht meist in einem kräftigen Pink.

Standort und Substrat

Stelle die Drillingsblumen an einen warmen und vollsonnigen Platz. Sie wachsen zwar auch im Halbschatten, bilden dann aber weniger Blütenknospen. Am besten eignet sich ein regengeschützter Standort auf der Terrasse. Du kannst sie aber auch das ganze Jahr über in einem beheizten Wintergarten kultivieren.

Verwende ein strukturstabiles, durchlässiges Kübelpflanzensubstrat. Es sollte einen ausreichenden mineralischen Anteil haben. Mische etwas Lehm unter.

Bougainvillea pflegen

Die Bougainvillea braucht viel Wasser und viele Nährstoffe. Verwende deshalb einen Topfuntersetzer. An heißen Tagen gießt du sie morgens und am späten Nachmittag. Vor allem während der Wachstumsphase ist regelmäßiges Gießen wichtig. Bei Wassermangel fallen die Blätter schnell ab. Die Klettersträucher wachsen dann nicht mehr.

Drillingsblumen düngst du vom Frühling bis Spätsommer. Dünge sie mindestens alle zwei Wochen mit einem phosphatreichen Blühpflanzen-Flüssigdünger.

Umtopfen und Schneiden

Pflanze deine Bougainvillea in einen eher kleineren Topf. Verwende ein durchlässiges Kübelpflanzensubstrat mit geringem Humusanteil. Ein enger Topf fördert den Blütenansatz. Ist der Topf zu groß, bilden die Klettersträucher nur Blätter. Alle zwei bis drei Jahre topfst du die Pflanzen um. Mache dies im Frühling, wenn du sie aus dem Winterquartier holst.

Schneide deine Drillingsblumen regelmäßig mit einer sauberen Gartenschere. Ansonsten wachsen die Triebe auf mehrere Meter Länge heran. Dabei verzweigen sie sich schwach. An den Enden tragen sie fast keine Blüten.

Nimm im Herbst einen kräftigen Rückschnitt vor, bevor du den Strauch überwinterst, oder warte bis zum Frühjahr.

In einer Saison hat die Bougainvillea mehrere Blühphasen. Stutze sich nach jeder Phase leicht. Dadurch hältst du sie auf einer gleichmäßigen Wuchshöhe von 1 m bis 2 m. Nach einigen Jahren sind die Leittriebe so stark, dass die Pflanzen keine Kletterhilfe mehr benötigen. Du kannst sie auch als Hochstämmchen erziehen.

Lilafarbene Bougainvillea wird geschnitten

Nach jeder Blüte schneidest du die Bougainvillea leicht zurück.

Bougainvillea überwintern

Im Herbst stellst du die Drillingsblumen in ihr Winterquartier. Die Blumen vertragen keinen Frost. Am besten eignet sich ein heller Standort. Die Temperaturen liegen zwischen 10 °C und 15 °C.

Bekommen die Pflanzen nicht ausreichend Licht, werfen sie ihre Blätter ab. Dies ist aber kein Problem: Im Frühjahr treiben sie wieder aus. Pflanzen ohne Laub gießt du nur wenig. Die Erde sollte aber nicht ganz austrocknen. Stelle den Topf nicht auf einen kalten Steinboden, sondern lege ein Holzbrett oder eine Polystyrolplatte unter das Gefäß.

Vermehrung

Die Klettersträucher lassen sich durch Stecklinge vermehren. Allerdings bietet sich die Methode eher nicht für Hobbygärtner an, denn dafür ist ein Anzuchtbeet mit Bodenheizung notwendig. Zudem dauert es mehrere Monate, bis die Stecklinge wurzeln. Vermehre sie im Frühjahr mit Ablegern. Dafür leitest du ein Triebsegment in einen zweiten Topf. Dieser ist mit Anzuchterde gefüllt. Halte sie gleichmäßig feucht. Mache einen Verwundungsschnitt, um die Wurzelbildung anzuregen.

Krankheiten und Schädlinge

Drillingsblumen sind robust. Bei Wassermangel im trocken-heißen Klima befallen Spinnmilben die Pflanzen. Im Winterquartier sind Schildläuse eine Gefahr.

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