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Staudenbeet anlegen – Schritt für Schritt

Zuletzt aktualisiert: 09.08.20195 Minuten
Beet mit pinker Staude umgeben von grünen Pflanzen.

Die Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie ein Staudenbeet Schritt für Schritt anlegen. Sie lernen die richtige Pflanzzeit für Stauden, die Vorbereitung des Beetes sowie das Anpflanzen und Pflegen kennen.

Wann lege ich ein Staudenbeet an?

Die ideale Pflanzzeit für ein Staudenbeet ist der Herbst. Legen Sie das Beet am besten in den Monaten September und Oktober an und nehmen Sie direkt die Pflanzung der Stauden vor. Alternativ bietet sich der Zeitraum in den Monaten März und April an. Ob Frühjahr oder Herbst, die Stauden wachsen mit der richtigen Vorbereitung von Beet und Boden sowie passendem Pflanzabstand und richtiger Pflege gut an.

Staudenbeete bieten dem Garten oder Vorgarten Blüten in unterschiedlichsten Farben und Formen. Insbesondere die sogenannten Leitstauden stechen mit ihrer Größe Blütenpracht zur jeweiligen Blütezeit im Beet hervor. Die Rolle der Leitstauden können in einem vielseitigen Beet je nach Blütezeit unterschiedliche Pflanzen übernehmen. Zu den beliebten Staudenarten zählen beispielsweise Glockenblume, Rittersporn und Storchschnabel sowie Fetthenne, Aster und Margeriten.

Ist das Beet am passenden Standort richtig angelegt, sind Stauden recht pflegeleicht. Im Gegensatz zu Beeten mit einjährigen Sommerblumen müssen Sie das Staudenbeet nicht jedes Jahr neu bepflanzen. Um das Beet im Frühjahr oder Herbst optimal anzulegen, bereiten Sie zunächst den Boden richtig vor und verbessern die Bodeneigenschaften bei Bedarf. Anschließend beginnt die eigentliche Pflanzung.

So legen Sie ein Staudenbeet an

8 Schritte

1
Das Beet für die Stauden vorbereiten
Unbepflanztes Beet wird mit einem Rechen glatt gezogen.
Auf einen Blick
  • Unkraut und Äste entfernen
  • Beet spatentief umgraben
  • Fläche mit Rechen glatt ziehen
So geht das

Vor der Pflanzung der Stauden befreien Sie das Beet sorgfältig von Unkraut und Ästen. Graben Sie das Beet spatentief um. Hacken Sie beim Umgraben mögliche Erdschollen mit dem Spaten klein und ziehen Sie die Erde anschließend mit einem Rechen glatt.

Um ein Auskeimen von Unkraut zu verhindern, vergraben Sie die Samen beim Umgraben und sortieren größere Wurzelballen der unerwünschten Pflanzen aus dem lockeren Boden heraus. So vermindern Sie späteres Jäten im Staudenbeet.

 

So geht das

2
Umriss des Staudenbeetes markieren
Zukünftiges Beet, auf dem mit Sand die Beetränder markiert wurden.
Auf einen Blick
  • Verlauf des Beetes mit Sand markieren
  • Ggf. Einfassung setzen
So geht das

Markieren Sie den Verlauf des Beetes mit Sand, um einen besseren Überblick des Pflanzbereiches zu erhalten. Die Linie zeigt den Rand des späteren Staudenbeetes. Den Sand können Sie am Boden liegen lassen.

Wünschen Sie sich eine eindeutigere Abgrenzung zu anderen Bereichen im Garten, legen Sie eine Einfassung des Beetes beispielsweise aus Randsteinen an.

Tipp: Sind Sie noch unschlüssig, wie das Staudenbeet verlaufen soll, nehmen Sie einen Gartenschlauch zur Hilfe. Mit dem Schlauch können Sie die Form des Beetes vorläufig festhalten und jederzeit noch einmal anpassen.

So geht das

3
Boden für die Stauden verbessern
Frau in Gummistiefeln, von der nur die Beine zu sehen sind, verteilt auf einem Beet mit einem Spaten Humus.
Auf einen Blick
  • Kompost (Humuserde) ausbringen
  • Keinen Torf für die Bodenverbesserung nutzen
So geht das

Damit die Wurzelballen der Stauden schnell anwachsen, reichern Sie den Boden mit nährstoffreicher Humuserde an. Ideal für die Bodenverbesserung ist Kompost aus dem eigenen Garten. Pro Quadratmeter Beet-Fläche reichen 20 bis 30 Liter.

Hinweis: Torf ist zur Bodenverbesserung nicht geeignet, da er schnell verrottet und den Humusgehalt der Erde nicht dauerhaft erhöht.

So geht das

4
Kompost in das zukünftige Staudenbeet einarbeiten
Frau in Gummistiefeln, von der nur die Beine zu sehen sind, geht mit einem Rechen über ein unbepflanztes Beet.
Auf einen Blick
  • Kompost mit dem Rechen verteilen
  • Humuserde durch Harken einarbeiten
So geht das

Verteilen Sie den Kompost mit dem Rechen auf der Beet-Oberfläche. Durch gleichmäßiges Hin- und Herharken wird der Kompost gut eingearbeitet. Gröbere Erdklumpen zerkleinern Sie dabei.

Hinweis: Wenn Sie einen Kiesgarten anlegen wollen, verwenden Sie Sand anstatt Kompost. Dadurch wird der Boden leichter und durchlässiger. Lavendel und Yucca kommen mit solchen Böden sehr gut zurecht. Tragen Sie den Sand ruhig großzügig auf: 10 bis 20 cm als Oberschicht sind ein guter Richtwert.

 

So geht das

5
Staudenpflanzen auslegen
Schubkarre mit Pflanzentöpfen vor einem Beet, auf dem Pflanzentöpfe nebeneinander stehen.
Auf einen Blick
  • Pflanzen im Beet auslegen
  • Pflanzabstände einhalten
So geht das

Die meisten Stauden pflanzen Sie am besten im Herbst oder Frühjahr an. Achten Sie aber wie bei der Wahl des Standorts auch beim richtigen Zeitpunkt für die Pflanzung auf die Bedürfnisse der einzelnen Gewächse. Setzen Sie die Stauden passend ins Beet ein, beginnt sich das Wachstum umgehend zu regen und die Wurzelballen der Pflanzen wachsen am neuen Standort weiter. Zur Blütezeit zeigen sich dann die Blüten der Stauden in voller Farbe und Pracht.

Vor dem Anpflanzen stellen Sie die Töpfe der Gewächse zuerst in einem Pflanzabstand von 30 bis 50 cm auf dem Beet aus. Betrachten Sie die Anordnung der einzelnen Pflanzen. Nehmen Sie sich Zeit für die Planung Ihres Beetes. Versuchen Sie sich vorzustellen, wie das Arrangement wirkt, wenn die einzelnen Stauden Ihre Blüten zeigen und ihre volle Größe erreicht haben. Sorgen Sie gegebenenfalls für Abwechslung mit Gräsern, die in Staudenbeeten sehr harmonisch wirken. Gefällt Ihnen das Arrangement der Stauden, geht es an das Einpflanzen.

So geht das

6
Einpflanzen der Stauden
Pflanzen werden von Gärtnerin mit Gartenhandschuhen aus dem Plastiktopf genommen.
Auf einen Blick
  • Stauden gießen
  • Pflanzlöcher ausheben
  • Wurzeln ggf. etwas freilegen
  • Stauden ins Beet setzen
So geht das

Gießen Sie die Stauden im Topf zunächst, damit sich die Ballen später leichter aus dem Topf ziehen lassen.
Heben Sie mit einem Spaten oder einer Handschaufel die Pflanzlöcher aus: Die Löcher müssen genauso tief sein, wie der Topf der Pflanze hoch ist.

Jetzt heben Sie die Stauden vorsichtig aus dem Topf. Sitzt der Ballen dennoch fest im Pflanzgefäß, zerschneiden Sie das Gefäß mit einer Gartenschere. Wenn die Wurzeln dicht an dicht im Kreis im Topf gewachsen sind, schneiden Sie diese mit einem Messer ein oder kratzen sie mit einer Gartenkralle auf, damit sie schnell in den umliegenden Boden wachsen.

Nun stellen Sie die Stauden in die Pflanzlöcher. Füllen Sie die Löcher jeweils mit Blumenerde auf und klopfen Sie die Erde leicht fest.

So geht das

7
Angießen der Stauden
Grüne Pflanzen, die mit einer Gießkanne gegossen werden.
Auf einen Blick
  • Staudengewächse angießen
  • Erde bei Bedarf auffüllen
So geht das

Damit die Stauden schnell anwachsen, gießen Sie die Gewächse nach der Pflanzung gründlich an, bis der Boden etwa 20 cm tief durchfeuchtet ist. Am besten geht das Angießen mit einem Rasensprenger oder einem Gartenschlauch mit weichem Brausestrahl.

Durch das Angießen setzt sich auch die erste Schicht Erde. Füllen Sie gegebenenfalls noch etwas Blumenerde nach, wenn der Boden zu weit absackt.

So geht das

8
Staudenpflege nach der Pflanzung
Unkraut im Beet wird mit Hacke entfernt.
Auf einen Blick
  • Unkraut rechtzeitig entfernen
  • Umsichtig jäten
So geht das

Achten Sie besonders in den ersten Wochen nach dem Pflanzen auf Unkraut. Solange die Stauden noch nicht so groß sind, dass sie den Boden bedecken, keimen beispielsweise Vogelmiere, Rispengras und Löwenzahn in den Lücken zwischen den Stauden.

Hinweis: Hacken oder Zupfen Sie das Unkraut aus, wenn es noch klein und zart ist. Dann werden die Wurzeln der Stauden nicht gestört, wenn das Unkraut aus dem Boden gezogen wird und die Wahrscheinlichkeit ist größer, dass Sie tatsächlich die gesamte Wurzel entfernen.

 

So geht das

Das benötigen Sie für Ihr Projekt

  • Stauden
  • Sand
  • Humus oder Kompost
  • Gartenschlauch
  • Rechen
  • Blumenschere
  • Schubkarre
  • Spaten
  • Handschaufel
  • Gartenschere
  • Rasensprenger oder Regner
  • Messer oder Gartenkralle

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