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Was ist Storchschnabel?

Der Storchschnabel (Geranium) hat außergewöhnlich geformte Blätter und strahlend bunte Blüten. Sie machen die Pflanze zu einer beliebten Dekoration in Gärten, auf Balkonen und Terrassen. Storchschnabel wächst schnell, ist leicht zu vermehren und wird nur selten von Schnecken befallen.

Etwa 400 Arten umfasst die Gattung der Storchschnäbel. Einige von ihnen sind wintergrün und werten Blumenbeete das ganze Jahr über auf. Die Pflanze stammt aus der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).

In der freien Natur wachsen auch hierzulande einige Arten. Dazu zählen der Wald-Storchschnabel (Geranium sylvaticum), der Blutrote Storchschnabel (Geranium sanguineum) und der Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense). Bereits seit den 1980er-Jahren gehört Storchschnabel zu den Lieblingen vieler Gärtner. Zunächst pflanzten sie vor allem Felsen-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum). Dieser ist recht anspruchslos, wintergrün und wächst schnell. Seine Blüten sind weiß.

Die Pflanze eignet sich besonders, um Bäume großflächig zu unterpflanzen. Ein Pflanzpartner für Rosen und Rittersporn ist der Pracht-Storchschnabel (Geranium x magnificum) mit seinen großen blauvioletten Blüten.

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So sieht Storchschnabel aus

Rundliche Storchschnabel-Blätter mit fünf Läppchen.

Die Blätter des Storchschnabels verbreiten einen aromatischen Duft.

Die Blätter des Storchschnabels sind rundlich und färben sich im Herbst gelb oder rot. Sie sind gelappt bis handförmig. Zudem besitzen die Blätter einen aromatischen Duft.

Die Blüten des Storchschnabels wachsen schalenförmig. Sie sind blau, karminrot, rosa, violett oder weiß. Die Kelchblätter nehmen oft eine andere Farbe an als die Blüten. Eine solche Farbkombination hat zum Beispiel der Cambridge-Storchschnabel (Geranium x cantabrigiense).

Je nach Sorte wächst Storchschnabel entweder horstartig oder er bildet kurze Ausläufer an der Oberfläche. Letztere Sorten eignen sich, um größere Flächen zu bedecken. Ein solcher Vertreter ist etwa der robuste Felsen-Storchschnabel. Er eignet sich als Bodendecker an schattigen und sonnigen Standorten.

Manche Arten erreichen eine Höhe von 15 cm bis 100 cm. Die Blütezeit ist von Mai bis August. In dieser Zeit werden Bienen und Schwebfliegen häufig vom Storchschnabel angelockt.

Storchschnabel pflanzen

Violette, fünfblättrige Storchschnabel-Blüten.

Storchschnabel benötigt einen durchlässigen und nährstoffreichen Boden.

Sämtliche Storchschnabel-Arten pflanzt du am besten im Frühjahr. Als Bodendecker setzt du im Idealfall acht bis zehn Gewächse pro Quadratmeter. Eine passende Art dafür ist der Felsen-Storchschnabel.

Besonders gut gedeiht Storchschnabel an einem mäßig feuchten Standort. Die Pflanze mag durchlässige und nährstoffreiche Böden. Trockenheit verträgt sie besser als Staunässe.

Die enorme Artenvielfalt der Pflanze sorgt dafür, dass du für fast jeden Standort einen geeigneten Storchschnabel findest. Welche Sorten sich für welche Böden eignen, zeigt dir die folgende Auflistung:

Sonnig und feucht:

  • Geranium endressii
  • Geranium himalayense
  • Geranium x magnificum
  • Geranium pratense
  • Geranium psilostemon

Halbschattig und feucht:

  • Geranium gracile
  • Geranium himalayense
  • Geranium sylvaticum

Sonnig und trocken:

  • Geranium sanguineum
  • Geranium renardii
  • Geranium x cantabrigiense
  • Geranium cinereum

Schattig und trocken:

  • Geranium macrorrhizum
  • Geranium nodosum
  • Geranium phaeum

Die richtige Pflege für Storchschnabel

Mit Wassertropfen bedeckte, gezahnte Storchschnabel-Blätter

Gieße den Storchschnabel nach dem Pflanzen reichlich, damit er gut anwächst.

Storchschnabel ist recht pflegeleicht, wenn er erst einmal angewachsen ist. Versorge frisch gesetzte Pflanzen an sonnigen Tagen mit genügend Wasser. Einen Rückschnitt benötigen nur nicht-wintergrüne Storchschnabel-Arten mit horstigem Wuchs. Dazu gehören unter anderem die Sorten „Patricia“, „Rozanne“ und der Pracht-Storchschnabel.

Schneide bei diesen Pflanzen im Herbst alle Triebe auf wenige Zentimeter zurück. Bodendecker kürzt du ebenfalls im Herbst, aber auch im Frühjahr ein – am besten dort, wo sie über das Beet hinauswachsen. So bleiben die Beetränder stets ordentlich. Mit der passenden Gartenschere geht das Rückschneiden besonders leicht von der Hand.

Versorge Storchschnabel-Gewächse im Frühjahr mit Kompost oder speziellem Gartendünger für Stauden, falls du sie auf nährstoffarmem Boden gepflanzt hast. Um deinen eigenen Kompost herzustellen, eignen sich Komposter hervorragend.

Storchschnabel ist langlebig. Deshalb brauchst du ihn nicht etwa mit einer Teilung zu verjüngen. Wenn du horstig wachsende Arten vermehren möchtest, kannst du die Pflanzen dennoch teilen.

Storchschnabel im Garten verwenden

Pink blühender Storchschnabel wächst aus einem Steinbeet.

Die Sorten des Storchschnabels haben unterschiedliche Ansprüche an den Standort. So findest du für fast jede Gartenecke einen passenden Storchschnabel.

Für fast alle Bereiche im Garten gibt es die passende Storchschnabel-Art. Bodendecker beugen Unkraut vor, während Dauerblüher eine ansprechende Ergänzung für dein Prachtstaudenbeet darstellen. Lediglich besonders sonnige Standorte oder Staunässe bereiten ihnen Probleme.

Für schattige bis halbschattige Plätze unter Gehölzen und am Gehölzrand bieten sich pflegeleichte Bodendecker an. So zum Beispiel der Felsen-Storchschnabel oder der niedrig wachsende Cambridge-Storchschnabel. Letzterer wächst auch an sonnigen Plätzen.

Ebenfalls sonnige bis leicht schattige Orte bevorzugen die Sorten des Armenischen Storchschnabels (Geranium psilostemon). Sie blühen von Mai bis Juli und sehen in Staudenbeeten hervorragend aus. Eine passende Sorte ist zudem „Patricia“ mit ihren pinkfarbenen Blüten. Unter ähnlichen Bodenverhältnissen wachsen auch der Pracht-Storchschnabel und der Himalaya-Storchschnabel. Kombiniere sie mit Rosen, Frauenmantel (Alchemilla), Pfingstrosen oder Ziergräsern wie dem Lampenputzergras.

Auf Wiesen pflanzt du am besten heimische Arten wie den Braunen Storchschnabel, den Wiesen-Storchschnabel oder den Wald-Storchschnabel.

Der Kaukasus-Storchschnabel (Geranium renardii) bietet sich für Steingartenbeete und Mauern an, genauso wie der Aschgraue Storchschnabel (Geranium cinereum). Viele Blüten bildet die Hybrid-Züchtung „Rozanne“. Sie wächst horstig und bringt lange Triebe hervor. Daher eignet sie sich für große Flächen. Von Juni bis November blüht diese Sorte mit hellvioletten Blüten mit weißem Auge. Sie wächst an sonnigen bis halbschattigen Standorten.

Storchschnabel vermehren

Junge Storchschnabel-Triebe in einem flachen Anzuchtbehälter.

Vermehre den Storchschnabel durch Teilung oder über Rhizomschnittlinge.

Horstig wachsende Storchschnabel-Arten vermehrst du im Frühling durch Teilung. Zu diesen Sorten gehören zum Beispiel Geranium himalayense, Geranium x magnificum oder Geranium pratense.

Den Balkan-Storchschnabel und andere Arten mit flachem Wurzelwerk vermehrst du durch Rhizomschnittlinge. Die Stecklingsmethode ist die richtige Wahl für Arten mit kräftigen Pfahlwurzeln. Dazu zählen der Wallich-Storchschnabel (Geranium wallichianum) und der Lambert-Storchschnabel (Geranium lambertii).

Mögliche Krankheiten und Schädlinge bei Storchschnabel

Stängelälchen sind in der Regel nur für ältere Sorten des Felsen-Storchschnabels eine Gefahr. Du erkennst einen Befall am Kümmerwuchs. Zudem verfärben sich die Blätter rötlich. In einer späteren Phase sterben sie ab.

Insgesamt ist die Pflanze überaus robust und kaum anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Selten befallen Echter Mehltau, Rostpilze, Dickmaulrüssler oder Weichhautmilben den Storchschnabel. Schnecken meiden die Pflanze wiederum.

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