
Flammenblume
Wie du die Flammenblume pflanzt und welche Pflege sie benötigt, erfährst du hier im Ratgeber. Außerdem zeigen wir dir, woher die Staude kommt und welche Flammenblume sich am besten für deinen Garten eignet.
Woher kommt die Flammenblume?
Die Flammenblume ist auch unter ihrem botanischen Namen Phlox bekannt. Sie gehört zur Familie der Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae). Heimisch ist sie in Nordamerika. Lediglich die Sibirische Phlox (Phlox sibirica) stammt aus Nordasien. Die bekannteste Art der Flammenblume ist die Hohe Stauden-Phlox (Phlox paniculata). Daneben gibt es noch rund 60 andere Arten.
Aussehen der Flammenblume

Die Blüten der Flammenblume duften honigsüß und ziehen reichlich Bienen an.
Die Flammenblume gibt es als einjährige oder mehrjährige Varianten. Dazu gehören niederliegenden, kriechenden Arten sowie Stauden, die deutlich höher wachsen. Die meisten bilden Blüten, die sich in großen Rispen zeigen. Diese Blüten sind pink, rosa, weiß, violett oder blau gefärbt. Einige zeigen auch mehrere Farben.
Der Duft der Pflanze ist honigsüß bis herb. Die Flammenblume ist deshalb sehr beliebt bei Faltern und Bienen. Wie stark die Pflanze duftet, hängt von der Temperatur ab. Am stärksten ist der Duft je nach Standort gegen Mittag oder Abend.
Standort und Boden
Pflanze das Gewächs an einem hellen und luftigen Ort. Wichtig ist, dass Blätter und Blüten schnell abtrocknen können, wenn es geregnet hat. Manche Phloxe wachsen auch im Halbschatten oder an vollsonnigen Plätzen.
Setze die Pflanze in einen Boden, der nährstoffreich und durchlässig ist. Feuchte Untergründe sind bei den meisten Arten kein Problem. Staunässe oder dauernasse Blätter bekommen allerdings allen Vertretern der Flammenblume schlecht.
Flammenblume im Garten

Die Flammenblume macht sich in Bauerngärten genauso gut wie im Staudenbeet oder Steingarten.
Im Garten ist die Flammenblume vielseitig einsetzbar. Sie eignet sich für Bauern- und Steingärten oder Staudenbeete. Im Bauerngarten bietet sich die Stauden-Phlox an. Sie wächst auf rund 1 m an. Ihre Blüten sind hellblau, rosa, violett oder weiß.
An schattigen Plätzen pflanzt du die Großblatt-Phlox. Sie erreicht eine Höhe von 1,7 m. Zudem kommt sie gut mit trockenen Standorten aus. Die Blüten zeigen sich von Juli bis September. Allerdings duften diese nicht.
Die immergrüne Polster-Phlox pflanzt du in Steingärten oder an Trockenmauern. Sie bildet blaue, weiße oder rosafarbene Blüten. Diese wachsen ab Mai auf den 15 cm hohen Kissen. Diese Art ist auch ideal für eine Hangbepflanzung. Das gilt auch für die Wildform „Phlox douglasii“.
Willst du Bäume oder Sträucher unterpflanzen, nimmst du die Wander-Phlox. Sie wächst an schattigen Plätzen. Von Mai bis Juni blüht diese Art in Blau, Rosa oder Weiß.
Eine ebenfalls lange Blüte hat die Wiesen-Phlox. Sie blüht von Juni bis August. Setze die Pflanze an einen sonnigen Ort im Staudenbeet. Die niedrig wachsende Wald-Phlox ist ideal für das Frühjahr. Im April zeigen sich bereits die blauen oder weißen Blüten.
Damit es nicht zu wild wird in deinem Garten, ist es ratsam, nicht zu viele Flammenblumen unterschiedlicher Farbe ins Beet zu setzen. Kombiniere maximal zwei Farbtöne miteinander, um eine gute Fernwirkung zu erzielen.
Tipp: Setze Flammenblumen mit unterschiedlichen Blütezeiten. Auf diese Weise erfreust du dich über viele Monate an den bunten Blumen. Aus den Hohen Phlox-Sorten kannst du bunte Blumensträuße binden. Dafür bieten sich unter anderem Stauden-Phlox, Wiesen-Phlox und Wald-Phlox an.
Flammenblume pflanzen und pflegen
Flammenblumen gibt es als Containerpflanzen. Dies hat den Vorteil, dass du sie das ganze Jahr über setzen kannst. Es gibt aber auch ideale Pflanzzeiten. Im Mai setzt du einjährige, kleine Exemplare. Achte dabei auf einen Pflanzabstand von 20 cm bis 40 cm. Sie wachsen sehr ausufernd.
Steht die Staude an einem vollsonnigen Standort, braucht sie viel Wasser im Sommer. Damit der Boden um die Pflanze nicht austrocknet, verteilst du eine Schicht Rindenkompost um sie herum. Düngst du die Blume regelmäßig, blüht sie kräftiger.
Teile große Züchtungen der Phlox alle sechs bis zehn Jahre im Frühling. Pflanze sie anschließend an einen neuen Standort.
Die Blütezeit verlängerst du, indem du verblühte Dolden mit einer Gartenschere abschneidest. Dadurch bleibt die Staude auch gesund. Schneide vor allem die Hohe Polster-Phlox. Sie wächst sehr dicht und ist anfällig für Mehltau. Im Frühjahr entfernst du ein Drittel der Sprossen. Somit wächst die Staude luftiger. Die Blätter trocknen dadurch nach einem Regen schneller wieder ab.
Flammenblumen sind sensibel, was Wetter und Klima angeht. Daher ist es möglich, dass die Pflanzen jedes Jahr unterschiedlich stark blühen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Flammenblume drei bis vier Jahre braucht, um sich an einen neuen Standort zu gewöhnen.

Ein vollsonniger Standort ist ideal für die Flammenblume. Denke daran, sie ausreichend zu gießen.
Flammenblume vermehren
Die meisten Arten der Flammenblume vermehrst du mit Wurzelschnittlingen. Schneide dafür von der Mutterpflanze Wurzelstücke ab. Diese sollten zwischen 5 cm und 10 cm lang und dickfleischig sein. Grabe sie danach waagerecht in Anzuchterde mit Sandanteil ein. Die Erde hältst du leicht feucht. Nach kurzer Zeit bilden sich neue Triebe.
Um die Stauden-Phlox zu vermehren, teilst du sie im Herbst. Grabe dafür vorsichtig den Wurzelstock nach der Blüte aus. Teile die Wurzeln mit einem Spaten in kleine Stücke. Diese pflanzt du anschließend an einem neuen Ort in deinem Garten. Achte darauf, dass sie wieder so tief in der Erde sitzen wie zuvor.
Du kannst die Flammenblume auch mit Kopfstecklingen vermehren. Schneide für diese Methode 15 cm lange Triebspitzen ab. Danach entfernst du die unteren Blätter. Stecke den Trieb nun in einen Topf mit Anzuchterde und achte darauf, dass die Schnittfläche mit Anzuchterde bedeckt ist. Nach kurzer Zeit bilden sich neue Wurzeln. Pflanze die Triebe aus, wenn sie den Anzuchttopf fast durchwurzelt haben.

Du kannst die Flammenblume durch Teilung vermehren. Mit einem Spaten zerteilst du dafür den Wurzelballen.
Krankheiten und Schädlinge
Echter Mehltau befällt die Flammenblume, wenn sie an einem falschen Standort steht. Den Befall erkennst du an einem weißen Pilzrasen. Dieser bildet sich auf der Oberseite der Blätter. Die Pflanzen erleiden dadurch einen großen Schaden. Mit umweltverträglichem Netzschwefel beugst du dem Echten Mehltau vor. Viele Sorten der Hohen Flammenblume sind heutzutage allerdings sehr widerstandsfähig gegenüber Krankheiten.
Zu den Schädlingen der Flammenblume gehört die Schaumzikade. Sie versteckt sich in einem Schaumtropfen am Blatt. Mit einem Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch entfernst du die Insekten wirksam.
Die Stängelnematode befällt die Blume ebenfalls. Sie setzt sich in den Trieben fest. Daher ist es schwierig, sie direkt zu bekämpfen. Durch einen Befall nimmt die Pflanze Wasser und Nährstoffe schlechter auf. Dadurch bilden sich Verdickungen an den Blattstielen sowie Missbildungen an den jungen Blättern. Diese sterben dadurch teilweise ab. Schneide befallene Triebe so tief wie möglich ab.







