Woher kommen Astern?
Von den Astern (Aster) sind mehr als 180 Arten bekannt. Sie gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Diese sind sogar ihr Namensgeber.
Die Urformen der farbenfrohen Staude kommen aus Afrika, Eurasien und Amerika. Allerdings werden die nordamerikanischen Arten mittlerweile in eine eigene Gattung gruppiert. Sie unterscheiden sich genetisch von den eurasischen Arten. Damit sind sie streng genommen keine Astern mehr.
Das betrifft beliebte Arten wie:
Glattblatt-Aster
Raublatt-Aster
Myrten-Aster
Kissen-Aster
Sie tragen als Gattungsnamen nun nicht mehr Aster, sondern „Symphyotrichum“. Auch die Sommeraster heißt statt „Aster chinensis“ jetzt „Callistephus chinensis“. Die Goldaster trägt mittlerweile den Namen „Galatella linosyris“ statt „Aster linosyris“. Im Handel sind aber häufig noch die alten Bezeichnungen zu finden.
Astern gibt es als einjährige oder zweijährige Pflanzen.
Eigenschaften und Besonderheiten von Astern
Die meisten Astern gehören zu den Stauden. Ihre Vielzahl an Arten ist fast unüberschaubar. An Größen, Farben und Formen ist fast alles dabei: vom Bodendecker bis zur 3 m hohen Variante. Die Gemeinsamkeit aller Astern sind ihre körbchenförmigen Blüten in kräftigen Farben. Hier umringen die Zungenblüten die mittigen Röhrenblüten. Die Zungenblüten sind weiß, rosa oder blau, die Röhrenblüten gelb.
Astern gelten als Nektarpflanzen für Bienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten. Ihre Blütezeit reicht von Mai bis in die Herbstmonate.

Astern haben körbchenförmige Blüten. Die Blütenblätter zeigen sich in vielen verschiedenen Farben.
Der richtige Standort und Boden
Am besten gedeihen Astern auf Böden mit einem mittleren Nährstoffgehalt. Sehr mageres Erdreich reicherst du mit Kompost an.
Sowohl die Bergaster (Aster amellus) als auch die Sommeraster (Callistephus chinensis) mögen es kalkhaltig. Dann darf der Standort auch nährstoffarm sein. Bergastern sind daher auch für Steingärten geeignet. Sie kommen auch mit Trockenphasen gut zurecht.
Die meisten Astern bevorzugen einen sonnigen Platz. Nur die Großblatt-Aster (Aster macrophyllus), die Wildaster (Aster ageratoides) sowie die Weiße Waldaster (Aster divaricatus) kommen auch mit einem halbschattigen Ort zurecht.
Die klein bleibenden Sorten kannst du als herbstblühende Bodendecker pflanzen. Je luftiger die Lage ist, desto weniger anfällig werden Astern übrigens für Pilzkrankheiten wie Mehltau.
Tipp: Astern bevorzugen einen lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden. Dieser sollte stets frisch bis leicht feucht bleiben und keine Staunässe aufweisen.
Pflege von Astern im Jahresverlauf
Die ideale Pflanzzeit für Astern ist im Frühjahr von März bis Mai und dann erst wieder zwischen September und November. Für Berg- und Sommeraster empfiehlt sich jedoch eher das Frühjahr. Astern sind generell sehr pflegeleicht. Mit den richtigen Tipps sorgst du für lange Blütezeiten und ein gesundes Wachstum.
Gießen und Düngen
Im Frühjahr und zu Beginn der Blütezeit pflegst du Astern am besten mit organischem Dünger, beispielsweise Kompost oder Hornspäne. Im Sommer und während längerer Trockenphasen benötigen Astern eine gleichmäßige Wasserversorgung. Der Boden sollte frisch bis leicht feucht sein, Staunässe vertragen die Pflanzen jedoch nicht. Eine Mulchschicht aus Kompost oder Rindenhumus hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und gleichzeitig Nährstoffe bereitzustellen.
Rückschnitt und Ausputzen
Im März schneidest du sie mit einer sauberen Gartenschere zurück und sorgst für eine ausreichende Bewässerung. Damit die Pflanzen das ganze Jahr über gesund bleiben und ihre Blütezeit lange anhält, empfiehlt es sich, verwelkte Blüten regelmäßig zu entfernen. Nach der Hauptblüte oder im Spätherbst werden Astern bodennah zurückgeschnitten. Dies regt im kommenden Jahr einen kräftigen Neuaustrieb an und verhindert, dass die Pflanzen zu sehr vergreisen.
Astern überwintern
Die meisten Garten-Astern sind winterhart und benötigen keinen besonderen Schutz. In rauen Regionen oder bei jungen Pflanzen kann jedoch eine leichte Abdeckung aus Laub oder Reisig sinnvoll sein, um die Pflanzen vor starker Kälte zu schützen. Kübelpflanzen sollten an einen geschützten, frostfreien Standort gebracht oder gut eingepackt werden, da die Wurzeln im Topf stärker durchfrieren können als im Freiland.

Schneide deine Astern regelmäßig. So behalten Sie Ihre Form und können sich gut entwickeln.
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Krankheiten und Schädlinge bei Astern
Schlaff herunterhängende Blätter und schwarze Triebe deuten auf eine Krankheit hin: die Astern-Welke. Ist eine Pflanze davon befallen, entfernst du sie mitsamt den Wurzeln aus dem Beet. Am besten achtest du bereits beim Kauf darauf, dass die Sorten resistent gegen Welke sind. Es gibt entsprechende Züchtungen.
Pflegefehler wie eine zu starke Düngung, zu viel Hitze und zu wenig Wasser machen Astern anfällig für Mehltau. Resistent gegen die Pilzkrankheit sind die Raublatt-Aster (Symphyotrichum novae-angliae), die Alpen-Aster (Aster alpinus) und die Frühsommer-Aster (Aster tongolensis).
Einen Befall von Mehltau dämmst du so früh wie möglich mit Netzschwefel oder speziellem Pflanzenschutzmittel ein.
Astern im Garten
Ein Bauerngarten ohne Astern ist fast undenkbar. Die Stauden sind sehr gute Pflanzpartner für Fetthenne (Sedum), Herbst-Anemone (Anemone hupehensis), Dahlie (Dahlia), Sonnenhut (Rudbeckia) oder Herbst-Chrysanthemen (Chrysanthemum). Auch zusammen mit Ziergräsern machen Astern eine gute Figur. Du kannst sie aufgrund ihrer vielfältigen Formen und Farben gut miteinander kombinieren.
Niedrig wachsende Arten sind als Beeteinfassung oder für den Vordergrund in Rabatten gut geeignet. Hohe Arten benötigen eine Stütze.
Astern sind wahre Insektenweiden. Sowohl Bienen als auch Schmetterlinge und andere Insekten nutzen die pollenreichen Blüten als Nahrungsquelle.

Kombiniere Astern mit Ziergräsern oder auch Dahlien.
Varianten und Sortenvielfalt
Von den Astern gibt es unzählige Arten, die im späten Sommer und Herbst blühen. Einjährige Sommerastern (Callistephus chinensis) werden zwischen 20 cm und 100 cm hoch. Sie blühen schon ab Juli an möglichst sonnigen Standorten. Sie sind in den Farben Weiß, Rosa, Gelb und Violett zu haben. Die Blüten sind mit mehr als 10 cm sehr groß und häufig gefüllt. Daher machen sie auch als Schnittblumen für Sträuße einiges her.
Ab September blühen Herbstastern wie Raublatt-, Kissen- und Glattblatt-Astern. Sie sind die klassischen Herbstblüher. Kissenastern bleiben eher klein, während Raublatt- und Glattblatt-Astern (Symphyotrichum novae-angliae und Symphyotrichum novi-belgii) bis zu 120 cm hoch wachsen. Die langen Stängel solltest du unbedingt mit Rankgittern abstützen.
Kissenastern werden maximal 50 cm hoch. Sie sind für Beet- und Wegränder wie gemacht. Ihre vorherrschenden Farben sind Blau- und Violetttöne. Bei Staudensichtungen wurden die Sorten „Apollo“, „Blauer Gletscher“, „Herbstgruß vom Bresserhof“, „Niobe“, „Rosenwichtel“ und „Zwergenhimmel“ ausgezeichnet.
Die Erika-Aster (Symphyotrichum ericoides) ist auch unter der Bezeichnung „Myrten-Aster“ bekannt. Sie wächst wie ein verzweigter Busch und blüht bis in den November hinein mit vielen kleinen Blüten in Weiß, Rosa oder einem zarten Lila.
Alpen-Astern (Aster alpinus) gehören zu den kleinsten Sorten. Sie werden nur bis zu 20 cm hoch. Damit sind sie bestens geeignet für Steingärten oder Mauern. Pflanzt du sie im Herbst, blühen sie im nächsten Jahr umso früher.
Bergastern (Aster amellus) bevorzugen eine kalkreiche Umgebung. Da hilft auch eine gelegentliche Gabe des Minerals. Sauren Boden solltest du unbedingt vermeiden. Aus diesem Grund wird die Bergaster auch Kalkaster genannt. Bergastern wachsen als kompakter, aufrechter Horst. Ihre Blüte beginnt bereits im Juli. Die Sorte „Veilchenkönigin“ blüht in einem besonders tiefen Blau-Violett.
Die Goldhaaraster (Galatella linosyris) wird bis zu 50 cm hoch und blüht im August und September. Ihre Besonderheit ist ihre goldgelbe Blüte. Sie besitzt keine Zungenblätter, sondern ausschließlich Röhrenblüten. Die Goldhaaraster bevorzugt sonnige Standorte und verträgt auch länger anhaltende Trockenperioden.

Die Erika-Aster blüht bis in den November hinein. Es gibt sie mit lilafarbenen, weißen und rosafarbenen Blüten.
Astern vermehren
Herbst-Astern teilst du im Frühjahr. Du hebst die Pflanze dafür mit ihren Wurzeln aus der Erde und stichst mit einem scharfen Spaten Teilstücke ab. Diese sollten mindestens zwei bis drei Augen für einen Neuaustrieb besitzen.
Die einzelnen Stücke pflanzt du erneut ein. Der Standort sollte nährstoffreich und sonnig sein. Die Pflanzenstücke setzt du genauso tief in die Erde, wie die Mutterpflanze stand. Danach gießt du die Aster gut an und hältst sie auch in nächster Zeit gut feucht. Vermeide dabei Staunässe.
Häufige Fehler vermeiden
Auch wenn Astern als pflegeleicht gelten, können einige typische Fehler ihre Gesundheit und Blühfreude beeinträchtigen. Wer diese Punkte im Blick behält, hat lange Freude an den farbenfrohen Stauden:
Staunässe: Ein zu nasser Boden führt schnell zu Wurzelfäule. Astern mögen es frisch, aber niemals dauerhaft nass.
Standort: Zu schattige Plätze lassen die Pflanzen mit der Zeit absterben und mindern die Blütenfülle. Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort.
Nährstoffe: Ohne regelmäßige Kompostgaben oder organischen Dünger bleiben die Pflanzen schwach und blühen weniger üppig.
Luftzirkulation: Stehen die Astern zu dicht, steigt die Gefahr für Mehltau. Besser ist eine lockere Pflanzung mit ausreichend Abstand.
Rückschnitt: Wer vertrocknete Pflanzenteile zu lange stehen lässt, riskiert Ausbreitung von Krankheiten und schwächeren Austrieb im Folgejahr.









