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Radieschen pflanzen

Zuletzt aktualisiert: 19.01.20225 MinutenVon: OBI Redaktion
Jemand erntet Radieschen.

Radieschen sind dank ihrer vielen Vitamine und Mineralstoffe gesund und wachsen schnell und einfach im eigenen Garten. Wann du deine Radieschen pflanzen solltest und welcher der perfekte Standort ist, erfährst du hier.

Radieschen pflanzen: Herkunft des Gemüses

Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus) gehören zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie gelten als Knollengemüse, da sich Radieschen als kleine Knöllchen entlang der Sprossachse zwischen Wurzel- und Blattansatz bilden.

Radieschen enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine sowie verschiedene Senföle. Diese sorgen für den pikanten und scharfen Geschmack. Außerdem regen sie den Stoffwechsel an und wirken antibakteriell.

Radieschen stammen ursprünglich aus China und Japan und kamen erst im 16. Jahrhundert nach Europa. Beliebt ist das Knollengemüse hierzulande dank der kurzen Vegetationszeit und des frühen Pflanzzeitpunkts.

Aussehen von Radieschen

Radieschen sind ein einjähriges Gemüse, das sehr zügig wächst. Unter der Erde entwickeln sie je nach Sorte runde, ovale oder zylindrische Knollen. Die Radieschensorten unterscheiden sich durch die Farbe ihrer Knollen: Es gibt rote, rot-weiße, rosafarbene, violette, weiße, gelbe und gelbbraune Sorten.

Über der Erde haben Radieschen dunkelgrüne, rau behaarte und leicht gezackte Blätter. Diese wachsen auf dünnen, 10 cm bis 15 cm hohen Stielen.

Der richtige Standort

Nahaufnahme eines reifen Radieschens im Beet.

Schon nach kurzer Zeit siehst du die reifen Radieschen in der Erde und kannst sie ernten.

Pflanze Radieschen nur an einem sonnigen und luftigen Standort. Außerdem bevorzugen sie leichten bis mittelschweren Boden. Dieser sollte viel Humus enthalten und idealerweise gleichmäßig feucht sein.

Radieschen sind Schwachzehrer. Sie lassen sich gut neben Tomaten, Bohnen und Salaten kultivieren. Pflanze Radieschen jedoch nicht neben Gurken oder anderen Kreuzblütlern wie Kohlrabi.

Weil ihre Kulturdauer so kurz ist und Radieschen vergleichsweise wenig Platz benötigen, sind sie perfekte Lückenfüller im Beet und eine ideale Vor-, Zwischen- und Nachkultur.

Aussäen und pflanzen

Radieschen wachsen nicht nur schnell, man kann sie auch als eines der ersten Gemüse im Jahr pflanzen und mit ihnen die Saison im Gemüsebeet eröffnen. Frühe Sorten der Radieschen kannst du schon Ende Februar bis Anfang März ins Frühbeet oder im Gewächshaus aussäen. Sie kommen gut mit dem noch schwachen Licht und den kühlen Temperaturen zurecht.

Im Freiland kannst du Radieschen ab März aussäen, sobald der Boden nach der Schneeschmelze trocken und frostfrei ist. Bei Temperaturen zwischen 12 °C und 15 °C keimen die Samen schnell und zuverlässig. Zu Beginn solltest du sie aber noch mit einer Folie oder einem Vlies gegen kalte Winde und Spätfrost schützen.

Ende März beginnt die Freilandsaison für Radieschen. Ab dann kannst du sie je nach Sorte durchgehend bis in den Spätherbst pflanzen und genießen. Die letzten Radieschen kannst du im Freiland noch bis Anfang September pflanzen.

Wenn du Radieschen säst, solltest du im Beet zunächst ein paar gerade Saatrillen ziehen. Drücke dazu einfach die Rückseite eines breiten Rechens in die lockere Erde. Zwischen den Saatreihen sollten gut 15 cm Platz bleiben.

Die Saatkörner der Radieschen pflanzt du nur 1 cm tief und lässt zwischen zwei Körnern jeweils 3 cm bis 5 cm Platz. Die Sämlinge kannst du bei Bedarf nach dem Keimen nochmals auf 5 cm bis 8 cm vereinzeln. So bekommen sie ausreichend Platz und können sich gut entwickeln.

Bedecke die Saatrillen abschließend dünn mit Erde und gieße das Beet mit der Gießkanne oder einer Brause. Stecke an den Anfang jeder Saatreihe ein Pflanzenschild, damit du auch später noch genau weißt, was an dieser Stelle wächst.

Die richtige Pflege

Aufgrund der kurzen Wachstumszeit gelten Radieschen als besonders pflegeleicht. Doch gerade weil sie so rasant wachsen, musst du Radieschen an trockenen und heißen Tagen täglich ausreichend und gleichmäßig gießen, damit die Knollen nicht scharf und holzig werden. Auch das Harken und Auflockern des Bodens trägt dazu bei, dass dein Knollengemüse prächtig gedeiht.

Hast du die Vorkultur deiner Radieschen allerdings ein Mal gut gedüngt, brauchen sie keine weitere Düngung mehr. Dünge Radieschen nie mit frischem Kompost, da die Knollen auf die darin enthaltenen Salze sehr empfindlich reagieren.

Ernte und Verwertung

Radieschen liegen aufgereiht auf einem Holzstamm.

Sind die Radieschen ausgereift, kannst du die Knollen einfach mit der Hand aus der Erde ziehen. 

Im Sommer kannst du die Ernte deiner Radieschen schon drei bis vier Wochen nach der Aussaat beginnen und sie vier Tage lang ernten. Im Frühjahr und Herbst sind sie nach rund acht Wochen ausgereift, jedoch kannst du sie je nach Sorte etwa zehn Tage lang ernten. Erntest du Radieschen zu spät, werden sie pelzig.

Um die Knollen zu ernten, ziehst du sie einfach nacheinander aus dem Beet. Frisch schmecken sie zwar am besten, eingeschlagen in ein feuchtes Tuch halten sich Radieschen jedoch auch einige Tage im Kühlschrank. Die Blätter der Pflanze kannst du ebenfalls als Suppe oder zu Salaten essen.

Sind dir deine Radieschen zu scharf, kannst du sie milder machen, indem du sie in Scheiben schneidest, salzt und das Ganze für eine kurze Zeit ziehen lässt. Dann schmecken sie auch auf einem Butterbrot köstlich.

Krankheiten und Schädlinge

Wenn du Löcher in den Blättern deiner Radieschen entdeckst, sind häufig Erdflöhe die Ursache. Verhindere ihre Ausbreitung, indem du den Boden feucht hältst und häufig harkst.

Kohlfliegen lassen sich durch eine sehr frühe Aussaat im März oder späte Aussaat Anfang September vermeiden. Hilfreich ist auch ein Insektenschutznetz über den Pflanzen, um Schnecken von den Radieschen fernzuhalten.

Zwei Kinder waschen Radieschen mit einer Gießkanne ab.

Radieschen haben eine natürliche Schärfe, die für Kinder oft zu stark ist. Salze die Rüben und warte kurz ab, dann schmecken sie milder.

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