
Pilzbefall an Pflanzen erkennen und bekämpfen
Pilzbefall an Pflanzen macht sich meist durch einen weißen Pilzrasen oder dunklen Flecken an den Blättern bemerkbar. Damit deine Pflanzen die Erkrankung überleben, solltest du den Pilz rasch bekämpfen. Wie du Pilzbefall an Pflanzen erkennen und bekämpfen kannst, erfährst du hier.
Wie sieht Pilzbefall bei Pflanzen aus?
Wenn Pflanzen nicht mehr weiter wachsen, Flecken bilden oder sich die Farbe der Blätter oder Blüten verändert, ist dies meist ein Hinweis darauf, dass eine Pilzerkrankung vorliegt. Oft vorkommende Erkrankungen sind zum Beispiel Mehltau, Rostpilz, Sternrußtau oder Kraut- und Braunfäule. Diese Pilzerkrankungen kannst du mithilfe von Fungiziden verhindern und bekämpfen kannst. An dem Erscheinungsbild lässt sich einschätzen, um welche Krankheit es sich handelt.
Je nach Krankheit erkennst du Pilzbefall meist an braunen Flecken auf den Blättern und auf dem Stängel. Mit Fortschreiten der Erkrankung werden auch Früchte braun, die Blätter verfärben sich schwarz und die Triebe sterben ab. Ein weißer Schimmel an der Blattunterseite ist ebenfalls möglich. Echter Mehltau ist zum Beispiel weiß und tritt an Blättern und Früchten auf. Falscher Mehltau hingegen ist gräulich bis blau und geht mit braunen bis gelben Flecken einher. Kraut- und Braunfäule an Tomaten erkennst du ebenfalls an braunen Flecken und Verfärbungen an Blättern und Trieben. Rostpilz und Sternrußtau treten an Rosen auf und sind schwer zu bekämpfen.
Wie du verschiedene Pilzerkrankungen erkennst, bekämpfst und der Entstehung vorbeugen kannst, erfährst du hier.
Welche Fungizide kann man bei Pilzbefall verwenden?
Welche Fungizide du zur Bekämpfung verwenden kannst, hängt von der Pilzerkrankung ab, die deine Pflanzen befällt. Wenn du dir nicht sicher bist, welche Krankheit vorliegt, verwende nicht wahllos Fungizide. Untersuche deine Pflanzen und wende dich an einen Fachbetrieb, der dir bei der Bestimmung helfen kann.
Fungizide gibt es in Sprühflaschen, aber auch in flüssiger Form. Zudem unterscheidet man bei den Fungiziden zwischen solchen, die das Auftreten des Pilzes verhindern und solchen, die bei einem Pilzbefall eingesetzt werden und diesen bekämpfen. Es gibt aber auch Präparate, die die Pflanze heilen und gleichzeitig einer weiteren Erkrankung vorbeugen.
Bei der Bekämpfung von Pilzerkrankungen ist es wichtig, die Fungizide regelmäßig zu wechseln, damit der Pilz nicht gegen einzelne Wirkstoffe resistent wird. Außerdem müssen Geräte wie Messer und Scheren nach dem Kontakt mit der erkrankten Pflanze gründlich desinfiziert werden. Pflanzenreste gehören in den Restmüll und nicht auf den Kompost.
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Mehltau

Mehltau ist eine Pilzkrankheit, die vor allem Rosen und Obstpflanzen befällt. Auch an Hecken tritt diese Pilzkrankheit auf.
Man unterscheidet zwischen echtem und falschem Mehltau. Echter Mehltau tritt als weißer Belag an Früchten und Blättern von Pflanzen auf. Falscher Mehltau hingegen ist an einem gräulich-blauen Pilzrasen unterhalb des Blattes zu erkennen. Auf der Oberseite sind dann rötlich-violette oder gelbe bis braune Flecken auszumachen. An Erdbeerpflanzen ist ein Befall von Mehltau an der roten Blattunterseite und an Blättern zu erkennen, die sich einrollen.
Entferne bei Befall die betroffenen Zweige, Blätter oder Triebe, damit sich die Pilzsporen nicht ausbreiten. Ist der Befall weit vorangeschritten, musst du unter Umständen die ganze Pflanze entfernen. Entsorge die kranken Pflanzenteile nicht über den Kompost, sondern in den Restmüll. Zusätzlich schafft ein Pflanzenschutzmittel Abhilfe gegen die Sporen.
Kraut- und Braunfäule

Kraut- und Braunfäule tritt meist an Kartoffeln oder Tomaten auf. Die Pilzkrankheit macht sich durch braune Flecken auf den Blättern und dem Stängel bemerkbar sowie durch braune Früchte. Später sterben Triebe ab und die Blätter verfärben sich schwarz. Zudem kann sich aufgrund der Sporen an der Blattunterseite weißer Schimmel bilden.
Wenn eine Pflanze von einem Pilz befallen ist, setze auf ein spezielles Fungizid. Es ist sinnvoll, verschiedene Fungizide abwechselnd einzusetzen, um Resistenzen zu verhindern. Um das Auftreten der Pilzsporen zu vermeiden, überdache dein Beet und gieße die Pflanzen nur von unten, da Braunfäule durch Feuchtigkeit begünstigt wird. Pflanzenschutzmittel können das Auftreten der Pilzkrankheit vorbeugen. Des Weiteren solltest du Tomaten und Kartoffeln jedes Jahr an einen anderen Ort und mit ausreichend Abstand anpflanzen.
Rostpilz

Rosen, Geranien oder Gemüsepflanzen wie Bohnen oder Porree werden häufig von Rostpilz befallen. Meist gehören rot-braune Pusteln an der Unterseite und gelbrote Flecken auf der Oberseite des Blattes zum Erscheinungsbild der Krankheit. Da es verschiedene Unterarten des Pilzes gibt, wie zum Beispiel Malvenrost oder Geranienrost, kann sich das Krankheitsbild von Unterart zu Unterart unterscheiden.
Entferne betroffene Pflanzenteile und entsorge sie im Restmüll. Als Hausmittel zur Bekämpfung von Rostpilz auf Rosen eignet sich ein Sud aus Knoblauch, Zwiebeln, Ackerschachtelhalm, Schafgarbe und Rainfarn. Alternativ kannst du auch zu Pflanzenschutzmitteln greifen.
Sternrußtau

Genau wie Rostpilz befällt auch der Sternrußtau Rosengewächse. Darüber hinaus tritt die Krankheit auch bei Heckenpflanzen auf. Sternrußtau ist auch unter dem Namen Schwarzfleckenkrankheit bekannt. Du erkennst Sternrußtau an den unterschiedlich großen grauschwarzen Flecken, die von einer gelblichen oder gelbrötlichen Verfärbung der Blätter begleitet werden. Nur wenige Rosenarten wie zum Beispiel "Gelbe Dagmar" sind gegen die Krankheit resistent.
Sternrußtau zu bekämpfen ist schwierig, da der Pilz sehr hartnäckig ist und überwintern kann. Sobald du einen Befall bemerkst, entfernst du kranke Blätter und Triebe. Auch Fungizide können Abhilfe schaffen. Schneide zur Vorbeugung Rosen regelmäßig mit einer Rosenschere und kontrolliere die Blätter. Der Pflanzort darf nicht zu feucht sein und die Pflanze nicht zu viel gegossen werden.
Pilzbefall an Zimmerpflanzen

Pilzerkrankungen machen auch vor Zimmerpflanzen nicht halt. So kann es sein, dass echter und falscher Mehltau oder Rußtau auch Pflanzen im Innenbereich befällt. Die Symptome und die Maßnahmen gegen den Befall sind die gleichen wie bei Pflanzen im Außenbereich. Aber auch die Blattfleckenkrankheit kann bei Zimmerpflanzen auftreten. Dieser Pilz entsteht, wenn die Blätter nicht trocknen können und die Pflanze zu viel gegossen wird. Symptome der Krankheit sind große schwarze Flecken auf den Blättern, die sich immer weiter vergrößern. Schneide die betroffenen Blätter ab und entsorge sie im Restmüll. Wenn du Zimmerpflanzen zu oft gießt, kann auch eine Wurzelfäule entstehen. Deshalb ist es wichtig, die Gießwassermenge an die Pflanzenart anzupassen.
Neben Pilzkrankheiten werden Zimmerpflanzen auch von Schädlingen wie Blatt-, Schild- oder Wollläusen befallen. Diese Läuse sind nur wenige Millimeter groß und saugen den Saft aus Pflanzen heraus. Bei einem Befall dieser Schädlinge haben sich Pflanzenschutzstäbchen oder spezielle Ölpräparate bewährt.
Pilzbefall vorbeugen
Besonders warmes und feuchtes Wetter begünstigt Pilzerkrankungen bei Pflanzen. Achte deshalb darauf, dass die Blätter der Pflanzen immer gut trocknen können. Je nach Pflanzenart kann es sinnvoll sein, sie zu überdachen, damit sie trocken bleiben. Informiere dich, wie viel Wasser und Dünger deine Pflanzen brauchen, und übergieße sie nicht. Gieße sie nur von unten und halte die Blätter trocken. Setze zudem auf Pflanzensorten, die resistent gegen Pilze sind wie zum Beispiel die Rosensorte "Gelbe Dagmar". Kartoffeln und Tomaten solltest du darüber hinaus nicht immer an der gleichen Stelle im Beet und mit Abstand pflanzen. Verschiedene Fungizide kannst du vorbeugend zum Schutz einsetzen.
Entdeckst du dennoch einen Befall im Anfangsstadium, entferne die kranken Blätter, Äste, Früchte und Triebe sofort, um zu verhindern, dass der Pilz auf andere Teile der Pflanze oder Nachbarpflanzen übergeht. Fungizide sorgen für die Heilung der Pflanzen und beugen dem erneuten Auftreten von Pilzkrankheiten vor.








