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Blühender Blauregen im Garten

Blauregen wächst relativ schnell. Schneidest du ihn nicht regelmäßig, leidet die attraktive Blüte. Hier erfährst du, was du beim Schneiden von Blauregen beachten solltest.

Was ist Blauregen?

Der Blauregen (Wisteria) wird auch Glyzinie genannt. Er ist ein Kletterstrauch, der sich bis zu 8 m in die Höhe windet. Er gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Zu erkennen ist er an den gefiederten Blättern. Ab Mai zeigen sich die Blütentrauben, die bis zu 50 cm lang sein können. Die Blütenknospen sprießen an sogenannten Kurztrieben. Sie entstehen am alten Holz.

Die schlingenden, verholzten Triebe sind dafür berüchtigt, Dachrinnen und Regenrohre zusammenzudrücken oder Geländer zu verbiegen. Daher benötigt der Blauregen Gartenmauern, Zäune, sehr stabile Pergolen oder massive Rosenbögen als Rankhilfen. Von diesen hängen die Blütentrauben dekorativ herab. Blauregen wächst aber auch an der Wand als Spalier oder als Hochstamm.

Damit der Blauregen üppig blüht, solltest du ihn zweimal im Jahr schneiden. Dabei kürzt du die blütentragenden Kurztriebe. Das passiert im Sommer und im Winter. Der Schnitt gilt übrigens sowohl für den Chinesischen als auch den Japanischen Blauregen.

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Lila blühender Blauregen

Der Blauregen blüht üppig. Das gilt allerdings nur, wenn du ihn zweimal im Jahr schneidest.

Der Erhaltungsschnitt

Ist ein Blauregen groß genug, wendest du einen Erhaltungsschnitt an. Dieser soll verhindern, dass sich die Pflanze weiter ausbreitet. Gleichzeitig regt er dazu an, möglichst viele blühende Kurztriebe zu bilden.

Im ersten Schritt schneidest du mit einer Astschere etwa zwei Monate nach der Blüte alle Seitentriebe auf 30 cm bis 50 cm zurück. Daraus neu entstehende Triebe brichst du aus, sonst verholzen sie.

Im zweiten Schritt kürzt du im folgenden Winter die im Sommer bereits zurückgeschnittenen Kurztriebe auf zwei bis drei Knospen ein. An der Basis der Kurztriebe befinden sich die Knospen für die Blüten. Diese lassen sich leicht von den Blattknospen unterscheiden: Sie sind größer und dicker.

Mit der Zeit entstehen auf diese Weise verdickte „Köpfe“. An ihnen bilden sich die Kurztriebe mit den meisten Blütenknospen. Sollte der Flor nicht mehr ganz so üppig ausfallen, schneidest du die ältesten Verzweigungen mit den „Köpfen“ heraus und ziehst neue blühwillige Kurztriebe heran.

Person schneidet Seitentriebe am Blauregen

Schneide rund zwei Monate nach der Blüte die Seitentriebe auf 30 cm bis 50 cm zurück.

Der Erziehungsschnitt

Gerade bei veredeltem Blauregen solltest du darauf achten, dass die Unterlage nicht durchtreibt. Entferne daher alle wilden Triebe auf Bodenhöhe.

Wie der Erziehungsschnitt aussieht, hängt davon ab, ob du den Blauregen an einer Pergola oder einem Spalier an einer Wand ziehst. In beiden Fällen baust du ein Gerüst aus wenigen Trieben auf. Dieses bleibt lebenslang erhalten. An ihm entwickeln sich dann auch die blütentragenden Kurztriebe. Plane mindestens drei bis vier Jahre ein, um das Gerüst aufzubauen.

Um Blauregen an einer Pergola oder einem Rosenbogen zu ziehen, bindest du die zwei bis drei kräftigsten Hauptäste mit einer Schnur an der Rankhilfe fest. Jedes Jahr im Spätsommer oder Winter kürzt du den Verlängerungstrieb auf etwa 1 m ein. Das regt die Pflanze an, Seitentriebe zu bilden. Diese kürzt du zweimal pro Jahr wie beim Erhaltungsschnitt.

Blauregen an einem Wandspalier erziehst du, indem du die junge Wisteria auf etwa 70 cm bis 90 cm über einem kräftigen Auge abschneidest. Entferne alle Seitentriebe und befestige den gekürzten Leittrieb an einem Pfahl. Im Sommer lässt du nur zwei Seitentriebe stehen und leitest diese in einem Winkel von 45° am Spalier hoch.

Die Seitentriebe kürzt du auf etwa 10 cm bis 15 cm ein. Den Leittrieb schneidest du im Winter des zweiten Jahres etwa 70 cm bis 80 cm über der obersten Verzweigung ab. Die Seitentriebe kürzt du um ein Drittel und bindest sie herab.

Im Sommer des dritten Jahres kürzt du den Leittrieb erneut und leitest das nächste Paar von Seitenästen schräg nach oben. Kürze wieder alle Verzweigungen der Seitenäste auf 15 cm und entferne die überflüssigen und unerwünschten Triebe an der Basis sowie am Haupttrieb.

Das machst du so lange, bis der Blauregen ausreichend Seitenäste hat, um das Spalier zu bewachsen.

Blauregen mit Wuchshilfe

Eine Wuchshilfe schützt den Blauregen vor starkem Wind. So kann er sich gesund und kräftig entwickeln.

Der Verjüngungsschnitt

Bei den meisten Blauregen ist ein Verjüngungsschnitt überflüssig. Das gilt zumindest für jene Exemplare, die regelmäßig zurückgeschnitten wurden.

Ein Verjüngungsschnitt wird fällig, wenn der Kletterstrauch zu groß geworden ist. Er kann auch über mehrere Jahre gestreckt werden. Dabei schneidest du immer nur einen der Haupttriebe heraus. Einen geeigneten Ersatztrieb bindest du dafür ins Gerüst ein.

Du kannst Blauregen sogar bis auf 1 m zurückschneiden. In den folgenden Jahren baust du die Krone dann komplett neu auf.

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