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Petersilie pflanzen und pflegen

Zuletzt aktualisiert: 03.12.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Frische Petersilie liegt auf einem Handtuch.

Petersilie gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Du kannst sie als fertigen Strauch kaufen oder direkt im eigenen Garten sowie auf dem Balkon anpflanzen. Wir zeigen dir, wie das Pflanzen und die anschließende Pflegen von Petersilien gelingt.

Wo kommt die Petersilie her?

Die Petersilie (Petroselinum crispum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Ursprünglich stammt sie aus dem Süden Europas. Seit gut 400 Jahren wird das Würzkraut zur Verfeinerung von Suppen, Gemüse und Soßen verwendet – sowohl für Fisch als auch für Fleisch.

Es gibt Petersilien-Sorten mit glatten Blättern und solche mit krausen Blättern. Alle Sorten enthalten zahlreiche Mineralstoffe, unter anderem Calcium und Eisen sowie ätherische Öle. Außerdem ist die Pflanze bekannt für ihren hohen Anteil an den Vitaminen A, B und C.

So sieht Petersilie aus

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bildet sich eine Rosette, die ungefähr 30 cm hoch ist, und aus gefiederten, dunkelgrünen Blättern besteht. Unter der Erde befindet sich eine rübenförmige Wurzel. Aus dieser entspringen Blätter, die je nach Sorte keil- oder eiförmig, gelappt oder fiederschnittig sind.

Im zweiten Jahr kommt im Juni ein 60 cm hoher Blütenstängel zum Vorschein, an dem sich die gelbgrünen Doldenblüten entwickeln. Aus den befruchteten Blüten wachsen dann ab Herbst die Samen. Nach der Blüte wächst die Petersilie nicht weiter und kann nicht mehr verwendet werden.

Petersilie blüht mit weißen Blüten.

Ist die Petersilie mindestens zwei Jahre alt, bilden sich hohe Blütenstängel. Aus den Blüten wachsen später die Samen.

Der richtige Standort der Petersilie

Petersilie gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Boden sollte durchlässig, tiefgründig und humusreich sein. Auf verkrusteten Böden wächst sie nicht. Am besten reicherst du das Beet, indem du im Frühjahr das Küchenkraut anpflanzen willst, bereits im Herbst mit Kompost oder einem anderen organischen Dünger an.

Petersilie pflanzen

Willst du Petersilie aussäen, solltest du geduldig sein. Denn für eine Ernte im Sommer und Herbst ist es am ratsam, die Samen bereits Mitte März ins Beet zu säen. In kühleren Regionen empfiehlt sich die Aussaat auch erst im April. Willst du noch im Winter ernten, kannst du bis Ende Juli im Gewächshaus aussäen.

Als Reihenabstand sind 20 cm bis 30 cm ideal. Die Samen werden 1 cm bis 2 cm tief unter die Erde gelegt und brauchen dann bis zu vier Wochen, um zu keimen. Währenddessen solltest du den Boden gleichmäßig feucht und möglichst unkrautfrei halten. Als Unterstützung kannst du die Samen mit einem Vlies oder auch einer Lochfolie während der Keimzeit abdecken.

Pflanzpartner von Petersilie sind zum Beispiel Spinat, Tomaten und Mangold. Kopfsalat und Möhren solltest du dagegen nicht in der Nähe pflanzen. Zudem darf Petersilie nur alle vier bis fünf Jahre auf demselben Beet ausgesät werden für eine ertragreiche Ernte.

Alternativ kann Petersilie auch in Saatschalen oder Töpfen gezüchtet werden. Hiermit kannst du bereits ab Mitte Januar starten. Achte darauf, dass es warm genug ist: 25 °C sind ideal, damit die Samen keinem. Danach reicht auch eine Temperatur von 15 °C, um die kleinen Pflanzen vor dem Aussetzen ins Freiland im April abzuhärten.

Jemand pflanzt Petersilie in ein Hochbeet.

Pflanzt du Petersilie im Beet, lässt du zwischen den einzelnen Pflanzen 20 cm bis 30 cm Abstand.

Petersilie richtig pflegen

Petersilie ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze, verträgt jedoch keine Staunässe. Der Boden rund um die Pflanze sollte regelmäßig mit einer Hacke gelockert werden, um den erneuten Austrieb der Pflanze nach der Ernte zu unterstützen. Außerdem hilft es dabei, Unkraut fernzuhalten.

Hast du das Beet gut mit Kompost vorbereitet, braucht Petersilie später auch keine Düngung mehr.

Petersilie ernten und lagern

Petersilie kannst du ab dem späten Frühjahr ernten, da die Blätter sich immer wieder neu bilden. Schneide zuerst die äußeren Blätter mit einer Schere ab, damit diese wieder nachwachsen können. Aber Achtung: Hat die Pflanze bereits geblüht, werden die Blätter ungenießbar.

Du kannst die gehackten Blätter frisch für Suppen und Soßen verwenden oder auch in Quark, auf Salate oder über Kartoffeln streuen. Willst du die frische Petersilie konservieren, geht das am besten in der Tiefkühltruhe. Nach dem Ernten und Waschen, müssen die Blätter unbedingt getrocknet werden, um sie später gehackt einzufrieren. Eine andere Möglichkeit ist, die Petersilie zu trocknen.

Petersilien-Sorten

Die Sorten der glatten Petersilie gelten im Gegensatz zur krausen Petersilie allgemein als sehr aromatisch und vitaminreich.

Krause Blatt-Petersilie:

  • „Grüne Perle“: dicht gekraust, dunkelgrün, gut für die Spätaussaat geeignet
  • „Mooskrause“: altbewährte Sorte, mittel- bis dunkelgrün, stark gekraust, krankheitsresistent
  • „Gärtnerstolz“: alte, robuste Sorte, mäßig intensives Aroma, langstielig
  • „Sperlings Smaragd“: dicht gefüllte, ertragreiche und winterharte Sorte
  • „Lisette“: zart gekrauste Blätter, eignet sich gut zum Garnieren und für den Salat

Glatte Blatt-Petersilie:

  • „Gigante d’Italia“: großblättig, ertragreich, ideal zum Trocknen geeignet
  • „Einfache Schnitt“: sehr aromatische Sorte
  • „Laura“: glattblättrig, kräftiger, aufrechter und kompakter Wuchs, intensives Aroma

Petersilie wächst in einem Gartenbeet.

Es gibt glatte und krause Petersilie. Die Glatte gilt als aromatischer als ihr krauser Verwandter.

Krankheiten der Petersilie

Generell ist Petersilie mit glatten Blättern anfälliger für Krankheiten als ihr gekraustes Pendant. Ihr machen sogenannte Nematoden (Fadenwürmer) zu schaffen. Ein Zeichen, dass die Petersilie befallen ist, sind rot gefärbte Blätter ab Juni.

Ebenfalls recht weit verbreitet ist die Pilzkrankheit Septoria-Blattfleckenkrankheit. An den Blättern treten braune Flecken mit schwarzen Sporen auf. Eine Gegenmaßnahme ist, die Samen mit heißem Wasser zu behandeln.

Auch Falscher Mehltau kann im Herbst vorkommen. Ein ausreichender Pflanzabstand und regelmäßiger Fruchtwechsel wirkt dem entgegen.

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