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Winterharte Palme im Garten

Palmen sind nur als Zimmerpflanze für die Wohnung geeignet? Von wegen! Einige winterharte Palmen kommen auch in milderen Regionen im Garten bestens zurecht. Welche das sind, erfährst du hier.

Winterharte Palme statt Zimmerpalme

In unseren Regionen stehen die meisten Palmen in Töpfen in Wohnzimmern oder Wintergärten. Sie sind eher als wärmeliebend denn kältebeständig bekannt. Dabei gibt es neben den klassischen Zimmerpalmen durchaus auch winterharte Palmen. Sie überstehen kurzzeitig sogar bis zu -12 °C. Damit vertragen sie in milderen Breiten auch den Winter im Freiland. Allerdings benötigen sie einen geschützten Platz, damit sie Feuchtigkeit und Kälte überstehen.

Wann pflanzt man winterharte Palmen?

Zwischen Mai und Juni kannst du winterharte Palmen problemlos in den Garten auspflanzen. So können sich die Pflanzen bis zur kalten Jahreszeit ausreichend an ihren Standort gewöhnen.

Am wohlsten fühlen sich winterharte Palmen im Garten vor einer nach Süden gerichteten Hauswand. Hier ist es warm genug für die Exoten. Der Standort sollte vor Regen und Wind geschützt sein.

Wichtig ist ein durchlässiger Boden. Um mögliche Staunässe zu vermeiden, empfiehlt sich eine Drainageschicht aus Kies. Zudem solltest du neu gesetzte Palmen nur langsam an die intensive Mittagssonne gewöhnen.

Darüber hinaus sind junge und frisch eingesetzte Palmen frostempfindlicher als gut eingewurzelte Exemplare. So bedürfen die Pflanzen in ihren ersten Wintern unter Umständen einen etwas intensiveren Winterschutz.

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Schneebedeckte, winterharte Palme

Diese Palmen überwintern auch bei uns

Die folgenden Palmen sind winterhart und eignen sich somit für eine Pflanzung im Garten.

Chinesische Hanfpalme

Chinesische Hanfpalme

Ausgewachsen bietet die Trachycarpus fortunei einen beeindruckenden Anblick im heimischen Garten.

Eine der winterhärtesten Palmen ist die Chinesische Hanfpalme (Trachycarpus fortunei). Sie hält für kurze Zeit Temperaturen von -12 °C bis -17 °C stand.

Das kommt nicht von ungefähr: Heimisch ist das Gewächs in China. Dort wächst die winterharte Palme in Regionen mit Frost und Schnee. Die Chinesische Hanfpalme erkennst du an ihrem charakteristischen Stamm: Er ist mit den abgestorbenen Ansätzen der Blätter bedeckt. Sie erinnern an Hanffasern.

Die Fächerpalme wächst zwischen 4 m und 12 m in die Höhe, je nach Standort. Ideal für die Chinesische Hanfpalme ist ein sonniger bis halbschattiger und windgeschützter Ort. Gibt es längere Trockenperioden, ist Gießen angesagt.

Bei längerem Bodenfrost muss der Wurzelbereich der Palme geschützt werden. Decke ihn dafür mit einer dicken Schicht Rindenmulch ab.

Wagners Hanfpalme

Wagners Hanfpalme

Auch die Trachycarpus wagnerianus versprüht mediterranes Flair.

Auch Wagners Hanfpalme (Trachycarpus wagnerianus) ist sehr winterhart. Sie übersteht ebenfalls kurzfristige Temperaturabsenkungen auf -12 °C bis -17 °C. Sie ist vermutlich eine kleinere Zuchtform der Chinesischen Hanfpalme. Ähnlich wie die Trachycarpus fortunei besitzt sie ein charakteristisches Fasergeflecht um den Stamm.

Allerdings halten ihre steifen, robusten Wedel auch stärkerem Wind stand. Sie kann damit auch an weniger geschützte Standorte im Garten gepflanzt werden. Davon abgesehen entsprechen ihre Ansprüche an Pflege und Standort jedoch denen der Chinesischen Hanfpalme.

Zwergpalmetto

Zwergpalmetto

Der Zwergpalmetto wird nicht sehr groß. Daher eignet sich diese winterharte Palme auch für kleinere Gärten.

Sabal minor, der sogenannte Zwergpalmetto, ist die kleinste Art der Sabalpalmen. Ursprünglich kommt die Pflanze in den nordamerikanischen Wäldern vor.

Die winterharte Palme scheint keinen Stamm zu haben. Er wächst meist unterirdisch, sodass nur die Wedel und ihre Stiele herausschauen. Als Standort bevorzugt der Zwergpalmetto einen warmen Platz an der Sonne. Bei sehr heißen Temperaturen im Sommer muss die Palme regelmäßig gegossen werden.

Mit rund 3 m Höhe bleibt der Zwergpalmetto eher klein und eignet sich ideal für kleine Gärten oder Vorgärten. Die winterharte Palme verträgt kurzzeitig sogar Temperaturen bis zu -20 °C.

Nadelpalme

Nadelpalme

Auch die Nadelpalme eignet sich mit ihrem verhältnismäßig kleinen Wuchs für kleinere Gärten.

Die Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix) ist im warmen Südosten der USA zu Hause. Auch sie bleibt mit einer Höhe von etwa 2 m bis 3 m eher klein. Die Nadelpalme wächst buschig, der Stamm ist mit den namensgebenden Nadeln geschmückt.

Ihre Kältetoleranz liegt bei -14 °C bis -24 °C. Trotzdem solltest du ihr einen Winterschutz spendieren, sobald die Temperaturen in den zweistelligen Minusbereich gelangen.

Wie auch die anderen winterharten Palmen steht die Nadelpalme im Garten am besten sonnig und windgeschützt. Bei Trockenperioden im Sommer ist auch hier Gießen angesagt.

Honigpalme

Honigpalme

Mit der Honigpalme holst du dir einen seltenen Exoten in deinen Garten.

Zu guter Letzt kommen wir noch zu einem seltenen Exemplar. Die Honigpalme (Jubaea chilensis) stammt ursprünglich aus Chile und zählt ebenfalls zu den winterharten Palmenarten. Kurzzeitig verträgt die Palme Temperaturen von -10 °C bis zu -12 °C.

Charakteristisch für die Honigpalme ist ihr glatter, grauen Stamm, den sie im Alter von etwa 10 bis 15 Jahren entwickelt. Ausgewachsene und sehr alte Exemplare können dabei eine Höhe von 20 bis 30 Metern erreichen – dies dauert jedoch viele Jahre. Gekrönt wird die Palme von eleganten, fiederblättrigen Palmenwedeln, deren Aussehen der Pflanze auch den Beinamen „Mähnenpalme“ verlieh.

Am liebsten mag die Palme im Garten einen sonnigen und windgeschützten Standort und auch sie muss im Sommer gegossen werden.

Vertragen winterharte Palmen Dauerfrost?

Eis an einer winterharten Palme

An besonders frostigen Tagen kannst du mit etwas Glück Eiskristalle an der winterharten Palme entdecken.

Steht eine längere frostige Phase oder viel Schnee an, benötigen selbst winterharte Palmen einen entsprechenden Winterschutz.

Zunächst geht es darum, den empfindlichen Wurzelbereich zu schützen. Das machst du am besten mit einer dicken, isolierenden Schicht Rindenmulch, Stroh, Reisig oder Laub.

Zudem bindest du die Palmwedel vorsichtig hoch und polsterst das Innere mit Stroh aus. Dazu nimmst du am besten ein Juteseil. So schützt du das empfindliche Herz der Palme. Es ist das Wachstumszentrum der Pflanze und kann durch viel Nässe, Dauerfrost oder starken Wind Schaden nehmen. Die Krone und eventuell auch den Stamm deckst du mit einem Wintervlies ab.

Palmen im Kübel brauchen besonderen Kälteschutz, da die Wurzelballen schneller als im Erdreich durchfrieren. Stell die Kübelpflanze auf eine Polystyrolplatte. Den Kübel schützt du mit einer Kokosmatte. Mit Laub kannst du den Kübel zudem von oben abdecken und so zusätzlichen Winterschutz gewährleisten.

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FAQ – Fragen und Antworten zu winterharten Palmen

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