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Orchideen pflegen

Zuletzt aktualisiert: 13.08.20193 Minuten
Orchideen mit rosa-weißen Blüten.

Die Orchidee ist als exotischer Blickfang im Wohnraum eine beliebte Zimmerpflanze. Für gesundes und blütenreiches Wachstum gilt es jedoch einiges zu beachten. Wie Sie Ihre Orchideen richtig pflegen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Wie pflege ich Orchideen?

Orchideen sind sensible Pflanzen, die besondere Pflege benötigen. Sie bevorzugen einen halbschattigen Standort, an dem es nicht zu warm wird. Achten Sie beim Gießen der Orchidee darauf, möglichst kalkarmes Wasser zu verwenden und gehen Sie sparsam vor. Auch der Einsatz von speziellem Orchideendünger, der richtige Übertopf sowie ein gelegentlicher Rückschnitt lässt Orchideen besser gedeihen. 

Beliebte Orchideenarten und ihre Eigenschaften

Orchideen-Blüte Phalaenopsis in rosa-weiß.

Als eine der pflegeleichtesten Orchideen-Gattungen ist die Phalaenopsis besonders für Anfänger geeignet. Sie ist widerstandsfähig und blüht besonders lang. Die Bambusorchidee bevorzugt eine kühlere Zimmertemperatur und verträgt keine direkte Mittagssonne. Vanda-Orchideen mögen es dagegen wärmer. Aufgrund der höheren Temperatur und Luftfeuchtigkeit eignet sich das Badezimmer für sie als idealer Standort. Die südamerikanische Cattleya braucht viel Licht und die Cymbidie legt – anders als die meisten Arten – das ganze Jahr über keine Ruhepause ein und blüht im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter.

Der richtige Standort für Ihre Orchidee

Rosa blühende Orchideen stehen vor Fenster mit Blick auf Terrasse.

Eine wichtige Frage hilft dabei, Orchideen und ihre Pflegebedürfnisse besser zu verstehen: Woher kommt die Orchidee? In ihrer natürlichen Umgebung – unter anderem in Asien und Südamerika – wächst die Orchidee meist in Baumkronen. Sie hält sich an den Ästen fest, die Blätter des Baums schützen sie vor zu starker Sonneneinstrahlung. Wasser nimmt die Orchidee entsprechend über die schwüle tropische Luft auf. Trockene Heizungsluft vertragen Orchideen daher schlecht.

Achten Sie bei der Wahl des Standorts nicht nur auf moderate Lichtverhältnisse mit möglichst wenig direkter Sonneneinstrahlung, sondern auch darauf, dass die Pflanze nicht zu nah am Ofen oder einem Heizkörper steht. Ein Standort mit wenig Sonne an der Nordwest- oder Ostseite des Wohnraums ist ideal. Wenn Sie dies nicht gewährleisten können, sollten Sie die Pflanze auf der Fensterbank mit einem Fensterschutz etwas abschirmen.

Orchideen gießen und einpflanzen

Drei Gießkannen in grün, pink und lila stehen in einer Reihe.

Gießen Sie Ihre Orchideen sparsam – zweimal pro Woche im Sommer und einmal pro Woche in den Wintermonaten. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben und keinen zu hohen Kalkgehalt aufweisen. Regenwasser ist ideal, aber auch (gefiltertes) Leitungswasser eignet sich. Idealerweise besprühen Sie die Blätter und geben die Wurzel regelmäßig für mehrere Minuten in ein Wasserbad. Staunässe ist dabei unbedingt zu vermeiden. Lassen Sie die Wurzeln daher ausgiebig abtropfen – idealerweise für mehr als 10 Minuten.

Orchideen wachsen in ihrer natürlichen Umgebung in der Regel nicht im Boden. Greifen Sie beim Einpflanzen und beim Umtopfen entsprechend immer zu speziellem Substrat für Orchideen. Das Substrat ist besonders locker und hilft so dabei, die Wurzeln zu durchlüften und überschüssiges Wasser abzuleiten.

Orchideen düngen und schneiden

Lila blühende Orchidee in weißem Blumentopf erhält Dünger.

Gedüngt werden Orchideen etwa einmal im Monat – auch nach der Blüte. Verwenden Sie dazu speziell auf die Pflanzen zugeschnittenen Orchideendünger, mit dem Sie die nötige Nährstoffversorgung sicherstellen. Achten Sie darauf, die Blüte nicht mit Dünger zu benetzen, um Pilzerkrankungen und Schädlingsbefall vorzubeugen. Beim Orchideendünger haben Sie die Wahl zwischen Flüssigdünger und Orchideenstäbchen. Auch sogenannte Orchideen-Kuren finden Sie im Handel.

Nach der Blüte schneiden Sie Ihre Orchideen. Achten Sie dabei darauf, die abgeblühten Stiele nicht zu stark zurückzuschneiden. So kann die Orchidee gegebenenfalls noch einmal austreiben. Braune, abgestorbene Stiele, Blätter und andere Pflanzenteile sollten jedoch entfernt werden. Das gilt auch für die Luftwurzeln: Besprühen Sie diese wichtigen Pflanzenteile vor dem Schnitt mit Wasser, um zu prüfen, ob sie noch lebendig sind. Färben sich die Luftwurzeln nicht mehr grün, sind diese tot und können abgetrennt werden. Lebende Luftwurzeln schneiden Sie idealerweise nur bei starker Wucherung zurück, da sie Wasser und Nährstoffe aus der Luft aufnehmen.

Der passende Topf für Ihre Orchidee

Drei Orchideen in Lila und Weiß stehen in Übertöpfen in Rosa, Weiß und Pink.

Orchideenübertöpfe sind in der Regel höher gestaltet, da die Pflanzen nicht gerne im Wasser stehen. In hohen Töpfen sammelt sich das überschüssige Wasser am Boden, ohne dass Staunässe entsteht und die Orchidee Schaden nimmt. Mit Zubehörprodukten wie Orchideenstäbchen und Clips geben Sie den Pflanzen zudem Halt und unterstützen sie beim Bilden ihrer Blütenrispen.

Topfen Sie die Orchideen in regelmäßigen Abständen um. Angebracht sind Intervalle zwischen zwei und vier Jahren nach der Blüte im Frühjahr. Beginnen Sie mit dem Umtopfen, wenn die Pflanze verblüht ist und die Stiele eine braune Farbe angenommen haben. Dafür eignen sich glatte Töpfe aus Kunststoff und spezielles Substrat für Orchideen, das den Wurzeln die nötige Luft zum Atmen gibt.

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