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Lavendel pflanzen und pflegen

Zuletzt aktualisiert: 20.10.20214 MinutenVon: OBI Redaktion
Blau-violett blühender Lavendelstrauch im Garten.

Lavendel ist ein Halbstrauch, der sich dank seiner blau-violetten Blüten und seines angenehmen Dufts großer Beliebtheit erfreut. Er verträgt Trockenheit und sandigen Boden und übersteht so selbst heiße, trockene Sommer. Lavendel lässt sich im Kübel kultivieren oder du pflanzt ihn direkt in den Garten.

Wie sieht Lavendel aus?

Violette, hoch aufgefächerte Lavendelblüten am Strauch.

Lavendel bringt ein frisches Violett in den Garten. Der Halbstrauch ist ein hübscher Farbakzent und verbreitet zudem einen wunderbaren Duft.

Die drahtigen und stark verzweigten Triebe des Echten Lavendels (Lavandula angustifolia) bilden einen kompakten, kissenförmigen Halbstrauch. Das Laub ist nadelförmig und grau-grün, die Blüten violett-blau. Unter den Züchtungen finden sich auch rosa oder weiß blühende Sorten.

Die Blüten sind quirlig zu mehreren Reihen angeordnet und bilden zusammen einen bis zu 8 cm langen, ährenartigen Blütenstand. Ihr Geruch ist unverwechselbar. Lavendel ist mehrjährig und wächst bis zu 1 m hoch. Er blüht von Juni bis August.

Lavendel im Garten: Der richtige Standort

Ein Lavendelstrauch im Terrakotta-Topf.

Lavendel gedeiht im Beet ebenso gut wie in Töpfen und Kübeln.

Lavendel gedeiht am besten an warmen und sonnigen Standorten. Die Erde sollte eher nährstoffarm und der Boden durchlässig sein. Vor allem im Winter sollte Lavendel nicht zu nass werden, da er äußerst frostempfindlich ist.

Lavendel eignet sich hervorragend als Beeteinfassung. Aber auch in Reihe gepflanzt, etwa vor Mauern oder entlang von Wegen, macht er sich gut. Dabei bevorzugt er warme Südwände.

Nicht zuletzt ist Lavendel auch bei Besitzern von Steingärten beliebt, da er den ganzen Sommer über blüht. Seine ährenförmigen Blüten ziehen viele Bienen und Schmetterlinge an.

Ein verbreiteter Irrglaube ist, dass Lavendel einen guten Pflanzpartner für Rosen abgibt. Tatsächlich passen die Pflanzen nicht zusammen: Zwar lieben beide die Sonne und sehen nebeneinander ansehnlich aus. Zudem soll Lavendel Blattläuse von Rosen fernhalten. Allerdings stellen sie komplett unterschiedliche Ansprüche an den Boden: Lavendel mag es nährstoffarm und leicht trocken. Rosen brauchen hingegen humusreiche und lehmig-frische Böden mit ausreichendem Nährstoffangebot.

Das Problem lässt sich lösen, wenn Lavendel und Rose mindestens 80 cm, am besten aber 1 m voneinander entfernt stehen und du den Boden rund um den Lavendel durch Sand oder Kies abmagerst

Lavendel lässt sich auch gut in Kübeln und Töpfen kultivieren. Besonders Terrakotta-Töpfe unterstreichen seine mediterrane Herkunft. Die Erde im Pflanzgefäß solltest du mit Sand und Kies abmagern. Auf den Boden des Topfes platzierst du eine Lage Tonscherben oder Steine als Drainage, um Staunässe zu vermeiden.

Lavendel pflanzen

Wenn die letzten Fröste des Jahres vorbei sind, ist ein guter Zeitpunkt, um Lavendel im Garten zu pflanzen. Warte deshalb die Eisheiligen ab und setze die Pflanzen ab Mitte Mai ins Freiland. 

Möchtest du mehrere Lavendelsträucher nebeneinander pflanzen, achte auf einen Abstand von rund 30 cm. Gieße den Lavendel gut an und halte in den ersten Wochen nach der Pflanzung die Erde feucht.

Lavendel als Heilpflanze

Der Echte Lavendel ist eine traditionelle Heil- und Küchenpflanze mit über 160 nachgewiesenen Inhaltsstoffen. Schon seit Jahrhunderten ist die beruhigende und schlaffördernde Wirkung des ätherischen Lavendel-Öls bekannt. Daher werden Kopfschmerzen und Nervosität hin und wieder mit diesem behandelt. Auch soll Lavendel die Wundheilung unterstützen.

Aufgekochte Lavendelblüten im Glas.

Lavendel gilt als Heilpflanze. Als Tee schmeckt er wunderbar und lindert Nervosität.

Vor dem Zubettgehen getrunken fördert Lavendeltee nicht nur den Schlaf – er wirkt auch antibakteriell und entzündungshemmend. Daher hilft er bei Hals- und Rachenentzündungen. Zudem lindert er Blähungen, Völlegefühl und Bauchkrämpfe.

Nicht zuletzt ist Lavendel eine wichtige Zutat in der mediterranen Küche. Dort kommt er zum Verfeinern von Süßspeisen und Soßen, Fisch- und Lammgerichten sowie Salaten zum Einsatz. Auch die Duftstoffindustrie kann auf den Halbstrauch nicht verzichten: Sie verarbeitet seine Blüten in Seifen, Kerzen, Duftsäckchen und Parfüms. Das duftende Lavendelöl ist außerdem ein bewährtes Mittel gegen Kleidermotten.

Willst du deinen Lavendel selbst ernten, ist der frühe Morgen die beste Zeit dafür. Dann enthält er die meisten Duftstoffe.

Lavendel schneiden

Damit Lavendel nicht vergreist, blühfaul wird oder auseinanderfällt, musst du ihn zur richtigen Zeit mit einer Gartenschere schneiden: Den ersten, leichten Rückschnitt setzt du gleich nach der Blüte an. Im Herbst entfernst du noch einmal die verwelkten Blütenstiele des zweiten Flors. Zu Frühlingsbeginn schneidest du den Halbstrauch bis in seine verholzten Teile zurück. An den Schnittstellen verzweigt sich die Pflanze, wodurch sie kompakt und schön buschig bleibt.

Ein Lavendelstrauch im Topf wird mit einer Schere gestutzt.

Ein regelmäßiger Schnitt ist beim Lavendel wichtig. Sonst verliert er die Form und blüht nicht mehr so reichlich wie zuvor.

Tipps zur Pflege

Lavendel solltest du auf keinen Fall düngen! Zu viele Nährstoffe mindern das Wachstum der Pflanze, weil sie den Halbstrauch mastig werden lassen. Dadurch verliert er an Standfestigkeit. Auch gießen ist kaum notwendig, sofern das Wetter nicht lang anhaltend trocken ist.

Im Winter braucht Lavendel Schutz vor kalten Winden. Ansonsten überlebt die Pflanze auch in kühlerem Klima. Verwende im Herbst vorsichtshalber einen Winterschutz, indem du zum Beispiel Mulch an seiner Basis anhäufst und ihn mit Tannenreisig abdeckst.

Im Kübel kultivierter Lavendel kann das ganze Jahr über im Freien bleiben, wenn du einen wind- und regengeschützten Standort wählst, etwa auf dem Balkon oder der Terrasse. Wir empfehlen zusätzlich, das Pflanzgefäß zu schützen, indem du es zum Beispiel in eine Holzkiste stellst, die du mit Rindenmulch auffüllst. Das isoliert und schützt den Wurzelballen davor, durchzufrieren. Zwischendurch solltest du den Topf-Lavendel gießen – aber nur an frostfreien Tagen und gerade so viel, dass der Wurzelballen durchfeuchtet ist.

Lavendel vermehren

Lavendel lässt sich einfach über Stecklinge vermehren. Wenn du Lavendelsträucher im Frühjahr schneidest, hast du ganz von selbst ein paar geeignete Stecklinge zur Hand, die du neu einpflanzen kannst. Alternativ nimmst du die Stecklinge im Spätsommer ab.

Am besten wurzeln die jungen Lavendelableger in einem Substrat aus Sand unter einer Folie.

Mehrere Lavendel-Stecklinge in kleinen, runden Pflanzbehältern.

Lavendel zu vermehren, ist einfach. Nutze dafür einfach die im Frühjahr oder Spätsommer abgeschnittenen Stecklinge.

Typische Krankheiten von Lavendel

Lavendel leidet nur selten unter Krankheiten oder Schädlingen. Das verdankt er vor allem seinen ätherischen Ölen: Blattläuse und Schnecken schrecken vor dem Geruch zurück.

Steht der Lavendel allerdings an einem zu feuchten Standort, bildet sich unter Umständen der Phytophthora-Pilz. Er verursacht Stängelgrundfäule, die du mit Fungiziden behandeln kannst.

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