Hauptinhalt
Blühender Thai-Basilikum im Beet.

Thai-Basilikum ist ein außergewöhnliches Gewürzkraut für dein Kräuterbeet. Mit seinem anisartigen Geschmack wird er gerne in der asiatischen Küche verwendet. Wir zeigen dir, wie du ihn anpflanzt und pflegst.

Woher kommt Thai-Basilikum?

Unter dem Thai-Basilikum versteht man drei Basilikum-Arten: den Bai Horapa, den Bai Maenglak und den Bai Krapao. Dabei ist der „echte“ Thai-Basilikum der Bai Horapa. Er ist eine Unterart des Strauchbasilikums und hat ein Aroma, das an Anis und Lakritz erinnert.

Mit Thai-Basilikum würzt du Suppen und Soßen. Dabei streust du die Blätter über das fertige Gericht und lässt sie nur kurz mitkochen. Ungekocht gibst du die Blätter in Salate.

Woher Thai-Basilikum eigentlich stammt, ist nicht mehr nachvollziehbar. In der freien Natur wächst er oft im Mittelmeerraum. Vermutlich ist seine Heimat in Indien. Dort gibt es Wildpflanzen, die eng mit dem Basilikum verwandt sind. Die Pflanze könnte aber auch aus West-Asien stammen.

online-retail

Produkte im Shop finden

Finde eine große Auswahl an Kräutern im OBI Onlineshop.

So wächst Thai-Basilikum

Der Halbstrauch hat einen aufrechten und buschigen Wuchs. Dabei erreicht das dicht verzweigte Thai-Basilikum eine Höhe von bis zu 80 cm. Die Würzpflanze ist mehrjährig, aber nicht langlebig.

Die Blätter sind dunkelgrün. Sie können einen purpurfarbenen Schimmer haben. Das Laub ähnelt dem des europäischen Basilikums. Die purpurroten Blüten wachsen in Trauben an einer hochwachsenden, rötlichen Hauptachse – dem sogenannten Thyrsus. Die Blütenblätter haben gelegentlich eine ähnliche Farbe.

Purpurfarbene Blüten wachsen am Thai-Basilikum.

Thai-Basilikum entwickelt dunkelgrüne Blätter und purpurfarbene Blüten.

Standort und Boden

Im Beet braucht Thai-Basilikum einen sonnigen Standort. Schutz vor direktem Regen und Wind ist ebenfalls wichtig. Egal, ob du die Pflanze im Beet oder im Topf kultivierst – verwende ein nährstoffreiches Substrat. Es sollte immer ausreichend feucht sein, doch Staunässe vermieden werden.

Thai-Basilikum pflanzen

Ab Mitte Mai nach den Eisheiligen säst du Thai-Basilikum aus. Nach rund zwei Wochen laufen die Samen auf. Die Temperatur muss dabei stabil bei 15 °C bis 20 °C liegen. Da die Samen Lichtkeimer sind, bedeckst du sie nicht mit Substrat.

Thai-Basilikum pflegen

Ziehe Jungpflanzen in ein nährstoffreiches Substrat um, wenn sich die ersten Blätter nach den Keimblättern bilden. Alle zwei bis vier Wochen fügst du dem Halbstrauch Dünger hinzu, wenn er im Beet wächst. Im Topf düngst du jede Woche mit einer schwächeren Dosis. Achte auf einen hohen Stickstoffgehalt im Dünger, um das Blattwachstum zu fördern. Gieße das Basilikum vorsichtig mit einer Gießkanne.

Damit die Pflanze buschig wächst, schneidest du sie regelmäßig mit einer Gartenschere, wenn die ersten Blätter erntereif sind. Du erkennst sie an ihrer sattgrünen Farbe und Größe. Zwischen Juni und September sind die Blätter am aromatischsten. Entferne welke Pflanzenteile mit der Hand.

Im Winter stellst du Thai-Basilikum ins Haus. Wähle einen Platz, der warm und hell ist. Dafür bietet sich eine Fensterbank oder ein Wintergarten an. Es sollte keine trockene Heizungsluft am Standort geben. Halte die Temperatur im Winter bei rund 15 °C.

Ernten und konservieren

Blätter des Thai-Basilikum liegen geerntet in einer Schüssel auf dem Tisch.

Ernte immer ganze Stiele vom Thai-Basilikum, damit die Pflanze neue Triebe entwickelt.

Ernte nicht nur einzelne Blätter, sondern schneide direkt einen ganzen Stängel vom Basilikum ab. Auf diese Weise regst du das Gewächs an, neue Triebe an den Schnittstellen zu bilden.

Du kannst Thai-Basilikum-Blätter einfrieren. Wasche die Blätter dafür nicht ab. Sie verlieren sonst ihr Aroma. Stattdessen trocknest und legst du sie in eine Plastiktüte oder -dose. Diese kannst du bis zu drei Monate in der Kühltruhe verstauen.

Thai-Basilikum als Heilpflanze

Thai-Basilikum kann bei Magenverstimmungen helfen und den Appetit anregen. Ihm wird auch nachgesagt, bei der Fettverdauung zu unterstützen. Du kannst mit der Pflanze außerdem Salz in Speisen weitestgehend ersetzen.

Beliebte Sorten

Thai-Basilikum gibt es als unterschiedliche Zuchtsorten. Die mehrjährige „Albahaca tailandesa“ wird bis zu 50 cm groß und wächst buschig. Ein besonderes Aroma hat die Sorte „Horapa Rau Que“. Ihre Blätter sind hellgrün und der Stängel purpurrot. Die Blätter von „Queenette“ sind lang und schmal. Die Stiele der mehrjährigen Sorte sind dunkel, die Blüten altrosa.

Die Blätter des „Thai Magic“ schmecken nach Zimt. Nur einjährig ist „Thai Sweet“. Sie erreicht in dieser kurzen Zeit eine Höhe von bis 45 cm. Der Name verrät bereits, dass das Aroma besonders süß ist.

Thai-Basilikum der Sorte „Thai Sweet“ wächst in einem Beet.

Thai-Basilikum der Sorte „Thai Sweet“ ist einjährig. Die Blätter schmecken besonders süß.

Vermehrung

Thai-Basilikum kannst du durch Aussaat entweder direkt in dein Beet oder mithilfe einer Vorkultur im Haus vermehren. Kurz vor dem letzten Frost erntest du die Samen. Die Aussaat erfolgt erst im nächsten Frühjahr.

Alternativ vermehrst du den Halbstrauch mit Stecklingen. Schneide dafür Triebe von der Mutterpflanze ab. Diese stellst du anschließend in ein Glas mit Wasser. Bereits nach kurzer Zeit bilden sich neue Wurzeln.

Krankheiten und Schädlinge

Gießt du die Pflanze zu viel oder zu wenig, verfault oder vertrocknet sie. Auch zu viel Dünger schadet dem Basilikum. Dadurch steigt die Gefahr eines Pilzbefalls. Steht der Halbstrauch im Beet, fressen ihn häufig Schnecken an. Daher ist eine Topfkultur eher zu empfehlen. Alternativ setzt du die Pflanze in ein Hochbeet.

Garten planen und gestalten mit dem Gartenplaner

Wenn du bei der Gestaltung deines Wunschgartens Hilfe benötigst, lass dich vom OBI Gartenplaner kostenlos beraten.

Das könnte dich auch interessieren