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Kräuterturm auf Balkon

Es geht doch nichts über frische Kräuter aus dem eigenen Garten! Auch auf deinem Balkon oder deiner Terrasse gibt es bestimmt genug Platz für ein kleines Kräuterbeet – erst recht, wenn du es in dekorativen Tontöpfen in die Höhe baust. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du Petersilie, Dill und Co. mit einem DIY-Kräuterturm ganz besonders präsentierst.

Warum ein Kräuterturm?

Auf Balkon und Terrasse sind Kräuter in Töpfen und Kübeln eine gute Alternative zum klassischen Kräutergarten. Mit einem Kräuterturm kannst du deinen Küchengarten kreativ und platzsparend anlegen. Bei dieser DIY-Idee stapeln sich nicht nur die Töpfe, sondern auch die Vorteile: Denn durch die ineinander gestapelten Pflanztöpfe brauchst du viel weniger Blumenerde, um sie zu befüllen als in einem Kräuterbeet. Und zusätzlich entsteht dadurch nicht so schnell Staunässe – die deine Pflanzen nämlich gar nicht mögen. Wir zeigen dir, wie du einen Kräuterturm selber bauen und befüllen kannst.

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Terrakottatöpfe und Kräuter auf Balkon
Gestapelte Töpfe
Anordnung eines Kräuterturms.
Hand füllt Erde in Topf
Hände bepflanzen Kräuterturm mit Kräutern
Kräuterturm auf Balkon
Hand füllt Erde in Topfturm
Petersilie und Salbei in Kräuterturm

Wie geht das? Töpfe türmen Schritt für Schritt

Zunächst einmal brauchst du für dein DIY fünf Tontöpfe, in folgenden Größen:

  • 1 x 40 cm Durchmesser und einen passenden Untersetzer

  • 1 x 27 cm Durchmesser

  • 2 x 19 cm Durchmesser

  • 1 x 13 cm Durchmesser

Dazu brauchst du noch Kräutererde oder Blumenerde, gegebenenfalls Gartenhandschuhe, eine Gartenkelle und natürlich die Kräuter deiner Wahl. Ein paar Tipps zur richtigen Auswahl der Kräuter findest du weiter unten in diesem Artikel.

  1. Die Konstruktion des Kräuterturms ist so clever wie simpel: Ordne die Tontöpfe einfach wie in der Skizze beschrieben an. Achte dabei darauf, dass du sie asymmetrisch stapelst – so ergibt sich für deine Kräuter eine größere Pflanzfläche.

  2. Sobald du mit der Anordnung deiner Tontöpfe zufrieden bist, nimmst du alles noch einmal auseinander und befüllst dann Schicht für Schicht mit Erde, bevor du die jeweils nächste Topf-Etage baust. Danach kannst du die verschiedenen Ebenen bepflanzen. Fertig ist dein DIY-Kräuterturm.

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Die Kräuter-Pyramide als interessante Variante

Kräuterpyramide auf Balkon

Der Kräuterturm ist dir noch zu gradlinig? Dann ist die Kräuterpyramide vielleicht etwas für dich. In diesem DIY wächst ein Kräutertopf aus dem nächsten heraus – ein echter Hingucker auf deinem Balkon oder in deinem Garten! Dazu brauchst du:

  • Einen großen Tontopf mit Loch

  • Drei bis vier kleine Tontöpfe mit Loch

  • Eine Metallstange von mindestens 1,30 m Länge

  • Blumenerde oder spezielle Kräutererde

  • Und natürlich die Kräuter deiner Wahl

Denke beim Aufbau dieser Idee an eine Etagere – wenn auch eine etwas schräge. Für einen soliden Stand sollte der Untergrund fest und eben sein. Schlage die Metallstange in den Boden. Darauf kommt der große Topf, der anschließend zur Hälfte mit Erde gefüllt und bepflanzt wird. Anschließend setzt du nacheinander die kleinen Tontöpfe schräg auf die Stange, indem du sie leicht kippst und die Böden jeweils auf den Rand des darunter liegenden Topfes platzierst. Befülle und bepflanze immer erst einen Kräutertopf, bevor du den nächsten darüber setzt. Zum Start solltest du die Pflanzen einmal kräftig angießen und dann ist dein kreativer DIY-Kräutergarten auch schon fertig.

Tipp: Eine Kräuterpyramide kannst du auch aus Holz bauen. Stapel dazu viereckige Holzkisten versetzt übereinander und bepflanze die überstehenden Ecken. Mit diesem eher klassischen Blumenbeet bekommst du eine stabile Konstruktion für deinen Garten.

Noch eine Idee – Die Kräuterspirale

Kräuterspirale mit grünen Kräutern.

Eine weitere kreative Idee für das Kräuterbeet in deinem Garten ist die Kräuterspirale. Dieses Projekt ist involvierter als der Kräuterturm oder die Pyramide, denn die Spirale wird aus Stein gebaut.

  • Natursteine

  • Blumenerde oder Kräutererde

  • Gartenerde und Kompost

  • Spaten oder Grabegabel

  • Ca. 20 Kräuterpflanzen nach Wunsch

  • Pflock und Schnur zum Abmessen

Um eine Kräuterspirale oder Kräuterschnecke zu bauen, markierst du zunächst die Grundfläche sowie die Spiralform im Garten. Nachdem du die Erde ausgehoben hast, schichtest du die Steine reihenweise und spiralförmig auf, wobei die Steinreihen mit wachsender Höhe der Spirale kleiner werden. Fülle die Kräuterspirale nun mit Schotter beziehungsweise Kies sowie einem Erd-Sand-Substrat auf. Jetzt bepflanzt du die Spirale – beachte dabei die wechselnden Standortbedingungen der einzelnen Pflanzen. Anschließend gießt du die Kräuter an.

Wo pflanzt du was?

Rosmarin und Salbei im Kräutertopfturm

Wenn es um die Bepflanzung deines Kräuterturms geht, kommt es natürlich darauf an, wo du ihn aufstellst. Mitten im Garten bekommt er möglicherweise mehr Sonne als auf einem schattigen Balkon. Generell solltest du die Gewächse, die viel Licht und weniger Wasser brauchen, oben in deinem Kräuterturm pflanzen. In die unterste Etage kommen die Kräuter, die sich auch an einem schattigen Plätzchen wohl fühlen. Weiter unten bekommen die Pflanzen zudem mehr Wasser, weil Gießwasser aus den oberen Töpfen nach unten abläuft.

Die Platzierung weiter oben ist auch sinnvoll für Kräuter, die du häufig in der Küche brauchst, wie Basilikum und Oregano. Andere Gewächse wie Zitronenmelisse oder Waldmeister benötigst du womöglich weniger häufig. Achte bei der Bepflanzung deines Turms darauf, dass du genug Platz zum Kräuter schneiden hast. Außerdem brauchst du von einigen Kräutern vielleicht größere Mengen als von anderen, weshalb die Platzierung weiter unten in einem größeren Tontopf sinnvoll sein kann.

Kräuter, die viel Sonne und wenig Wasser mögen:

Obwohl diese Gewächse Sonnenliebhaber sind, solltest du junge Pflanzen erstmal langsam an die Sonne gewöhnen und in deinem Kräuterturm zunächst nicht ganz oben platzieren, damit sie nicht verbrennen und welken. Für mediterrane Vertreter benutzt am besten nährstoffarme Erde – und auch Dünger sollte nur sparsam verwendet werden.

Kräuter, die auch im Halbschatten gut zurechtkommen:

Auch einige duftende Pflanzen wie Mädesüß und Waldmeister gedeihen gut im Halbschatten. Für schattenliebende Kräuter nutzt du am besten gehaltvolle Kräutererde oder kompostreiche Gemüseerde, die Wasser und Nährstoffe besser speichern. Hier solltest du ein bis zweimal im Jahr düngen – am besten zu den Wachstumsphasen. Achte beim Gießen darauf, dass nicht zu viel Wasser aus den oberen Pflanzen in den unteren Töpfen stehen bleibt. Staunässe bietet ideale Voraussetzungen für Pilze und Bakterien und kann zu Wurzelfäule führen.

Tipp: In unserem Ratgeber zum Kräuter pflanzen, erfährst du mehr dazu, wie du Küchen- und Heilkräuter auf Balkon und Terrasse richtig aussähst und pflegst.

Wer verträgt sich mit wem?

Kräuter im Balkonkasten

Es gibt Pflanzen, die besonders gut miteinander harmonieren und welche, die es gar nicht tun. Bei der Bepflanzung deines Kräuterturms, deiner Spirale oder Pyramide solltest du darauf achten, was du nebeneinander pflanzt und was lieber nicht. Die erste und wichtigste Faustregel dabei lautet: Einjährige und mehrjährige Pflanzen sollten nicht gemischt werden.

Einjährige Kräuter, die sich gut vertragen:

Mehrjährige Kräuter, die gut zusammenpassen:

Oregano und Basilikum gibt es außerdem auch in mehrjährigen Varianten, die ebenfalls gut mit anderen mehrjärigen Pflanzen gepflanzt werden können. Gar nicht gut miteinander vertragen sich Petersilie und Koriander, Dill und Estragon oder auch Thymian und Majoran. Dann gibt es noch ein paar Kräuter, die am liebsten alleine stehen. Dazu zählen zum Beispiel Pfefferminze und Lavendel.

Tipp: Durch regelmäßiges Ernten verhilfst du deinen Kräutern zu einem schön buschigen Wuchs und kräftigem Aroma.

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FAQ – Fragen und Antworten zu Kräuterturm bauen

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