Kräuter im Winter schützen
Je nach Art und Herkunft haben die Kräuter unterschiedliche Anforderungen an die Überwinterung. Dill und Majoran sind zum Beispiel nur einjährig. Du säst sie also jedes Jahr neu im Garten aus. Bei zwei- und mehrjährigen Pflanzen hängt der Winterschutz davon ab, woher sie ursprünglich stammen.
Mediterrane Kräuter wie Lavendel, Salbei und Thymian sind nur bedingt winterhart. Mit dem richtigen Schutz kommen sie aber gut durch den Winter und überstehen den Frost. Worauf du dabei achten solltest, erfährst du in unserer Anleitung. Diese funktioniert auch bei Winter-Bohnenkraut, Oregano und Ysop.
Schritt für Schritt: Kräuter überwintern

1. Um große Töpfe richtig zu verpacken, nimmst du Schaum- oder Noppenfolie. Stelle die eingepackten Gefäße anschließend auf eine Styroporplatte oder auf Tonfüße. Kleine Töpfe überwinterst du in einer Holzkiste. Du kannst sie auch in Stroh oder trockenes Laub stellen. Alternativ wickelst du sie in eine Matte aus Kokosfasern oder Schilfrohr ein.

2. Als Nächstes stellst du kleine Töpfe mit Kräutern in eine Kiste. Fülle mit Stroh die Hohlräume auf, um die Kräuter besser zu schützen.

3. Damit die Kälte nicht von unten in die Gefäße zieht, stellst du die Kiste auf eine Styroporplatte, ein dickes Holzbrett oder eine alte Isomatte.

4. Umwickle nun die Kiste mit Schilfrohr oder Kokosfasern. Lass die Matte ein Stück über die Kiste hinausragen, um die darin eingepackten Kräuter vor Wind zu schützen.

5. Fixiere nun die Matte mit einem Kokosstrick oder einer anderen Schnur aus Naturfasern.

6. Decke abschließend die Topfballen mit Herbstlaub ab. Dadurch schützt du die Triebansätze sowie die Wurzeln nahe der Oberfläche.
Hinweis: Verwende keine Folien, sondern greife stattdessen auf Materialien zurück, die die Feuchtigkeit durchlassen. Bei zu hoher Feuchtigkeit faulen die Kräuter.

7. Stelle die Kiste an einen Platz, der vor Regen und Wind geschützt ist. Halte die Topfballen in den kalten Monaten mäßig feucht.
Empfindliche Kräuter überwintern
Wohnst du an einem Ort mit einem milden Weinbauklima, kannst du auf die beschriebene Weise auch Rosmarin, Basilikum und Lorbeer überwintern. Sie sind ein wenig empfindlicher gegenüber Frost.
In anderen Regionen stellst du die Kräuter an einen kühlen, hellen Platz. Die Temperatur sollte bei 0 °C bis 10 °C liegen. Dafür bieten sich Treppenhäuser oder unbeheizte Wintergärten an.
Hinweis: Das warme Wohnzimmer ist kein guter Ort für die empfindlicheren Pflanzen in der kalten Jahreszeit, da die Temperaturen zu hoch sind.
Pflege im Winter
Einen Rückschnitt nimmst du an den Kräutern erst im nächsten Frühjahr vor. Denn die Blätter und Triebe bieten den Pflanzen bei Frost einen wichtigen Schutz. Über das Laub verdunstet auch in der kalten Jahreszeit Wasser. Schütze die Kräuter daher vor Sonne. Lediglich an frostfreien Tagen gießt du sie mäßig.
Beet-Kräuter überwintern
Die meisten Gartenkräuter lassen sich durch den Winter bringen. Einige sind sogar winterhart. Sinken die Temperaturen allerdings unter den Gefrierpunkt, ist ein Winterschutz im Garten oder auf dem Balkon wichtig.
Schütze die Pflanzen mit Fichten- oder Tannenzweigen oder alternativ mit Laubblättern. Beuge bei mediterranen Kräutern wie Lavendel oder Thymian der Winter-Nässe vor. Achte bereits beim Einsetzen darauf, dass Pflanzen wie Rosmarin oder Thymian erhöht im Beet stehen. Dadurch fließt Regenwasser schneller ab.

Hattest du bislang nur wenig Erfolg damit, deine Kräuter im Beet durch den Winter zu bringen, solltest du sie umpflanzen. Geräumige Tontöpfe eignen sich für Pflanzen wie Zitronen- und Ingwerthymian, Schopflavendel, Rosmarin und die Zitronenverbene. Verwende Gefäße mit großen Abzugslöchern für das Wasser.
War der Herbst trocken und mild, hebst du die Gewächse kurz vor Weihnachten wieder aus. Setze sie anschließend in einem ungeheizten Gewächshaus in die Erde und halte die Pflanzen leicht feucht. So überstehen sie auch einen kalten Winter.
Hinweis: Überwintere Topfkräuter nicht im Haus. In der Regel bekommen sie dort zu wenig Licht und es ist außerdem zu warm.
Hast du kein Gewächshaus, stellst du die Töpfe in Kisten oder Körbe. Ab Dezember polsterst du die Kisten mit Holz- oder Schafwolle, Stroh oder Laub und versenkst die Gefäße darin. Mit einem luftdurchlässigen Wintervlies deckst du die Triebe ab.
Halte die Erde nur leicht feucht und stelle die Kräuter an eine schattige Hauswand. Sinken die Temperaturen unter 5 °C, bringst du die Kisten in die Garage oder in den Keller. Hole sie zwischen Mitte Februar und Mitte März wieder heraus.









