
Borretsch
Der Borretsch blüht blau und sternförmig. Das Gewächs gilt außerdem als Heil- und Würzkraut. Hier erfährst du, wie du Borretsch in deinem Garten pflanzt, ihn pflegst und für was du ihn verwenden kannst.
Woher kommt Borretsch?
Borretsch (Borago officinalis) gehört zu den krautigen Pflanzen der Familie der Raublattgewächse (Boraginacea). Manchmal wird er auch „Gurkenkraut“ genannt.
Die Pflanze stammt aus der Gegend rund um das Mittelmeer sowie aus Kleinasien. Von dort wurde sie allerdings schon im 8. Jahrhundert nach Europa gebracht. Hierzulande wird Borretsch vorrangig in Bauerngärten angepflanzt.
Aussehen von Borretsch

Die Blüten des Borretschs sind sternförmig und zeigen sich etwa von Mai bis Juli.
Borretsch wird 60 cm bis 100 cm groß. Die einjährige Pflanze bildet beim Wachsen breite, aufrechte Horste. Die Wurzeln sind fleischig, außen braun und innen weiß.
Die Stängel des Borretschs wachsen straff aufrecht und enthalten jede Menge Wasser. Nach oben hin verzweigen sie sich. Sowohl die Stängel als auch die Blätter sind mit kleinen, eher steifen Haaren versehen.
Die Borretsch-Blätter sind oval bis elliptisch, weich und dunkelgrün. Im unteren Teil der Pflanze wachsen sie in Rosettenform. Sie werden meist etwa 10 cm bis 15 cm lang. Die starke Behaarung der Blätter ist typisch für die Pflanze. Gleiches gilt für den intensiven Geruch nach Gurke, der zahlreiche Bienen und Insekten anlockt. Erst im Alter entwickelt der Borretsch die harte, raue Oberfläche.
Ungefähr von Mai bis Juli bilden sich an den Enden der Stängel die hübschen sternförmigen Blüten, die etwa 3 cm groß werden. Die Blüten sind blau bis violett mit dunkelblauen Staubgefäßen. Borretsch bildet außerdem 5 mm große, dunkelbraune Klausenfrüchte.
Der richtige Boden für Borretsch
Am wohlsten fühlt sich Borretsch an einem sonnigen bis halbschattigen Ort. An den Boden stellt Borretsch keine großen Ansprüche. Er gedeiht in der Regel auf allen Gartenböden. Besonders leicht machst du es ihm allerdings, wenn du die Pflanze in einen nahrhaften, durchlässigen und eher feuchten Boden setzt.
Borretsch pflanzen

Im April, Mai und Juni ist die beste Zeit, um Borretsch zu pflanzen. Lasse dabei zu anderen Kräutern etwas Abstand, denn Borretsch neigt zum Wuchern.
Von April bis Juni kannst du Borretsch direkt ins Beet pflanzen. Die Samen keimen im Dunklen, deshalb müssen sie vollständig mit Erde bedeckt sein.
Lasse zwischen den Pflanzreihen etwa 35 cm bis 45 cm Platz. So gelangt genug Luft an die Pflanzen, was es Mehltau schwerer macht, den Borretsch zu befallen.
Borretsch neigt zum Wuchern. Setze die Pflanze daher nicht neben andere Kräuter oder kleinere Pflanzen.
Willst du möglichst lange junge Blätter ernten, säst du einfach bis zum Sommer regelmäßig nach.
Borretsch pflegen
Sobald der Borretsch gekeimt ist, hältst du ihn gut feucht und rupfst Unkraut gegebenenfalls aus. Eine Düngung mit Kompost hilft beim guten Gedeihen.
Tipp: Trage bei der Pflege des Borretschs Handschuhe. Die borstigen Haare können in vereinzelten Fällen Hautreaktionen auslösen.
Ernte und Lagerung von Borretsch
Borretsch ist eine ideale Salatzutat. Die jungen, noch weichen Blätter sind dafür gut geeignet. Aber auch mit Quark, Ei oder Suppen harmoniert der Geschmack der Pflanze gut. Am besten pflückst du die Blätter des Borretschs erst unmittelbar vor der Verwendung oder dem Verzehr.
Willst du Borretsch nicht frisch essen, sondern aufbewahren, kannst du ihn in Essig einlegen.
Die blauen Blüten sind übrigens ebenfalls genießbar. Nutze sie zum Dekorieren der Teller oder Platten am Tisch. Auch für Cocktails oder andere erfrischende Getränken sind Borretschblüten eine gute Dekoration.
Hinweis: Iss nicht zu viel der Krautpflanze. In sehr großen Mengen können die Blätter leicht giftig wirken.

Borretschblüten sind essbar. Du kannst damit Cocktails oder auch Platten und Teller am Tisch verzieren.
Borretsch vermehren
Borretsch vermehrst du ganz einfach durch Aussaat. Das macht er übrigens auch selbst. Wenn du das Kraut einmal im Garten gepflanzt hast, kommt es meist von allein immer und immer wieder.
Willst du dich bei der Aussaat nicht auf die Natur verlassen, sammelst du die Samen ein und lagerst sie bis zum nächsten Frühjahr an einem trockenen Ort.
Krankheiten und Schädlinge
Borretsch als Heilpflanze
In Borretsch sind viele Gerbsäuren enthalten. Außerdem stecken Saponine und Schleimstoffe in der Pflanze. In früheren Zeiten hat man aus Borretsch Tee gekocht. Ihm wurde eine blutreinigende und schleimlösende Wirkung nachgesagt. Besonders bei Erkrankungen der Atemwege oder Entzündungen im Mund kann das Kraut die Beschwerden lindern.
Wie Forschungen erst jüngst gezeigt haben, kann Borretsch wohl auch bei Neurodermitis helfen.








