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Kräuter in Töpfen und Kübeln

Zuletzt aktualisiert: 16.07.20193 Minuten
Verschiedene grüne Kräuter in Terrakotta-Tontöpfen stehen auf Gartenmauer.

Mit Kräutern in Töpfen und Kübeln haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Gerichte zu verfeinern und frische Tees zuzubereiten. Wir zeigen Ihnen, welche Kräuter gemeinsam gut gedeihen und welche Vor- und Nachteile verschiedene Pflanzgefäße haben. 

Welche Kräuter passen in Topf und Kübel zusammen?

Viele Kräuter profitieren davon, neben bestimmten anderen Gewächsen angepflanzt zu werden. Umgekehrt kann die falsche Kombination den Pflanzen schaden. Außerdem gibt es Kräuterpflanzen, die lieber unter sich bleiben und jene, die unbedingt andere Nachbarn brauchen. Beachten Sie folgende Grundregeln für eine gute Ernte:

  • Lassen Sie allen Kräutern ausreichend Raum zur Entfaltung.
  • Ziehen Sie Mischkulturen vor. Monokulturen sind anfälliger für Schädlinge.
  • Kombinieren Sie eher keine einjährigen und mehrjährigen Kräuter.
  • Einjährige Kräuter erhalten idealerweise jedes Jahr einen neuen Platz.
  • Pflanzen, die nicht gut mit sich selbst auskommen, pflanzen Sie weder nebeneinander, noch zweimal hintereinander am gleichen Standort (z. B. Dill, Fenchel).
  • Einheimische Kräuter bevorzugen eher feuchte und nährstoffhaltige Böden.
  • Mediterrane Pflanzen benötigen eher trockene, nährstoffärmere Böden und mehr Sonne.

Das beliebte Küchenkraut Basilikum schützt benachbarte Pflanzen vor Mehltau und vertreibt Fliegen, Weiße Fliegen und Mücken. Auch die Kamille hat schützende und wachstumsfördernde Eigenschaften für viele Kräuter.

Beispiele für gute und ungeeignete Kräuter-Kombinationen

Kräuter in Pflanzgefäßen

Alle Kräuter lassen sich in Töpfen, Kübeln und Kästen anpflanzen und pflegen. Besonders kälte- und frostempfindliche Vertreter wie Rosmarin, Lorbeer und Currykraut sowie Basilikum gedeihen im Topf besser als im Beet. Gleiches gilt für einjährige Kräuter wie Koriander oder Kerbel. Weiterer Vorteil im Pflanzgefäß: Nach der Ernte säen Sie direkt wieder neu aus und können auf engstem Raum auch außerhalb des Gartens im Haus, auf dem Balkon oder der Terrasse eine große Vielfalt an Kräutern pflegen.

Pflanzgefäße aus Ton, Kunststoff und Metall

Das Angebot unterschiedlicher Pflanzgefäße wie Töpfe, Kübel oder Kästen zum Anpflanzen von Kräutern ist groß. Neben ästhetischen Merkmalen gibt es einige Vor- und Nachteile der verwendeten Materialien:

  • Pflanzgefäße aus Ton wie Terrakotta ermöglichen eine schnellere Verdunstung von Wasser. Bei diesen Töpfen und Kübeln haben Sie weniger Probleme mit Staunässe. Dafür trocknet der Wurzelballen aber zügiger aus. Empfehlenswert sind Tongefäße für mediterrane Kräuter, die weniger Feuchtigkeit und dafür mehr Sonne mögen. Feuchtigkeitsliebende Pflanzen müssen Sie gegebenenfalls häufiger gießen.
  • Töpfe, Kübel und Pflanzkästen aus Kunststoff sind extrem robust, preiswert und halten lange. Außerdem reduzieren die Pflanzgefäße die Wasserverdunstung besser als Ton. Nachteil: Es kann schneller zu Staunässe kommen. Gießen Sie bei einfachen Pflanzgefäßen aus Kunststoff mit mehr Bedacht – insbesondere bei mediterranen Kräutern. Ansonsten sind die wasserfesten Töpfe und Kübel aufgrund praktischer Formen und des leichteren Gewichts oft etwas einfacher in der Handhabung.
  • Pflanzkübel und Töpfe aus Metall sind robust und halten lange. Dafür wiegen die Gefäße häufig viel, rosten gegebenenfalls und lassen Staunässe zu. Eine beliebte Variante bei der Kräuteraufzucht: alte Konservendosen.

Tipp: Wenn Sie die Vorzüge von Gefäßen aus Kunststoff nutzen möchten, sich aber die natürliche Terrakotta-Optik wünschen, nutzen Sie die Tongefäße als Übertopf.

Basilikum im Tontopf, weitere Kräuter in Töpfen und im Beet drumherum.

Weidenkörbe für Kräuter

Auch andere Materialien eignen sich als Pflanzgefäße. So können Sie beispielsweise verschiedene Kräuter in einem Korb aus geflochtenen Weidenruten anpflanzen. Neben dem optischen Mehrwert pflanzen Sie so in einem größeren Korb mehr an und das Mini-Kräuterbeet ist transportabel. Damit Wasser nicht nach unten entweicht, nutzen Sie zum Beispiel Kunststofffolie zur Abdichtung.

Dank des Tragekomforts sowie der ansprechenden Ästhetik eignen sich Kräuterbeete in Flechtkörben unter anderem gut für Balkon, Terrasse und Wintergarten. Beachten Sie allerdings stets die Ansprüche der jeweiligen Kräuter an den Standort.

Beispiel: Thymian braucht wenig Wasser und kommt mit dem trockenen Randbereich des Weidenkorbs gut zurecht; in der feuchteren Erde im Inneren gedeiht ein kräftiger Liebstöckel gut.

Grüne Kräuter sind in Weidenkörben eingepflanzt.

Kräuter in alternativen Gefäßen züchten

Viele Kräuter sind vergleichsweise anspruchslos bezüglich des Standorts, des Bodens und der Temperatur. Sie wachsen bei ausreichend Erde und Wasser sowie ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit in fast jeder Art von Gefäß und Umfeld. Diesen Umstand können Sie auch in dekorativer Hinsicht rund um Haus und Garten nutzen.

Besonders kreativ wirken Kräuter in wiederverwerteten Dosen, Stiefeln und Regenrinnen oder umgebauten Europaletten. Sie können die Pflanzen mit passender Erde entweder direkt in den Gefäßen anpflanzen oder diese als „Übertopf“ zur Dekoration nutzen.

Tipp: Besonders praktisch ist z. B. eine Sammlung von Küchenkräutern auf der Fensterbank in der Küche. Hier ernten Sie benötigte Kräuter direkt für die Zubereitung von Speisen und Getränken.

Grüne Kräuter sind in verschiedenfarbigen Blechdosen gepflanzt.

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