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Aufgeschnittene Passionsfrucht mit Blättern

Wir zeigen dir, was du bei der Anpflanzung und Pflege der Passionsfrucht beachten solltest. Erfahre außerdem, welchen Standort die exotische Pflanze bevorzugt, wie du sie im Winter schützt und die Früchte ernten kannst.

Woher kommt die Passionsfrucht?

Die Passionsfrucht ist die Frucht der Passiflora edulis. Sie trägt auch den Namen Maracuja und stammt aus Brasilien, Bolivien, Peru und Nord-Argentinien. Hierzulande wächst sie als Kübelpflanze auf der Terrasse oder im Wintergarten. Am besten gedeiht sie im unbeheizten Gewächshaus.

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So sieht die Pflanze der Passionsfrucht aus

Die Passionsfrucht wächst an einer mehrjährigen Pflanze, die immergrün ist und bis zu 15 m lange Triebe bildet. Die Passionsfrucht ist eine Kletterpflanze und wächst mit Sprossranken an Spalieren und anderen Pflanzen.

Ihre Blätter sind wechselständig und glänzend grün. Die Blüte hat einen grün-weißlichen Blütenkelch und fünf weiße Kronblätter, über welchem 2 bis 3 violette Blütenblätter wachsen.

Die Form der Blüte brachte der Passionsfrucht ihren Namen ein. Mit Missionaren kam die Pflanze aus Lateinamerika nach Europa. Sie gaben ihr diese Bezeichnung, da die Kronblätter an die Dornenkrone erinnern, die Jesus Christus getragen hat. Die fünf Staubblätter sahen sie als seine Wunden an und die drei Griffelnarben als Jesus Christus und seine beiden Leidensgenossen am Kreuz.

Die Passionsfrucht selbst ist ei- oder birnenförmig. Sie hat eine fest ledrige Haut mit einer violettbraunen Farbe. Je reifer die Frucht ist, desto trockener ist die zunächst fleischige, glatte Schale. Im Inneren der Frucht sind bis zu 250 essbare Samenkerne.

Grüne, junge Passionsfrucht an Pflanze

Die Früchte des Passionsbaumes sind ei- oder birnenförmig. Bis zur Reife verfärben sich die Früchte einiger Arten dunkel.

Standort und Boden

Willst du die Passionsfrucht kultivieren, machst du dies in einem Kübel. Verwende dafür ein durchlässiges Substrat. Eine Mischung aus Kies und Blähton mit geringem Humusanteil eignet sich dafür sehr gut.

Stelle die Pflanze an einen sonnigen bis absonnigen Standort, der jedoch im Sommer nicht zu heiß wird und ganzjährig vor Wind geschützt ist. Am besten wächst die Passionsfrucht im Gewächshaus.

Die Kletterpflanze braucht eine Rankhilfe.

Pflanzen und pflegen

Pflanze deine Passionsfrucht in einem Gefäß mit einem Durchmesser von mindestens 30 cm und halte die Pflanze stets feucht. Vermeide aber Staunässe und lange Trockenzeiten, um die Pflanze bestmöglich zu pflegen. Alle zwei Wochen düngst du sie mit Flüssigdünger, um den mäßigen Nährstoffbedarf zu decken.

Von April bis Juni schneidest du zu lang gewachsene Triebe zurück. Das Frühjahr bietet sich für einen kompletten Rückschnitt an, weil sich die Passionsfrucht davon schnell erholt und die Triebe im Winter oft absterben.

Wenn deine Pflanze im Gewächshaus steht, dann achte auf regelmäßiges Lüften im Sommer, damit die Temperaturen nicht zu stark ansteigen. Ein weiterer Vorteil des Lüftens ist, dass mehr Insekten zur Passionsfrucht gelangen und die Blüten bestäuben. Du kannst sie aber auch mit einem Haarpinsel selbst bestäuben. Übertrage dafür die Pollen der Blume auf die Blütennarben.

Person schneidet Passionsfrucht von Pflanze mit Handschuhen und Schere ab.

Schon im zweiten Jahr nach dem Pflanzen kannst du die ersten Passionsfrüchte ernten.

Winterschutz

In milden Regionen überwinterst du die Passionsfrucht an einer geschützten Hausfassade. Allerdings braucht die Pflanze dafür einen sehr guten Winterschutz. Mulche die Strauchbasis mit Herbstlaub und häufe dieses auf eine Höhe von rund 50 cm an. Stelle dafür einen großen Gitterkorb aus Rechteckdraht mit einem Durchmesser von 2 m um die Pflanze herum und fülle in diesen das Laub. Wenn Triebe zurückfrieren, ist dies kein Problem.

Willst du besonders viele Früchte ernten, ist eine sichere Überwinterung notwendig. Am besten eignet sich dafür ein Kalthaus. Dort stellst du die Passionsfrucht das ganze Jahr über hinein. In kühleren Regionen und sehr kalten Wintern lohnt sich ein Frostwächter. Pflanze die Kletterpflanzen direkt ins Grundbeet.

Wächst deine Passionsfrucht im Kübel auf der Terrasse, ist im Winter ebenfalls ein Kalthaus ratsam. Je nach Standort und Temperatur braucht die Pflanze in der kalten Jahreszeit wenig Wasser und Dünger. Eine Überwinterung ist auch im Keller möglich, wenn die Temperatur zwischen 5 °C und 10 °C liegt.

Mit Ausnahme des warmen und beheizten Wintergartens trocknen die Triebe bei jeder Art der Überwinterung stark ein. Das beschädigt die Pflanze aber nicht, da sie nach dem Rückschnitt im Frühjahr wieder stark austreibt.

Passionsfrucht ernten und verarbeiten

Angeschnittener Käsekuchen mit Passionsfrucht neben Kuchenteller mit einem Stück Kuchen.

Die Passionsfrucht schmeckt angenehm süß-säuerlich. Verwende sie für leckere Desserts.

Bereits im zweiten Jahr nach der Pflanzung trägt die Pflanze Früchte. Der Strauch ist eingeschränkt selbstfruchtbar. Eine größere Ernte bekommst du, wenn du eine zweite Pflanze als Bestäuber einsetzt.

Rund 70 Tage nach der Blüte ist die Passionsfrucht erntereif. Die Früchte fallen dann zu Boden und du solltest sie schnell verbrauchen.

Tipp: Schneide die Frucht wie eine Kiwi quer auf. Das leicht säuerliche Fruchtfleisch löffelst du heraus oder verarbeitest es zu Fruchtsaft. Eine weitere Möglichkeit ist die Verarbeitung zu Sirup, Joghurt, Eis oder anderen Süßspeisen.

Passionsfrucht vermehren

Im Sommer vermehrst du die Passionsfrucht über Stecklinge oder Samen. Für die zweite Methode trocknest du die Samen komplett durch, bevor du sie in ein Kokossubstrat oder in Anzuchterde säst. Decke das Aussaatgefäß mit einer Folie ab und stelle es an einen hellen und warmen Ort.

Nach rund vier Wochen keimen die Samen, sodass du sie in größere Töpfe pikieren kannst. Bereits im zweiten Jahr blühen die Pflanzen, die du aus den Samen gezogen hast.

Krankheiten und Schädlinge

Steht die Passionsfrucht an einem sehr heißen, lufttrockenen Ort, befallen Spinnmilben die Pflanze.

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