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Alles rund um Ziersträucher

Zuletzt aktualisiert: 26.08.20195 Minuten
Grüner Zierstrauch mit roten Blüten.

Mit welchen Ziersträuchern Sie Ihren Garten das ganze Jahr über optisch bereichern, wie Sie den richtigen Standort für verschiedene Sorten wählen und wie Sie die Sträucher richtig pflegen, erfahren Sie hier.

Was sind Ziersträucher?

Ziersträucher sind Gehölze, die einen buschigen Wuchs haben. Im Gegensatz zu Bäumen haben sie meist mehrere Triebe und keinen einzelnen Stamm. Mit einer Höhe von sechs bis acht Metern bleiben Ziersträucher von Natur aus niedriger als Bäume.
Für den heimischen Garten gibt es eine Vielzahl an Ziersträuchern für jeden Standort und jeden Verwendungszweck. Damit Sie die passenden Ziersträucher für Ihren Garten auswählen können, erfahren Sie hier alles zu den wichtigsten Merkmalen von beliebten Sorten.

Der richtige Standort für Ziersträucher

Damit sich Ziersträucher im Garten optimal entwickeln und Sie lange Freude an den Pflanzen haben, lohnt es sich, ein paar Grundlagen zu den verschiedenen Sorten zu kennen und zu beachten.

So bestimmt beispielsweise der Standort den Strauch und das Gehölz, nicht umgekehrt. Schattensträucher wie Rhododendren verbrennen förmlich in der prallen Sonne. Sonnenanbeter wie der Sommerflieder dagegen verkümmern im Schatten. Nur wenn der Standort zum Zierstrauch passt, fühlt die Pflanze sich wohl, wächst und blüht. Bekommt der Standort mehr als sechs Stunden Sonne am Tag – auch in der Mittagszeit – ist er ideal für Sträucher, die es gerne sonnig haben. Bei drei bis fünf Stunden Sonne am Tag ist der Standort halbschattig. Wenn an weniger als drei Stunden pro Tag die Sonne auf den Boden scheint, ist der Standort schattig.

Auch auf die Bodenbeschaffenheit kommt es beim Zierstrauch an. Für trockene, feuchte und nasse Böden gibt es jeweils eine große Auswahl passender Ziersträucher.

Grün und lila blühende Ziersträucher stehen im schattigen Garten.

Ziersträucher als Heckenpflanzen

Ziersträucher bieten nicht nur als Solitäre oder im Beet eine optische Bereicherung für den Garten. Dadurch, dass viele der Pflanzen einen Schnitt sehr gut vertragen, sind sie auch ideale Heckenpflanzen.

Grüne Ziersträucher mit rosa Blüten stehen als Hecke im Garten.

Die richtige Pflege für Ziersträucher

Die meisten Ziersträucher benötigen wenig Pflege. Bei freiwachsenden Sträuchern können Sie alle paar Jahre ältere Äste entfernen, damit sich der Strauch verjüngt.

Wichtig beim Schnitt ist es, die Blütezeit zu beachten. Frühlingsblüher setzen ihre Blütenknospen schon im Vorjahr an. Werden die Pflanzen im Spätherbst oder Frühjahr geschnitten, bleibt die Blüte aus. Schneiden Sie daher frühlingsblühende Sträucher wie die Forsythie direkt nach der Blüte.
Ziersträucher, die im Sommer oder Herbst blühen wie der Sommerflieder, können im Frühjahr, etwa bis zum April, geschnitten werden. Sie bilden dann neue Triebe, die noch im selben Jahr blühen.

Gärtner schneidet Triebe an grünem Zierstrauch.

Pflegetipps auf einen Blick

  • Einmal angewachsen müssen Sträucher nur bei langer Trockenheit gegossen werden.
  • Eine Mulchschicht aus Kompost und Hornspänen reicht als Düngung.
  • Immergrüne Sträucher im Winter an frostfreien Tagen gießen, wenn der Boden trocken ist.

Ziersträucher – das ganze Jahr über attraktiv

Ziersträucher bilden zusammen mit anderen Gehölzen wie Bäumen ein Gerüst im Garten: Die verschiedenen Sorten haben attraktive Blüten, eine schöne Belaubung, viele dazu eine leuchtende Herbstfärbung sowie auffällige Früchte. Auch im Winter setzen die Pflanzen als Hecke sowie einzeln stehend durch ihren Wuchs oder ihre besonderen Rindenfarben und -muster Akzente. Ziersträucher wie der Japanische Etagen-Schneeball lassen sich hervorragend mit Stauden, Rosen, Gräsern und anderen Gartenpflanzen kombinieren.

Grüne Ziersträucher mit lila und weißen Blüten schmücken den Garten.

Schöne Blütensträucher

Ihre Blütenpracht und die lange Blütezeit sind Gründe, warum Ziersträucher so beliebt sind. Es gibt die Pflanzen in allen Blütenfarben und -formen. Die ersten Sträucher wie der Duft-Schneeball beginnen schon im Januar zu blühen. Andere Sträucher beziehungsweise Heckenpflanzen wie Hortensien blühen bis spät in den September hinein, sodass Sie dank der vielfältigen Sorten mit der richtigen Auswahl nahezu ganzjährig die blühenden Sträucher in Ihrem Garten bewundern können.

Blütenstrauch mit roten Blüten und grünen Blättern.

Blütensträucher für den Garten

  • Blumen-Hartriegel
  • Blutjohannisbeere
  • Brautspiere
  • Flieder
  • Goldregen
  • Hortensie
  • Feuerdorn
  • Schneeball
  • Sommerflieder
  • Zierquitte

Ziersträucher mit Früchten

Nicht nur mit Blüten, sondern auch mit Früchten können Hecken und Sträucher Eindruck machen. Diese zieren nicht nur, sondern locken auch viele Vögel an, die für die zusätzliche Nahrungsquelle dankbar sind. Die Vögel verzehren dabei auch eine Menge unerwünschter Insekten im Garten. Außer der Stechpalme mit ihren roten Früchten gibt es auch Ziersträucher mit gelben, orangefarbenen, weißen, blauen, schwarzen und rosa Beeren und Früchten.

Achtung: Nicht alle Beeren, die die Vögel fressen, sind auch für den Menschen genießbar. Erklären Sie Ihren Kindern und Enkelkindern genau, welche Beeren und Früchte aus dem Garten essbar sind und dass sie ihnen unbekannte, nicht eindeutig identifizierbare Früchte auf keinen Fall essen dürfen.

Grüner Zierstrauch mit roten Beeren.

Fruchtschmucksträucher für den Garten

  • Berberitze
  • Felsenmispel (Cotoneaster)
  • Feuerdorn
  • Holunder
  • Liguster
  • Mahonie
  • Sanddorn
  • Schneeball
  • Schneebeere
  • Stechpalme

Ziersträucher mit schöner Herbstfärbung

Nicht alle Sträucher tragen durchgängig grüne Blätter. Bevor die Ziersträucher im Herbst ihre Blätter abwerfen, nehmen einige von ihnen eine Herbstfärbung von Gelb über Orange bis Rot und Purpur an. Die Pflanzen tragen so im ausgehenden Gartenjahr noch einmal Farbe in die Beete. Die Intensität der Herbstfärbung hängt vom Wetter ab. In einem kühlen, trockenen Herbst färben sich die Blätter stärker und bleiben oft länger am Strauch als in einem warmen, feuchten Jahr.

Tipp für kräftige Farben: Geben Sie ab Juli keinen Dünger mehr auf die Ziersträucher, damit die Triebe ausreifen können. Nur ausgereifte Blätter färben sich intensiv, bevor sie abgeworfen werden.

Herbstlich gefärbter Zierstrauch steht in grünem Garten.

Ziersträucher mit schöner Herbstfärbung

  • Berberitze
  • Essigbaum
  • Fächerahorn
  • Feldahorn
  • Felsenbirne
  • Hartriegel
  • Holunder
  • Perückenstrauch
  • Pfaffenhütchen
  • Spindelstrauch
  • Zaubernuss

Im Spätwinter blühende Sträucher

Einige Ziersträucher öffnen schon im Spätwinter ihre Blüten. Die Pflanzen bringen Farbe und häufig auch Duft in den winterlichen Garten, wenn sie, oft noch von Schnee bedeckt, ihre Blüten ab Dezember öffnen.

Bei Winterblühern ist es wichtig, dass die Ziersträucher nicht im Spätsommer oder im Herbst geschnitten werden. Die Blütenknospen sitzen an den vorjährigen Trieben und würden bei einem Schnitt entfernt werden. Der Strauch geht dann zwar nicht ein, die Blüte bleibt aber aus.

Zierstrauch blüht gelb im Winter.

Immergrüne Ziersträucher

Nicht alle Sträucher werfen im Herbst ihre Blätter ab. Bei einigen Arten bleibt das Laub für mehrere Jahre an den Trieben und sie sind auch im Winter grün. Immergrüne Gehölze leiden im Winter häufig an sogenannter Frosttrocknis. Sie verdunsten Wasser, können aber bei gefrorenem Boden keine Feuchtigkeit aus der Erde aufnehmen. Gießen Sie diese Pflanzen bei frostfreiem Wetter. Bei langen Kahlfrostperioden (Kälte ohne Schnee) hilft eine Vliesabdeckung, die Verdunstung zu vermindern.

Immergrüner Zierstrauch steht im Schnee und ist mit Schnee bedeckt.

Immergrüne Sträucher

  • Julianes Berberitze
  • Buchsbaum
  • Gewöhnlicher Liguster
  • Immergrüner Großblatt-Schneeball
  • Glanzmispel
  • Kamelie
  • Lorbeer-Kirsche
  • Ölweide
  • Skimmie
  • Stechpalme

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