Zwiebel pflanzen – Das ist dabei wichtig
Die Zwiebel (Allium cepa) ist eines der am häufigsten eingesetzten Gemüse in der Küche und wird auf viele Arten verwendet. Die Herkunft der vielfältigen Pflanze ist nicht vollständig bekannt, jedoch ist sie in den gemäßigten Zonen Mitteleuropas heimisch.
Zwiebeln stellen nur wenige Ansprüche an ihren Standort und wachsen auf humusreichen, lockeren Böden. Lehm wird von der Zwiebel bevorzugt, da dieser viel Feuchtigkeit liefert. Reichere den Boden vor dem Setzen der Zwiebel mit etwas Kompost an, wenn du welchen zur Verfügung hast. Bei einem sandigen Boden ist dies besonders wichtig.
Setze die Zwiebel an einen sonnigen und warmen Platz im Gemüsegarten und entferne Unkraut, falls dieses vorhanden ist. Der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen der Zwiebel ist das Frühjahr. Setzt du die Steckzwiebeln Ende März bis April ins Freiland, dann sind sie zur Ernte im frühen Herbst bereit.
Sorten und Anbaumöglichkeiten der Zwiebel
Zwiebeln lassen sich in Speise- und Gemüsezwiebeln unterscheiden. Sorten der ersteren Art sind kleiner und haben einen würzigeren Geschmack, während Gemüsezwiebeln sehr groß werden und mild schmecken. Für die Verwendung in der Küche sind beide Arten geeignet.
Bekannte Sorten von Speisezwiebeln – auch als Küchenzwiebeln bekannt – sind beispielsweise „Borettana“, „Texas Early“, „Zittauer“ oder „Stuttgarter Riesen“. Die verbreiteten Gemüsezwiebeln, die häufig aus England stammen, heißen „Alisa Craig“, Exhibition“ oder „The Kelsae“.
Darüber hinaus gibt es rote Zwiebeln, die ebenfalls vielerlei Sorten (z. B. „Redwing“ oder „Braunschweiger Dunkelblutrote“) aufweisen, und verschiedene weiße Zwiebelsorten. Schalotten (Allium cepa var. aggregatum) haben eine länglichere Form und werden auch Edelzwiebeln genannt.
Zum Anbau der unterschiedlichen Zwiebelarten in Reihen kommen mehrere Möglichkeiten infrage. Zwiebelsamen säst du Ende Februar oder Anfang März direkt ins Freiland aus. Alternativ gibst du die Samen zunächst in einen Topf oder eine Anzuchtschale und stellst sie ans Fensterbrett im Haus. Dort wachsen sie zu Setzzwiebeln heran, die du anschließend ins Freiland säst.
Hinweis: Damit du mit dem Anbau von Samen Erfolg hast, bedarf es einer regelmäßigen und guten Pflege.
Steckzwiebeln kaufst du im Fachhandel und setzt diese direkt ins Beet. Weil diese Methode recht erfolgreich und auch für Heimwerker ohne Erfahrung geeignet ist, zeigen wir dir eine Anleitung für die Aussaat von Steckzwiebeln.
Zwiebeln anpflanzen – Anleitung und Tipps

Steckzwiebeln setzt du im Frühjahr ins Freiland ein. Beachte dabei die richtigen Abstände zwischen den Pflanzen sowie die Pflege im Anschluss, damit du ab August möglichst viele Zwiebeln erntest.
- Lockere die Erde zunächst auf und entferne möglicherweise vorhandenes Unkraut mit einem Handgrubber.
- Um die Pflanzen in einer geraden Linie einzusetzen, spannst du eine Schnur, an der du dich später orientierst. Diese befestigst du mit einem Stock am Anfang und Ende des Beetes.
- Lege einen Meterstab entlang der Schnur aus, um den Abstand abzulesen. Bei einem schweren und eher trockenen Boden stichst du mit einem Pflanzstecher kleine Löcher vor.

- Setze die Steckzwiebeln in einem Abstand von 5 cm bis 10 cm etwa 1 cm tief in die Erde ein. Beachte dabei, dass der Wurzelansatz nach unten und die Spitze nach oben zeigt. Drücke anschließend die Erde um die Steckzwiebeln leicht fest.
Hinweis: Der Abstand ist wichtig, um die Bildung von Mehltau zu verhindern.
- Gieße die ausgesäten Pflanzen abschließend gut an.
Halte die Erde nach dem Anbau im Gemüsegarten stets feucht, damit sich die Zwiebeln gut entwickeln. Pflanzt du mehrere Reihen in dein Beet, dann halte einen Reihenabstand von etwa 20 cm bis 25 cm ein. Bei einer Anpflanzung im Frühjahr kannst du mit einer Ernte ab August rechnen.
Aufgrund ihrer wenigen Ansprüche an die Umgebung hast du bei Zwiebeln auch die Möglichkeit, sie auf dem Balkon oder im Topf zu pflanzen. Wichtig dafür ist ein Südbalkon, der über ausreichend Sonne verfügt sowie ein tiefer Blumenkasten mit humoser Erde.
Hinweis: In diesem Fall pflanzt du die Zwiebeln im Herbst und erntest sie im Frühling.
Zwiebeln im Beet

Als Pflanznachbarn eignen sich in der Mischkultur am besten Karotten und Rote Bete, die die Zwiebeln vor Schädlingen schützen. Auch Gurken oder Salat sind passende Beetnachbarn.
Tipp: Baue Zwiebeln nicht neben Kohlsorten oder Kartoffeln an.
Auch die vorangegangene Anpflanzung spielt eine wichtige Rolle im Beet. Hast du im Vorjahr beispielsweise Lauch oder Zwiebeln angebaut, dann warte vier Jahre ab, bis du erneut Zwiebeln in diese Erde einsetzt. Andernfalls verringert es die Chancen auf ein Wachstum und eine erfolgreiche Ernte.
Zwiebelpflanzen pflegen
Nach dem Anbau der Zwiebeln achtest du auf die richtige Pflege der Pflanzen. Gib bereits im Frühjahr vor dem Pflanzen Kompost aus dem Garten hinzu, um die Erde mit Nährstoffen anzureichern. Eine erneute Zugabe von Dünger ist unterjährig nicht notwendig.
Gieße die Zwiebeln regelmäßig, aber nicht zu kräftig. Vermeide Staunässe, denn diese kann zu Fäulnis führen. Lockere außerdem den Boden zwischenzeitlich auf und entferne auftretendes Unkraut direkt.
Ernte und Aufbewahrung

Ernte die Zwiebeln ab August, indem du sie am Laub aus dem Boden ziehst. Lockere die Erde vor der Ernte mit einem Gartenhandgerät etwas auf.
Tipp: Wenn das Laub umgeknickt ist, sind deine Zwiebeln ernte- und lagerfähig.
Lege diese zunächst an regenfreien Tagen auf den Boden, um die äußeren Schichten der Zwiebel zu trocknen und somit haltbarer zu machen. Drehe sie dabei mehrmals, um eine gleichmäßige Trocknung sicherzustellen.
Nach einigen Tagen lagerst du die Zwiebeln ein. Hänge sie entweder an einem trockenen und kühlen Platz mit dem zusammengebundenen Laub auf oder lagere sie in flachen Kisten. Als Aufbewahrungsort eignet sich ein heller Dachboden oder ein Abstellraum in der Garage.
Hinweis: Stelle die Zwiebeln nicht neben Kartoffeln. Sie nehmen die Feuchtigkeit, die diese abgeben, auf und verfaulen dadurch.
Verwendung von Zwiebeln

Zwiebeln sind ein sehr vielfältiges Gemüse, das du in zahlreichen Speisen verwendest. Dabei eignen sie sich nicht nur als herzhafte Zugabe zu vielen Gerichten oder Soßen, sondern werden auch in Süßspeisen eingesetzt. Durch das Karamellisieren im Topf ändert sich ihre Schärfe in einen süßen Geschmack, sodass sie sich auch in Marmeladen verarbeiten lassen.
Krankheiten und Schädlinge
Der häufigste Befall bei Zwiebeln entsteht durch die Zwiebelfliege, deren Larven das Gemüse beschädigen. Dieser kannst du durch die Anpflanzung von Karotten neben deinem Zwiebelbeet entgegenwirken. Der Geruch von Karotten oder Roter Bete vertreibt die Zwiebelfliege. Zuverlässiger ist die Verwendung von Gemüseschutznetzen, das die Zwiebelfliege abhält.
Daneben ist der Mehltau eine Gefahr für die Zwiebeln. Staunässe und zu wenig Abstand zwischen den Pflanzen begünstigen diese Pilzerkrankung.
Schalotten oder Winterzwiebel sind robuster als die herkömmliche Speisezwiebel, können jedoch trotzdem von Krankheiten und Schädlingen befallen werden.









