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Blühender Portulak im Beet.

Portulak ist ein Wildgemüse mit nussig-säuerlichem Geschmack und vielen Vitaminen. Wir zeigen dir, wie du es in deinem Garten anpflanzt, pflegst und optimal zubereitest.

Woher kommt Portulak?

Portulak (Portulaca oleracea) gehört zur Familie der Portulakgewächse (Portulacaceae). Er wird auch Echter Portulak, Sommer-Portulak oder Gemüse-Portulak genannt. Das Wildgemüse hat seine Heimat in Afrika und Kleinasien. Es ist einjährig und wird auch als Gewürzkraut verwendet.

Echter Portulak ist nicht mit dem frostharten Winterportulak (Claytonia perfoliata) zu verwechseln. Dieser wird auch als Wildgemüse verwendet. Er ist ebenfalls einjährig. Allerdings gehört die Pflanze einer anderen Familie an und stammt von den Küstenregionen Nordamerikas. Hierzulande gilt er als Neophyt.

Der Sommer-Portulak hat Triebe mit einem nussig-säuerlichen, salzigen Geschmack. Die Pflanze liefert viele Vitamine. Sie enthält außerdem ätherische Öle und Omega-3-Fettsäuren.

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Aussehen und Wuchs

Der Stängel des Gemüse-Portulaks ist rötlich. An ihm sitzen die grünen bis gelblich-grünen Blätter. Sie sind verkehrt-eiförmig und fleischig. Von Mai bis Oktober blüht der Portulak mit gelblichen oder weißen Blüten. Die schnell wachsende Pflanze wird 10 cm bis 30 cm hoch.

Standort und Boden

Pflanze das Wildgemüse an einen warmen, sonnigen Platz in deinem Garten. Achte auf einen lockeren, durchlässigen und eher sandigen Boden.

Portulak pflanzen und pflegen

Junger Portulak wächst im Beet.

Von Mai bis Mitte September setzt du Portulak ins Beet mit einem Abstand von mindestens 15 cm.

Ab Anfang Mai setzt du Portulak ins Freie mit einem Pflanzabstand von 20 cm. Je nach Region ist die späteste Pflanzung bis Ende August oder Mitte September möglich. Säe die Pflanze am besten mit einem zeitlichen Abstand von je zwei Wochen und bedecke die Samen für eine bessere Keimung nur leicht mit Erde. Die Jungpflanzen pikierst du auf 15 cm bis 20 cm.

Eine Vorkultur der Jungpflanzen ist nicht sinnvoll. Die Pflanzen wachsen schnell und sind einfach zu ziehen. Willst du sie dennoch vorkultivieren, verwendest du Multitopfplatten oder Torfquelltöpfe. Dabei ist eine Temperatur von mindestens 18 °C nötig. Bei 30 °C keimt Portulak noch schneller.

Mit einer Harke arbeitest du 2 l reifen Kompost in den Boden ein, damit die Blätter größer und zarter werden. Weiteren Dünger braucht das Wildgemüse allerdings nicht.

Gießen musst du die Pflanze nur bei längerer Trockenheit. Sie kann Wasser in ihren Speicherblättern einlagern. Wässere aber trockenere Böden eine Woche vor der Ernte. Dadurch werden die Blätter fest und drall.

Portulak ernten und verwerten

Eine große Schüssel Salat mit Portulak, Tomaten und Gurken steht auf dem Tisch.

Portulak schmeckt im Salat sehr gut. Durch den nussigen und salzigen Geschmack ist die Pflanze eine gute Ergänzung zu Tomaten.

Nach der Aussaat reift Portulak nach vier bis sechs Wochen, sofern der Sommer warm ist. Die jüngeren Blätter und Stängel verwendest du für Salat oder isst sie als Rohkost. Bei der Ernte lässt du das untere Drittel des Gemüses stehen. Aus diesem bilden sich nach einiger Zeit wieder neue Blätter und Stängel. Bis zu drei Ernten sind mit dieser Methode möglich. Haben sich die Blüten geöffnet, solltest du die Blätter nicht mehr essen, da sich zu viele Bitterstoffe gebildet haben.

Die Blätter haben einen nussigen und salzigen Geschmack. Aus diesem Grund brauchst du nur wenig Salz, wenn du sie zubereitest. Das würzige Aroma macht Portulak zu einer guten Zutat für sommerliche Mischsalate, Suppen, auf Broten oder im Kräuterquark. Du kannst auch die Blütenknospen essen.

Lange lagern lässt sich Portulak nicht. Maximal fünf Tage hält er sich im Gemüsefach des Kühlschranks. Dafür rollst du die Blätter in ein feuchtes Küchentuch ein. In der Tiefkühltruhe werden die Blätter sehr matschig.

Portulak als Heilpflanze

Aus Portulak kannst du Tee gegen Blasen- und Nierenleiden herstellen. Zudem wird ihm eine blutreinigende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Dies macht der hohe Gehalt an Provitamin A und Omega-3-Fettsäuren möglich. Zudem geht man davon aus, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren die Gefäße schützen und das Gehirn dazu anregen, mehr Serotonin zu produzieren. Deshalb gilt das Gemüse auch als natürliches Antidepressivum.

Krankheiten und Schädlinge

Portulak ist robust. Krankheiten und Schädlinge befallen das Wildgemüse aufgrund der kurzen Kulturdauer nicht.

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